Umgangsrecht Papa bei neuer Freundin

    • (1) 09.01.11 - 21:36

      Hallo. Anfang 2010 und meiner Schwangerschaft hat mich mein Freund auf eine ziemlich miese Art und Weise verlassen. Vielleicht erinnert ihr euch an mich. Unsere Wohnung haben wir dann gekündigt. Durch die Schwangerschaft musste ich allein, mir ein neues zu Hause aufbauen etc. Er hatte nur noch Augen für seine neue Freundin (mit der er mich wochenlang betrogen hat; die außerdem eine Bekannte von uns war) und ihren zwei Kindern, ist zu ihr in ein schönes großes Haus gezogen. All das habe ich zufällig von anderen erfahren. Es wurde ein großes Geheimnis daraus gemacht. Als unsere Tochter zur Welt kam, war er plötzlich für mich da - Tag und Nacht und "kümmerte" sich rührend um Carla. 3 Monate ließ ich es zu, dass er sie zu jeder Tageszeit wann und wie er wollte besuchen konnte (er arbeitet Schicht, so dass er auch nachts bei uns war). GEfühlsmäßig kam ich überhaupt nicht mehr klar, machte mir Hoffnungen etc. Jetzt war ich beim Jugendamt, hab mich erkundigt, wie der Umgang zum Wohle von Mutter und Kind in Zukunft geregelt werden kann. Man sagte mir, dass ich ihm unser Kind für 2h wöchentlich (da ich noch stille) überlassen sollte und das nicht bei mir in der Wohnung, sondern dort, wo er sich aufhält. Gemeldet ist er bei seiner Freundin nicht, da das Haus noch ihrem Noch-Ehemann gehört. Er hat nur ne Tasche mit Klamotten bei ihr. Ich habe die beiden, ihn und seine Freundin gestern zu mir eingeladen. Ich wollte mir sicher sein, dass ich Carla auch ihr überlassen kann. Ihre Art war jedoch arrogant und herablassend mir gegenüber. Meine Bitte, dass ich mir ihr Haus, die Umgebung, mal anschaue, in dem sich Carla aufhalten soll, schlug sie aus. Außerdem meinte sie, dass sie nicht möchte, dass ich ihre Kinder kennenlerne oder auch nur sehe. Ich weiß nicht, was davon halten soll und habe kein gutes Gefühl, mein Kind in ihre Hände zu geben. Was soll ich eurer Meinung nach tun? Blind vertrauen?

      • (2) 09.01.11 - 21:44

        Sorry meine Liebe, aber gehts noch.

        Ist doch klar, das sie Dir den Vogel zeigt, wenn Du ihre Wohnung inspizieren willst. Und womöglich noch ihre Kinder ausquetschen. Logisch das die Löwenmutter da die Krallen ausfährt.

        Die Frau hat Größe gezeigt, indem sie sich mit Dir getroffen hat - das hatte nicht jede getan ( vor allem nicht bei der Vorgeschichte )- und das war schon mehr als Du verlangen kannst.

        Vor allem hör auf Dein Kind für Deine gekrängten Gefühle zu instrumentalisieren. Laß Dein Kind eine gesunde Beziehung zu seinem Vater ausfauen. Und du solltest Anfangen die Konflikte der Paarebene hinter Dir zu lassen und eine Elternebene mit dem Vater aufzubauen. Dabei hat seine Lebenspartnerin nichts verloren.

        Ute

        • (3) 09.01.11 - 21:51

          Diese Frau hat Größe gezeigt? Ich glaub ja wohl nicht. Sie hat mir den Mann ausgespannt, so wie es ihre beste Freundin mit ihrem Mann gemacht hat. Mir hat sie einst auf jeder Party die Ohren vollgeheult, wie gekränkt sie ist und wie schwer es ist allein mit zwei Kindern und dann schnappt sie sich ausgerechnet meinen Freund und verheimlichen das Monatelang, weil ich schwanger bin. Ich glaube nicht,d ass ich das verstehen und verzeihen muss...

          • (4) 09.01.11 - 22:06

            Was VORHER war interessiert nicht!!! Streiche es aus Deinem Kopf.

            Sie ist die Lebensgefährtin des Kindesvaters und hat auf Deinen Wunsch hin, die Größe gehabt sich bei Dir vorzustellen, damit Du als Mutter weiß wer sich um Dein Kind kümmert. Ganz große Geste von dieser Frau - hätte sie nicht müssen. Diese Frau hat Stärke und Charakter bewiesen - da wo es wichtig ist: Von Mutter zu Mutter.

            Die Verletzungen aus der Vergangen haben in der Zukunft Eures Kindes nicht zu suchen. Und aus diesem Gedanken heraus hat Dir diese Frau die Hand zum Frieden ausgestreckt.

            An Deiner persönlichen Wut mußt Du schon selbst arbeiten - aber er gibt Therapeuten, die geanu auf solche Fälle spezialisiert sind.

            Ute

            • (5) 09.01.11 - 22:39

              ich möchte dich mal erleben, wenn du schwanger wirst, von einem Mann, den du liebst, der dich dann aber, nachdem ihr gerade mal 5 Monate in eurer neuen gemeinsamen Wohnung lebt, wegen dem du dein ganzes Leben umgestrukturiert hast, dich dann betrügt und wie ein Hund vor die Tür setzt, dir den Boden unter den Füßen wegreißt, sich 9 Monate lang überhaupt nicht um dich kümmert und so verletztend verhält, dass du einen zusammenbruch erleidest und ins krankenhaus musst... und dann, kaum ist das kind da, zuckersüß ist, dir tausend geschenke macht... ich bin doch keine maschine, kein roboter, den man abschalten kann, der nur noch funktioniert. in nur einem jahr musste ich schwangerschaft, trennung, umzug, geburt - allein bewältigen. ich musste hartz IV beantragen, um über die runden zu kommen. ich habe zudem noch eine 9jährige tochter, die umgeschult und zurückgeschult werden musste, die sich in der neuen stadt neue freunde gesucht hat, sie wieder verlassen musste. der mann war sich überhaupt keiner schuld bewusst, was er uns zugemutet hat. sie erst recht nicht.

              • Das ist DEIN Leben und DEIN Problem. Es ist nicht das Problem deiner Tochter. Alles was vorher war - und wenn er dich geschlagen hätte - es interessiert überhaupt nicht. Er hat ein Umgangsrecht und offensichtlich ist er gewillt diesen Umgang auch stattfinden zu lassen. Sei froh, dass er sich kümmern will - viele Männer machen das nicht. Insbesondere deine Tochter wird davon profitieren.

                • >>Alles was vorher war - und wenn er dich geschlagen hätte - es interessiert überhaupt nicht.>>

                  Nun mach mal halblang. Du wuerdest also voellig problemlos Deinen Saeugling einem gewalttaetigem Menschen anvertrauen? Alle Achtung.

              Dein Ansprechpartner in dieser Geschichte ist Dein Ex, nicht seine neue Partnerin, die hat mit Dir keinen "Vertrag" gehabt, oder?

              Und jetzt geht es nicht um Eure damalige Beziehung, sondern um EUER Kind und das solltet Ihr strikt trennen.
              Ich finde es schon anständig von ihr, Deiner Einladung nachzukommen, auf mehr hätte ich mich auch nicht eingelassen. Einen rechtlichen Anspruch darauf hast Du ohnehin nicht.


              Gruß,

              W

        Nein musst du nicht, aber das hat nichts mit dem Umgangsrecht zu tun. Er ist der Vater und hat das Recht sich zu kümmern.

        Vieleicht wäre psychologische Hilfe besser für dich, um mit der Trennung umgehen zu können, und deine Gefühle hinten anzustellen, die nähmlich nichts damit zu tun haben....Das ist Gefühl der Paarebene und nicht der Elternebene.

Es ist völlig egal, wohin der Vater sein Kind zu seiner Besuchszeit mitnimmt. Deine Gefühle interessieren nicht.
Es ist eine Bekannte von euch beiden und du willst ihr Haus und ihre Kinder kennenlernen? Kanntest du die denn nicht schon vorher? Willst du denn, dass der Vater deiner Tochter deine zukünftigen Männer inspiziert und seinen Senf abgibt, wenn du umziehst?

  • Ich will nicht Haus und Kind KENNENLERNEN, sondern mir einen kurzen Eindruck verschaffen, wo sich meine 3 Monate junge Tochter zukünftig aufhalten wird. Ich denke, ich als Mutter habe das Recht dazu. Sie dagegen kennt ihre ehemalig beste Freundin, wo sich ihre Kinder alle zwei Wochenenden aufhalten. Sie hat zwei Jahre gebraucht, um damit klar zu kommen, ihre Kinder dort hin zu geben und ich soll das in drei MOnaten auf die Reihe kriegen? Und nein, meine Bekannte war das nicht. Ich habe sie durch meinen Ex kennengelernt und nur auf Partys getroffen.

    • Ich denke, ich als Mutter habe das Recht dazu.

      Hast du eben nicht!

      Der Vater ist da und das reicht völlig aus.

      "Ich denke, ich als Mutter habe das Recht dazu. "
      Nein, denn du bist nur die Mutter. Du hast nicht mehr oder weniger Rechte als der Vater. Es ist die Besuchszeit des Vaters - also ist es in seiner Verantwortung, wo sich die Kleine aufhält. Wenn die Kleine bei dir ist, fragst du doch auch nicht alle 5 Minuten, wohin du mit dem Kind gehen darfst. Deine 3 Monate junge Tochter wird derzeit nur ein paar Stunden in der Woche bei ihrem Vater sein und nicht tagelang. Wahrscheinlich wird er sie höchstens mal auf einen Spaziergang abholen. Wie soll er denn auch in 2 Stunden hin und zurück fahren und dann auch noch seine knappe Zeit mit dem Kind effektiv nutzen? Wenn du dein Kind zu einer Freundin auf einen Kaffeeklatsch mitnimmst, muß doch der Vater auch nicht vorher Freundin, Kinder und Wohnung inspizieren, oder? Und deine Tochter hält sich dort ungefähr solange auf, wie bei ihrem Vater.

      • Die wohnen hier direkt um die Ecke (10 Minuten Fußweg), was ich nicht wusste, als ich mir meine neue Wohnung gesucht habe. Denn ich wusste ja nicht, dass sie seine neue Freundin ist und so gut kannte ich sie auch nciht, hab nie gefragt, wo sie wohntm. Ich habe sie durch meinen Ex bei einer Party seiner Cousine kennengelernt und wir haben uns auch immer nur auf Party´s getroffen...

    Zitat aus deinem Ausgangspost:
    "die außerdem eine Bekannte von uns war"
    Was war sie denn nun? Eine Bekannte von euch oder nicht oder doch oder nur zur Hälfte?

Top Diskussionen anzeigen