Allein erziehend

Frage zu betrieblicher Altersvorsorge hinsichtlich Unterhalt

    • (1) 02.03.12 - 17:10
      Frage zu betrieblicher Altersvorsorge hinsichtlich Unterhalt

      Hallo,

      weiß jemand, ob es rechtens ist, dass eine (freiwillige) betriebliche Altersvorsorge des KV in Höhe von mehreren Hundert EUR bei der Berechnung des Unterhalts in voller Höhe vom Einkommen abgezogen wird???

      Theoretisch könnte der KV diesen Betrag nochmals erhöhen und der Unterhalt würde dadurch immer mehr schrumpfen.

      Bei der Berechnung meines Elterngeldes wurde damals der Betrag einer gleichartigen Altersvorsorge (meiner betrieblichen Altersvorsorge) abgezogen, so dass ich dadurch, dass ich freiwillig für mein Alter gespart hab, auch weniger Elterngeld bekam.

      Damals hab ich Widerspruch eingelegt, der jedoch abgelehnt wurde.

      Irgendwie ist es doch unlogisch, dass es immer zu Ungunsten der Mutter / des Kindes ausgelegt wird?!

      Würde mich freuen, wenn jemand was Näheres dazu weiß.

      Danke und ein schönes WE wünscht

      gaensehaut

      • Hallo,

        das ist relativ einfach. Die meisten OLG-Leitlinien sehen bis zu 4% vom Brutto an Altersvorsorgeaufwendungen als abzugsfähig an. Dem kann widersprochen werden, wenn wg. der AV der Mindestkindesunterhalt nicht geleistet wird. Das ist aber eine Entscheidung des Gerichts, ob die AV gestrichen wird, das JA darf das nicht.

        Anders ist das bei Selbstständigen, die dürfen rund 20% Ihres Einkommens in Vorsorge plus noch mal 4-5% in die reine Altersvorsorge investieren. Die 20% entsprechen ca. dem Wert, den beim Arbeitnehmer AG und AN zusammengelegt leisten.

        LG

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