Geldprobleme vor den Kindern austragen? Wie geht ihr damit um? Vorsicht lang!

Hallo,

ich brauche mal wieder Euren Rat bzw. Tipps oder Erfahrungsberichte.

Es geht um meinen Ex. Er ist ständig am Jammern, dass er kein Geld hat. Ich kenne seinen Verdienst und weiß, dass ihm unterm Strich nach Abzug von Miete und Kindesunterhalt nicht mehr wirklich viel übrig bleibt. Nun ist er ständig am Jammern, dass er kein Geld hat. Ich frage ihn schon gar nicht mehr, ob er sich an Anschaffungen für die Kinder (Schulbücher, Schultüte oder solche Sachen, die halt außer der Reihe entstehen) beteiligt, weil ich die Antwort kenne. Ich versuche also, das selber zu wuppen. Ich weiß auch, dass der Unterhalt dafür gedacht ist und er bei Zahlung desselben nicht mehr wirklich verpflichtet ist, mich noch anderweitig zu unterstützen. Geschenkt, nur sein ständiges Gejammer nervt tierisch.

Was er mit seinem Geld macht, ist ihm ja selber überlassen. Aber er zieht die Kinder mit rein.

Ich höre von unseren beiden Kids (5 und 7) ständig wenn sie von Papa wieder kommen, dass der Papa kein Geld hat. Unsere Kleine hat mir zu ihrem Geburtstag aufgezählt, was sie sich alles wünscht - alles tolle große Sachen von Filly. Von Papa wünscht sie sich ein kleines Filly und was zu Naschen. Habe dann aus Spaß gesagt, dass sie sich ja von mir die ganzen teuren Sachen wünscht und der Papa ihr die günstigeren schenken kann. Daraufhin kommt unser Großer und meint, ja von Papa können sie sich ja auch nur so Kleinigkeiten wünschen, der Papa hat ja kein Geld! Ich habe Meinen Ex natürlich darauf angesprochen und er hat es abgestritten. Er würde den Kindern nur versuchen, beim Einkauf den Wert des Geldes näher zu bringen. Ist ja ok, mache ich ja auch. Habe ihn also darauf hingewiesen, dass er doch bitte ein bisschen auf seine Ausdrucksweise achten soll gegenüber den Kindern. Er ist allerdings sehr belehrungsresistent und was ich sage, interessiert ihn nicht. Schon gar nicht, wenn es Kritik an seinem Verhalten ist. War auch schon unter der Ehe so und mit ein Grund, warum ich gegangen bin.

Nun möchte er gerne mit unserem Sohn zum Fußball (Spiel im Stadion angucken). Es gab dafür von unserem Verein einen Gutschein für die ABC-Schützen (kostenloser Eintritt für Kind mit Begleitung 1 Erwachsener). Leider haben wir diesen erst gestern von der Klassenlehrerin erhalten und er ist nur für September gültig, das letzte Heimspiel fand jedoch schon am WE statt, so dass wir ihn nicht mehr nutzen können. Mein Junior hat ihn heute entdeckt und sich schon tierisch gefreut. Nun hab ich ihm erklärt, dass wir den Gutschein nicht mehr nutzen können, da fing er an zu weinen. Habe ihm dann gesagt, dass er doch trotzdem mit Papa mal zum Fußball gehen kann, nur halt der Papa ihm dann eine Eintrittskarte kaufen muss. Daraufhin kam von ihm „Aber Papa kann doch keine Karte kaufen, er hat doch kein Geld!“.

Ich war darüber so sauer, dass ich dann in meinen Bart gebrummelt habe, „dann kann der Papa beim nächsten Spiel halt mal kein Bier kaufen, dann hat er auch Geld für eine Eintrittskarte für dich.“ Hat er hoffentlich nicht gehört und ich weiß auch, dass man den anderen Elternteil vor den Kindern nicht schlecht machen soll, aber es fällt mir in solchen Situationen immer verdammt schwer. Da ich ja mitbekomme, dass er sein Geld schon ziemlich großzügig für sich selber ausgibt (Festivals, 1 Woche Urlaub in Holland, jedes WE einen Kasten Bier (war früher schon so), die Fußballspiele, sein Zigarettenkonsum). Ich meine, was er macht, ist sein Bier, aber er soll sich dann nicht hinstellen und jammern. Und vor allem nicht immer vor den Kindern.

Wie geht ihr denn mit solchen Situationen um? Ich sage dann immer, dass wir auch gucken müssen, was wir einkaufen und die Kinder wissen auch, dass es nicht immer alles gibt.

Aber so richtig weiß ich mir da nicht zu helfen. Ich kann es ja schließlich nicht ignorieren.

Bin für jeden Tipp dankbar.

LG acka

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Ich dfenke das du da nicht viel machen kannst, bei uns war es so das die Stiefkinder ankamen Mama hat kein Geld und Ihr seid so reich#bla Sie meinte damit das "viele" Kleingeld wo zusammengerechnet 20€ waren, ansonsten steht die Mama besser da. Das hat mich auch gewurmt, weil es die Kinder einfach nichts angeht ob nun wir mehr hätten oder sie.

Kauf du weitere Karten wenn du den Wunsch deines Kindes erfüllen willst, ich denke der Papa wird es wohl eher nicht tun. Wir könnten sowas auch nicht mal so herzaubern, wir sparen das Jahr für den Sommerulraub wo wir entweder Zelten fahren oder nach Trippsdrill ansonsten gehen wir sachen machen wo nichts kosten.

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Danke für deine Antwort.

Ja, er denkt auch, dass ich super reich bin.

Dass ich sein Gejammer nicht abstellen kann, ist mir klar. Ich weiß nur nicht so recht, wie ich den Kindern gegenüber reagieren soll, wenn wieder solche Bemerkungen kommen. Soll ich die einfach ignorieren und gar nicht drauf eingehen oder sag ich einfach, „ja ich weiß.“ ?

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Ich habe bisher immer versucht es zu ignorieren, einmal ist mir der Kragen auch geplatzt ich bin auch nur ein Mensch, versuch es zu ignorieren und lass solche anmerkungen am besten wie dann geht Papa mit dir dahin.....Ist am besten ....

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Was ist denn Dein Ziel?

Das der Vater weniger wegen dem Geld jammert?

Das er mehr Geld für die Kinder ausgibt?

Was mich etwas stutzig macht. Du stellst fest, dass er kaum noch etwas übrig hat, tust dich aber unterschwellig darüber beklagen, dass er nichts an Sonderzahlungen für Schulsachen etc. leistet, obwohl Du zusätzlich feststellst, dass er das gar nicht müsse.

Ohne konkretere Zahlen kann man die finanzielle Seite des Vaters nicht beurteilen.

War bei dem Gutschein nur das Kind frei oder auch die Begleitung?

Einerseits schreibst Du der Vater müsse nur für das Kind eine Karte kaufen andererseits stand auf dem Gutschein kostenloser Eintritt mit Begleitung). Dann müsste er ja zwei Karten kaufen.

Was kostet denn überhaupt der Eintritt.

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Es ging mir doch nur um die Situation an sich, dass er vor den Kindern rum jammert, dass er kein Geld hat.

Ich habe kein Ziel, ich wollte nur Tipps, wie ich mit den Bemerkungen der Kinder umgehen soll. Ihm gegenüber zu erwähnen, dass er nicht vor den Kindern über seine finanziellen „Probleme“ spricht, hat ja bisher nichts gebracht.

Meine weiteren Ausführungen waren eher als nebensächlich zu betrachten. Ich wollte nur den Gegensatz aufzeigen, dass er wenn es um Geld für die Kinder geht, ständig meint, er hat keins (außer dem Unterhalt) und auf der anderen Seite aber durchaus das Geld für sein Vergnügen „verpulvert“. Dann muss er mir hinterher die Ohren nicht volljammern. Der Gutschein hätte eine Karte für beide beinhaltet. Ich kenne die aktuellen Eintrittspreise nicht, weiß aber, dass er im letzten Jahr eine Dauerkarte hatte, die für die Saison 200 Euro gekostet hat. Also ich glaube die Eintrittspreise sind schon zweistellig. Aber da er ja sowieso hingeht, müsste er nur eine Karte extra holen. Und wenn er es sich dann mal verkneift, sich seine 4-5 Bier zu holen, hätte er auch das Geld für die Karte für seinen Sohn.

Dass er nicht viel Geld hat, weiß ich. Allerdings habe ich in manchen Monaten auch nicht viel mehr und muss damit 3 Personen durchbringen. Und ich stehe nicht ständig vor seiner Tür und heule rum, dass ich kein Geld habe oder jammere den Kindern die Ohren voll. Dann muss ich halt Abstriche machen.

Aber darum geht es mir nicht. Mir geht es um die Situation, dass ich bei jeder Angelegenheit zu hören bekomme, dass er kein Geld hat und wissen möchte, wie ich den Kindern gegenüber damit umgehe.

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Kann man den Kindern eigentlich nicht einfach sagen, dass der Papa halt nicht so gut sparen kann??

Ich meine, du bist ja nicht umsonst 'reich', sondern wirst ja auch dafür sparen müssen.

Mich würde das auch nerven. Meine Stiefkinder sind (zum Glück) alt genug um selbst zu erkennen, das die Mutti das Geld lieber für eigene Klamotten und Schuhe ausgibt und für sie dann nur ein Deo zu Weihnachten abfällt. Aber für sich selber Schuhe für 200 €.

Allerdings kriegen die zwei deswegen nicht weniger von uns (Mama kauft ja nur das Billige - dann gibts von uns auch nur was Kleines). Dafür können die Kinder ja nix und ja, sie wissen, dass wir dafür auch was tun (sparen).

Mmmh, keine Ahnung, ob man so ehrlich zu kleinen Kindern sein sollte.

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#danke,

Auf das Einfachste kommt man immer nicht :-)

Das werde ich das nächste Mal machen. Zumindest der Große wird es verstehen, immerhin bekommt er ja jetzt Taschengeld und spart schon fleißig. Und er ist ja auch derjenige, der immer wieder erwähnt, dass der Papa kein Geld hat. Die Kleine ist dafür wohl noch ein wenig zu klein.

Danke nochmal und

LG acka

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Am besten sagst Du Deinen Kindern, dass es bedauerlich ist, wenn jemand wenig Geld hat. Dass es aus diesem Grund sinnvoll ist, sich im Leben anzustrengen, damit man es zu was bringt. Dass man auch jeden Euro nur einmal ausgeben kann: also entweder Zigaretten kaufen oder zum Fußball gehen und dass das genauso ist, wie wenn sich die Kids entscheiden, ob sie auf etwas sparen oder das Taschengeld komplett in Süßkram umsetzen.

Ruhig, sachlich und freundlich. Ohne den KV als A... oder sonst was zu betiteln oder zynisch zu werden.

Gruß

Manavgat