Mit wieviel Geld kommt ihr aus?

    • (1) 13.05.16 - 11:49

      Hallo zusammen,

      ich habe zwei Kinder (7+9) und stelle mir die Frage, mit wieviel Geld auzukommen ist.

      Vielleicht kann mir von Euch jemand aus Erfahrung sagen, was so im monat veranschlagt werden kann.

      Versicherungen
      Lebensmittel
      Kleidung
      Auto
      Etc

      Ohne Miete!!!

      Sicher muss ich das auf mich bezogen durch rechnen, aber im Moment würden mir ErfahrungsWerte von euch weiterhelfen für eine erste grobe Kalkulation .

      Kurz zu mir: ich verdiene derzeit 850 + Kindergeld , da ich diejenige bin, von der die Trennung ausgeht, möchte ich nicht wirklich was von meinem Mann beanspruchen.

      Ich danke Euch.....

      LG

      Tibi

      • (2) 13.05.16 - 13:18

        Es macht keinen Sinn, wenn Du den Kindern die Butter vom Brot klaust, weil Du keine sozialen Hilfen beantragst!!!!

        Auch solltest Du die Frage von wem die Trennung ausging nicht an den Unterhalt koppeln.

        Den Kindern steht Unterhalt nach Düdo Tabelle zu und wenn dann noch was da ist, unter Umständen auch Dir noch Unterhalt.

        Beantrage ALG2 und schreib dazu, dass sie prüfen sollen, ob Du Wohngeld oder ALG2 bekommen kannst.

        Du hast einen Freibetrag aus Arbeit und einen Alleinerziehenden Freibetrag. Es gibt Rechner im Internet, z. B. diesen hier: http://www.sozialhilfe24.de/hartz-4-alg-2/rechner.html

        bekommst Du eine der beiden genannten Sozialleistungen, dann steht Deinen Kindern auch das Bildungspaket zu, dieses würde ich gleich mit beantragen.

        Außerdem brauchst Du jemanden der Dich berät, am besten eine Anwältin. Bei Deinem geringen Einkommen kostet es nichts, Du musst gleich sagen, dass Du Beratungshilfe in Anspruch nehmen willst. Entweder Du holst Dir hierzu einen Schein beim Amtsgericht oder die Anwältin beantragt das mit Dir.

        ALG2 ist wirklich der unterste Satz, was Du zum Leben brauchst. Ohne Unterhalt und ggfalls ergänzende soziale Hilfen sehe ich die Kinder gefährdet.

        Gruß

        Manavgat

        • (3) 13.05.16 - 14:00

          Danke für deine Antwort, wenn sie auch nicht ganz zur Frage gepasst hat. Also wir leben recht wohlhabend , mein Mann verdient sehr gut. Staatliche Hilfe werden wir nicht beanspruchen müssen. Er würde anstandslos den unterhalt bezahlen.
          Was mich betrifft, möchte ich es aber weitestgehend aus eigener kraft schaffen und ihn zum leid der Trennung nicht noch "schröpfen" oder quasi noch mehr bestrafen .

          Ich wollte nun einfach wissen, womit kann man wenn man gut haushält auskommen, quasi der Haushaltsplan der hier anwesenden alleinerziehenden. Rein informativ, um mir auch durchzurechnen wie weit ich mit der Arbeit aufstocken sollte usw.

          • (4) 13.05.16 - 14:38

            Es ist nur so, dass Kindesunterhalt den Kindern zusteht. Imho begehst Du einen Rechtsbruch, wenn Du Dich nicht darum kümmerst.

            Zum Thema an sich:

            wie hart willst Du sparen und was willst Du Deinen Kindern zumuten? Man kann extremst sparen, nichts für die Rente zurücklegen, ein oder mehrere Kaufnix-Jahre einlegen, Secondhand-Kleidung, Tafel usw. in Anspruch nehmen.

            Die Bandbreite von "was man braucht" ist so groß, dass Du nichts damit wirst anfangen können.

            Fragst Du meine Mum, dann sagt die Dir, dass sie mit 2 Personen 800 Euro für Haushaltsgeld "braucht". Fragst Du mich, dann sage ich Dir, dass ich mit 200 Euro für 2 Erwachsene + Katze im Notfall auskommen würde ohne ungesund leben zu müssen.

            An den ALG2-Sätzen kannst Du Dich -was das absolute Minimum anbelangt orientieren, wobei ich der Meinung bin, dass die Sätze für Kinder viel zu niedrig sind.

            Versicherungen: ich halte Unfall-Versicherung, BUZ (falls bezahlbar), private zusätzliche Renten- und Pflegeversicherung, Rechtschutzversicherung und vor allem eine Haftpflicht für unverzichtbar. Das sehen andere anders, die haben u. U. gar keine Versicherung.

            Miete? Das ist quer durch die Bundesrepublick so unterschiedlich, dass man kaum vergleichen kann.

            Auto: man muss auch die Rücklagen für evtl. nötige Neuanschaffung bedenken (das machen die wenigsten).

            Ich würde an Deiner Stelle einen Plan aufstellen und mal 3 Monate jeden einzelnen Cent erfassen. Man wundert sich, was da alles zusammen kommt. Da sind Medikamentenkosten für die Kinder die die Kasse nicht übernimmt, z. B. bei Allergie, da ist die Nachhilfe die so gut wie nie übernommen wird, die Ausrüstung für den Sportverein, die Reparatur von Haushaltsgroßgeräte, Möbel usw. usw. usw.

            Gruß

            Manavgat

            • "Es ist nur so, dass Kindesunterhalt den Kindern zusteht. Imho begehst Du einen Rechtsbruch, wenn Du Dich nicht darum kümmerst."

              Ich setze mal voraus, dass du nicht auf Vernachlässigung durch die Mutter hinweisen willst, wenn sie sich nicht um die Versorgung der Kinder kümmert. Dazu gibt der Sachverhalt ja nichts her.

              Bleibt die Frage warum du Falschinformitionen erteilst?

              Aufklären wirst du das sowieso nicht aber die Frage muss gestellt werden.

              Welchen "Rechtsbruch" würde ein betreuender Elternteil also begehen, wenn er sich entschließen sollte, sich nicht um den zustehenden Kindesunterhalt zu kümmern und diesen selbst zu tragen?

              Niemandem ist es verwehrt Kindesunterhalt nicht einzufordern und diesen selbst zu leisten. Dies verstößt nicht gegen das Gesetz.

              P.S:
              Dass die TE mind. für Ihre Kinder Unterhalt verlangen sollte, sehe ich ebenso.

              • Das auf Kindesunterhalt verzichtet werden kann, ist nur halbrichtig. Zwischen den beiden Elterteilen kann zwar eine Vereinbarung getroffen, dass der zum Bargeldunterhalt verpflichtete von der Zahlung freigestellt wird (z.B. im Tausch gegen Anteile am gemeinsamen Wohnhaus etc.) - doch gegenüber dem Kind ist diese Vereinbarung nichtig. Heißt, dass Kind kann jederzeit entscheiden, den ihm zustehenden Unterhalt unbeschadet der Vereinbarung der Eltern einzufordern, denn es gilt der gesetzlich-verankerte Grundsatz, dass auf Kindesunterhalt nicht verzichtet werden kann. Auf Grund der fehlenden Geschäftsfähigkeit Minderjähriger kann der Unterhalt u.a. von dem hauptbetreuenden Elternteil eingefordert werden - hier also die Mutter.

                • Dann hier mal eine Verständnisfrage.

                  Wie kann eine minderjähriges Kind den Unterhalt einfordern?

                  Nein, das was ich schrieb ist richtig.

                  Man kann sich nicht wirksam verpflichten keinen Kindesunterhalt geltend zu machen ( also auch für die Zukunft keinen geltend zu machen).

                  Es geht aber darum, ob man verpflichtet ist Kindesunterhalt einzufordern. Und das ist man nicht. Und man verstößt dann auch nicht gegen Vorschriften.

                  Und dieses nicht geltend machen kann, kann man also jederzeit beenden.

                  Es kann doch denklogisch auch nicht richtig sein, dass man Kindesunterhalt immer einfordern muss. Und wenn nicht gegen Vorschriften verstößt.

                  Wenn die Behauptung gegen die ich hier schreibe nämlich richtig wäre, müsste ja sonst bspw. eine Frau Quandt nach einem One Night Stand mit einem 1300 netto verdienenden Partner Kindesunterhalt von diesem fordern, ob sie will oder nicht, weil sie sonst einen "Rechtsbruch" begehen würde.

                Es ist aber ein Unterschied, ob man nicht auf zukünftigen Kindesunterhalt verzichten kann, was ja richtig ist, oder ob man ihn einfordern muss.

                Ein betreuender Elternteil kann also jederzeit sagen, ab jetzt will ich Kindesunterhalt, egal was ich gesagt oder unterschrieben habe.

                Den Kindesunterhalt einfordern muss man aber nicht, wenn man ihn selbst leisten will. Und darum geht es.

            Es gibt schon einen Fall indem die Mutter verpflichtet wird den Unterhalt vom KV einzufordern.
            Wenn sie öffentliche Gelder wie ALGII beantragt, dann wird das Amt die Leistungen so lange verweigern, bis sie den Unterhalt eingefordert hat.

            LG
            Karna

            • Das ist richtig und war auch nie bestritten und auch nicht Gegenstand.

              In diesem Fall leistet der betreuende Elterneteil aber auch nicht den Unterhalt selbst, sondern will ihn von Dritten ( hier dem Staat) haben.

              Die TE will doch aber gerade keine Hilfe vom Staat.

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