Angst vor Gerichtsverhandlung

    • (1) 02.08.16 - 10:30

      Hallo liebe Urbia Gemeinde,

      hier mal meine "leidensgeschichte".

      Ich habe einen Sohn 27 Monate, von dem KV lebe ich seit 10 Monaten offiziell getrennt.
      Mein Sohn & ich sind in eine neue Wohnung gezogen. Da ich ein Studium beginnen möchte, sind der kleine und ich 500 km weit weggezogen (das ist die einzige Hochschule die diesen Studiengang anbietet) der Vater hatte vorab mir im Januar schon einmal die Erlaubnis gegeben, welche er aber im Mai als ich ihn vom Umzug unterricht habe zurück gezogen hat.

      Ich habe mir bei einem Anwalt ratgesucht und haben das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt.
      Ich bin und war immer der Meinung der kleine braucht trotzdem seinen Vater und hat deswegen auch das Recht kontakt mit ihm haben soll.
      Anschließend mussten wir natürlich zum JA. Dort haben wir leider keine Einigung gefunden.
      Ich habe ihm angeboten bis zur hälfte der Strecke zu fahren und ihm den kleinen bis dahin zu bringen und abzuholen.
      Nach einigem hin und her hat er mir vorgeschlagen ich darf Umziehen wenn wir beide das ABR behalten und ich ihn bis zur hälfte bringe.
      Mit Rücksprache meines Anwaltes sind wir darauf eingegangen, da das Gericht ein Verfahrensbeistand für meinen Sohn angeordnet hat.

      Inzwischen sind wir umgezogen und morgen ist der Gerichtstermin.
      In letzter Zeit gab es einige Spannungen zwischen KV und mir. Ich habe allerdings immer wieder Treffen zwischen dem kleinen und Ihm ausgemacht. Es kam (bis vor ein paar Tagen) noch nie die Anfrage von ihm aus.

      Auch Skypt der kleine 1-2 mal die Woche mit ihm.
      Vor einigen Tagen schrieb er mir frech das er den kleinen 9 Tage bei sich haben möchte, allerdings hatte ich mit meiner Mutter zuvor bereits abgemacht das der kleine einige Tage bei ihr verbringt und ihn sie mir zurück bringt mit dem Zug.
      Nachdem er mich gefragt hat ob er den kleinen haben könnte, habe ich mit meiner Mutter gesprochen und ihm angeboten das er ihn 4 Tage sehen kann und dann 3 Tage bei meiner Mutter ist eher sie zusammen runter fahren (meine Mutter bleibt lediglich 1 Tag bei mir zuhause ).

      Erst hat ihm das gepasst und nach 10 Minuten kam eine erneute SMS in der Stand er möchte das doch nicht, er will ihn eine ganze Woche und das der kleine schließlich erst eine woche bei meiner Mutter sein könnte und dann eine Woche bei ihm.
      Abgesehen das es seitens meiner Mutter nicht klappt, habe ich mich dagegen entschieden, weil ich es nicht gut für den kleinen finde, da wir erst seit 1 Monat in der neuen Stadt wohnen und der kleine sich erst gerade eingewöhnt hat. Desweiteren steht auch bald die Krippen Eingewöhnung an und ich möchte da keine Unruhe reinbringen.

      Jetzt hat er gestern seine Anwältin angerufen und die Einigung zurückgezogen!! Und mich beim Verfahrensbeistand angeschwärzt.

      Morgen früh fahre ich zusammen mit dem kleinen die 500 Km zum Verhandlungsort, dort muss ich aber jetzt vorher das Gespräch mit dem Verfahrensbeistand wahrnehmen. Sie möchte auch Liam sehen, weil angebliche Kindeswohgefährdung im Spiel wäre.

      Mein Kind ist gesund, er bekommt genug zu essen und sehr viel Liebe. Ich bin fassungslos welche Karte er nun versucht zu spielen, die nicht den Tatsachen entsprechen.

      Jetzt habe ich natürlich etwas angst, dass das Gericht sagen könnte das der kleine zurück in die alte Heimat muss.

      Wir haben uns hier sehr eingelebt, der kleine geht einmal in der Woche zum Reiten und hat freunde gefunden. Des Weiteren gehen wir auch immer Donnerstags zum Eltern Café damit ich und er noch besser kontakte knüpfen können..

      Ist meine Angst berechtigt dass das Gericht mir den kleinen nehmen könnte, weil der KV seine Meinung wieder geändert hat?!

      Ich bin einfach nur froh wenn der morgige Tage zu Ende ist.

      Ich habe mich immer sehr bemüht eine friedliche Lösung zu finden, da der kleine nichts dafür kann das ich nicht mehr mit seinem Vater zusammen bin, aber der KV macht es mir wirklich nicht einfach..

      Lieben Gruß und Dankeschön fürs Zuhören !

      • (2) 02.08.16 - 10:43

        Ich kann dir zwar keinen Rat geben, oder dir die Angst nehmen, aber ich drück dir alle Daumen, die ich hab, dass bei der Verhandlung das heraus kommt, was für euer Kind das Beste ist!

        Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass im Zweifelsfall gegen den Willen des Kindes entschieden wird (auch wenn es erst 2 ist). Nach deiner Schilderung macht dein Ex einen recht flatterhaften Eindruck..... Ich drück euch die Daumen!

        Hallo

        Was ich lese ist das es alles nur nach Deiner Nase gehen soll.
        Du bringst dein Kind die hälfte des Weges.
        Du bestimmst wie lange der Vater das Kind hat.

        Du bevorzugst es das Kind deiner Mutter zu geben statt dem Vater 9 Tage zu geben.

        Da müsste deine Mutter in meinen Augen hinten anstehn und nicht der Vater.

        Du mutest Deinem Kind zu 2x 500 km zufahren damit er seinen Vater sehen kann.

        Ich muss sagen zur Zeit stehe ich mehr auf der Seite des Vaters.

        Wie ist es denn ausgegangen?

        Die Wankelmütigkeit des Vaters ist nicht richtig. Hast du denn Nachweise dafür, dass er Zusagen revidiert?

        Ein Problem habe ich z.B. mit folgernder Schilderung:

        "Vor einigen Tagen schrieb er mir frech das er den kleinen 9 Tage bei sich haben möchte, allerdings hatte ich mit meiner Mutter zuvor bereits abgemacht das der kleine einige Tage bei ihr verbringt und ihn sie mir zurück bringt mit dem Zug."

        Was war denn jetzt konkret "frech" bei dem Schreiben des Vaters? Das wird von dir nicht erläutert?

        War das Treffen mit der Mutter so wichtig (bzw. wichtiger) , dass das des Vaters hintenanstehen sollte?

        War der Wunsch mit den 9 Tagen zu kurzfristig? Falls ja, wusste er denn schon viel länger, dass er euer Kind neun Tage hätte haben können?

        Ich stelle mir halt vor, was wäre wenn das Kind bei ihm lebne würde. Du 500 km weit weg. Du wolltest es 9 Tage haben und er würde schreiben "wie frech" und es müsste aber eine Teil der Zeit zu seiner Mutter.

        Sollten da nicht schon sehr gute Gründe vorhanden sein?

      • "Ich habe mich immer sehr bemüht eine friedliche Lösung zu finden, da der kleine nichts dafür kann das ich nicht mehr mit seinem Vater zusammen bin, aber der KV macht es mir wirklich nicht einfach.."

        Tja, es scheint nach deinen Schilderungen allerdings so, das eine "friedliche" Lösung nur die wäre die du vorschreibst.

        Warum kann das Kind nicht 9 Tage zu seinem Vater - zudem ja abzusehen ist das bei dieser Distanz die Treffen sehr überschauber sein werden ?
        Irgendwie hat dein Anwalt vergessen dir zu sagen das die Regelung mit "Jeder fährt die Hälfte" sehr kulant ist - denn rein rechtlich bist DU alleine für die Fahrt zuständig, das DU die Distanz geschaffen hast.

        Ich schätze jetzt nicht das entschieden wird das das Kind beim KV lebt, aber es wird wohl auf eine Feste Umgangsregelung und volle Fahrtkostenübernahme durch dich hinaus laufen.

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