Ex/KV schimpft mich ohne Ende

    • (1) 11.11.16 - 16:32

      Hallo ihr Lieben,

      nach längerem hin und her habe ich mich von meinem Ex getrennt, weil ich einfach merkte, dass das nicht mehr klappt für mich. Ich habe gemerkt, dass ich für jemand anderes Gefühle habe und dass die Beziehung auf diese Art keinen Sinn mehr macht.

      Mein Ex hatte wochenlang die Hoffnung, dass es wieder klappt, dass es unserem Sohn zuliebe wieder klappt. Doch von meiner Seite war die Liebe schon länger weg.

      Nun ist es so, immer wenn er bei unserem Sohn ist (da bin ich beim Arbeiten, es sind nur zwei Tage pro Woche), schreibt er mir Nachrichten in denen er einerseits süß über unseren Sohn schreibt, Fotos schickt, andererseits über mich herzieht, schimpft, mir unterstellt ich hätte all die Jahre gelogen, betrogen, etc.
      es trifft mich teilweise sehr hart, denn es ist schlichtweg nicht wahr; ja, ich habe ihn betrogen, damit fing unsere wochenlange "wie gehts weiter"-phase an. Damals merkte ich, dass etwas nicht passt;
      ich hatte Schuldgefühle, es tat mir leid, ich hatte versucht, mich auf unsere Familie zu konzentrieren.
      Ein paar Wochen (4 Monate) später traf ich jemanden, dem ich zufällig mal bei der Arbeit über den Weg gelaufen war wieder, wir gingen Kaffee trinken, verabredeten uns mal zum Abendessen, ich merkte nach einiger Zeit, dass da Gefühle aufkommen und beschloss die Beziehung zu beenden zu meinem Freund; denn so macht das keinen Sinn.

      Ich verstehe, das mein Ex beleidigt und gekränkt ist, verletzt ist, verlassen wurde, gedemütigt ist. Doch dass es überhaupt so weit kam, ist ja immer die Schuld von beiden. Nun wird es aber so dargestellt, dass einzig und alleine ich schuld bin, mein Betrug schuld ist und ich deshalb wohl immer schon so gewesen sein muss.

      Ich weiß nicht recht was ich tun soll. Ich versuche auf die Nachrichten nicht mehr zu reagieren, mich nicht darauf einzulassen. Aber sie treffen mich trotzdem. Ich weiß, ich muss mich dagegen abgrenzen, aber ich weiß nicht recht wie.
      Wenn ich 2 Abende pro Woche nicht bei meinem Kind bin, unterstellt er mir gleich sonstwas, ist eifersüchtig, etc.
      Dass ich ihn aber nicht nach den 5 Abenden pro Woche frage, die er alleine ist, weil es mich nichts angeht, sieht er nicht. Ginge es nach ihm, sollte ich jeden Abend bei meinem Sohn sein. Ausnahmslos.
      Sage ich ihm okay, dann siehst du unseren Sohn nicht diese Woche und ich bleibe bei ihm, so ist er sauer.

      Ich wollte mich doch nur trennen... meinem Sohn eine stabilere Zukunft bieten. Und jetzt habe ich Angst, dass sich mein Ex in seinem Kopf sonstwas zusammenspinnt und auf irgendeine Art gegen mich einzusetzen versuchen könnte. Natürlich fliege ich nicht wahllos durch verschiedene Betten, aber selbst wenn ich meine Nächte im Kloster verbringen würde, würde er dies behaupten.

      Hat irgendjemand Tipps?

      Danke!
      LG

      • Erstmal, wie reagierst Du auf seine Anschuldigungen? Gehst Du darauf ein?

        Zweitens: Meinst Du, er würde sich auf ein mediatives Gespräch zu dritt einlassen? Um sich mal auskotzen zu können und hinterher den ganzen Ballast los geworden zu sein, gleichzeitig aber von einem neutralen Menschen mal gesagt zu bekommen, dass er nicht Dir alleine die Schuld zuschieben sollte.

        • Ich versuche gar nicht zu reagieren.
          Ich lese seine Nachrichten und kotze mich darüber bei einer Freundin aus. Wenn ich reagiere, dann nur auf ganz abstruse Sachen, wie etwa er nimmt das alleinige Sorgerecht damit ich "neu anfangen" und "mein Leben" leben kann ohne Kind, etc. (ich fühle mich doch sowieso schon mies, dass ich die 2 Tage pro Woche arbeite, obwohl ich noch Elternzeit habe, aber ich bin auch froh raus zu kommen, andere Themen als Kind und Haushalt zu haben, dabei auch noch etwas zu lernen, unter Leute zu kommen)
          Ich mache ihm keinerlei Vorwürfe, versuche einfach nichts zu sagen.

          Es ist oft so, dass er mich schimpft ich solle heim kommen und er wolle auch mal frei haben am wochenende (ich kann nicht anders arbeiten, zumal er ja mo-fr normal arbeitet), etc.
          Sonntag Abend dann kommt er vermisst unser kind so sehr, er ist nur am heulen, etc. pp.

          wir hatten es damals mit zwei paartherapiesitzungen probiert, in denen ich mir nur verarscht vor kam,seine Probleme schilderte er als "Vergangenheit", etc. mir wurde gesagt ich wäre die böse und gäbe ihm keine chance...
          10 tage nach der letzten Sitzung verfiel er wieder in alte Muster und seine "angeblich vergangenen" Probleme waren wieder da... und hielten wochenlang an. Ich aber sagte nichts mehr, schaute nur noch zu, resignierte nur noch, weil ich wirklich verletzt war.

          Er möchte mich (stand aktuell, wer weiß wie es morgen ist) nie wieder sehen, etc. ich weiß nicht, ob es die Lösung über einen Mediator überhaupt geben soll.
          Es tut mir so weh, ich versuche vor meinem Kind nichts anmerken zu lassen...

          Aber es zehrt unheimlich an mir.

          Zumal er diese Show auch nur abzieht, wenn ich konzentriert arbeiten sollte... nicht aber wenn ich "brav zuhause" sitze und er auch arbeiten ist.

          • Nicht reagieren und drauf eingehen ist schonmal das Richtige, sonst fühlt er sich nur ernst genommen. Wenn er am Wochenende frei haben möchte, wäre es vielleicht schon sinnvoll, einen Babysitter zu finden. Dann kann er nicht mehr schimpfen, hat aber auch weniger Umgang. Sein Pech.

            Du durchschaust das Spiel schon ganz gut, er dreht es immer so, wie er es gerade braucht. Hat er das Kind, sollst Du Dich kümmern. Hat er es nicht, vermisst er es und Du bist die Böse, die es ihm wegnimmt. Dabei geht es nicht um seine Rechte, sondern darum, dass er Dich für die Gesamtsituation verantwortlich macht.

            Mein Rat wäre, ihn komplett für schriftliche Kommunikation zu blocken und ihm zu sagen, wenn was Wichtiges mit dem Kind wäre, kann er immer noch anrufen.

            • Das dachte ich mir gestern auch schon - ich blockiere ihn auf WhatsApp (SMS glaub ich geht nicht) und gut ists.
              Denn das geht echt zu weit für mich mittlerweile.

              Ich versuche dann auch auf seine netten Facetten nicht mehr einzugehen, oder wenn er schreibt dass er das Kind vermisst.
              Eigentlich wollte ich ihm so viel Zeit und Raum mit dem Kind lassen, wie nur möglich, nicht bloß die klassischen 14-Tage-Rhythmen, zumal ich ja am Wochenende arbeiten muss (ist nur noch bis Sommer), aber es gibt ab Jahresanfang die Gelegenheit einer Wochenendbetreuung in der Region. Vielleicht hilft mir das schon mal weiter.

              Ich hoffe immer bloß, dass mein Sohn davon nichts oder nicht zu viel mitbekommt...

      Hallo, hat er verstanden, warum du dich getrennt hast und dass es endgültig ist?

      Ich habe es nämlich nicht kapiert, so wie du es schreibst. Ich muss das ja nicht verstehen, aber ihm solltest du es wahrscheinlich nochmal erklären.

      LG

      • Hallo,

        ich habs bewusst etwas schwammiger formuliert hier im Forum :-)
        Ja, er weiß dass Schluss ist, er weiß, dass ich gesagt habe ich kann so nicht mehr weiter machen, weil es für mich und aus meiner Sicht nicht geht. Auch wenn er sich verändert hat, etc. - es geht einfach nicht mehr von meiner Seite aus.

        Er ist verletzt, gekränkt, beleidigt.

        Hat sich dann gestern auch nochmals entschuldigt und wieder auf nett gemacht. Schön und gut, kann er ja auch alles - aber selbst zum auf Durchzug schalten kostet mir das einfach zu viel Kraft.

        LG :-)

    Der hat die Trennung noch nicht überwunden. Deswegen versucht er Dich zu dirigieren und zu manipulieren.

    Gib ihm keinen Raum für die Anschuldigungen. Auch wenn es schwer fällt, schalte auf Durchzug. Er versucht nur, noch eine Rolle in Deinem Leben zu spielen, weil er von Dir nicht loskommen kann.

    Evtl. findest Du Hilfe bei einer Familienberatungsstelle. Gerade weil Euer Kind dazwischen hängt.

    • Ja, ich denke du hast das passend formuliert. So sehe ich das auch.
      Ich wer mir dann mal die Adresse so einer Beratungsstelle suchen... denn mir hilft das nichts, wenn ich bei meiner Arbeit dermaßen gestört werde durch seine Kapriolen, dass nichts mehr weiter geht. Hilft meinem Sohn ja auch nicht...

Nachgefragt: Du hast den Vater Deiner Sohnes betrogen mit "Mann A" und vier Monate später dann für "Mann B" verlassen?

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