wie jetzt?

    • (1) 27.11.16 - 12:32

      Hallo,

      ich weiß nicht ob das der richtige Ort ist, aber vielleicht bringts ja was.

      Ich bin nun schon seit 4 Jahren geschieden. Mein Ex zahlt keinen Unterhalt für unseren Sohn. Ich lebe gezwungenermaßen, kein Führerschein, mit meinen Eltern zusammen. Wir fahren ein Auto älteren Datums und das sieht man auch. Zu mehr reicht es eben nicht. Als das Auto meines Ex hin war, kam ein wenig Schadenfreude bei mir auf. Keine zwei Wochen später allerdings hatte er ein anderes, besseres Auto. Es mag nach Neid klingen, aber ich glaube es wurde nur darauf angelegt das auch so zu präsentieren. Das hat natürlich Eindruck bei unserem Sohn gemacht und er redet immer wieder davon, dass der Fitzer vom Papa unser Auto abhängen kann. Jetzt platzt mir bald der Kragen. Seit kurzem fährt mein Ex nun ein Auto der oberen Mittelklasse und der vorherige kleinere steht bei ihm vorm Haus, weil er ihn seiner Tochter aus erster Ehe weiter vermacht hat. Mein Ex hat unserem Sohn bestätigt, dass der kleine Flitzer mit unserem Alten von der Geschwindigkeit her mithalten kann, beide etwa gleich stark sind, aber der jetzige, mit dem kann sich unser altes Auto nicht mehr messen. Das macht dann natürlich noch mehr Eindruck auf das Kind. Die Tochter meines Ex hat nun den Führerschein und wird dann ihren "kleinen Bruder" mit "ihrem" Auto zum Ende des Umgangs zu mir bringen. Einerseits ist es gut für unseren Sohn das wir uns als Eltern nicht mehr über den Weg laufen müssen und anders herum will man mich wohl ärgern, weil jetzt seine Tochter auch Auto fahren darf und ich nicht. Wir müssen bei unserem Auto immer wieder reparieren weil wir uns kein neues leisten können, trotz Vollzeitbeschäftigung und mein Ex hat gleich 2 Autos da stehen.

      Ein weiteres Problem an dem ich zu knabbern habe ist, unser Sohn verweigert sich bei bestimmten Dingen wie Zahnarztbesuchen. Bei meinem Ex macht er den Mund auf und bei mir nicht. Ich weiß, dass mein Ex ihn nicht dazu anstiftet. Eine vom Zahnarzt vorgeschlagene Lösung ist, eine Behandlung unter Vollnarkose. Mein Ex ist aber der Meinung, Milchzähne zu behandeln wäre Unsinn und erst recht nicht unter Vollnarkose.

      LG

      Zora

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      • Hallo,

        die Geschichte mit dem Auto ist mir zu hoch. Warum forderst du den Unterhalt nicht ein?

        Natürlich macht es Sinn die Milchzähne zu behandeln. Erstens weil Karies sich sonst auf die bleibenden Zähne übertragen kann und zweitens, weil gesunde Milchzähne als Platzhalter für die Bleibenden benötigt werden. Das kann der Zahnarzt sicher plausibel erklären.

        Sofern dein Ex Sorgerecht hat und nicht zustimmt, würde ich seine Zustimmung mit entsprechendem Attest des Arztes schriftlich ersetzen lassen.

        Grüße Küstenkönigin

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        • Hallo,

          Unterhalt einfordern habe ich versucht. Er ist nicht Leistungsfähig.

          Die Geschichte mit dem Auto sieht so aus. Es stört mich, dass er da zwei Autos vor dem Einfamilienhaus stehen hat, die neuwertig aussehen und ich nichts unternehmen kann. Er hat schon gemeint, die gehören seinem Vater und nicht ihm. Er und seine Tochter sind ja nur die Nutzer.

          Es sieht im Prinzip so aus, dass er das, was wir uns während der Beziehung/Ehe vorgenommen hatten (Haus, schickes Auto, in den Urlaub fahren etc.) nach der Trennung mehr oder weniger umgesetzt hat. Irgendwie hat es den Anschein als will er mir unter die Nase reiben "Hier, so hättest Du es haben können".

          Mein Ex hat sich im Internet belesen und Experten zitiert, dass eine Behandlung der Milchzähne überflüssig wäre. Außerdem sind schon einige Milchzähne den Bleibenden gewichen. Ich glaube, eigentlich geht es ihm nicht direkt um die Behandlung, sondern vielmehr um die Vollnarkose. Er begündet das damit, dass unser Sohn bei ihm ja den Mund beim Zahnarzt auf macht und das bei mir verweigert. Das ist schon der zweite Zahnarzt, denn beim Ersten sind mehrere Termine wegen der Weigerung den Mund auf zu machen geplatzt. Ich möchte aber nicht, dass er mit ihm zum Zahnarzt geht und der die Behandlung durchführt. Das würde mein Ex mit Sicherheit dann wieder bei Gericht vorbringen, weil er will, dass unser Sohn bei ihm wohnt.

          Gruß

          zora

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          • Anstatt dass das Kind mit dem Vater zum Zahnarzt geht, um eine ggf. notwendige Behandlung zu bekommen, wird dies verweigert, damit Papa bloß keinen Vorteil haben könnte (Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!!).
            Ist ja auch egal mit den Zähnen. Machtkampf ist wichtiger.

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            • Soweit mir der Zahnarzt versichert hat, ist das Routine, auch wenn es gewisse Risiken gibt. Ich sehe da keinen Machtkampf, wenn ich bei der Behandlung "dabei" sein will und das nicht meinem Ex überlasse. Am Ende heißt es dann bloß, die schiebt unbequemes nur ab.

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              • Es IST ein Machtkampf, wenn du nicht den einfacheren Weg gehen möchtest (= Kind geht mit Vater zum Zahnarzt), damit der Vater keinen Vorteil daraus ziehen kann (falls er das überhaupt könnte) und du lieber eine Vollnarkose in Betracht ziehst. Ein Machtkampf auf dem Rücken des Sohnes.

                Du willst dabei sein, schön und gut aber mir dem Vater klappt es doch besser! Da würde ich gar nicht darüber nachdenken was zu tun ist, sondern den beiden eine gute Fahrt zum Zahnarzt wünschen. Auch als Mutter muss man nicht immer überall dabei sein.

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                • Noch steht ja überhaupt nichts fest und soweit mich der Zahnarzt informieren lies, hat mein Ex einen Termin zum Gespräch anberaumt, um danach zu entscheiden. Er wird dort mit unserem Sohn hin gehen (ist ja während der Umgangszeit) und dann werden wir ja sehen was wird.

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              >>> Ich sehe da keinen Machtkampf, wenn ich bei der Behandlung "dabei" sein will und das nicht meinem Ex überlasse. <<<

              Natürlich ist das ein Machtkampf auf den Schultern des Kindes ... denn der Grund, dass Du nicht möchtest, dass der VATER mit dem Kind zum Zahnarzt geht, ist der (Macht)Kampf um den Aufenthalt des Kindes.

              >>> Am Ende heißt es dann bloß, die schiebt unbequemes nur ab. <<<

              Oder es heißt, dass Du Dich querstellst, obwohl es durchaus eine Möglichkeit gäbe, dass das Kind zahnärztlich behandelt wird.

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              • Ich muss nicht um den Aufenthalt des Kindes kämpfen. Es lebt seit der Trennung bei mir und der Vater hat bisher jedes Verfahren um die elterliche Sorge verloren.

                In einer Woche wird sich zeigen wie entschieden wurde, ob mein Ex sich quer stellt, wie ich es erwarte.

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                • >>> Ich muss nicht um den Aufenthalt des Kindes kämpfen. Es lebt seit der Trennung bei mir und der Vater hat bisher jedes Verfahren um die elterliche Sorge verloren. <<<

                  Nichtsdestotrotz hast Du ja gewisse Befürchtungen, die Dich zu Handlungen verleiten, die eben nicht nur das Wohl des Kindes im Auge haben.

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        (11) 27.11.16 - 21:04

        Ja und? Dann lass ihn doch zum Zahnarzt gehen! Wo ist das Problem? Er ist der Vater! Das gehört zum Vatersein dazu.

        Dann besticht der Papa das Kind eben mit Eis, Süßigkeiten oder sonstwas. Egal. Hauptsache er macht den Mund auf und ganz ehrlich - ohne Narkose ist ja wohl allemal besser als mit.

        Was glaubst du, hört sich vor Gericht schlimmer an:
        - Der Papa geht regelmäßig mit dem Kind zum Zahnarzt, weil nur er es hinbekommt, dass das Kind dort mitarbeitet - die Mutter kooperiert und lässt das zu.
        ODER
        - Die Mutter besucht gegen den ausdrücklichen Willen des (ebenfalls sorgeberechtigten(?)) Vaters den Zahnarzt und lässt beim Zahnarzt eine Vollnarkose machen, die absolut nicht sein müsste, wenn die Mutter die Hilfe des Vaters zulassen würde, da der Vater das Kind zur Kooperation überzeugen kann.

        Ich würde sagen, deine Ängste in allen Ehren, aber du spielst gerade mit dem Sorgerecht herum. Mach so weiter und du verlierst es. Nur wenn du zulässt, dass der Papa seinem Sohn effizient helfen kann, handelst du im Sinne des Kindeswohls. Und in dem Punkt hat nun mal der Papa die besseren Karten. Du kickst dich selbst raus, wenn du Hilfe nicht akzeptierst.

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        • (12) 27.11.16 - 21:56

          >>>Das gehört zum Vatersein dazu.<<<

          Das weiß ich und eigentlich soll er ja auch Vater sein. Mein Ex soll aber meine Entscheidungen nicht immer und ständig in Frage stellen.

          >>>Dann besticht der Papa das Kind eben mit Eis, Süßigkeiten oder sonstwas. Egal. Hauptsache er macht den Mund auf und ganz ehrlich - ohne Narkose ist ja wohl allemal besser als mit.<<<

          Und genau das ist ein Punkt der mich mit stört. Der Papa muss unseren Sohn mit nichts "bestechen". Wieso geht das bei mir nicht? Was mache ich falsch?

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          • >>> Und genau das ist ein Punkt der mich mit stört. Der Papa muss unseren Sohn mit nichts "bestechen". Wieso geht das bei mir nicht? <<<

            Jetzt sag nicht, dass Dich das auch noch stört ...

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            • Würde dich das nicht stören, wenn dein Kind bei dir verweigert das zu tun was Du von ihm verlangst und Du im Nachhinein feststellst, genau das, was das Kind bei dir verweigert hat, tut es ohne Probleme beim Papa? Da stellt man sich als Mama die Frage, was der Papa anders macht. Er macht aber nichts anders.

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              • Warum sollte mich das "stören" ... mir wäre wichtig, dass das Kind die Behandlung bekommt, die es benötigt. Punkt. Da mache ich doch nicht einen neuen Kriegsschauplatz auf.

                Und dass sich Kinder bei unterschiedlichen Personen unterschiedlich verhalten, ist doch nichts neues ... das nehme ich doch nicht persönlich!

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