Muss ich sie bei ihm übernachten lassen..?

    • (1) 02.01.17 - 10:48

      Hallo, ich benötige Meinungen. Ich habe da ein Problem. Meine Tochter ist 10. seit schon immer besteht Kontakt zwischen dem Erzeuger und ihr nur sporadisch. Immer mal hat er sich zum Geburtstag gemeldet,oder Weihnachten, aber nicht mehr. dieses Jahr hat er sogar den Geburtstag vergessen und sich auch erst nach Weihnachten gemeldet. Wir sind schon seit der Schwangerschaft getrennt, einen richtigen Umgang gab es nie. Nun hat er sich gemeldet und möchte sie sehen. An sich kein Problem, ich stehe dem nicht um weg. Zudem möchte er aufeinmal regelmäßigen Umgang. Alle 2 Wochen ist sein Vorschlag, sie solle dann auch bei ihm übernachten. ( Info dazu: er hat eine Frau und ein 1,5 jähriges Kind). Sie hat vor ein paar Jahren mal bei ihm übernachtet. Mir ist das irgendwie Zuviel, sie kennt ihn kaum. Wenn ich sie frage, ist sie sich unsicher. Sehen möchte sie ihn, aber übernachten nicht unbedingt. Letztendlich entscheidet das Kind das, oder? Müsste er ihr dann nur einen Platz auf dem Sofa anbieten, oder ein eigenes Zimmer? Ich finde die Idee von ihm, dass sie auf dem Sofa schlafen soll total absurd. Ich verstehe sowieso nicht, wieso sie so unbedingt bei ihm schlafen soll, soll er sie doch erstmal so kennenlernen. Er hat es nie geschafft sich regelmäßig bei ihr zu melden :-( wie gesagt, 2016 war das vielleicht 2-3 x dass sie sich gesehen haben, aufeinmal soll es alle 2 Wochen sein. Wie klären wir das? Darf meine Tochter das selbst entscheiden?

      • Hallo.

        Deine Tochter möchte nicht. Fertig.
        Erkläre ihm, dass Deine Tochter sehr gerne einen regelmäßigen Umgang im 14-tägigen Abstand möchte (immer schön positiv formulieren), aber im Moment noch keinen Übernachtungen ... und wenn sich alles eingespielt hat, kann man weitersehen.

        Soll er doch versuchen, die Übernachtungen einzuklagen (kommt er mit Terminen beim Jugendamt, nur mit Anwalt wahrnehmen!) ... den unregelmäßigen Umgang kannst Du ja sicher belegen.

        Aber bitte argumentiere nicht mit Sofa und fehlendem eigenen Zimmer ... das klingt kleinlich und wenig souverän.

        Sei immer offen ... fordere aber erst einmal einen regelmäßigen Umgang und eine stabile Beziehung ein.

        Bei meiner gut 9-Jährigen bedeutet Unsicherheit bei solchen Themen immer, dass sie eigentlich NICHT möchte, aber ihrem Vater nicht vor den Kopf stoßen möchte, indem sie klar NEIN sagt.

        LG

        der ERZEUGER, MEINE Tochter....klingt erstmal toll.

        Ich würde dem zustimmen aber dem Vater auch klar sagen, dass es seine einzige/letzte Chance ist, ein gutes Verhältnis zu seiner Tochter aufzubauen.
        Was ist, wenn er sich super um eure Tochter kümmert? Willst du euer Tochter diese Chance verbauen?

        zu Thema Kind soll/darf es selbst entscheiden. Warum? Wenn wir unsere Kinder selbst entscheiden lassen würden, würden sie nachts um drei, ungeimpft und schmutzig, auf dem Bett hüpfen.
        Aber bei sowas soll das Kind selbst entscheiden? Weil es dem eigenen Ego schmeichelt wennn es dann den eigenen Wunsch äußert und meist zu den gewünschten Aussagen genötigt wird.

        • Ich hab gelesen, dass du auch durchaus "gebranntes Kind" bist. Aber hier handelt es sich ja offensichtlich eher um einen Erzeuger, sie sind seit der Schwangerschaft getrennt und der Vater hat sich eher weniger als mehr gekümmert.
          Somit finde ich es legitim, das ganze langsam angehen zu wollen

          • Und weil ich ein "gebranntes Kind" bin, darf ich meine Meinung nicht dazu äußern?

            Ich habe übrigens noch ABR und Sorgerecht, trotz Klagen der KM, also spricht das eher für mich als gegen mich. :p

            Versuch macht kluch.

            • Natürlich darfst du deine Meinung äußern - aber du vergleichst Äpfel mit Birnen (uu weil du ein gebranntes Kind bist, das meinte ich).

              Wenn ich deine Geschichte richtig im Kopf habe, dann hast du mit Mutter und Kind zusammen gelebt und dich ums Kind gekümmert. Dann ist die Sachlage mit Umgang für mich klar...

              Hier hat der Erzeuger aber wohl nie mit dem Kind zusammengelebt und auch nicht regelmässigen Umgang forciert und wahrgenommen. Vater und Kind kennen auch kaum...

              • Ich verstehe auch diese Ängstlichkeit.

                Ich als Elternteil würde dies aber auch als eine riesige Chance sehen.

                Die Mutter sollte das Kind positiv bestärken und dann würde das Kind mit einer ganz anderen Grundeinstellung dort hin gehen.

                Wenn es dann nicht klappt, hatte man es wenigstens versucht und im Interesse des Kindes sollte man nichts unversucht lassen.

                Ich würde die Option offen halten zu einer Übernachtung. Wenn das Kind will, darf es und wenn nicht, wird es eben zurück gebracht.

                • Deiner Meinung nach sollte man also das Kind zum Übernachten zwingen?!

                  Das ist doch totaler Blödsinn...
                  Wenn das Kind1-4 Jahre alt wäre, okay. Da sind die die Kinder noch in einem Alter, wo sie das alles nicht selbst verstehen.
                  Aber das Mädchen ist 10 Jahre.
                  Sie weiß, dass ihr Erzeuger/Vater in den Jahren davor kein bis kaum Interesse an ihr hatte.

                  In dem Alter werden die Kinder sogar bei Gericht schon nach ihrer eigenen Meinung befragt.

                  Wenn das Mädchen erstmal nicht bei ihrem Vater schlafen möchte, sondern erstmal Vertrauen aufbauen will, sollte man die Entscheidung definitiv respektieren (so sehe ich das jedenfalls)

            >>> Ich habe übrigens noch ABR und Sorgerecht, trotz Klagen der KM, also spricht das eher für mich als gegen mich. :p <<<

            Blödsinn ... das spricht erst einmal nur für den derzeitigen Trend der Rechtssprechung bei solchen Fällen.

      Für riesige Diskussionen habe ich keine Zeit. Nur soviel: da er sich die vergangenen 10 Jahre nicht gekümmert hat, ist er der Erzeuger für mich. Dies sage ich natürlich nicht in Gegenwart meiner Tochter, da ist er "Dein Vater". Ich sehe ihn nicht so, da er das Kind maßlos enttäuscht hat die letzten Jahre. Versprechungen gemacht, "ich melde mich" etc. Zuletzt gemeldet hättet er sich im Juni, im Juli hatte sie Geburtstag. Da kam nichts, keine SMS , Anruf oder Karte. Jetzt meldet er sich NACH Weihnchten?! Sein ernst? Nachdem er mit seiner Frau und seinem neuen Kind zusammen Weihnachten gefeiert hat? Und aufeinmal soll es regelmäßiger Umgang werden? Hat er nicht auch Pflichten? Er kommt und geht wie es ihm passt, entschuldige, dass ich mich schwer tue zu glauben, dass dieser Mensch sich gut kümmern wird. Ich verstehe deine Sichtweise, bei uns ist es aber anders. Ichxwar jahrelang allein erziehend. Und zwar wirklich ALLEIN. Keine Hilfe seinerseits. Und nun nach 10 Jahren soll es anders laufen und sie soll dort auch noch übernachten? Ich werde sie dazu mit Sicherheit nicht zwingen!!!

      Hallo.

      Bitte hör auf, Deine eigene Situation auf die Problematik anderer zu übertragen und dadurch Thema verfehlende Antworten zu schreiben.

      Natürlich möchte kein Vater "Erzeuger" genannt werden ... nichtsdestotrotz gibt es Väter, die sich die Bezeichnung "Vater" nicht verdient haben ... die Bezeichnung "Erzeuger" umso mehr.

      Im Falle der TE ist es ein Mittelding ... aber von einer stabilen, innigen Vater-Tochter-Beziehung scheinen hier Vater und Tochter noch weit entfernt zu sein ...

      ... und natürlich kann eine 10-Jährige einen eigenen Willen und Empfindungen haben, die dazu führen, dass sie den Umgang so ausgeweitet (im Moment) noch nicht möchte ... das hat rein gar nichts mit Deinem Vergleich zu tun ... ich finde es unmöglich, einer 10-Jährigen ihre artikulierten Bedürfnisse derart abzusprechen, insbesondere wenn es gar nicht darum geht, den Umgang komplett einzustellen.

      Und die TE hat im Übrigen nicht geschrieben, dass die Tochter sich klar äußert (was ihr schmeicheln könnte), sondern dass das Kind unsicher ist ...

      ... die Chance, sich super um die Tochter zu kümmern, hat der "Erzeuger" ja ... hat er bis dato NICHT getan ... warum plötzlich von 0 auf 100?

      LG

      • Ja, das ist mein größtes Problem. Ich stand treffen nie im Wege, auch als er sich sporadisch mit ihr treffen wollte, habe sie zu seiner Hochzeit gefahren, abgeholt. Aber dieses von 0 auf 100 verstehe ich nicht. Sie hat vor kurzem die Schule gewechselt. Ich glaube, er weiß nichtmal, auf welche Schule sie geht...

    so ist es.

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