Finde keine Wohnung

    • (1) 30.01.17 - 21:47

      Hallo,

      Ich weiß, solche Beiträge gibts hier zuhaufen. Und ja, ich bin noch eine, die keine Wohnung finde.
      Ich muss mich einfach nur ausheulen, weil ich alleine bin, überfordert, genervt und habe niemand mit dem ich reden kann.

      Zu meiner Geschichte: ich wurde 2014 schwanger. Damals wollte ich mich vom Kindesvater trennen, denn wir inkompatibel sind. Sehr sogar. Also, ich bin in einer anderen Stadt gezogen, habe bei einer Freundin gewohnt, weil ich dort eine Ausbildungsstelle hatte. Dann habe ich festgestellt, dass ich schwanger war. Dann ging ich wieder zum Kindesvater.

      Der Grund unserer Trennung liegt grundsätzlich (u.a) daran, dass er ziemlich chaotisch ist. Ich meine "ziemlich chaotisch" wirklich, fast oder vielleicht gar Messieverhalten. Ich, im Gegenteil, bin der Hausdrache, mag alles fast Krankenhaussteril zu Hause zu haben. Das Chaos hat mich von Anfang an sehr gestört und seelisch belastet.

      Als ich hochschwanger war, sind wir umgezogen. Okay, wir haben damals im 4.Stock gewohnt und wegen meinen körperlichen Problemen mussten wir umziehen. Aber dann kam wieder ein Umzug, als das Baby 6 Monate alt war.

      Ende 2015/ Anfang 2016 habe ich angefangen, mich zu bewerben. Ich wurde erfolgreich und könnte endlich mit meiner Trauausbildung anfangen. Und?? Ta-daaaa... Der Kindesvater kündigt und wir müssen umziehen. Und ich habe hier in der Umgebung vergeblich nach einer Wohnung gesucht (Raum München, ihr könnt es euch schon vorstellen). Ich habe zwar mit der Ausbildung angefangen, kann sie nicht weiterführen, weil ich hier keine Wohnung für mich und die Kleine gefunden habe. Jetzt ziehen wir nach Ba-Wü, mit ihm, weil es keine andere Lösung gibt. Ohne Wohnung muss ich wohl bei ihm bleiben müssen, aber das macht mich unendlich unzufrieden. Ich bin äußerst frustriert. Er ist nicht da, ich packe die Sachen und habe keine Perspektive. Ich will einfach weg, wo ich meine Ordnung und Sauberkeit ausleben darf, ohne dass man mir ständig sagt, ich habe einen Sauberkeitswahn. Nein, den habe ich nicht, ich kann nicht einfach in einer Wohnung leben, wo die Sachen auf dem Boden liegen müssen, wo man die Wohnung mit Sachen einfach vollstellen muss. Es ist ungemütlich, es ist schrecklich, und mit einem 2 jährigen Kind, kann es sogar gefährlich sein. Mir wurde vor ein paar Tagen sogar vorgeworfen, ich sei eine Tyrannin, weil ich das Kinderzimmer sauber und ordentlich halten will, und die Kleine kann sich noch nicht durchsetzen und weiß noch nicht, ob sie ihr Zimmer picobello haben möchte.

      Bezüglich Körperhygiene haben wir auch ein großes Problem.

      Das größte Problem ist, dass ich keine Wohnung finde. Egal ob hier, oder in Ba-Wü, oder sogar in Ostfriesland. Wenn ich sage: "ich bin eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind", das war's. Ich habe zwischen April 2016 und heute ungefähr 400 Wohnungsanbieter angeschrieben. War schon bei einer Beratungsstelle, aber bei einem Mu-Ki Haus findet man keinen Platz, und ich müsste fast 2 Jahre auf der Warteliste stehen. Ich weiß einfach nicht weiter... Ich komme aus dem Ausland, hier habe ich keine Familie, sehr wenig Freunde, und bin an meiner Grenze geraten.

      Es tut mir leid, dass der Text zu lang geworden ist.

      • Hallo Du!

        Ich bin auch gerade auf Wohnungssuche, ähnlich aussichtslos wie bei Dir. Als Alleinerziehende ist es fast unmöglich eine Wohnung zu finden. Ich suche hier im Dorf oder maximal im Nachbardorf. Als ich dann endlich eine gefunden habe, dort angerufen, fragte mich die Dame frech: aber sie verdienen schon Geld, oder?

        Hallo? Was soll das denn? Ich verstehe dass man als Vermieter Risiken eingeht, aber nicht jeder Alleinerziehende ist automatisch Geringverdiener. Leider lassen die Medien das ja so aussehen.

        Meine Mutter hatte in den 90ern schon das gleiche Problem, geschieden, 2 Kinder auf Wohnungssuche. Keine Chance, da war man ja gleich assozial. Als sie dann aber sagte sie sei Witwe hatte sie sofort eine Wohnung. Probier es mal aus. Ich kann das hier auf dem Dorf leider nicht, hier kennt jeder jeden und mein Ex bleibt ja auch hier wohnen.

        Ich wünsche Dir und allen anderen Gleichgesinnten viel Erfolg #klee

        LG
        Sunny

        • Das ist doch mal ein cooler Tipp! Hoffentlich hilfts!

          Bei uns hier ist es üblich, dass man bei der Wohnungssuche einen Verdienstausweis zeigen muß, ohne den gibts keine Wohnung. Da wundere ich mich schon sehr darüber, dass Du schon bei der Frage, ob Du Geld verdienst , sauer bist.

          Der Vermieter hat doch wohl ein berechtigtes Interesse daran, an jemanden zu vermieten, der sich die Wohnung auch leisten kann.

          Wenn der Mieter erstmal drin ist, hat er doch fast keine Rechte mehr, muß Umlagen bezahlen, auch, wenn der Mieter vielleicht Mietnomade ist und keinerlei Miete zahlt.

          Da wundert es mich auch nicht, dass Du Probleme hast, eine Wohnung zu finden.
          Versuchs einfach mal, AUCH die Interessen des Vermieters zu sehen, schließlich müssen die Interessen BEIDER Seiten erfüllt werden.

          Gruß Bernd

          • Bernd:

            Da gebe ich dir Recht, ich bin doch der Typ, der sich in die Lage des anderen versetzen kann.

            Allerdings, eine Mutter mit einem 2. Jährigen hat keinen Job, und in meinem Fall schon gar nicht, allein wegen der öfteren Umzügen.

            Es bedeutet auch nicht, dass ALLE AE faule Säue sind. Ich habe hier in Deutschland schon gearbeitet, und wollte eine Ausbildung machen. Beim ersten Mal musste ich sie unterbrechen, weil ich schwanger war (Schwangere Frauen haben ein Arbeitsverbot, wenn sie in Labor arbeiten, und ich habe mit einer Ausbildung zu MTLA angefangen - es ist verboten, Schwangere im MiBi Labor oder Häma-Labor arbeiten zu lassen, und da wir 50%Theorie und 50%Praxis in der Schule haben, und ich den Stoff nicht später nachholen konnte, musste ich mit der Ausbildung aufhören). 2016 habe ich erneut eine Ausbildungsstelle zu MTLA bekommen in München bei der LMU (bei einem heißbegehrten Institut der LMU), musste allerdings damit aufhören, weil ich hier in der Nähe keine Wohnung gefunden habe.

            Vom Jobcenter würde ich Unterstützung bekommen. Vom Jugendamt auch. Und selbst wenn die Miete direkt vom JC an den Vermieter gezahlt wird, finde ich keine Wohnung.

            Schon traurig. Ich verstehe die Vermieter, aber ich glaube wirklich nicht daran, dass irgendjemand sich in meine Lage für 2 Minuten versetzen will.

            Und das ich für eine Zeit auf staatliche Leistungen angewiesen bin, bedeutet nicht, dass ich zu dumm oder zu faul bin. Es gibt halt Menschen, die durch den Raster fallen, und selbst wenn sie mit aller Kraft versuchen, wieder aufzustehen, werden sie wieder in den Abgrund hinunter geschubst.

            Hallo Bernd,

            du hast Recht das man versuchen sollte die Interessen beider Seiten zu sehen. Ich kann auch verstehen das Vermieter Sicherheit haben möchten.

            In meinen Augen sind Mieter die die Wohnung über ein Amt finanzieren sehr sichere Mieter. Mit einer Abtretungserklärung ist garantiert das die Miete jeden Monat auf dem Konto des Vermieters ist.

            Wenn alle Vermieter sich weigern an Alleinerziehende, Sozialhilfeempfänger oder AlG2- Empfänger zu vermieten wird bald eine komplette Bevölkerungsschicht ausgegrenzt .

            MfG

            • Man denkt aber natürlich erst an sich . Ich würde auch keiner Alleinerziehenden eine Wohnung vermieten. Auch wenn die Miete vom Amt kommt, die Abtretung kann doch auch widerrufen werden oder? Oder lass die Alleinerziehende mal ne zeit lang arbeiten gehen, das sie doch nicht mehr aufs ALG angewiesen ist und zahlt plötzlich dann nicht mehr?

              Selbst ein Single oder Paar kann plötzlich nicht mehr zahlen und du als Vermieter guggst in die Röhre, aber eben noch mehr wenn Kinder da sind.

              Hab das einmal bei Freunden mitbekommen das die Jemanden rausklagen mussten, es hat ewig gedauert, war Schweine teuer und die Wohnung musste danach kern saniert werden.

              Bei uns gibt es aber auch eine menge "Sozialwohnungen" die man eben nur übers Amt bekommt, die sind glaub ich extra subventioniert damit die eben an Sozialschwache vermietet werden.

              • Ja, das ist auch mein Plan, arbeiten zu gehen. Deswegen will ich eine Ausbildung machen.

                Aber etweder arbeiten gehen oder Ausbildung.

                Sozialwohnungen sollte es geben, allerdings in den Städten, wo ich bisher gewohnt habe, sind sie rar. Hier in meiner Gegend schon gar keine frei (Raum München).

                Das mit Kernsanierung habe ich mal davon gehört. Allerdings bin ich nicht der Typ, der eine Wohnung kurz und klein hauen würde. Bin doch kein Idiot, der auf Sachbeschädigung steht, insbesondere wenn etwas mir nicht gehört.

                Und wie du es selber schreibst: "Selbst ein Single oder Paar kann plötzlich nicht mehr zahlen und du als Vermieter guggst in die Röhre [...].

                Stell es dir vor, ALLE ALLEINERZIEHENDE MÜTTER WÄREN MIETNOMADEN. Es gäbe ein akutes Wohnproblem in Deutschland!

                Sorry, das sind Vorurteile, die mir ziemlich blöd sind. Eine alleinerziehende Mutter (wenn sie ein Mindestmaß an Charakter hat), weiß ganz genau, dass sie eine Wohnung für sich und ihr(e) Kind(er) braucht, und würde das Mietgeld nicht woanders verprassen. Schon gar nicht das Eigentum anderer zerstören.

                Aber nun, deine Meinung werde ich nicht ändern, und Menschen, die genauso denken wie du kenne ich zuhaufen.

                • Ich hab auch nie behauptet das du so eine bist. Ich wollte nur mal die Sicht des Vermieters schildern. Mir als Vermieter ist es relativ wurscht ob du die Wohnung bekommst oder das kinderlose Paar. Ich überlege lediglich von wem ich sicher, auf Dauer die Miete bekomme. Da kommt das arbeitende Paar nun mal leider besser weg.

                  Klar, man liest in Foren nicht über die Alleinerziehenden Elternteile die alles super managen. Aber wie oft liest man, das grad die Alleinerziehenden Geldprobleme haben und bevor kein Essen auf dem Tisch steht wird dann eben keine Miete gezahlt.

                  Wenn ich mir mein Umfeld anschaue, ich kenne nicht so viele Alleinerziehende aber die die ich kenne kommen alle grad so mit dem Geld rum, da darf aber auch nix kaputt gehen oder unvorhergesehenes kommen.

              Nun, ich kann wohl keine Statistik erheben....aber ich wohne jetzt seit acht Jahren in einem Mehrparteien-Mietshaus. In diesen acht Jahren habe ich so einige Mieter kommen und gehen sehen.
              Bereits 4 mal hat unser Vermieter schon einen Griff ins Klo gemacht mit diversen Mietern.
              Einmal ein alleinstehender Mann...voll im Arbeitsleben stehend, der immer wieder keine Miete gezahlt hat.

              Ein Päärchen mit zwei Katzen, die ihm eine Wohnung total versifft haben...aber wenigstens nach der Kündigung noch rauszukriegen waren. (auch beide am arbeiten)
              Ein weiteres Päärchen mit Kind die sofort nach Einzug angefangen haben wegen allem Möglichen weniger Miete zu bezahlen.
              Zu guter Letzt eine alleinstehende Frau, Vollzeit-arbeitend....hier gings richtig zur Sache. Die Wohnung wurde total verdreckt, Miete kam gar keine mehr und sie hat im Haus versucht alle Nachbarn gegeneinander aufzuhetzen. Er musste sie rausklagen, was auch sehr lange gedauert hat.

              Seit ich hier wohne bin ich alleinerziehend...zu Beginn war ich ein paar Jahre voll auf ALG2 angewiesen...mit Kind und Hund. Es gab noch nicht einen Monat in dem die Miete nicht rechtzeitig und vollständig von mir bei ihm eingegangen wäre.

              Mein Nachbar im EG bekommt ALG2 und wohnt schon länger hier als ich...laut Vermieter hatte er auch mit ihm nie Probleme.
              Im Dachgeschoss wohnt nochmal ein alleinstehender Mann der nur einen Minijob hat...keine Probleme.

              Mein Fazit: es hat überhaupt nichts damit zu tun ob nun Jemand Vollzeit oder Teilzeit arbeitet oder noch in Ausbildung ist oder gar nicht arbeiten kann und aufs Amt angewiesen ist. Auch mit Kindern und Haustieren kann es genauso gut laufen.
              Es kommt nunmal auf den Charakter der Menschen an und den kann man nicht am Verdienst oder an der familiären Situation festmachen.

              • Da geb ich dir vollkommen recht. Aber die Gefahr ist mMn größer das jemand der aufs Amt angewiesen ist, eher mal die Miete nicht zahlt als jemand der normal arbeiten geht.

                Bei einem kinderlosen Pärchen sind eben 2 Personen da die für die Miete sorgen können, das beide den Job verlieren ist doch eher gering. Das einem Alleinerziehenden eher mal alles über den Kopf wächst und dann keine Miete gezahlt wird, ist die Gefahr halt größer finde ich.

                Aber ich als Vermieter schaue ja in erster Linie dadrauf, wer am Besten in der Lage ist die Miete zu zahlen, ob das dann tatsächlich der Fall ist, sieht man ja leider erst hinter her.

        Es ging mir nicht darum dass sie gefragt hat, das ist ja klar dass ich ne Abrechnung mitbringen muß. Es war das wie. Als ich sagte dass ich mich trenne wurde sie schnippisch und fragte total herablassend: aber sie arbeiten schon, oder? Das hat mich halt geärgert. Sie kennt mich doch gar nicht

Hallo,

Ich wohne in Sachsen-Anhalt hier ist es nicht so schwer eine Wohnung zu finden, deswegen kann ich jetzt nur von meiner Situation damals erzählen. Vor 4 Jahren musste ich eine Wohnung suchen.

Ich habe eine große Wohnungsgenossenschaft gefunden. Hier musste ich 1100 Euro Kaution bezahlen. Das hatte ich. Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Amt zahlt. War nie ein Problem. Wenn ich die Kaution nicht gehabt hätte, hätte eine andere Wohnungsgenossenschaft Wohnungen ohne Kaution, waren aber echt nur alg2 und weniger Verdiener Wohnungen.

Vielleicht gibt es bei euch auch Wohnungsgenossenschaften? Vielleicht kannst du damit anfangen, dass der Vermieter mit dir ein riesen Glück hat, weil bei dir das Amt bezahlt und dies auch immer pünktlich. Lass deine Träume nicht wegen der Wohnung platzen!

LG

  • Sachsen-Anhalt, Mecklenburg Vorpommern, Schleswig Holstein. Dort findet man günstigere Wohnung. Aaaaber, der Vater ist nicht damit einverstanden, dass ich so weit weg mit der Kleinen ziehe - und da gebe ich ihm Recht. Er ist der Vater, und hat sein gutes Recht, seine Tochter regelmäßig zu sehen, damit bin ich auch einverstanden. Dann bleiben mir nur einige Bundesländer übrig: Ba-Wü, Bayern, Hessen, Rheinland Pfalz.

    Übrigens, ich habe schon wieder eine Einladung zum Praktikum im Main-Kinzig-Kreis. Aber Wohnung habe ich bisher gar keine.

    • Hallo Nathalie17,
      gerade im MKK sind die Mieten für das Rhein/Main Gebiet recht günstig, da solltest Du was finden.
      Auf immobilienscout24 habe ich z.B. die hier auf Anhieb gesehen:

      NEUVon Privat 2,5-Zi-Wohnung in Drei-Familienhaus
      9.41 km | Am Steinweg 13, Nidderau, Main-Kinzig-Kreis 390 €

      Kaltmiete 46 m²

      Wohnfläche 2,5 Zimmer.
      Da sollte man aber noch mehr finden.
      Ich wünsche Dir alles Gute dafür.
      Gruß Bernd

Top Diskussionen anzeigen