Unterhalt - Beistandschaft

    • (1) 01.04.17 - 09:38

      Hallo,

      so, jetzt brauche ich hier bitte nochmal Rat zum Thema Unterhalt.
      Sorry, das wird etwas länger, aber ich möchte es verständlich rüberbringen.

      Ich gehe in TZ arbeiten und bekomme noch ergänzendes ALG2...mein Sohn wird also in diesen Berechnungen auch mit einbezogen.

      Sein Vater war längere Zeit arbeitslos und ich bekam Unterhaltsvorschuss.

      Der Unterhaltsvorschuss kam von der zuständigen Stelle im Jugendamt bei mir an und wurde eben als Einkommen des Kindes beim ALG2-Bescheid mit einberechnet.

      Im August letzten Jahres hat der Vater eine Arbeit aufgenommen und seit September (so sagte er mir) überweist er den Unterhalt ans Jugendamt.

      Früher, vor seiner Arbeitslosigkeit lief es so, dass der Vater ans Jugendamt überwiesen hat, das Jugendamt hat an mich überwiesen.
      Für die ALG2-Berechnung wurde der Unterhalt ganz normal als Einkommen mit einberechnet.

      So..das Erste war, dass jetzt ein halbes Jahr verstrichen ist, bis der Unterhaltsvorschuss eingestellt wurde (Aussage des zuständigen Mitarbeiters im Amt: das läuft jetzt bei uns so, wir schauen erst eine Zeit lang, ob das regelmäßig läuft bevor wir umstellen).
      Dann kam der Bescheid, dass UVG also Ende Februar eingestellt wird, ab März zahlt der Vater.

      Es kam nichts an.

      Also hab ich eine Mail ans Jugendamt geschrieben...keine Reaktion. Irgendwann hab ich es doch geschafft, den zuständigen Mitarbeiter für den Unterhalt und die Beistandschaft ans Telefon zu kriegen.
      Er sagte mir, Ja, der Vater überweist seit Oktober.
      Daraufhin meinte ich...ok...aber ich habe die ganze Zeit nur Unterhaltsvorschuss bekommen, was ist mit dem Unterhalt den er überweist?

      Er wurde recht schnell schnippisch...jaa, natürlich Unterhaltsvorschuss, wäre ja logisch...irgendwelche nicht nachvollziehbaren Sätze folgten.

      Ende des Ganzen von seiner Seite: ich müsse mich an meine Fallmanagerin wenden die meine ALG2-Berechnung macht...die würden das verrechnen und wären dafür zuständig.

      Also habe ich dort angerufen...da war sie in Urlaub. Ihr Kollege hat sich alles angehört, konnte damit nichts anfangen und meinte, ich solle sie nochmal anrufen wenn sie wieder da ist (das war Mitte letzter Woche). Telefonisch einige Male versucht...Niemanden erreicht.

      Email geschrieben...mit dem Inhalt des Telefonates mit dem Jugendamt.

      Gestern kam ein Bescheid von ihr (manchmal hab ich das Gefühl die schicken das Zeug mit Absicht so, dass es Freitags ankommt und ich Niemanden mehr erreichen kann).
      Nun hat sie eine neue ALG2-Berechnung für März (nachträglich) und April gemacht, in der jetzt einfach gar kein Kindesunterhalt mehr aufgeführt ist.

      Heisst...wir kriegen mehr ALG2 anstatt dass der Kindesunterhalt hier ankommt.

      Das ist doch nicht normal oder?
      Ich hoffe ich schaffe es am Montag nun endlich mal Jemanden zu erreichen.
      Aber es wäre halt gut, wenn ich im Hinterkopf hätte, wie es normalerweise ablaufen sollte.

      Meiner Meinung nach wäre das:
      Vater überweist ans Jugendamt. Jugendamt überweist diesen Unterhalt auch genau so an mich weiter. ALG2-Stelle berechnet den Kindesunterhalt der bei mir ankommt, ganz normal als Einkommen des Kindes.

      Gabs eine Änderung die ich verpasst habe? Hat noch Jemand so ein Durcheinander bei dem Ganzen?

      • Warum hat der Vater nicht direkt an dich überwiesen? Das würde ich ab sofort so machen!

        Hast du den wenigstens den gezahlten Unterhalt bekommen oder nur in Höhe des UHV vom Jugendamt?

        • (3) 01.04.17 - 11:39

          Das geht nur, wenn das Jugendamt sich die Unterhaltsansprüche nicht auf sich überleiten lassen hat. Dann kann der Vater nicht mehr mit schuldbefreiender Wirkung an die Mutter zahlen.

          Ich würde den Vater fragen, wie viel er zahlt und wenn das auch nur 1 Cent mehr ist als UHV eine gepfefferte Beschwerde an die Jugendamtsleitung schreiben. Kindesunterhalt hat Vorrang vor UHV-Schulden (wenn er überhaupt welche hat, er war ja nicht zahlungsfähig). Dann würde sich das Amt auf Kosten des Kindes bereichern.

          LG

          • (4) 01.04.17 - 11:49

            Der Vater hatte mir gesagt, er würde seit September bezahlen und zwar mehr als der Unterhaltsvorschuss war, aber auch noch weniger als den Mindestunterhalt.

            Er müsste da an das Jugendamt auch noch was zurückbezahlen, das würde wohl auch noch davon abgezogen werden. Aber mehr Angaben wollte er mir dazu auch nicht machen.

            Ich wollte schonmal genauer mit ihm darüber sprechen, aber er sagt das ist ihm wurscht...er bezahlt das was er muss und kann und mehr will er davon nicht wissen.

            • (5) 01.04.17 - 11:59

              Und genau das darf nicht sein. Das JA darf keine Schulden vom Unterhalt abziehen, schon gar nicht, wenn er nicht mal den Mindest-KU zahlt.

              Schriftlich beschweren, einen Nachweis der Zahlungen fordern und den zu wenig weiter gereichten Betrag nachfordern.

              Das wäre echt dreist, aber sie probieren es immer wieder.

              LG

              • (6) 02.04.17 - 14:24

                Danke Dir.
                Nun, ich hab jetzt gestern doch nochmal mit ihm darüber gesprochen und ihm auch gesagt, dass das Jugendamt von ihm normalerweise nichts zurückfordern darf, da er ja arbeitslos und somit nicht fähig war den Unterhalt zu bezahlen.

                Das hat ihn dann wohl doch mal interessiert.

                Er sagte nun dass er jeden Monat 347 Euro ans Jugendamt überweist und zwar seit einem halben Jahr. Ich hab ihn gebeten das Schriftstück rauszusuchen, auf dem aufgeführt ist, was er bezahlen muss. Denn er meinte es gingen davon 25 Euro Schulden ans Jugendamt ab und dann nochmal 25 Euro (da wusste er nicht mehr wofür).
                Wo das Geld bisher hingekommen ist, kann Niemand sagen...hier kam jedenfalls nichts davon an.

                Mir wurde nur gesagt, dass eben der Unterhaltsvorschuss noch weitergelaufen wäre (obwohl der Vater ja schon gezahlt hat), weil man "heutzutage da eine Weile abwartet ob das regelmäßig so läuft".

                Ich werde morgen nochmal versuchen hier eine Klärung reinzubringen...wenn ich damit wieder erfolglos bin, werde ich wohl den Weg der Beschwerde direkt an die Leitung gehen müssen.

                So ein Murks, ehrlich.

                Aber Danke Dir.

        Naja, die Beistandschaft hat schon einen Grund.

        Der Vater war in der Vergangenheit nicht gerade zuverlässig wenn es um finanzielle Belange ging und die Kommunikation konnte da von seiner Seite her sehr schnell sehr unangenehm werden.

        Für diesen Monat kam eben gar nichts vom Jugendamt...da kam jetzt sozusagen mehr ALG2 für meinen Sohn...das war dann in der Höhe von UVG.

        Die Monate vorher, seit Oktober, kam noch ganz normal durchgängig das UVG...nicht mehr.

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