Ich nochmal mit Knoten im Kopf

    • (1) 04.04.17 - 07:21

      Hallo,

      ich hatte hier vor einigen Wochen schon gepostet mit reichlich Fragen im Kopf und der Knoten ist immer noch nicht geplatzt.
      Mein noch Mann und ich haben unsere Wohnung zu Ende Mai gekündigt. Ich kann nun zum 1.5 eine Wohnung bekommen. Noch bei ihm bleiben würde wohl unser gerade lockeres und freundschaftliches Verhältnis sehr anspannen.

      Die Frage ist nur, wie ich das finanziert bekomme. Für den ersten Monat könnte ich aus der Familie eine "Starthilfe" bekommen aber dann sieht es schwierig aus.
      Bin nun arbeitslos gemeldet aber ich sehe gerade schwarz zum 1.5 eine Stelle zu finden um mich, meine Tochter und eine Wohnung zu finanzieren.
      Trennungsunterhalt möchte ich eigentlich nicht, da ich entschieden habe zu gehen und dass moralisch verwerflich finde wenn mein noch Mann dafür aufkommen muss.
      Habe im Internet recherchiert und er müsste wohl zahlen und der Staat würde dann höchstens aufstocken bzw Miete übernehmen. Kennt sich Jemand damit aus?

      Kindergartenplatz ist beantragt aber es ist wohl scheinbar alles voll. Hätte ich den einen Anspruch auf einen Platz auch wenn ich dann mit meiner Tochter frisch in den Ort gezogen bin? Sie gilt im August Ü3 weil Septemberkind.
      Mein Mann hat angeboten unsere Tochter ab Mai, wenn ich den eine Stelle gefunden habe zu nehmen bis wir im August vielleicht einen Betreuungsplatz bekommen. Würde bedeuten dass ich sie nur am Wochenende sehen kann und da zerreist es mir mein Herz #schmoll

      Wenn ich eine Arbeit gefunden und einen Kitaplatz bekommen habe, haben wir vereinbart das Sie 4 Tage bei mir und 3 Tage in der Woche beim Papa lebt. Unterhalt wäre ja dann hinfällig weil geteiltes Sorgerecht?! Kindergeld würde ich bekommen und falls Kosten für die Kita anfallen würde die mein Mann übernehmen.

      Wir waren bisher noch nicht beim Anwalt weil wir viel reden und an einem Strang ziehen. Wäre dass vielleicht trotzdem ratsam?!

      Würde mich freuen wenn ihr noch Ideen und Anregungen habt und mir einfach schreibt wie ihr eine Trennung hinbekommen habt. Bei mir liegen die Nerven gerade echt blank :(

      Danke #kuss

      • Wie, du findest es verwerflich und moralisch nicht richtig, wenn der Vater deiner Tochter dir Unterhalt zahlt, hättest du aber kein Problem damit dass ich und die anderen hier (die Staat) Hilfe leisten???? Das solltest du bitte noch mal überdenken.

        Ansonnsten wäre die Reihenfolge: zuerst die Arbeit und DANN die Wohnung in meinen Augen sinnvoller, ansonsten kann es sein dass du in finanzielle Schwierigkeiten kommst.

        Wenn du dein Kind beim Vater gelassen hast, wird es schwierig es dort wieder "rauszubekommen"....

        K

        • Naja am liebsten ist mir natürlich das weder mein noch Mann noch der Staat mich unterstützen muss.

          Es ist ein ganz anderer Ort wo ich hinziehe und um da arbeiten zu können muss ich schon da wohnen. Natürlich wäre es besser erst Arbeit, dann Wohnung aber ich suche ja gerade alles inkl Kitaplatz.

          Möchte meine Tochter dann auch ab Mai dort im Ort wohnhaft melden.

      Du musst den Unterhalt korrekt berechnen, schauen, was du dir leisten kannst, dann eine Wohnung mieten bzw. mit dem Amt klären, ob die Wohnung die Voraussetzungen erfüllt, dass du unterstützt wirst.

      Deine Planung scheint mir kopflos. Wenn eure Tochter erst mal nur am WE bei dir sein wird, hat ER Anspruch auf Kindesunterhalt und Kindergeld.

      Wenn ihr tatsächlich ein Wechselmodell lebt, fällt der Unterhalt nicht weg. Aber solange ihr keine staatlichen Gelder in Anspruch nehmt, seid ihr frei darin, wir ihr das mit dem Unterhalt handhabt.

      LG

    Hallo.

    >>> Trennungsunterhalt möchte ich eigentlich nicht, da ich entschieden habe zu gehen und dass moralisch verwerflich finde wenn mein noch Mann dafür aufkommen muss.
    Habe im Internet recherchiert und er müsste wohl zahlen und der Staat würde dann höchstens aufstocken bzw Miete übernehmen. Kennt sich Jemand damit aus? <<<

    Genau richtig ...

    ... Unterhalt (sowohl Kindesunterhalt als auch Trennungs-/Betreuungsunterhalt) geht vor allen anderen sozialen Leistungen ...

    ... da müsstest Du aber auch selbst drauf kommen ... warum sollte Dich die Allgemeinheit Dich aufgrund Deiner moralischen Befindlichkeiten aushalten.

    >>> Hätte ich den einen Anspruch auf einen Platz auch wenn ich dann mit meiner Tochter frisch in den Ort gezogen bin? Sie gilt im August Ü3 weil Septemberkind. <<<

    Du hast einen Rechtsanspruch ab dem 1. Lebensjahr. Gerade Zugezogene bekommen durchaus leichter einen Platz, da die KiGas für solche Fälle Notplätze bereit halten.
    Aber selbst ohne Notplätze kannst Du ab sofort auf einen Platz bestehen.

    >>> haben wir vereinbart das Sie 4 Tage bei mir und 3 Tage in der Woche beim Papa lebt. Unterhalt wäre ja dann hinfällig weil geteiltes Sorgerecht?! <<<

    Das stimmt auch nicht. Unterhalt wird NICHT gegeneinander aufgerechnet (und darf auch nicht), sondern gemäß Einkommen ermittelt. Demnach kann es durchaus sein, dass noch Unterhalt in die eine oder andere Richtung fließt.

    >>> (...) Anwalt. Wäre dass vielleicht trotzdem ratsam?! <<<

    Unbedingt, um alles sauber auszurechnen ... insbesondere, wenn Sozialgelder eine Rolle spielen.

    LG

    • Hallo,

      soziale Leistungen möchte ich ja gar nicht beantragen. Deswegen benötige ich dringend einen Kita Platz um arbeiten gehen zu können. Das nervt mich momentan am meisten wobei ich da dran bin. Bekomme hoffentlich morgen den Rückruf der Leitung des Kreises.
      War heute nochmal zur Beratung und der riet mir gemeinsam mit meinem Mann einmal einen Anwalt aufzusuchen. Wollte da dann auch so fix wie möglich einen Termin machen. Vielleicht kommt dann etwas Klarheit dazu

      • >>> soziale Leistungen möchte ich ja gar nicht beantragen <<<

        Das passt doch gar nicht zu:

        >>> Für den ersten Monat könnte ich aus der Familie eine "Starthilfe" bekommen aber dann sieht es schwierig aus.
        Bin nun arbeitslos gemeldet aber ich sehe gerade schwarz zum 1.5 eine Stelle zu finden um mich, meine Tochter und eine Wohnung zu finanzieren.
        Habe im Internet recherchiert und er müsste wohl zahlen und der Staat würde dann höchstens aufstocken bzw Miete übernehmen. <<<

        Plus die Anmerkung, dass Deine Wohnung zu teuer wäre ... demnach hast Du Dich ja sehr wohl schon nach den Bedingungen für Sozialleistungen erkundigt.

        • Hallo,

          natürlich muss ich mich in die Richtung erkundigen und erstmal Hartz 4 beantragen falls ich auf die schnelle doch keine Arbeit finde.
          Ich hoffe aber dass ich eine Anstellung bekomme und Soziale Leistungen gar nicht nötig sind. Antrag zurück ziehen geht ja immer.
          Ich verstehe auch nicht warum ich dafür jetzt gescholten werde? Ich reisse mir gerade echt den Arsch auf um möglichst schnell alleine auf eigenen Füßen zu stehen. Ich denke viele andere Frauen machen es sich da einfacher und lassen tatsächlich Ex-Mann und Staat zahlen.
          Klar hier ist es schön anonym im Internet da kann man ja den Finger heben #nanana

          • In erster Linie ist aber eben dein Mann für dich zuständig und nicht der Staat. Egal was du beantragen willst, die werden auch erstmal schauen ob dein Mann nicht zahlen kann. (Abgesehen vom normalen Arbeitslosengeld falls dir das zustehen würde) Entweder musst du schauen das du es ohne staatliche Unterstützung hin bekommst oder eben mit deinem Mann regeln was er bezahlen kann bzw. muss.

            Keiner hebt den Finger ....

            ... es wurde Dir nur deutlich gemacht, dass Du eben NICHT auf Unterhalt verzichten kannst, wenn Du dann doch nicht so schnell auf eigenen Füßen stehst, wie geplant.

            Und was andere tun oder nicht tun, tangiert mich im Zusammenhang mit Deiner Fragestellung peripher ...

Hallo,

wie weit willst Du denn vom Kindsvater wegziehen? Dass ihr Euch trennt und auch getrennte Wohnungen habt ist die eine Sache, warum aber das gesamte soziale Umfeld gewechselt werden soll ist mir unklar. Warum suchst Du dir keine Wohnung im fußläufigen Umfeld zum Vater? Spätestens in drei Jahren geht Dein Kind zur Schule und könnte alleine den Weg bewältigen. Du schreibst, Du könntest das Kind nur noch am Wochenende sehen. Das spricht für einen größeren Abstand, dann schreibt Du von Wechselmodell - das macht nur Sinn wenn Schule/Kindergarten nahe bei beiden Eltern liegt. Hast Du keinen Führerschein/kein Auto?

Liebe Grüße Andrea

  • Er zieht zu seiner Familie und wo die Arbeit ist. Da möchte ich einfach nicht hin.

    Deswegen zu meiner Familie dass ich Unterstützung habe und wo ich selber aufgewachsen bin. Liegen dann 40Km dazwischen.
    Also mal eben am Abend nur für einen kurzen Besuch 80Km fahren?!
    Kindergarten würde Sie dann 4Tage die Woche gehen da der Papa am Montag frei hat.
    Führerschein habe ich aber ein Auto werde ich mir wohl nicht leisten können

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