Anstehende Trennung

    • (1) 06.04.17 - 10:40

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe den Entschluss gefasst, mich zu trennen.

      Diese Überlegung zieht sich schon über Jahre hin, leider :-(, hatte nie die Kraft und den Mut dazu und natürlich aus Rücksicht auf die Kinder.#schmoll
      Es könnte eigentlich alle so schön sein, haben ein tolles Haus, uns viel aufgebaut und keine finanziellen Sorgen.

      Mein Partner ist ein sehr gefühlsloser und eiskalter Mensch, zeigt keine Liebe oder Zuneigung, keine netten Gesten (kein Schatz oder mal eine herzliche Umarmung, jedes Bussi ist ein Kampf, keine Sms mit lieben Worten - seine Form es zu zeigen wäre dann Sex).

      Er ist oft respektlos und hat mich, wenn ich krank war des Öfteren alleine gelassen, z. B. hatte ich im letzten Winter eine heftige Blasenentzündung, die ganz plötzlich Nachts auftrat und blutig war. Ich hatte Krämpfe, Schüttelfrost und konnte kaum mehr stehen. Seine Worte:
      Was bist du so laut? Ich würd mir halt eine Hose anziehen, wo mein Arsch reinpasst (konnte sie kaum anziehen vor Schmerzen) und habe noch geduscht (eine Freundin hat mich Nachts ins KH gefahren) - die Dusche kannst noch abziehen, sonst gibt's Kalkflecken.#aerger

      Ich glaube schon, dass er mich viell. liebt, es aber nicht zeigen kann.
      Die letzten zwei Jahre habe ich versucht, ihn zu einer Eheberatung zu überreden. Leider kein Entgegenkommen von ihm, nur die Aussage, du musst zum Psychologen.

      Das schlimme ist, durch diesen Liebesentzug (der anfangs nicht so krass war, aber mein Mann war schon immer ein eher kälterer Typ), bin ich im Herbst letzten Jahres fremdgegangen. Ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr (den Kindern ggü ja, meinem Mann ggü nicht mehr).

      Ich muss dazu sagen, dass ich das Thema oft angesprochen habe und wir versucht haben darüber zu reden - für mich hagelte es immer nur Vorwürfe. Es änderte sich nichts!
      Die Affäre ist vorbei, aber das Gefühl, dass ich meinen Mann nicht mehr liebe bleibt.

      Ich finde nichts mehr anziehend, halte unbewusst immer Abstand zu ihm, freue mich, wenn er auf Arbeit ist oder mit Freunden etwas unternimmt.

      Er weiss von der Affäre, hat mich einen Abend übelst beschimpft (verstehe ich auch) und am nächsten Tag war die Welt wieder in Ordnung.

      Er versucht sich jetzt ein bisschen zu bemühen, aber es kommt nicht mehr bei mir an. Ist es zu spät?

      Viell. auch, weil ich weiss, er hatte schon einige Chancen und Besserung gelobt, die immer nur von kurzer Dauer war.

      Mein Mann ist aber ein super Papa und packt auch im Haushalt mit an. Nur zwischen uns klappt es nicht mehr und ich meine zu wissen, es gibt auch nichts mehr zu retten.

      Nun ist es so, dass ich eine tolles Angebot bzgl. einer Wohnung/Haus habe. Ca. 500m von unserem Haus entfernt. Miete 800 €.

      Unsere Mädchen sind 3,5 und 7. Ich habe derzeit einen Minijob auf 450 € Basis.

      Ich habe einfach so wahnsinnige Angst vor den finanziellen Angelegenheiten. Schaff ich das allein mit den 3 Mädchen? Kindergartengeb, Essen, Miete, Kleidung etc ...
      Ja, Unterhalt würde ich sicher bekommen. Kindergeld auch? Das wird angerechnet oder?
      Mein Mann wird unser Haus sicher halten und da das Grundstück ihm gehört und nur das Haus jeden 50/50% - muss ich gehen mit den Kids. Die Kinder dort zu lassen kommt nicht in Frage. Es sei denn die Große möchte es, wovor ich auch Angst habe.
      Wohngeld etc. denke ich steht mir nicht zu?

      Werde dann auch mehr arbeiten gehen, das Angebot in meiner Arbeit habe ich.
      Wie sind die Kinder dann versichert? Aktuell familienversichert über meinen Mann.

      Habe nächste Woche einen Termin beim Anwalt zur Beratung.

      Mein Mann weiss, dass ich ausziehen will, aber dass ich ein konkretes Angebot habe, weiss er nicht. Wenn ich das äußere, wird er aggressiv.

      Angst habe ich auch vor den Leuten, das Gerede (schäme mich eh schon - haben nach außen immer als tolle Familie gewirkt) und für meine Kinder tut es mir so leid.
      Ich wünsche mir weiterhin ein normales Verhältnis zum Kindsvater und dass die Mädchen ihn auch unter der Woche besuchen können, nicht strikt alle 2 Wochen.

      Könnt ihr mir Tipps, Meinungen und Erfahrungen geben? :-)#zitter

      Vielen lieben Dank! #blume

      Sunny

      • Ja, nachdem, was Du schreibst, MUSST Du da raus, keine Frage.
        Ich würde kurzfristig das Angebot der Mehrarbeit fix machen.
        Natürlich muss er Unterhalt für die Kinder zahlen und, wenn er noch über dem Selbstbehalt liegt, auch Trennungsunterhalt an Dich.
        Wenn das alles Euren Bedarf deckt, dann brauchst Du keine Unterstützung vom Jobcenter mehr, kannst aber versuchen, noch Wohngeld zu bekommen.
        Du kannst Dir ausrechnen, ob Du das Haus mieten kannst.

        Vom Jobcenter, solltest Du dort noch Unterstützung benötigen, wird es wohl nicht genehmigt werden, allein vom Preis her schon nicht.
        Aber Du kannst so einiges mit dem Anwalt besprechen. Wichtig ist, dass Du mehr verdienst.

      Hallo,

      das Haus gehört dem, dem das Grundstück gehört. Kann es sein, dass dir einfach nur ein Kredit zu 50% "gehört"?

      Du musst dir unbedingt den Kindes- und Trennungsunterhalt ausrechnen lassen und dann zusehen, einen vernünftigen Job zu finden. 800 Euro Miete schaffst du mit Unterhalt und Minijob nur, wenn dein Mann sehr sehr viel verdient. Nebenkosten und Essen, etc. muss man ja auch noch zahlen...

      LG

    Ich finde es sehr mutig von dir, dass du so konsequent bist und dich trennst. Ich kenne viele Frauen in meinem Umkreis die aufgrund von Haus, finanzieller Abhängigkeit und was könnten die Leute denken ein Leben führen, mit dem sie letztendlich unglücklich sind. Du wirst das schaffen! Für deine Kinder wird es eine Erleichterung sein. Sie spüren bestimmt schon seit langem, dass ihr keine liebevolle Beziehung mehr führt.

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