Kann eine Mediatorin als Zeuge vor Gericht aussagen?

    • (1) 29.05.17 - 09:52
      Inaktiv

      Hallo,

      ich hatte ja letztes schon mal was über meinen Exmann geschrieben, wo es darum ging, ob ich für ihn immer erreichbar sein muss.

      Letzte Woche waren wir bei der Mediation.

      Die Mediatorin sagte gleich am Anfang, dass wir hier keine Schimpfwörter benutzen oder den anderen beleidigen, sondern im normalen Ton mit einander reden.

      Mein Exmann hielt sich nicht daran. In jedem Satz versuchte er mich schlecht zu machen, wie er es immer macht. Die Mediatorin hat ihn ein paar mal ermahnt und dann wollte sie ein Gespräch mit ihm unter vier Augen führen, als er es dennoch nicht sein lies.

      Hauptsächlich geht es darum, dass er unsere eine (von3) Tochter zu sich holen will, ohne Rücksicht auf Verluste. Zur Not will er bis vors Gericht. Und um das zu erreichen macht er mich schlecht, behauptet ich wäre eine unfähige Mutter. Dazu nannte er "Beweise" die total an den Haaren herbei gezogen sind.

      Zbsp, dass ich den Kindern die Spitzen selbst geschnitten habe, anstatt zum Frisör zu gehen, oder als meine mittlere Schnupfen hatte, ich ihr einfach Sinupretsaft gegeben habe, ohne dass ich beim Arzt war. Die Mediatorin fragte ihn, was er denn befürchtet, wenn ich ihr einfach diesen Satz gebe. Da meinte er, wer weiss wie lange der schon offen ist. #klatsch

      Jedenfalls meinte die Mediatorin zu ihm, dass ich seinen Erzählungen nach ein Unmensch, ein richtiges Monster sein müsse. Aber sie hat mich als eine warmherzige Mutter kennen gelernt (wir waren schon öfter da).

      SIe sagte zu ihm: "Am liebsten würde Sie doch ihre Exfrau ausschalten oder?"
      Und er antwortete ohne zu zögern mit JA!

      Nun meine Frage,
      wenn es wirklich hart auf hart kommt und es vor Gericht geht, könnte die Mediatorin dort als Zeugin aussagen, speziell wegen diesem einen Satz, dass er mich am liebsten ausschalten würde? Oder generell dort auszusagen?

      Kennst sich da jemand aus?

      Schonmal vielen lieben Dank!#winke

      • Hallo!

        Nein, zum Glück unterliegt ein Mediator der Schweigepflicht - und sollte dieses Ansinnen ohnehin darüber hinaus kategorisch ablehnen.

        Eine Mediation soll ja gerade die Möglichkeit bieten das beide Seiten ihre ganz persönlichen Ansichten und Meinungen austauschen können - um daraus idealweise eine Lösung erarbeiten zu können.

        Würde jetzt über einer Mediation immer das Damoklesschwert "Jede Aussage kann im Prozess gegen Sie verwendet werden" hängen würde das die komplette Einrichtung ad absurdum führen.

      Ich frag mal anders: Mit was soll er denn vor Gericht überhaupt durchkommen? Meinst Du wirklich ein Richter trennt Geschwisterkinder, weil eines davon Sinupret bekommt? Hat er überhaupt den Hauch einer Chance, Dir nachzuweisen, Du vernachlässigst, misshandelst oder schadest den Kindern auf psychische Art und Weise?

      Dir kann nichts Besseres passieren, als dass er mit solchen Anschuldigungen vor Gericht zieht. Dort bekommt er dann ein deutliches Nein und vielleicht mit etwas Glück noch einen entsprechenden Einlauf vom Richter. Und dann merkt er hoffentlich selbst, dass er nicht ganz frisch gebacken wurde.

      Du schreibst doch schön Protokoll, ja? Da darfst Du selbstverständlich auch notieren, was er in der Mediation gesagt hat. Du unterliegst ja keiner Schweigepflicht. ;-)

      • >>Du schreibst doch schön Protokoll, ja? Da darfst Du selbstverständlich auch notieren, was er in der Mediation gesagt hat. Du unterliegst ja keiner Schweigepflicht. ;-) <<

        schlechte Idee. Vielen Gerichten sind die Mediationen heilig, also DAS kann mächtig in die Hose gehen.

        • Ich hab geschrieben, sie soll seine Aussagen mitnotieren. Nicht, dass sie sie dem Gericht vorlegen soll, das hast Du reininterpretiert. Ihrem Anwalt kann sie das doch dann problemlos zeigen. Der wird ihr da schon weiter helfen.

          • und dann? was soll der Anwalt deiner Meinung nach machen?

            • Er weiss dann zumindest, dass der Mann selbst bei einer Mediation so auftritt. Das kann man schon nutzen. Zum Beispiel könnte er eine gerichtsnahe Mediation beantragen und hoffen, dass sich der Mensch wieder so merkwürdig benimmt.

              Letztendlich ist es aber auch völlig egal, wie der Anwalt das verwertet, sie sollte es zumindest für eventuell spätere Zwecke notieren. Oder meinst Du, dass das schädlich sein könnte?

              • ich find sowas immer Kinderkacke, auch vom Mann.

                um mal ein nicht ganz so fiktives Beispiel zu erzählen:

                als meine Ex-Frau und ich moderierte Gespräche hatten, war Sie der ruhige und ich der etwas lautere. Dauernd wurde mir erzählt, ich solle die Paarebene verlassen und ich sehe doch Gespenster.

                Nun kam durch einen Fauxpas ihrerseits diese Woche raus, dass Sie sämtliche Zugänge zu sozialen Medien, e-mails usw. bei mir geknackt hatte.
                Sie las alles mit, auch, oder besonders, Verabredungen mit anderen Frauen und, das gab Sie auch mittlerweile zu, hatte mich deshalb bei unserer Tochter bestraft.

                Ich könnte jetzt auch zu irgendwelchen Anwälten rennen und bla bla bla.

                Die Frage aber ist, um mal wieder die Kurve zu kriegen: Was nützt es dem Kind?

                • Oh, schön. Na die Anzeige würde ich mir aber wirklich vorbehalten, das ist für mich auch kein Kavaliersdelikt. Hat gar nichts damit zu tun, dass sie Deine Ex ist, es ist ein Straftatbestand der mit bis zu drei Jahren Haft verknackt werden kann.

                  Und wenn Du das wegen Eures gemeinsamen Kindes nun nicht anzeigst sollte man auch gerade für Euer Kind eine deutliche verbesserte Elternebene spüren. Sprich: Ab nun freundlich kooperativer Umgang und keine doofen Spielchen mehr.

                  • erstmal bin ich froh, dass ich keine Gespenster sehe :D

                    Ich habe eine Entschuldigung verlangt, die kam und damit ist es für mich erledigt.

                    trotzdem folgte gestern nochmal ein Login, dieses Mal besser getarnt als Login über den Browser anstatt über Apps. Wahrscheinlich die Apps gelöscht um dem Next irgendwelche Geschichten auftischen zu können falls doch was kommt.

                    Habe die Geräte sperren lassen und damit sollte sich das erledigt haben.

                    Ich bin auch nicht nachtragend und bis auf Mitleid mit Ihr und besonders dem Next, bleibt da auch nicht.

    Huhu, ich glaube da brauchst du dir keine Sorgen machen. Geschwister werden nicht einfach getrennt. Und wegen solchen Dingen schon mal gar nicht. Ich weiß aber was du meinst, mein Mann würde ähnlich pingelig nach der Trennung. Die Klamotten waren nicht gut genug, die Frisuren der Kinder ebenfalls nicht und oh Gott, wenn die Schuhe nicht wie neu aus gesehen haben. Ich denke im Notfall könnte man die Mediatorin von der Schweigepflicht befreien lassen, dazu würde ich mich mal schlau machen. Wenn er sagt er würde dich gerne aus schalten, geht das ja schon in eine üble Richtung. Ansonsten kann ich dir nur raten alles nicht so nah an dich ran zu lassen. Menschen, die so viel Hass empfinden stellen sich irgendwann selbst ein Bein.

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