Sorgerecht

    • (1) 25.06.17 - 10:13

      Hallo zusammen

      Ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll. Also es geht um mein Bruder. Er hat sich Ende letzten Jahres von seiner Freundin getrennt. Sie waren 7 Jahre zusammen und haben eine gemeinsame Tochter. Chiara ist 5 Jahre alt. Chiara lebt bei meinem Bruder, Sorgerecht haben beider 50/50. Marta also die Ex von meinem Bruder, hat sich nie wirklich um Chiara gekümmert, alles musste mein Bruder immer machen, das war schon so als die noch zusammen waren. Chiara hängt auch total an ihrem Papa, mehr als an Mama. D.H. wenn sie dort mal übernachten soll was viellecht 1 mal im Monat vorkommt, weint sie jedesmal weil sie dort nicht schlafen möchte, und sie lieber bei Papa bleiben will. Mein Bruder ist Vollzeit am arbeiten, er fängt um 8 Uhr an bis ca. 17 Uhr. Chiara ist bis 14 Uhr im Kiga, sie wird von meiner Mutter immer abgeholt und dort ist sie dann bis mein Bruder von der Arbeit kommt. (Sie wohnen genau neben an) Chiara geht einmal die Woche zum Logopäden und einmal die Woche zur Frühförderung, das macht meine Mutter alles weil Marta das immer zu anstrengend ist immer mit dem Bus dahin zu fahren. Nicht falsch verstehen meine Mutter macht das wirklich gerne, es geht ja hier ums Kind. Die Termine wie letzens die U9, darum kümmert sich alles mein Bruder, sie wusste noch nicht mal das sie die U9 hatte. Vor paar Wochen hatten beide ein Gespräch im Kiga, Marta ist nicht gekommen weil sie das vergessen hatte. So bis dahin. Jetzt ist es raus das sie an meinem Bruder 280 Euro Unterhalt zahlen muss, jetzt war sie beim Anwalt und hat das 100 %ige Sorgerecht beantragt. Das ist echt nicht zu fassen. Sie hat doch überhaupt kein Interesse an dem Kind, es geht ihr nur darum damit sie nicht zahlen muss. 100 % ig. Mein Bruder ist fix und fertig weil er Angst hat das sie das Sorgercht bekommt. Zu dem hat sie ihm Nachrichten geschickt das sie sich umbringen will mehrmals hat sie das geschrieben bzw. gesagt. Beim letzten Termin beim JA hat sie gesagt das Chiara kaum bei ihr ist. Wie stehen die Chancen das Chiara weiterhin bei meinem Bruder bleibt? Das ist ihr gewohntes Umfeld, meine Eltern wohnen nebenan, und sie geht dort zum Kindergarten. Einerseits haben Mütter auch mehr Rechte oder? Aber sie darf Chiara einfach nicht bekommen, das Kind geht kaputt dort. #schmoll

      LG Emilia

      • Hallo,
        falls dein Bruder einen Anwalt hat, alles dem übergeben. Definitiv immer Protokoll führen. Jede Nachricht dokumentieren und auf gar keinen Fall drauf reagieren. Immer nur, wenn es direkt um das Kind geht und kindbezogene Dinge neutral besprochen werden.
        Falls es dann tatsächlich in eine Verhandlung gehen sollte, würde ich die Mutter direkt auflaufen lassen. Ihr Verhalten dient eher dazu, dass sie selbst das Sorgerecht verliert, als dass dein Bruder es verliert. Dein Bruder braucht hier echt keine Angst zu haben. Mütter haben nicht mehr Rechte als Väter - schon gar nicht, wenn sie nur der umgangsberechtigte Elternteil sind.
        Der Unterhalt würde sich auch nicht ändern, wenn sie das Sorgerecht hätte allein. Offensichtlich ist ihr das aber nicht klar.
        Dein Bruder sollte sich ganz dringend darum bemühen, dass seine Tochter einen häufigeren und regelmäßigerenUmgang mit ihrer Mutter hat - sonst wird IHM das zur Last gelegt. Es ist völlig egal, ob die Tochter die Übernachtungen mag, oder nicht. Es ist Aufgabe des Vaters, ihr das schmackhaft zu machen. Er sollte das auch so machen, dass er seine Bemühungen nachweisen kann, falls es dann irgendwie doch nicht klappen sollte, weil die Mutter absagt. Nur kann die Mutter dann auch nicht die Leidende spielen deswegen.

        Hallo!

        Erstmal tief durchatmen. Wenn jemand den Anwalt einschaltet, bekommt man Herzrasen. Kenn ich...

        Das Gemeinsame Sorgerecht kann nicht einfach so entzogen werden. Da muss schon ein Zustand vorliegen, der eine Gefährdung des Kindeswohls mit sich bringt. Außerdem sind Sorgerecht, Unterhalt und Aufenthaltsbestimmungsrecht voneinander zu unterscheiden.

        Dein Bruder ist der betreuende Elternteil. Die Mutter der umgangsberechtigte. Sofern keine Gründe vorliegen, wird dem betreuenden Elternteil nicht das Sorgerecht weggenommen. Der Lebensmittelpunkt liegt beim Papa. Dies grundlos zu ändern widerspricht dem Kindeswohl. Und das ist komplett losgelöst vom Unterhalt zu betrachten.

        Wie ist denn der Kontakt zwischen Kind und Mutter? Sehen Sie sich nur einmal im Monat oder doch mehr?

        Liebe Grüße

        Hey,

        versucht euch erst mal nicht verrückt zu machen, auch wenn es leichter gesagt ist als getan.
        Erst einmal kann der Anwalt viel schreiben, er handelt nach dem was sein Mandat gerne möchte. Die Chancen das sie das alleinige Sorgerecht jedoch bekommt stehen schlecht. Es müssen wie meine Vorredner bereits schrieben, gravierende Dinge vorliegen die dem Kindeswohl nicht entsprechen damit sie überhaupt eine Chance hat auf das alleinige Sorgerecht.

        Die Exfrau meines Mannes hat damals auch versucht das alleinige Sorgerecht zu bekommen aufgrund der großen Entfernung zwischen dem Wohnort des Kindes und dem Kindsvater (knapp 400km). Sie führte an mein Mann würde sich um das Kind nicht Kümmern, wäre nicht erreichbar wenn etwas wäre, würde seinen Sohn nie zum Umgang abholen. All ihre Argumente waren an den Haaren herbei gezogen und das JA wurde damals auch eingeschaltet. Kurz gesagt trotz der Dinge die anführte hat sie das alleinige Sorgerecht nicht bekommen.
        Deinem Bruder kann ich jedoch ganz stark ans Herz legen, den Umgang zwischen seinem Kind und der Kindsmutter aktiv zu fördern, denn das ist seine Pflicht. Er sollte eine umgangsregelung anstreben, der engmaschiger ist als einmal im Monat. Vllt macht er sich mal einen Termin beim JA mit der Kindsmutter gemeinsam. In diesem Termin könnte dann der Umgang besprochen werden. Sollte es wegen dem Sorgerecht vor Gericht gehen wird auch das Ja dazu befragt und wenn er dort vorher schon vorstellig war und die sehen das er sich um den Umgang zwischen Kind und Mutter bemüht, wird das positiv für ihn ausfallen.

        Wenn du fragen sagt, dann frag gerne. Meine Mann hat auch schon einiges durch und ich stand immer hinter ihm und hab ihm den Rücken gestärkt!

        Lg Becca1003

      • "Zu dem hat sie ihm Nachrichten geschickt das sie sich umbringen will mehrmals hat sie das geschrieben bzw. gesagt."

        Und ihr ignoriert das oder wie reagiert ihr darauf? #kratz

        Generell hat die Mutter wenig Chancen, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Das kriegt man nämlich nur, wenn nachweisbar ist, dass der andere Sorgeberechtigte nicht dem Kindeswohl förderlich bzw. dem sogar gefährlich wird. Also wir reden von schwerwiegendem Drogen- und Alkoholmissbrauch, Vernachlässigung bzw. Misshandlung oder Kindesmissbrauch.

        Wie kommst Du denn darauf, dass Mütter mehr Rechte haben? Welche sollten das genau sein?

          • Ja, das meinte ich mit meiner Frage, wie die TE damit umgeht. Denn das ist im Grunde eine Steilvorlage, abgesehen davon, dass ich so etwas nie einfach ignorieren würde. Am Ende meint er es halt doch ernst.

      (8) 25.06.17 - 17:52

      Danke für eure Antworten. Mein Bruder will morgen mal zum Anwalt gehen und dann bald mal zum JA. Hoffentlich geht das auch alles gut.

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