Er will Vaterschaftstest

Hallo liebe Community.

Ich war mit einem Flüchtling zusammen und bin schwanger geworden. Ich habe daraufhin Drohungen zur Kindesentführung bekommen und als ich mich getrennt habe, habe sogar Morddrohungen bekommen. Das ist alles polizeilich festgelegt und vor Gericht wurde entschieden, dass er sich mir 6 Monate nicht nähern darf.

In der SS hat er schon einen Brief bekommen, dass er Deutschland verlassen muss innerhalb 1 Woche sonst wird er abgeschoben. Hat er natürlich nicht gemacht. Das ganze ist 1 Jahr her.
Er hat auch schon seine Duldung, dass er bald gehen muss und damit es schneller geht, habe ich seinen originalen Ausweis gezeigt, denn im Deutschen sind falsche Angaben.

Habe letztes einen Brief vom Anwalt bekommen, dass er einen Vaterschaftstest will. Er denkt er könnte damit hierbleiben.
Noch hat der Richter nichts entschieden, allerdings schon geantwortet, dass seine Klage mutwillig ist.
Habe Stellung genommen und bin so nervös.

Was meint ihr zu der Sache, hat er irgendwelche Chancen? Ich habe solche Angst.

Liebe Grüße

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Augen auf bei der Vaterwahl !

Hast Du ihn als Vater angegeben?

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Nein unbekannt.

Gericht bittet um eine Geburtsurkunde.
Allerdings wissen die noch rein garnix über ihn was er alles aufm Kerbholz hat.

Er will auch Prozesskostenhilfe weil er das alles nicht bezahlen kann.
Er ist ja abgeschoben und wir kurz oder lang gehen müssen.
Er hat Druck und denkt er könnte durch den Test hierbleiben.

Ich bin die allerletzte die dem Vater das Kind entziehen will. Im Gegenteil. Ich musste und war gezwungen aus meiner alten Wohnung zu fliehen.

Er darf sich mir ja nichtmal nähern. Hat laut Polizei keinen festen Wohnsitz mehr.

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Was heißt denn entziehen?

Du musst Dein Kind schützen !

Er benutzt das Kind doch nur um hier bleiben zu können.

Hast Du einen guten Anwalt ?

Wenn Du weißt was er alles auf dem Kerbholz hat, kannst Du es beweisen?

Ich würde auf Zeit spielen und hoffen, dass der Vollasi schnell abgeschoben wird.

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Ich denk mal schon, wenn er glaubwürdig behauptet dass er der Vater sein könnte, und Feststellungsklage erhebt falls du dich weigerst, gehe ich davon aus dass bis zur Klärung das Verfahren aufschiebende Wirkung hat.

Wen hast du als Vater angegeben, könnte er es sein oder ist er der Vater, das habe ich jetzt nicht so richtig verstanden?

Ob das für eine drohende Abschiebung als Aufschub reicht ist wahrscheinlich von den Behörden abhängig. Allerdings kann sich das Kontaktverbot dir gegenüber auch auf den ggf zu erwirkenden Umgang auswirken. Ist der nicht durchführbar kann er ggf. trotzdem abgeschoben werden. Bis dahin gehe ich davon aus werden mehrere Gerichte darüber zu entscheiden haben, wenn er entsprechend klagt.

Bei entsprechenden Straftaten und eventuellem weiterführenden Kontaktverbot kann er abgeschoben werden:
http://www.migazin.de/2015/07/29/abschiebung-trotz-deutschem-kind/

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https://ratgeber-vaterschaftstest.de/vaterschaftsklage/
http://www.stern.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-kind-schuetzt-vor-abschiebung-3502060.html

Prinzipiell ist es rechtlich für ihn möglich entsprechend die Vaterschaftsfeststellung einzuklagen und damit auch gegen die Abschiebung.

Gegen Ihn spricht die momentane Situation mit dem Kontaktverbot, da ist die Frage inwieweit das über die 6 Monate hinaus Bestand hat und wie ein Familiengericht ggf dann die Eignung zum Umgang/betreuten Umgang sieht falls die Vaterschaft feststeht.

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Das ist ein Albaner der bereits 5 Jahre Umgang mit dem Kind hatte.
Mein Kind ist noch ein Säugling und das Kind hat er noch nie gesehen.

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Hallo,

auch wenn ich verstehen kann das du auf alle Fälle verhindern möchtest das er die Vaterschaft anerkennt kann es sein das die Angabe " Vater unbekannt" eine Personenstandfälschung darstellt . Nach dem was du geschrieben hast gehe ich davon aus das er mit großer Wahrscheinlichkeit der KV sein kann.

https://dejure.org/gesetze/StGB/169.html

FG blaue-rose

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So viele geben den Vater unbekannt an obwohl sie ihn kennen. Man macht sich nur strafbar wenn ich mir damit Geld erschleichen. Ich verzichte sogar komplett auf Unterhalt.

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Lies mal den Gesetzestext genau. Da steht nicht "... und dadurch unrechtmäßig Leistungen bezieht."

Es reicht "die Tatsache, dass..." aus. Nur, wo kein Kläger, da kein Richter.

In deinem Fall ist aber ein Kläger da.

LG

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Ob er abgeschoben wird, oder nicht, hängt in erster Linie von der zuständigen Ausländerbehörde ab. Bei (nach meinem Kenntnisstand) einer Behörde reicht eine Anerkennung der Vaterschaft, um bis zum 18. Geburtstag des Kindes sicher hier bleiben zu können. Andernorts wird geschaut, ob und wie der Vater Kontakt hat, und wie sich sein Verhalten ggü. der Familie sich gestaltet. Mit aktenkundigen Drohungen und Gewalttätigkeiten hat der dann Vater dann gute Chancen, einen Flug ins Heimatland zu bekommen, auch unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Kindes.

Aber, wenn ich deutsche Gerichte richtig einschätze, dann wird er keinesfalls abgeschoben, so lange er hier noch offene Verfahren hat. Paradoxerweise verhinderst Du also vermutlich grad mit Deiner Weigerung, dass er abgeschoben werden kann. Ich würde mich an Deiner Stelle da in jedem Fall jetzt schon anwaltlich vertreten lassen. Ideal wäre ein FA für Familienrecht, der engen Kontakt zu einem FA für Migrationsrecht hat.