Alle Welt ist glücklich... Und ich? Bitte aufmuntern!

    • (1) 14.09.17 - 08:11

      Hey,

      ich habe seit ein paar Tagen diese Hänger, die wahrscheinlich alle Alleinerziehenden kennen. Um mich rum, bekommen gerade so viele Babys und sind natürlich voller Glück. Ich gönne das jedem, aber gleichzeitig deprimiert es mich. Mein Ex-Mann ist gegangen als ich frisch schwanger war. Mittlerweile ist mein Kind 3. Bis auf eine kurze Beziehung, die etwa ein halbes Jahr ging, bin ich Single. Eigentlich alles kein Problem und kein Grund für mich den Kopf hängen zu lassen. Aber ein paar Tiefpunkte gibt es halt immer wieder. Vielleicht hat jemand ein paar aufmunternde Worte oder eine Geschichte mit "Happy End", die mich aufbauen und mir durch die dunklen Tage helfen.

      • Ich kenne auch diese Hänger, nicht weil jemand Kinder bekommt, das will ich gar nicht, aber diese "heile Familie" die tut manchmal weh.

        Was mir hilft. Ein Satz den ich hier zum ersten Mal gelesen habe:

        "Unter jedem Dach ein Ach"

        Wenn ich mir die "heilen Familien" in meiner Umgebung genauer angucke, dann merke ich, dass es mir eigentlich sehr gut geht. Nicht, dass die Beziehungen nicht gut wären, aber jeder hat so seine Schicksalsschläge zu verarbeiten.
        Daher bin ich dankbar, dass ich nach momentanem Stand "nur" das eine Problem habe, was sich ja vielleicht irgendwann gibt.

        Ist jetzt kein Happy End - sorry ;-)

        Hallo,

        wer kennst solche Tiefs nicht?

        Mitnichten sind alle anderen glücklich, Du bist nicht allein.

        Meine Vorschreiberin sagte es bereits, auch Tolstois "Anna Karenina" beginnt mit einem passenden Zitat: „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich."

        Um jetzt mal richtig klugzuscheißen sage ich Dir: Anstatt drauf zu schauen was andere in Deinen Augen "mehr" haben, mach Dir klar dass es viele Dinge gibt um die manche Dich beneiden würden. Ich habe heute früh bei Facebook wieder einen Post einer entfernten Bekannten gelesen, die vor 3 Jahren ihre einjährige Tochter verloren hat (Leukämie). Komm raus aus Deiner Denkweise dass es allen anderen besser geht, so machst Du Dich selbst zum Opfer.

        Das Tief zieht vorüber, das weißt Du doch auch ;-)
        Das gewünschte Happy End kann ich auch nicht liefern, vielleicht macht das in diesem Verlauf noch jemand.

        Wenn es mir geht wie Dir gerade versuche ich mich selbst in den Arsch zu treten.
        Klar, es ginge immer besser! Nach oben ist ne Menge Luft.

        Nach unten allerdings auch.

        Kopf hoch!

        VG

        Hallo
        Kenne ich, und weißt du was? Als als ich so richtig vollen Herzens Frieden mit mir selbst, und der Situation, geschlossen und nach vorne geschaut habe ging es mir viel besser. Die Tiefs gab es dann kaum mehr. Und tatsächlich kam dann irgendwann auch eine große und positive Veränderung..
        Dein Glück findest du auch noch!

        LG

      • Kürzlich war ich mit meinen Kindern im Urlaub am Strand. Um mich herum lauter glückliche Familien.
        Aber weißt du was:
        Viele Familien davon sind gar nicht glücklich. Sie fahren zusammen in Urlaub wenn man es halt so macht. Sie bleiben zusammen weil sie denken sie bekommen keine anderen Partner mehr. Oder der Kinder wegen. Oder des Geldes wegen. Oder oder oder

        Sie bringen sich selbst um ihr Glück dass sie vielleicht alleine oder mit einem anderen Partner hätten.

        Trotzdem schaute ich manchmal mit einem weinenden Auge auf diese glücklichen Familien.

        Denn die Familie als solche fehlt mir schon. Das Zusammensein, das gemeinsam Planen, die gemeinsamen Unternehmungen.

        Ich bin jetzt viel viel glücklicher, als ich es in meiner Ehe war, viel glücklicher.

        Trotzdem habe ich auch Tiefs, denke an schöne Zeiten zurück, an gemeinsame Erlebnisse, an das was wir uns versprochen und gewünscht hatten.

        Wie du hast dem Tief rauskommst?
        Wahrscheinlich ist es wirklich am besten sich darauf zu besinnen was man alles hat, stolz zu sein was man geschafft hat. Wie du den Alltag gemeistert hast obwohl du plötzlich alleine da standst. Und jetzt sind schon drei Jahre rum und du hast ein wundervolles Kind. Aber manchmal ist es einfach schwer sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.
        Ich wünsche dir, dass es dir bald gelingt.

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