Nach Beschluss nun andere Lage

    • (1) 16.09.17 - 17:35
      Inaktiv

      Hallo miteinander #winke
      Kurzfassung:
      Ich bin vom Kindesvater meiner Tochter getrennt seit sie 4 Monate jung ist, aktuell ist sie 4 Jahre alt.
      Vor 2 Jahren sahen wir uns vor Gericht, da mein neuer Partner aus Österreich kam und wir uns nicht ganz über die Umstände des zukünftigen Umgangs einigen konnten.
      Letztendlich entschied das Gericht das der Lebensmittelpunkt unserer Tochter da ist, wo ich lebe und auch der Papa stimmte dem Umzug nach Österreich und der Anmeldung dort zu.
      Nun wollte es das Schicksal so das mein damaliger Partner mich kurz vor Umzug betrog, also bin ich selbstverständlich nicht gegangen.
      Kurz darauf lernte ich durch ihn jemand Neuen kennen, mit dem ich seither auch zusammen bin.
      Im Mai wollen wir heiraten #verliebt
      Es ist nun so das ich zu ihm ziehen möchte, auch er wohnt in Österreich.
      Ist ein neuer Gang vor Gericht nun notwendig oder geht das ganze auch nervenschonend ohne?
      Letztlich, so denke ich, geht es lediglich um die Änderung der Adresse die damals im Beschluss festgehalten wurde.
      Da der damalige Beschluss nicht eintrat, die Entscheidungen seitens Gericht und Kindesvater dennoch fielen, frage ich mich wie allein die rechtliche Seite aussieht.
      Ich danke für Antworten :-)

      • Wäre der Vater Deiner Tochter denn heute gegen einen Umzug oder würde er wieder zustimmen? Dann wäre es doch am Einfachsten, Dir nochmal das Einverständnis abzuholen.

        • (3) 16.09.17 - 17:46

          Ehrlich gesagt kann ich das nicht ganz einschätzen. Er hatte damals gesagt das er keine Chance sieht unsere Tochter bei ihm leben zu lassen zwecks Arbeit etc und das er weiss das er keine Chance hat.
          (Bitte wahrnehmen das es seine Worte waren)
          Unsere Maus lebt von Anfang an bei mir, eine Umgangsregelung haben wir nie gehabt weil wir beide entspannt sind. Er sagt mir wann er Zeit für sie hat, ich sage okay, er holt sie ab.
          Seit 4 Jahren machen wir das so und es klappt gut.
          Umgang vereiteln etc gibt es bei uns also nicht.
          Wir haben nach wie vor ein gutes Verhältnis miteinander, dennoch kann man nachvollziehen das es erstmal ein doofes Gefühl ist.
          Zumal das schonmal passierte und er damals natürlich auch froh war das wir zu dem Zeitpunkt nicht umzogen.

          • "(Bitte wahrnehmen das es seine Worte waren)"

            *Lach* Ja, nehme ich wahr. ;-) Die Situation kann sich natürlich inzwischen irgendwie geändert haben. Deshalb würde ich zuerst ihn fragen, ob er noch hinter der damaligen Aussage steht. Informieren musst Du ihn ja sowieso.

            Falls er dann sagt, er ist heute nicht mehr einverstanden, würde ich noch einmal einen Rechtsbeistand befragen, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass ein nicht wahrgenommenes zwei Jahre altes Urteil heute nicht mehr gültig ist. Es galt zu einem anderen Zeitpunkt unter anderen Umständen und kann (behaupte ich) nicht einfach übertragen werden.

            • (5) 16.09.17 - 17:59

              Davon bin ich überzeugt das dieser Beschluss absolut hinfällig ist, das ist mir soweit auch bewusst.
              Aber, um es mal lapidar zu sagen, wenn das Gericht damals so entschied- wäre er dann nicht dumm wenn er mich vor Gericht "zieht"?
              Ist nicht böse gemeint ggü dem Papa, weiss nur nicht wie ich es anders sagen soll :-D

              • Das sind doch alles ganz unterschiedliche Dinge. Du kannst nicht einfach als Grundlage des damaligen Beschlusses mit Kind umziehen. Du musst ihn schon vorher fragen und er sollte einverstanden sein. Und er kann - eben genau WEIL Du damals nicht umgezogen bist - heute viel bessere Chancen vor Gericht haben, dass Du diesmal ein Verbot bekommst. Da wäre er nach einer Beratung durch seinen Anwalt keinesfalls dumm. ;-) Und wenn er tatsächlich nicht dumm ist, dann informiert er sich vor einer Zu- oder Absage genau darüber.

                • (7) 16.09.17 - 18:17

                  Damals hätte ich dennoch umziehen können, der Beschluss stand ja.
                  Hab ich aber nicht gemacht weil ich nicht dumm bin :-D
                  Ich verstehe nur Deine Aussage nicht warum er nun bessere Möglichkeiten haben sollte, ich denke ich habe zu seiner Zeit sehr vernünftig entschieden 🤔

                  • Mit dem Vater Deiner Tochter warst Du vier Monate nach ihrer Geburt getrennt, hattest dann eine wohl etwa 1,5 Jahre lange Beziehung mit dem Nächsten. Zu dem wolltest Du ziehen. Diese Beziehung ist zerbrochen, weil Du den falschen Mann gewählt hast (er hat Dich betrogen). Kurz danach der Nächste, mit dem Du jetzt auch erst zwei Jahre zusammen bist. Jetzt soll geheiratet werden und wieder ein Umzug stattfinden.

                    Für einen Richter kann das einen unsteten Lebenswandel bedeuten und der Anwalt Deines Ex kann argumentieren, dass diese Beziehung aller Voraussicht nach auch nicht lange hält. Da wäre ein Umzug fatal.

                    • (9) 16.09.17 - 18:50

                      Das klingt grundsätzlich natürlich plausibel und auch verständlich.
                      Im Normalfall wäre die Beziehung von damals aber auch nicht kaputt gegangen, ich kann grundsätzlich ja nichts für die damalige Trennung. Deshalb bin ich mir nicht so sicher inwiefern man mir das überhaupt vorwerfen kann :-/
                      Mir ist bewusst das die Gefühlsebene nicht vor Gericht als wichtig erachtet wird, deshalb würde ich auch nie damit argumentieren das mein zukünftiger Ehemann nunmal der Eine ist.
                      Jedoch sind die Dinge nunmal wie sie sind.

                      (10) 16.09.17 - 18:54

                      Im "schlimmsten" Falle würde mein Partner auch nach Deutschland ziehen. Allerdings arbeitet er seit 12 Jahren in einem ziemlich bekannten Unternehmen mit Führungsposition und auch mein Beruf wird in AT sehr viel besser bezahlt.
                      Das soll kein Suchen nach Gründen sein, aber das Leben dort wäre finanziell sehr viel besser.
                      Es ist einfach mein Wunsch, auch mit dem Kindesvater wollte ich seinerzeit schon nach AT.

              Das kann man so nicht sagen.
              Möglicherweise sieht im neuen Verfahren der KV ja doch eine Möglichkeit sein Kind zu betreuen, und fängt dann an zu argumentieren das du ja bewiesen bist wie wechselhaft dein Umzugswunsch ist - und wie schlecht das für euer Kind ...

              Auf jeden Fall kann man nicht sagen "Was einmal geht - geht sicher auch ein zweites Mal"" ...

    Du bist also gerade sicher den Einen zu haben und zu heiraten obwohl ihr noch nicht zusammen lebt?

    Nun ja... gut, dass ich nicht dein Richter bin ;-)

    Wie schon jemand schrieb: du brauchst ein neues Einverständnis!

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