Melden oder nicht?

    • (1) 20.09.17 - 11:59

      Hallo,
      erst mal ein paar äußere daten zum verständnis:
      2 Kinder 5 und 6,5 Jahre
      seit 3 Jahren vom KV getrennt.
      Trennung war etwas holperig da der KV der Meinung war er will die Kinder usw.
      Mit 4 Monaten Gesprächen beim Amt einigten wir uns auf eine annähernd 50/50 Regelung -> (in 14 Tagen sollte er die Kids 6 ich 8 Tage haben) und ich verzichte dafür auf einen Großteil des Unterhaltes (für zwei Kids zusammen unter 280€).
      das alles wurde damals vom amt notiert und auch von anwälten festgehalten.
      diese vorinfo gebe ich nur um deutlich zu machen, dass der KV gern streitet (dieses umgangsangebot hatte ich ihm von anfang an eingeräumt er wollte aber dass ich die kinder nur alle 2 wochen sehe um Macht zu demonstrieren).
      Kurz danach zog er zu seiner neuen Freundin (diese hat 2 kids im alter von 11jahren )welche ca 30-45 Minuten entfernt wohnt (kids und ich innerhalb berlins die neue außerhalb berlins)
      nun war es so dass er immer mal wieder versucht hat den großen sozusagen dazu bewegen dass er ja auf die schule bei ihm gehen könnte. was er aber dann nicht weiter verfolgt hatte.
      es war dann so dass es in seiner beziehung krieselte er letzten herbst mit den kids für 1 woche zu einem bekannten zog (habe ich nur durch die kids erfahren). ich habe mich dazu nicht geäußert sondern es einfach nur zur kenntnis von den kids genommen.
      Dann ging es weiter dass die kinder sich immer wieder über die neue beschwerten (ich sagte den kids sie sollen das bitte papa nochmal sagen da ich sie ja nicht kenne).
      Habe mich also komplett raus gehalten denn es ist ja seine beziehung.
      nun kam es im Juni zum super gau. der KV war mit den Kids auf einem Samstag einen Ausflug machen kam abends wieder und das schloß war ausgetauscht und die koffer standen vor der tür.
      Sie ließ ihn dann wohl unter androhung der polizei nochmal ins haus damit er sein bargeld holen konnte (sie schloß sich wohl in der zeit im bad ein und zwei freundinnen machten ihm auf).
      Was genau vorgefallen war weiß ich nicht nur dass die kinder erzählt haben sie hätte immer grundlos gemeckert und war der meinung dass wenn sie zu hause sei der kv auch da sein müsse (der kv sagte zu mir später die kids wollten schon nicht mehr zu ihr und ihre erziehungsmethoden gingen gar nicht).
      so der kv wohnte 2 wochen bei nem freund mit kids und zog dann 150m entfernt von mir in eine wohnung und es schien alles ruhig zu sein.
      nun erzählten mir die kinder dass sich papa und xxx wieder annähern weil xxx eingesehen habe dass sie einen riesen fehler begangen habe...
      grundsätzlich ist mir das völlig egal mit wem sich der kv einlässt oder auch zusammen zieht.
      nun mache ich mir aber doch etwas sorgen um das psychische wohl der kids. mal von der entfernung abgesehen traue ich dem kv zu, dass er wieder in das haus der freundin zieht. und eventuell dann mal wieder am rad dreht und versucht die kids zu beeinflussen dass die kids doch dort hin sollen (dann würde er nämlich erheblichen weg sparen) und um die kids kümmern tut sich ja dort die freundin (so war es zumindest laut kids in der vergangenheit).
      grundsätzlich bin ich immer der meinung der kv soll tun und lassen was er möchte und auch mit der person zusammen sein mit der er möchte.
      aber die kinder waren schon echt durch den wind nachdem sie einfach samstag abend vor verschlossener tür gestanden haben (sie haben alles mitbekommen mit telefonat mit poizeit etc).
      und ja diesmal hätte ich tatsächlich etwas dagegen dass die kinder wieder dort viel zeit verbringen oder gar 50% der zeit. sollte man so ein vorfall zur absicherung beim jugendamt melden damit es vermerkt ist oder es einfach bleiben lassen?

      ps zum umgang.
      vom 57%/43%
      sind tatsächlich seit januar 64%/37% übrig geblieben da er öfter fragt ob ich die kids nehmen kann.

      es ist nun doch lang geworden aber ich wüsste gern wie ihr handeln würdet
      beste grüße

      • Selbst wenn Du das "meldest" wird da gar nichts passieren. Du sagst selbst korrekt, der Vater hat das Recht, zusammen zu sein mit wem er möchte und sich zu trennen von wem er will. Danach kann er es nochmal versuchen, steht ihm völlig frei.

        Deinen Kindern sagst Du, dass sie auf jeden Fall in ihrer Schule und KiTa bleiben dürfen, auch wenn jemand etwas Anderes sagt. Das würde ich erst dann tun, wenn er wirklich wieder ihnen gegenüber damit anfängt.

        Und ihm sagst Du, dass die vereinbarte Umgangsregelung vorerst bestehen bleibt, damit er genug Zeit hat, sich um seine Beziehung zu kümmern. Das musst Du halt nur in die Worte packen, die er Dir dann nicht übel nimmt.

        Wenn er tatsächlich wieder mehr Umgang wünscht, dann geh mit ihm zusammen aufs Jugendamt. Dann musst nicht Du ihm erklären, dass dieses hin und her kontraproduktiv ist.

        • Hallo,
          mir ist klar, dass dort nichts passieren würde und das will ich auch nicht.

          Ich will einfach nicht irgendwann hören dass ich irgendwas ja hätte beim Amt vermerken lassen können.
          Wenn er zum Beispiel in nem halben Jahr zum Amt rennt und sagt er will mehr Umgang (50/50). und ich dann eben angebe er hatte bisher die Kids laut vereinbarung zu xx% hat davon aber lediglich xx% wahrgenommen und das ich Bedenken habe, da die Kinder dort ja samt KV schonmal vor die Tür gesetzt wurden (sie hätte ja auch bis Montag warten können wo die Kids bei mir sind).
          Er scheut sich definitv auch nicht Kids etc vor Gericht zu zerren denn die Rechtschutzversicherung zahlt ja wie er mal so nett gesagt hat.
          Der Tipp mit wenn er mehr will aufs Jugendamt ist eine gute Idee.

          • Die Rechtschutzversicherung zahlt nicht bei Familienstreitigkeiten, allenfalls die Erstberatung vielleicht noch. Zumindest wäre mir das völlig neu, lasse mich hier gerne eines Besseren belehren.

            Abgesagte Umgänge und Vorfälle, die das Kindeswohl betreffen kannst Du immer noch protokollieren. Und im Übrigen kann er so viel zum "Amt" rennen, wie er will, davon bekommt er nicht automatisch mehr Umgang. Den bekommt er nur, wenn er vorher zu wenig hatte und ihm stehen im Regelfall erstmal jedes zweite Wochenende und die hälftigen Ferien zu. Und das "Amt" entscheidet da auch nichts, dazu haben die gar keine Befugnis. Das hat nur ein Richter. :-)

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      • Hallo,
        genau aus diesem Gründen habe ich mich bisher komplett aus der Ganzen Sache raus genommen.
        Ich will einfach nicht irgendwann hören dass ich irgendwas ja hätte beim Amt vermerken lassen können.
        Wenn er zum Beispiel in nem halben Jahr zum Amt rennt und sagt er will mehr Umgang (50/50). und ich dann eben angebe er hatte bisher die Kids laut vereinbarung zu xx% hat davon aber lediglich xx% wahrgenommen und das ich Bedenken habe, da die Kinder dort ja samt KV schonmal vor die Tür gesetzt wurden (sie hätte ja auch bis Montag warten können wo die Kids bei mir sind).
        Er scheut sich definitv auch nicht Kids etc vor Gericht zu zerren denn die Rechtschutzversicherung zahlt ja wie er mal so nett gesagt hat.

    Ich danke euch für eure Ratschläge. Es hat mich auf jeden Fall beruhigt und ich werde weiter wie bisher versuchen das Verhältnis positiv zu gestalten im Interesse der Kinder und keinen Krieg los treten.

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