psychoterror

    • (1) 18.10.17 - 11:13

      Hallo Zusammen,

      ich habe ein Problem. Vor 4 Jahren habe ich mich von meinem Mann getrennt und bin seit 3 Jahren geschieden. Während der Scheidung entbrannte ein Rosenkrieg aufgrund der verletzten Eitelkeit meines Mannes. Er hasst mich und hat alle Hebel in Bewegung gesetzt um mich zu vernichten. Er hat mich verleumdet und versucht mich auf jedem Weg als schlechte Mutter darzustellen.
      Dennoch wurde mir das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen, da er die Kinder zu seinem Zweck instrumentalisierte. Auch eine Beschwerde beim OLG änderte daran nichts, zumal ich ihm ein großzügiges Umgangsrecht eingeräumt habe. Ich weiß, das klingt in mancher Ohren großkotzig, ist es aber nicht. Er hat die Kinder ganze 2 Tage weniger als ich, wir haben also fast ein Wechselmodell. Er zahlt Unterhalt, auch hier hat er es erreicht nur den Mindestunterhalt zu zahlen, obwohl er deutlich mehr verdient, darüber beschwere ich mich aber auch nicht weiter, denn die Kinder sind ja oft bei ihm, jedoch muss ja einer mal Kleidung kaufen, Schule und Hobbys bezahlen und auch sonstige Kosten der Kinder begleichen. ( während des Verfahrens hatten wir das tatsächliche Wechselmodell und hier hat er gar keine Kosten übernommen)
      Mein Problem ist aber das folgende:
      Da er mit der vorhandenen Situation nicht zufrieden ist, bearbeitet er seit 3 Jahren systematisch die Kinder. Er erzählt ihnen er könnte mit ihnen nichts unternehmen, da ich ja sein ganzes Geld bekäme. Mit Geburtstags und Weihnachtswünschen sollen sie sich an mich wenden, denn er würde ja mit dem Unterhalt die hälfte dieser beglichen haben. Heißt, sie bekommen von ihm selber nichts. Er erzählt ihnen, das wäre ja alles viel besser, wenn sie bei ihm wohnen. Meine Tochter war zwar immer mehr ein Papakind, ändert ihre Meinung aber wie alle Kinder nachdem wo es ihr gerade besser geht. Sie wird 12 und ist schon voll in der Pubertät. Beschwert sich dann also auch bei ihm, wenn ich etwas verbiete und sagt sie will dann zu ihm. Umgedreht hatte ich aber auch schon den einen oder anderen Anruf, das bei ihm alles schlecht und seine Freundin doof ist. Das sag ich ihm aber nicht.
      Er nutzt jetzt seit 3 Jahren immer wieder solche Momente um mir mitzuteilen, das meine Tochter ja eine tiefe Traurigkeit empfindet, das sie ihn nicht öfter sieht und das er da gerne etwas ändern möchte, natürlich außergerichtlich, darauf weist er hin. Dem ist aber nicht so. Bei mir ist sie fröhlich und ausgeglichen, außer wenn wir uns streiten.
      Ich habe ihm jetzt schon mehrfach gebeten, doch jetzt das beste aus dieser Situation zu machen und nicht immer sein Befinden auf die Kinder zu projizieren. Man muss doch auch mal versuchen, dem Kind eine Heile Welt zu bauen und er zerstört diese regelmäßig. Wenn ich mit meiner Tochter rede, ob sie tatsächlich und warum sie denn zu ihrem Vater möchte kommen dann so Dinge wie, weil der Papa so traurig ist und weil er dir dann kein Geld mehr bezahlen muss und wir dann was unternehmen können, zu Tage.
      Ich ertrage das jetzt nicht mehr. Was kann ich tun, um das abzustellen, an wen kann ich mich wenden um hier Hilfe gegen die Tiraden zu erhalten?
      Ich bin drauf und dran zu sagen, dann nimm halt unsere Tochter zu dir, doch das hat weitreichende Konsequenzen. Unser Sohn will bei mir bleiben, bzw. es so lassen, wie es ist. Ohne meine Tochter würde ich allerdings umziehen müssen, da das Geld fehlt. So nehme ich ihr dann die Chance zurückkommen zu können. Ich bin total im Zwiespalt, was ich tun soll.

      • Wir haben auch das Wechselmodell... das erlaubt es mir aber Vollzeit zu arbeiten und vollständig auf Unterhalt zu verzichten. Parallel kauft aber jeder die Sachen die er für seinen Haushalt braucht selbst.
        Zusätzlich zahlt jeder das gleiche auf ein Konto wo auch das Kindergeld rauf geht. Dort gehen Betreuungskosten ab und Dinge wie zB Schuhe...

        Vielleicht hast du hier die Möglichkeit die Angriffsfläche zu minimieren.

        • Das ist keine so üble Idee. Wenn denn sicher gestellt wäre, das mein Ex Mann auch tatsächlich einzahlt. Da er mir aber vorrechnet, was er in der Ehe für "mich" bezahlt hat und was ich ihm deshalb noch schulde, denke ich das wird nichts. Ich arbeite auch in Vollzeit, verdiene aber die Hälfte von dem, was mein Ex Mann verdient. Ich selber bekomme und will keinen Unterhalt, es geht um den Kindesunterhalt.
          Aber ich werde es mal anbringen.

          • Vielleicht wäre dann bei euch eine Lösung, dass er den Unterhalt auf ein "Kinderkonto" zahlt. Ist vielleicht für ihn psychologisch besser... Und er kann schauen, dass es wirklich für die Kinder genutzt wird und er kann es auch für die Kinder nutzen.

            Nur die Frage, ob du dann deine Wohnung halten kannst. Ich habe ja nur ein Kind da reicht meine 2-Zimmer Wohnung und ich bin eben froh nicht abhängig zu sein.

            Ich verstehe aber wirklich, dass es nervt :-)

Wende Dich an den Kinderschutzbund, was er da tut ist nicht im Sinne des Kindeswohls. Bitte um Hilfe und ein gemeinsames Elterngespräch, damit er einsieht, dass er seiner Tochter damit schadet.

www.dksb.de

Also mit der Großen würde ich tatsächlich Butter bei die Fische machen und komplett ausrechnen, wer wie viel Geld verdient, wer wie viel zahlt und wie viel für jeden übrig bleibt. Er hat die Kinder 2 Tage weniger als du in was für einem Zeitraum? Woche ist ja schwierig, da gibt es die Option ja nicht wirklich. Einer drei und einer vier Tage, dann kommt man auf einen Tag mehr, danach geht es gleich hoch auf 5 und 2 Tage und das sind drei Tage mehr. Dann würde ich ihr erklären, weshalb du Unterhalt für sie bekommst und dass du nicht der Meinung bist, dass dein Mann kein Geld für Unternehmungen hat, sondern das Geld, das er hat dafür nicht ausgeben möchte. Du möchtest nicht gegen ihn hetzen, aber du musst auch keine Unwahrheiten stehen lassen und das würde ich der Großen auch so erklären, untermalt mit den harten Fakten der Mathematik. Dem Vater würde ich sagen, dass er mir die Füße küssen soll, dass er die Kinder so oft hat. ;) Da ist natürlich nur Spaß.

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