Bereits ab Schwangerschaft alleine...

    • (1) 08.12.17 - 21:50

      Hallo!

      Wollte mal nachfragen ob hier weitere Schwangere/Mütter sind, wo die Trennung bereits vor der Geburt stattfand.

      Bin jetzt in der 16 SSW und vom Kindsvater getrennt. Habe ihn noch bevor ich wusste das ich schwanger bin verlassen und bereue das auch null.

      Selbstverständlich weiß er über die Schwangerschaft Bescheid, hat sich diesbezüglich allerdings nur wie ein riesen A******** verhalten.
      Zuerst wurde mir unterstellt ich würde ihn nur ausnehmen wollen, dann hat er versucht mich zu verunsichern - er hätte dann plötzlich an bem anderen Tag Geburtstag, würde garnicht so heißen wie er mir vorab sagte... und das nach 3 Jahren.
      Inzwischen ist der Kontakt komplett abgebrochen, er hat auch bereits seine Handynummern gewechselt.

      Nun habe ich natürlich noch ne ganze Weile bis zur Geburt und lasse mich auch bei Profamilia beraten, trotzdem würde es mich interessieren wie ihr es in einer ähnlichen Situation gehandhabt habt.

      Konkrete Fragen

      Gebe ich ihn bei der Geburt als Vater an? Wenn ja welche Konsequenzen hätte das dann in Bezug aufs Sorgerecht?

      Wie mache ich das nach der Geburt mit dem Unterhalt? Möchte schon das er zumindest finanziell Verantwortung trägt - läuft das übers Jugendamt oder muss ich mich da um einen Anwalt kümmern?

      Gibt es noch bestimmtes wo ich unbedingt drauf achten muss?

      Es ist mein erstes Kind, ich habe also wirklich null Ahnung und möchte es mir nicht unnötig schwer machen und möglichst den einfachsten Weg gehen nach der Geburt (mich möglichst wenig mit ihm auseinander setzen müssen).
      Aufgrund seines Verhaltens gehe ich davon aus das er da ziemlich Stress machen wird, zumindest beim Thema Geld. Kontakt zu dem Kind wird er wohl eh nicht wollen.

      Selbstverständlich war er über unsere Verhütungssituation aufgeklärt, er wusste das ich keine Pille nehme und wollte selbst keine Kondome benutzen. Haben dann über Zyklustage zählen "verhütet" - wobei das im zweiten Zyklus bereits zur Schwangerschaft führte...

      Lg

      • Hallo!

        1. Wie das Kind entstanden ist, hat keinen was anzugehen und du musst dich dafür auch nicht rechtfertigen. Mütter, die das machen, haben vom Kindsvater in der Regel einen Floh ins Ohr gesetzt bekommen und sich verunsichern lassen. Auf solche Sachverhalte brauchst du gar nicht erst eingehen. Kind kommt jetzt. Is halt so und alle Beteiligten haben das zu akzeptieren.

        2. Wende dich um die Geburt herum, möglichst auch vorgeburtlich schon, an das Jugendamt und richte eine Beistandschaft ein. Die kümmern sich um die Vaterschaftsanerkennung und den Unterhalt. Dann brauchst du dich damit nicht rumschlagen.

        3. Du bist alleine sorgeberechtigte. Erst wenn er es beantragt, könnte er es bekommen. Den normalen Antrag übers Jugendamt kannst du noch mit einer Begründung ablehnen. Geht er wegen der Ablehnung vor Gericht, musst du schwerwiegende Gründe haben, warum eine gemeinsame Sorge dem Kindeswohl widerspricht.

        Und abschließend: Nicht unterkriegen lassen, Aussagen des Mannes nicht für bare Münze nehmen. Macht er Aussagen, die dich verunsichern, dann recherchiere. Ich hatte auch einst ein solches Prachtexemplar als Mann. Am Ende hat mir die Beistandschaft sehr geholfen. Der Kindesunterhalt wird jetzt von seinem Gehalt gepfändet. Besser so als Hartz4 ;)

        • Hallo!

          Danke für deine Antwort! Soll ich ihn dann auch bei der Geburt schon als Vater angeben?

          Lg

          • Wo willst du ihn denn angeben? Im Krankenhaus ist das nicht notwendig. Beim Elterngeld gibst du nur seinen Namen und Adresse an ohne dass es weitere Auswirkung hätte. Er wird auch vom Versorgungsamt nicht informiert. Wenn du halt Unterhalt benötigst, ist es dementsprechend notwendig ihn anzugeben. Aber wie gesagt, dafür ist dann die Beistandschaft zuständig. Dort gibst du seine Daten an und die kümmern sich um alles weitere. Wenn du komplett auf Unterhalt und staatliche Leistung (Unterhaltsvorschuss, Alg2) verzichtest, brauchst du ihn nicht angeben.

            Du darfst aber auch nicht außer Acht lassen, dass dein Kind selbst einen Anspruch gegenüber dem Vater hat. Du bist letzten Endes nur seine Vertreterin in rechtlichen Belangen. Gerade für die Zukunft wäre es besser, wenn du dich nochmal damit auseinander setzt. Auch wenn es nicht der Vater ist, welcher wünschenswert wäre, bleibt er doch ein Leben lang.

            LG

          • Hallo.

            Nein, nur wenn er bereits zum Zeitpunkt der Geburt die Vaterschaft anerkannt hat (die Beistandschaft des Jugendamtes kann ihn schon vor der Geburt dazu auffordern; das ist aber seinerseits freiwillig).

            Gibst Du ihn beim Standesamt als Vater an und er hat die Vaterschaft noch nicht anerkannt, kannst Du keine Geburtsurkunden bekommen, weil das Standesamt nur "Vater unbekannt " oder "Vaterschaft anerkannt/festgestellt oder ehelicher Vater kennt".

            Lass das Feld "Vater" einfach frei ... dann bekommst Du direkt die Geburtsurkunde und die diversen Geburtsbescheinigungen, die u.a. beim Elterngeld benötigst.

            Ist die Vaterschaft dann irgendwann anerkannt oder per Gericht festgestellt worden, wird der Vater automatisch beim Standesamt nachgetragen.

            Auch beim Elterngeld trägst Du ihn nicht ein. Da ist er erst einmal völlig irrelevant.

            Den Unterhalt fürs Kind kann eine Beistandschaft beim Jugendamt mache. Effektiver ist ein Anwalt (wenn es was zu holen gibt), den Du eh benötigst, um auch den Unterhalt für Dich einzutreiben.
            Auch in Sachen Vaterschaftsfeststellungsklage, wenn nötig, ist ein Anwalt schneller (das Jugendamt ist per se lahm). Ratsam ist, an die Vaterschaftsfeststellungsklage auch gleich die Unterhaltsklagen anzuhängen, dann ist das ist einem Abwasch gemacht. Das weiß ein guter Anwalt und wird Dich dahingehend beraten.

            Wenn Du noch Fragen hast, immer gerne.

            LG

            Danke ihr Beiden!

            War mir nicht sicher ob die mich bereits bei der Geburt nach dem Vater fragen.

            Dann lass ich das im Anschluss erst klären. Anwalt denke ich wird zu teuer werden, da werde ich dann eher alles übers Jugendamt laufen lassen. Werde auch die erste Zeit mit Eltergeld und Kindergeld über die Runden kommen, bzw kann ich dann ja auch Unterhaltsvorschuss beantragen bis es mit ihm alles geklärt ist?!

            Auf Kindesunterhalt von ihm verzichten werde ich auf garkeinen Fall, dass steht ja dem Kind zu und da muss er halt durch.
            Habe sogar schon drüber nachgedacht ob ich sogar Betreuungsunterhalt von ihm "verlangen" möchte... aber da komm ich mir dann schon echt mies vor.

            • Hallo.

              Ja, Du kannst Unterhaltsvorschuss beantragen, bis alles mit ihm geklärt ist. Sprich das am Besten gleich bei der Beistandschaft an; die haben das nötige Formular für die Unterhaltsvorschusskasse.

              Und wie gesagt, Betreuungsunterhalt würde über einen Anwalt laufen. Damit hat das Jugendamt nichts zu tun.

              LG

      Ich bin in einer ähnlichen situation wie du. Bin schon in der 34. ssw. Hab mich jetzt entschieden ihn erstmal nicht in die geburtsurkunde eintragen zu lassen. Aus dem einfachen grund, dass die geburtsurkunde dann erst ausgestellt wird wenn die vaterschaft anerkannt ist. Und da einen gemeinsamen termin zu finden stelle ich mir schwierig vor. Vorallem beim elterngeld hat man recht kurze einreichungsfristen. Danach werde ich versuchen einvernehmlich die vaterschaft anerkennen zu lassen. Wenn das nicht klappt übers Jugendamt. Auch ich werde nur für das kind unterhalt "verlangen".
      LG und dir alles Gute für die weitere Schwangerschaft!

      • Hallo!

        Danke für deine Antwort. Vielleicht schreibst du mir nach der Geburt mal wie alles gelaufen ist.

        Wünsche dir auch noch eine schöne Restschwangerschaft und alles Gute für die Zeit nach der Geburt!

    (10) 12.12.17 - 13:39

    Ich habe mit meinem Ex-Mann viiiel Ärger bezüglich Sorgerecht.

    Meine Kleine ist nicht von ihm, den Vater, mein Ex-Freund, hat mich verlassen direkt nach m SST, trotz Wunschkind,
    er will nix mit uns zu tun haben und ich habe ihn als KV nicht eintragen lassen, eben aus der Erfahrung mit dem Vater meiner 2 großen Jungs.

    • Hallo!

      Das tut mir total Leid, solche Sachen finde ich immer furchtbar.

      Würde auch so gerne drauf verzichten ihn als Vater eintragen zu lassen, da ich einfach nur maßlos enttäuscht von ihm bin und wirklich garnichts mehr mit ihm zu tun haben möchte. Zu dem macht mir das was an Ärger mit ihm auf mich zukommen wird auch Angst.

      Nur schaffe ich es ohne Kindesunterhalt nicht. Habe mir das schon alles mal durchgerechnet. Da ich diesen Sommer mehrere Monate krankgeschrieben war und auch im Krankengeld war (alles vor der Schwangerschaft) sinkt mein Elterngeld - dieser Zeitraum wird einfach mit 0 gerechnet.
      Also bleiben mir nur 822€ Elterngeld + 192€ Kindergeld (korrigiert mich bitte wenn die Zahl falsch ist).
      Meine Fixkosten (ohne Kind) liegen allerdings jetzt schon bei ca. 700€ im Monat. Und von grade mal 314€ mich und ein Kind ernähren ist wohl unmöglich. Und auf die 14 Monate Elternzeit in denen man als Alleinerziehende Elterngeld bekommt möchte ich wirklich nicht verzichten.

      Da mein Kind für den 1.6.18 ausgerechnet ist, hätte ich dann bis August 2019 Elterngeld und dort fängt dann auch grade das neue KiTa Jahr an, wo der/die Kleine dann in die KiTa gehen könnte und ich wieder arbeiten - zumindest Teilzeit, jenachdem wie lange die KiTa die Kinder täglich betreut.
      Soweit meine Überlegung. Das da eine harte Zeit als Alleinerziehende auf mich zukommt ist mir bewusst, aber ich stecke gerne für mein Kind zurück, damit es möglichst gut behütet aufwächst.

      • Ich stehe finanziell auch vor einer, ich nenne es mal Herausforderung.

        Aber dem Mistkerl traue ich alles zu und wenn er mich treffen will kann er es nur über meine Kinder. Das weiß er und das Risiko ist mir zu groß...

        • Dein Ex scheint eh ziemlich daneben zu sein... zuerst auf ne Schwangerschaft hin arbeiten und sich dann ausm Staub machen...
          Hatte bei meinem anfangs Ängste der könnte plötzlich vor der Tür stehen etc. Ist halt nen 105 kg Mann und nicht allzu feinfühlig. Ziehe aber nächsten Monat um, das nimmt mir die Sorge.

          • Oh man,
            überleg dir gut ob du ihn angibst.

            Mein Ex ist nun sogar in nem besser bezahlten Job, natürlich nicht offiziell...
            Er verdient offiziell unterm Selbstbehalt und dann noch nebenher in 3! Firmen von Kumpels.
            Alles schwarz.
            Hab es gemeldet beim Hauptzollamt, denen auch den Tipp gegeben das er Kundenkontakt hat, aber es passiert nix...

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