Auf Unterhalt verzichten? Seite: 2

                          • (26) 16.12.17 - 19:12

                            Nein. Sobald du Leistungen von Ämtern beziehen willst, musst du alle Unterhaltsansprüche vorher ausschöpfen. Kindesunterhalt für beide Kinder und Trennungsunterhalt bzw. Betreuungsunterhalt für dich.

                            Staat anzapfen und den Unterhaltspflichtigen schonen geht nicht.

                            Alternativ könnt ihr als WG weiter machen bis zum Ende der Ausbildung und dann eben ein Wechselmodell praktizieren.

                            LG

      (27) 15.12.17 - 23:43

      Mal ganz ab von dem Rest: Warum kannst Du verstehen, dass er dich verlassen hat? Das ist aber traurig, dass du das so siehst. #liebdrueck

      • (28) 16.12.17 - 07:36

        Traurig ist das sowieso alles.

        Ich kann das nicht kurz und knapp erklären. Ich bin keine schlechte Person und war ihm auch immer eine gute Ehefrau aber es hat einfach nicht gereicht.
        Manchmal trennen sich zwei Menschen, nicht, weil sie sich nicht mehr lieben sondern weil sie aufhören wollen sich zu verletzen
        Ich habe ihn immer wieder verletzt ohne es zu wollen - ist sehr schwer zu erklären
        Er hat mich natürlich auch verletzt aber ich habe einfach eine ganz andere Vergangenheit und kann anders mit Dingen umgehen.

        • (29) 16.12.17 - 20:10

          War denn eigentlich das 2. Kind geplant? Das hätte man doch erstmal verschieben können bis gewisse Dinge geklärt sind.

          Bekommst du UHV? In dem Fall wird er nachzahlen müssen sobald er eine Ausbildung/ Studium beendet hat. War bei meinem Bekannten auch so, er hatte dann einen Nj und Mindestunterhalt abgestottert.
          Aber staatliche Leistungen erhalten und auf Unterhalt verzichten - das geht nicht.

          Könnte er nicht einen Kredit beantragen?

          Viele Grüße

          • (30) 16.12.17 - 20:25

            Nein es war nicht geplant.

            Er hat ja bereits einen Kredit da sein Einkommen nicht reicht, er muss jetzt ja sein Bafög nachzahlen.
            Uhv bekomme ich noch nicht, kommt aber jetzt. Sie wollen von ihm jetzt die Nachzahlung da ich den Antrag vor Monaten gestellt habe, und monatlich das was sie mir zahlen.

            Wg - puh ich glaube das geht nicht. Zu viert in dieser engen Wohnung, es tut alles noch sehr weh und wir können gerade jetzt sehr gut reden.
            Hat dein bekannter dass dann während der Ausbildung noch abgestottert oder danach?

            • (31) 16.12.17 - 21:22

              Warum hast du dann UHV beantragt wenn du ihn schonen willst?

              Er hatte es während des Studiums gezahlt. Günstiges Wg Zimmer, Kredit, Nebenjob, das ginge dann schon . Sie haben ihm gesagt, dass auf jeden Fall Schulden auflaufen. Er hatte ja schon eine Ausbildung, wollte unbedingt das Studium beenden. Jetzt verdient er sehr gut und alles ist geregelt.

              • (32) 17.12.17 - 03:19

                Weil ich sonst kein Wohngeld bekommen hätte, so wurde mir das zumindest erklärt

                • (33) 17.12.17 - 09:36

                  Ja das ist so. Aber genau das funktioniert alles nicht. Du bekommst weder das Eine noch das Andere, wenn Du ihn nicht aufforderst, seinen Unterhaltspflichten nachzukommen.

                  Und es ist nicht unrealistisch, dass man ihn auffordern wird, sich in seinem Erstberuf einen Job zu suchen und für seine Kinder, seine angehende Exfrau und seine Mutter (in der Reihenfolge) zu sorgen. Und da wird auch keins der Ämter nachgeben. Entweder er gibt nach oder es wird unweigerlich auf eine gerichtliche Auseinandersetzung hinaus laufen.

                  LG

                  • (34) 17.12.17 - 10:08

                    Also meinst du dass er dann gerichtlich gezwungen wird, seinen Studium abzubrechen wenn er sagt, dass er nix zahlen kann? Das würde ihn emotional einfach brechen, er ist echt glücklich mit dem was er jetzt macht.
                    Oder wird ihm das eher als Schulden angerechnet?

                    Wie ist das denn eigentlich mit dem Umgang? Der vom JA meinte nämlich da der Vater so oft sein Kind hat, muss erst geprüft werden ob mir überhaupt der Unterhalt zusteht.
                    Ne 50/50 kriegen wir nicht hin da der kleine sonst in eine sehr lange Betreuung müsste aber sein Papa sieht ihn schon ziemlich oft.
                    Ändert das was am Unterhalt?
                    Sollte er jetzt einen Nebenjob machen, sieht er ihn ja nicht mehr.

                    Vielen Dank für deine ganzen Antworten

                    • (35) 17.12.17 - 10:30

                      Nein, das ändert am Unterhaltsanspruch bei der derzeitigen Rechtslage nichts. Wenn du 51% Betreuungsleistung hast, haben die Kinder bei dir Anspruch auf 100% Unterhalt. Davon kann man immer abweichen, wenn man es selbst finanzieren kann.

                      Vermutlich wird er dann erst mal verurteilt den Mindestunterhalt zu zahlen. Dann laufen Schulden auf in der Höhe des Unterhaltsvorschusses zzgl. der Differenz zum regulären Unterhalt. Das wären bei 2 Kindern unter 6 Jahren 502 Euro pro Monat.

                      LG

                      • (36) 17.12.17 - 10:41

                        Hallo,

                        die Differenz zum regulären MKU kann aber nur die TE einklagen, die UHV-Kasse kann nur bis zur Höhe ihrer Leistungen klagen - dies aber auch für die Zukunft

                        mal nebenbei - ist Dir (mir erst heute Morgen) aufgefallen, dass sich das UHV-Gesetz, außer bei der Verlängerung der Bezugsdauer, noch an einer anderen Stelle -wie ich finde entscheidend- geändert hat ?

                        LG

                        • (37) 17.12.17 - 13:00

                          Das ist richtig, die Schulden laufen auf, aber ob man sie einfordert oder der Verwirkung unterliegen lässt, muss man selbst entscheiden.

                          Grübelgrübel.... Nein, was meinst Du?

                          LG

                          • (38) 17.12.17 - 13:47

                            Hallo,

                            §6 UhVorschG, Absatz1, Satz2 - neu seit 18.08.2017

                            "Der Elternteil muss insbesondere darlegen, dass er seiner aufgrund der Minderjährigkeit des Berechtigten erhöhten Leistungsverpflichtung vollständig nachkommt."

                            somit hat also der Pflichtige darzulegen (in der Folge dann nachzuweisen / zu beweisen), dass er "alles" getan hat. Kann (oder tut) er das nicht, wird offenbar davon ausgegangen, dass er seinen Pflichten nicht nachgekommen ist und somit laufen dann zwangsläufig Schulden auf (von denen "man" sich dann wahrscheinlich auch nicht mehr über eine Inso befreien kann).
                            Es wird somit (meiner Meinung nach) sehr schwierig werden, sich auf mangelnde Leistungsfähigkeit zu berufen.

                            LG

                    (39) 17.12.17 - 10:50

                    Hallo,

                    nein, zum Abbruch des Studiums kann ihn das Familiengericht nicht zwingen, wie Kuestenqueen schon schrieb, es laufen Schulden auf, die dann beglichen werden müssen (ggf. neben dem weiter zu zahlenden Unterhalt).
                    Reduzierung ist nur bei 50/50 möglich, wobei ich meine (müsste nachschauen), dass in dem Fall auch nicht die Ansprüche gegeneinander aufgehoben werden, sondern -bei ungleichen Einkommen- die Differenz trotzdem zu zahlen ist.

                    LG

                    • (40) 17.12.17 - 11:24

                      Danke dass ihr euch so viel Zeit nimmt für die Antworten - bin mir nicht sicher ob ich das alles verstehe.
                      Und danke dass ihr mich nicht verurteilt

                      • (41) 17.12.17 - 13:03

                        Gerne. Und warum sollte man? Dass du den Vater nicht platt macheb willst und ihn als Vater deiner Kinder weiter schätzt, spricht für dich.
                        Und dass sein Trennungswunsch ihn in die Schulden führen wird, nicht deine Schuld. Er kann halt nicht alles haben.

                        LG

(42) 16.12.17 - 22:57

Hallo, es tut mir leid für Dich, dass Du neben Kind, und Schwangerschaft auch noch die Trennung verkraften musst, Zu den finanziellen Problemen rate ich Dir dringend, keine Verantwortung auf Dich zu nehemn, die Du 1. nicht übernehmen musst und 2. gar nicht übernehmen kannst.So wie Du die Lage schilderst, trägst Du schon jetzt den weitaus höheren Anteil.
Dein Mann kann an das Bafögamt einen Antrag auf Aussetzung der Rückzahlung stellen, was bei einem Einkommen vonn 800,00 € gar kein Problem ist. Der Unterhalt für die Mutter wird auch erst aktuell, wenn er mindestens das Drei- bis Vierfache davon verdient. Das sind z.Zt gar keine Ausgabenposten, die zwingend sind.
Wie deine Situation nach der Geburt des zweiten Kindes aussieht, kannst Du jetzt in keiner Weise einschätzen. Also lass alle Absichtserklärungen, die Dich( und die Kinder) unnatürlich stark benachteiligen. Im übrigen kannst Du gar nicht auf Leistungen des KV verzichten, die er leisten kann. Du kannst z. B. ganz schnell die UVZ verlieren und darauf würde ich es nicht ankommen lassen.
Alles Gute!
Lavala

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