Elterngeld und Zeit bei getrennt lebenden

    • (1) 01.01.18 - 13:49

      Im März kommt unser zweites Kind zur Welt uns mein Mann und ich sind getrennt.

      Er würde mich gern unterstützen und gern Elternzeit nehmen. Geht aber auch nur wenn er dabei etwas Elterngeld bekommt.
      Allerdings darf er das ja nicht da das Kind bei mir gemeldet wäre.
      Zudem bekommt er nicht genug Geld um davon zu leben, er ist Student und verdient 800 netto.
      Ne Möglichkeit wäre natürlich dass er hier einzieht und wir als wg zusammen leben aber ich denke dann zählt unserer Trennungs Jahr nicht? Ist vielleicht auch echt verwirrend für unseren großen wenn Papa hier wohnt.
      Urlaub nehmen könnte er zwar aber natürlich nicht lange. Er ist ja noch in Ausbildung.
      Gibt's da irgendwie Möglichkeiten?
      Kann auch schlecht das Baby bei ihm anmelden weil es erstens nicht stimmt und zweitens ich dann mein Wohngeld usw verliere.

      • Elternzeit kann er nicht nehmen, da er nicht mit euerm Baby in einem Haushalt lebt. Das ist richtig.

        Er soll sich einfach Urlaub nehmen so lange er kann, bekommt er wenigstens bezahlt.

        Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wozu man lange bzw überhaupt Hilfe bräuchte...

        • (3) 01.01.18 - 16:58

          "Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wozu man lange bzw überhaupt Hilfe bräuchte... "

          #augen

          Lebensnotwendig ist Unterstützung vom Kindsvater sicher nicht, aber wünschenswert - oder etwa nicht? Gerade weil schon ein gemeinsames Kind vorhanden ist, das alle Zuwendung der Welt gebrauchen kann, wenn das Geschwisterchen da ist.

        Ne stimmt, ich schwing mich nach der Geburt einfach mit Baby aufs Rad, erledige den Einkauf, bring den großen in die Kita usw ;-) sorry aber es gibt tatsächlich Frauen die sowas wie Geburtsverletzungen haben und die nach der Geburt einfach ne weile brauchen bis sich alles mit stillen, schlafen usw eingestellt hat.
        Wenn du es schaffst zwei Wickel Kinder die nicht ansatzweise durchschlafen bzw beide ein hohes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Nähe haben, zusammen mit einkaufen und dem Rest ohne Hilfe zu managen dann hab ich ehrlich gesagt großen Respekt. Ich weiß von mir dass ich da durchaus Hilfe brauche und der Vater sehr an den Kindern hängt.

          • Sorry aber die Antwort ist ziemlich unemotional.
            Soll ich ihn in Ketten legen und ihn zwingen zu mir zurück zu kommen?
            Er will nicht mehr - das hat er mir deutlich gemacht. Mehr als ihm anzubieten weiter ne Therapie zu machen konnte ich nicht tun.
            Jetzt versuche ich nach vorne zu gucken. Hab auch keine kraft mehr

        (12) 02.01.18 - 05:23

        Meine Jungs sind 13 Monate auseinander, der Grosse hatte keinen KiTa-Platz und mein Mann hat gerade mal 2 Wochen Urlaub nach der Geburt des Kleinen (das war noch zu Zeiten des Erziehungsgeldes - wir bekamen 6 Monate lang 300€ pro Monat, da musste einer voll arbeiten).
        Und klar geht das. Der Kindsvater kann doch nach Feierabend vorbeikommen, sich ein paar Stunden um den Grossen kümmern, den Einkauf mitbringen. Den nächtlichen Schlaf holst Du nach, wenn der Grosse in der KiTa ist. Ich sehe da jetzt wirklich nicht das Riesenproblem.

        Grüsse
        BiDi

        • (13) 02.01.18 - 09:14

          Ohne Unterstützung schaffe ich das nicht. Ich habe zum Glück meine Cousine die hilft. Und meine Mutter.
          Er kann den großen nicht in die Kita bringen da seine Arbeitszeiten das nicht zulassen. Er ist mit fahrt Zeit ca 10-12 Stunden weg. Und die Kita öffnet erst um 7:30 und wir haben einen fünf Stunden Platz. Länger finde ich eh nicht gut.
          Beim großen war es so dass er sich nicht ablegen ließ, ich konnte daher nur duschen wenn jemand ihn hilt, und geschlafen ging nur auf mir. Zwei Stunden durchgehendes schreien war abends Routine, trotz tragetuch uns pezzi Ball.
          Nachts teilweise auch.
          Ich weiß dass ich das nicht alleine schaffe. Deswegen versuche ich vorzubeugen um in keine Depression zu rutschen.

          • Hallo

            Die meisten Frauen sind nach der Geburt alleine zu Hause, dann mit 2 Kindern.
            Was ist so besonders daran?

            Er arbeitet an 5Tagen pro Woche inkl Fahrtzeit 10-12 h und verdiente anbei 800€? Das ist ja unter Mindestlohn???

            Ganz ehrlich. Die zweiten Kinder sind oft anders als die ersten. Das liegt einfach auch daran, dass sie von Anfang an auch mal warten müssen, weil man mit Nr. eins beschäftigt ist. Man kann beim zweiten Kind einfach nicht bei jeder Kleinigkeit sofort beispringen, wir man das beim ersten noch gemacht hat. Übertrag deine Erfahrungen nicht so pauschal. Da machst du dich doch nur selbst verrückt!
            Meine große Tochter war auch ein schreikind mit Gebrüll bis zu 10h täglich, wollte nur getragen werden usw. Die Kleine war total pflegeleicht. Da sie ein extremfrühchen mit allerlei Komplikationen war, war sie wochenlang noch im KKH. Da musste ich mich gefühlt auch zweiteilen und der Haushalt blieb etwas auf der Strecke. Mein Mann war, als sie dann heim kam auch gleich mal mehrere Wochen nicht da. Dennoch hat es alles geklappt. Du schaffst das schon.

      (17) 02.01.18 - 06:55

      Deshalb schrieb ich ja, wenn er euch unterstützen will soll er sich Urlaub nehmen.

      Eine andere Möglichkeit gibt es doch nicht, du hast ja deine Überlegungen geschrieben und selbst die Gründe dagegen aufgeführt.

(18) 01.01.18 - 17:10

Hallo,

ich finde es toll, dass sich der Vater deiner Kinder kümmern und auch Elternzeit nehmen möchte. #pro

Ich kenne mich nicht allzugut mit dem Thema Elternzeit und Elterngeld aus, müsste auch erstmal nachlesen. Wenn dein Ex keine Elternzeit nehmen / kein Elterngeld erhalten kann, weil er nicht mit euren Kindern in einem Haushalt lebt, würde ich tatsächlich in Erwägung ziehen als WG zusammenzuwohnen. Wenn das für dich in Ordnung ist, spricht doch nichts dagegen.

Das Trennungsjahr zählt trotzdem. Das ist nicht an getrennte Wohnungen gebunden. Getrennte Zimmer solltet ihr haben. Eine WG wäre also kein Problem. Das Trennungsjahr beginnt an dem Zeitpunkt, den beide Partein übereinstimmend angeben (wenn Einigkeit herrscht). Man kann den Zeitpunkt so sogar "vorverlegen".

Ob es für euren Großen verwirrend ist, liegt an euch. Es sollte von beiden Seiten klar sein, dass ihr keine Beziehung mehr führt.

Wie lang ist die Trennung denn her? Ist diesbezüglich alles klar? Einen freundschaftlichen Umgang pflegt ihr scheinbar, sonst würdest du nicht fragen. Das ist ein Gewinn für eure Kinder!

LG

  • (19) 01.01.18 - 19:49

    Die Wohnung ist mit dem Kinderzimmer natürlich nicht richtig als wg tauglich, er würde dann wahrscheinlich mit dem großen im Kinderzimmer schlafen.
    Die Trennung ist ist offiziell seit Anfang September, August haben wir uns getrennt. Im Juli bin ich schwanger geworden bzw wusste es.
    Naja der große ist nicht mal drei und versteht natürlich nichts von Beziehung. Er weiß dass sein Papa "bei sich Zuhause ist", dass dieser arbeitet und dass er ihn ganz doll lieb hat.
    Aber selbst als wg wird es schwer wenn er nicht genug Elterngeld bekommt.
    Ich weiß noch nicht ob ich das komplett kann, wenn er ab und zu auch in deine Wohnung könnte, wahrscheinlich aber komplett hier, ist vielleicht auch echte zu belastend für mich persönlich da ich noch nicht über ihn weg bin und die Trennung auch von ihm kam.
    Versuche natürlich hauptsächlich an die Kinder zu denken

    • (20) 02.01.18 - 10:25

      Wenn du über die Trennung noch nicht hinweg bist, würde ich es an deiner Stelle lassen. Dann ist das gemeinsame Leben mehr Belastung als Unterstützung.

      LG

(21) 02.01.18 - 06:59

Die TE bekommt staatliche Unterstützung. Da funktioniert das nicht mal eben so als WG.

(22) 02.01.18 - 12:17

Wenn beide Elternteile Elternzeit und Elterngeld wollen, sollte das Baby nicht entweder oder, sondern bei beiden angemeldet werden.
Ja, das geht. Hauptwohnsitz bei Mama, Nebenwohnsitz bei Papa.
Weil man sich quasi an seinem eigenen Wohnsitz (und dem des Kindes) um selbiges kümmert.
Das ist also gar kein Problem.

Was eher zum Problem werden könnte...Elterngeld entspricht etwa zwei Dritteln des vorherigen Einkommens. Der Kindsvater ist unterhaltspflichtig für dann zwei Kinder und die Mutter....reicht da das Geld in der Elternzeit überhaupt??

Der Staat stockt nämlich die Differenz nicht auf. Dass beide Elternteile gleichzeitig in Elternzeit gehen, muss man sich leisten können...egal ob als Paar oder getrennt...

  • (23) 03.01.18 - 18:00

    Ne leider nicht. Ich hab mich schon von dem Gedanken verabschiedet :-( aber vllt kann er ja Urlaub nehmen

    • (24) 04.01.18 - 09:56

      Ihr könntet euch ja abwechseln und jeweils der Elternteil der nicht in Elternzeit ist, geht arbeiten. Das Unterhaltsproblem wird bleiben, wenn trotzdem einer von euch staatliche Unterstützung beantragen will...denn es gibt ja wohl noch ein weiteres Kind...??
      (Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass du auf Unterhalt von ihm verzichten wolltest. Habt ihr denn diesbezüglich inzwischen eine Lösung gefunden?)

      Wir haben nie zusammen gewohnt und hatten das so. Erst ich Elternzeit, dann Papa, dann wieder ich, dann wieder Papa. Kind hat dafür nur den Nebenwohnsitz bei ihm gebraucht.
      Für uns war allerdings klar, dass wir keinerlei staatliche Leistungen beziehen, egal wer gerade "dran" war.

      • (25) 04.01.18 - 11:19

        Das ist natürlich auch ne Idee.
        Aber ein bisschen schwierig da ich in dem Job 12 Stunden Dienste habe und auch nachts arbeite. Das bedeutet dass es für das stillen etwas schwieriger wird. Zumal dann auch die Wohnung für den Vater mit beiden Kindern zu klein ist. Er hat ja nur ein Zimmer.
        Aber vllt finde ich da ne Lösung mir der AG.

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