Ab wann darf ein Vater das Kind allein haben?

    • (1) 01.01.18 - 22:08

      Hallo ihr Lieben!

      Ich habe mich von meinem Mann getrennt. Wir haben eine Tochter (4 Monate)!

      Nun ist es so, das ich ihm den Umgang mit seiner Tochter natürlich (im Interesse beider) nicht „verweigern“ möchte.
      Da er in der Vergangenheit ein Problem mit Alkohol hatte, aggressiv geworden ist und auch mal handgreiflich, habe ich es bisher vermieden mich mit ihm alleine in seiner oder meiner Wohnung zu treffen, da er unzurechnungsfähig ist und ich Angst habe wenn er wütend ist!
      Nun haben wir uns gestern auf dem Parkplatz vor seinem Haus getroffen, da er seine Tochter „unbedingt“ sehen wollte. Dabei hat er sie dann nur begrüßt und ging gleich verbal auf mich los. Ich wollte aus dem Auto steigen, da ich wollte das er wieder aussteigt und somit zog er mich wieder aggressiv zurück ins Auto.

      Mein Entschluss steht fest: ich möchte zum Schutz für mich und meine Tochter kein treffen mehr, wo ich nicht absolut sicher bin das er mich da nicht angreifen kann.
      Wie sind seine Rechte, darf er die kleine schon alleine haben?
      Sie wird voll nach bedarf gestillt und sie kennt ihn kaum, da sie ihn bisher in der Woche höchstens 1 mal gesehen hat.
      Einerseits möchte ich das meine Tochter mal einen guten Draht zu ihm haben wird, da sie einen Vater haben soll. Aber ich habe einfach riesige Angst um mein Kind, da dieser Mensch einfach psychisch krank ist (nicht bös gemeint!)

      Hatte jemand eine ähnliche Situation?
      Sorry das es so lang geworden ist :-)

      • (2) 02.01.18 - 03:16

        hallo

        deine situation klingt nicht schön und ich kann deine angst sehr gut verstehen
        da euer kind noch gestillt wird muss sie ja immer bei dir sein daher denke ich nicht das er jetzt schon das recht hat sie beispielsweise das ganze we zu haben er kann sie ja schlecht stillen

        viel weiter helfen kann ich dir leider nicht

        aber mein tipp an dich ist gehe zum jugendamt und schildere dennen deine situatin das zeigt dennen dann ja auch nur das du im interesse des kindes handeln möchtest und vielleicht gibt es dann die möglichkeit das jemand vom JA beim treffen dabei ist so das du keine angst haben musst und auch so können sie dir sicher viel weiter helfen

        ich wünsche dir alles gute und drück dir die daumen das alles gut wird

        glg saaabrina

        Hallo beck.iii, ich hoffe ich kann dir mit meiner Antwort helfen.
        Mein Ex-Partner war mir gegenüber auch aggressiv und handgreiflich. Wir haben uns getrennt als unsere Tochter 6 Monate alt war. Er hat sich auch mit mir treffen wollen, um die kleine angeblich zu sehen und mich dann verbal anzugreifen. Bei uns ging es auch so weit das ich eine einstweilige verfügung gegen ihn erwürgt habe. Er durfte sich mir und unserer Tochter "eigentlich" nicht nähern.

        Er ist dann aber zum Jugendamt gegangen und hatte vom Jugendamt die Auflage bekommen ein Anti- Aggressions Training zu absolvieren. Nach 4 Wochen Kurs hat er ein komischen Wisch bekommen das er den Kurs bestanden hat und durfte ab sofort (trotz noch laufender einstweiliger verfügung) die kleine jedes 2te Wochenende sehen.
        Da er sich mir nicht nähern durfte, hat er die kleine bei meinen Eltern abgeholt und mach 5 Std. wieder hingebracht. Muttermilch sollte ich vom Jugendamt abgepumpt mit geben #gruebel
        Je älter sie wurde, desto mehr durfte er sie sehen. Irgendwann wollte sie aber nicht mehr hin gehen und er verlor auch immer mehr das Interesse an ihr.

        Ich finde es gut das du den Kontakt zwischen Vater und Tochter pflegen möchtest, dass wollte ich auch.
        Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen, dass das Jugendamt nicht immer eine Hilfe ist! Das ihr am besten feste(!) Termine ausmacht und euch beide auch daran haltet und niemals alleine zu den Treffen gehen.
        Und ganz wichtig, überlege dir ob du deinem Kind einen aggressiven Vater antun möchtest! Die Kinder bekommen mehr mit als du denkst :-(
        wünsche euch trotzdem alles gute und viel Glück#winke#stern

        (4) 02.01.18 - 15:40

        Hallo,

        dem Jugendamt traue ich auch nicht unbedingt.
        An Deiner Stelle würde ich mich erstmal anwaltlich beraten lassen und vielleicht mit diesem zusammen dann Kontakt zum Jugendamt suchen.

        Alles Gute!
        H.

      • (5) 02.01.18 - 20:50

        Hallo!

        Tut mir leid was Du da durchmachen musst.

        Also ganz ehrlich, einem Alkoholkranken Menschen würde ich keinen Säugling allein anvertrauen, das Verhalten dieser Menschen ist unberechenbar. Stell Dir vor Dein Baby schreit nur(was es tun wird wenn die Mama nicht da ist) und er ist überfordert und schüttelt es (das passiert sogar Eltern die keine Suchtkrankheit haben).
        Ich würde mich nur an öffentlichen Plätzen in Begleitung einer dritten Person mit ihm treffen und auf keinerlei beleidigende Gespröche einlassen. Das Kind würde ich ihm erst nach nachweislich erfolgreicher Therapie (was Jahre dauert) überlassen, wenn das Kind das auch möchte.

        LG
        Sunny

        Hallo!

        Nimm Kontakt zum zuständigen Jugendamt auf. Es gibt die Möglichkeit des begleiteten Umgangs in den Räumlichkeiten des Jugendamtes. Hier kann man auch vereinbaren, dass du mit dem Kindsvater nicht aufeinander triffst.

        So lange du das Kind stillst, wird er es nur stundenweise sehen dürfen/können. Mit zunehmendem Alter des Kindes werden auch die Umgangskontakte länger.

        Eine meiner Vorschreiberinnen schrieb, dass sie ihm das Kind erst nach abgeschlossener Therapie überlassen würde. Das ist ziemlich fernab der Realität - zumindest kann man das als Mutter nicht eigenmächtig entscheiden. Hierfür Bedarf es einer familiengerichtlichen Entscheidung.

        Schöne Grüße

      • Hallo,

        hast du Beweise dafür, dass dein Ex-Partner Alkoholprobleme hat, dir gegenüber verbal ausfällig und handgreiflich geworden ist?? Weiter behauptest du, er wäre psychisch krank.
        Immerhin hast du ein Kind mit ihm gezeugt, dass erst vier Monate alt ist.

        Ich gebe dir das nur zu bedenken, da es vor einiger Zeit in der Familie meiner Cousine einen ähnlich gelagerten Fall gab. Die Kindsmutter hat beim JA auch ähnliches über den Kindsvater behauptet, um den Umgang mit dem Kleinkind hinauszuzögern.
        Pustekuchen! Der Sohn meiner Cousine hat eine ganz normale Umgangsregelung (jedes 2. WE) erwirkt bzw. wurde dies beim Familiengericht so festgelegt.
        Nur mal so zum Nachdenken...

        LG

        Nici

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