Unterhalt abändern lassen, wie vorgehen?

    • (1) 03.01.18 - 15:08

      Hallo,

      habe gerade auf meinem Konto gesehen, dass mein Exmann den Unterhalt verringert hat, nachdem ich ihn darauf ansprach ob er nicht auch mal etwas mithelfen möchte bei Schulfahrten etc. (Unterhalt zahlt er erst seit 3 Jahren, nach Klagen etc.)

      Ich hab einen Titel gegen ihn, der ist natürlich schon etwas her und ich bin am Überlegen ihn jetzt abändern zu lassen, da mein Sohn im August 12 wird, der Vater im Juni die Mutter seines 4jährigen Sohnes heiratet und somit sich ja einige Änderungen ergeben.
      Er zahlt die unterste Stufe, verdient aber als studierter Ingenieur 100% mehr als 1900€ netto (bei der Berechnung war er gerade arbeitslos).

      Bevor ich mich ins eigene Bein schiesse, wie ermittel ich den Unterhalt der meinen Sohn zusteht? Kann ich einfach zum Jugendamt gehen um das mal neuberechnen zu lassen oder muss ich über meine Anwältin gehen?

      Lg

      Hallo,

      was steht denn in dem Titel -genau- drin ?
      Falls es ein dynamischer Titel ist, wäre dieser in Bezug auf die neue Altersstufe vom Pflichtigen eigenverantwortlich anzupassen (Zahlbetrag zu erhöhen).

      Wenn er -eigenmächtig- den Zahlbetrag reduziert hat, stellt sich natürlich die Frage nach der Begründung (ich sehe zunächst mal keine)

      Eine Neuberechnung kann auch das Jugendamt vornehmen - dazu muss natürlich das Einkommen und weitere Pflichten bekannt sein.

      Du (oder Jugendamt oder Anwalt) könntest/solltest ihn schriftlich und nachweislich auffordern, sein aktuelles Einkommen (letzte 12 Monate, Sonderzahlungen, Steuererstattungen etc.) offen zu legen, danach kann dann neu berechnet werden.

      LG

      • Hallo,

        hab nachgeguckt es ist einer der sich je nach Alter und Einkommen ändert (welcher das auch immer ist).

        Die Begründung kann ich dir sagen, ich hab ihn mal darauf angesprochen ob er nicht mal mitzählen möchte wenn es um Klassenfahrten geht (wird ja immer teuerer je älter die Kids werden).

        Wie gesagt das letzte Mal dass er was offen gelegt hat war vor Gericht und nur mit Druck. Bin eben am Überlegen ob sich das jetzt schon lohnt der Stress oder ob ich warte bis das Kind 12 ist und mein Sohn in die höhere Stufe rutscht.

        Lg und danke

        • Hallo,

          es scheint sich um einen dynamischen Titel zu handeln, was geht aber nur aus dem -genauen- Text in dem Titel/Urteil hervor, falls ja, müsste er dann "automatisch" mehr bezahlen wenn das Kind 12 wird.

          Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung würde sicher einiges an Zeit vergehen - und eine Nachforderung (Unterhalt für die Vergangenheit) ist erst ab Aufforderung zur Auskunftserteilung möglich.

          Wenn Du eh Stress befürchtest gibt es m.M. nach keinen Grund abzuwarten, es sei denn, er würde durch das weitere Kind (nicht durch die Mutter) zum Mangelfall - ist denn das weitere Kind damals schon berücksichtigt worden ?

          Das mit der Reduzierung verstehe ich (noch) nicht - er zahlt jetzt den MKU (302,-- €) - also niedrigste Stufe ? - und vorher ?
          Entscheidend ist auch hier wieder der Titel und die genaue Formulierung, steht da so etwas wie "xxx% des Mindestunterhalts der jeweiligen Altersstufe" ?

          LG

          • Hallo,

            also im Wortlaut steht drin dass es sich nach Einkommen und der jeweiligen Altersstufe des Kindes abzüglich des hälftigen Kindergeldes richtet. Das 2. Kind wurde damals schon berücksichtigt (er hat es ja passend zur Klage anerkannt). Er zahlt jetzt noch weniger als die 302€, also weniger als die 1. Stufe. Wieso auch immer. Vorher war es so, dass er noch Nachzahlungen an mich leisten musste die gerichtlich verordnet wurden (hat sich ja versucht jahrelang zu drücken).

            Wie gesagt damals hatte er ja 1900€ netto, aber er war damals nicht mit dem Studium fertig usw. Die Gehaltsabrechnung wird er von sich aus nie vorlegen, war damals schon so.

            Lg

            • Hallo,

              das wäre aber eine "merkwürdige" Formulierung - in dem Fall müsste er ja selbstständig den jeweiligen KU ermitteln (und Dir zur Kontrolle die Abrechnungen vorlegen).
              Wen dem tatsächlich so ist, dann ist zu vermuten, dass Dir für die Vergangenheit noch einiges an Nachzahlungen zusteht.

              Was das Auskunftsverlangen betrifft - entscheidend ist nicht wer, sondern dass (!!!).

              Ob er auf Dein Schreiben oder auf ein Schreiben von JA oder RA nicht reagiert macht keinen Unterschied

              LG

      Die Tabellen haben sich seit dem 1.1 geändert. Die meisten Kids bekommen weniger.

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