Kein Thema

    • (1) 05.01.18 - 13:45

      Hallo!

      Ich weiß nicht recht, was ich als Überschrift schreiben. Ich erzähl Euch mal:

      Nach der Trennung bin ich aus dem Haus meines Ex-Mannes ausgezogen. Das ist mittlerweile 4 Jahre her. Bin seit 3 Jahren geschieden. Seitdem lebe ich wieder bei meinen Eltern bzw. sie haben ein 2-Familienhaus und ich bin in die obrige Wohnung mit meinen Kindern eingezogen. Ich arbeite Vollzeit und bis auf den normalen Wahnsinn manchmal mit den Kindern könnt es ganz gut laufen. Läuft es aber nicht.

      Es gibt immer wieder Reibereien mit meinen Eltern. Da ich Vollzeit arbeite, passen sie nachmittags auf meine Kinder auf, bis ich komme. Ist an und für sich toll, weil immer jemand da ist und ich keine Sorgen haben muss, wenn es mal später wird, was aber Gott sei Dank selten vorkommt.

      Aber: Es gibt in letzter Zeit immer mehr Ärger. So schrie mich meine Mutter in der Vergangenheit öfters an:

      "So eine Erziehung was Du hast, gibt es nirgends. Du bist doch nicht normal."

      Oder:

      "Lern mit Deinen Kindern!"

      Da muss ich sagen, ich lern so oft und viel wie es geht mit ihnen. Ein Kind hat ne Teilleistungsstörung und da ist eh mehr Üben als normal angesagt. Ich mach mein möglichstes.

      Einerseits mischen sie sich ständig ein, andererseits kommen aber mittendrin so Kommentare, wenn ich meine Eltern z. B. ne Kleinigkeit frage: "Das sind nicht meine Kinder, gehen mich nichts an."

      Mein Bruder arbeitet im Ausland. Er kommt jedes 2. Wochenende heim. Mittlerweile hab ich auch mit ihm Stress bzw. seine Aussagen tun mir sehr weh.

      Ich geh z. B. runter. Dann kommt er aus dem Zimmer raus und schreit rum: "Was willst schon wieder da? Geh hoch Du faules Ding."
      Und das in einem Ton. Das mir richtig Angst wird.

      Ach und als sich meine Mutter letztens mit jemanden unterhielt sagte sie über mich: "Naja, die .. ist halt alleinstehend."

      In letzter Zeit heule ich immer mehr und würd mir wünschen ich würd woanders mit meinen Kindern wohnen. Ich frag mich was ich falsch mache. Ich bin fleissig, arbeite Vollzeit und tue mein Möglichstes für und mit meine Kinder.

      Irgendwie sehen sie das nicht. Ich fühl mich klein und mein Selbstbewusstsein wird immer weniger.

      Was würdet Ihr tun?


      LG

      • PS.:

        Und wegen der Teilleistungsstörung geben sie mir die Schuld, weil es anscheinend aus den Augen meiner Eltern sowas nicht gibt. Es liege nur daran, weil ich mit dem Kind zu wenig lerne.

        Ausziehen und die Betreuung anderweitig organisieren.

        Naja... wer A sagt muss auch B sagen, so wie du lebst ist es praktisch, aber dann musst du es so akzeptieren wie es ist.

        Oder aber du ziehst aus und guckst nach anderer Betreuung....

        Du hast dich ja auch von deinem Mann getrennt, weil dir diese Beziehung wahrscheinlich nicht gut tat, vielleicht brauchst du wieder eine Trennung. Räumlich zumindest....

      • Hallo,

        vielleicht wird es deinen Eltern langsam zu viel, weil sie nur mit einem vorübergehenden Einzug von euch gerechnet haben. Ich kann mir das schon vorstellen, nach der Trennung wollten sie dir gern helfen und das Angebot war auch ernst gemeint. Aber so langsam könnte ihnen die Sache über den Kopf wachsen. Vielleicht wollen sie auch mal wieder allein sein, vielleicht stresst sie die Kinderbetreuung, vielleicht fühlen sie sich ausgenutzt. Zahlst du die in der Gegend übliche Miete oder eher einen Freundschaftspreis (darauf musst du nicht antworten, ist halt eine Überlegung). Kann alles sein, muss aber nicht, jedenfalls nicht in vollem Umfang.

        Der erwachsene Bruder müsste dann ja auch in der Wohnung der Eltern leben, wenn auch nicht jeden Tag. Da könnte es ebenfalls zu Spannungen kommen.

        Ich würde mir ganz dringend eine eigene Wohnung suchen. Als Vollzeit Arbeitende und mit Kindesunterhalt müsste das doch zu stemmen sein, idealerweise vielleicht in der Nähe deines Elternhauses. Ich glaube, in so einer geladenen Umgebung fühlt sich keiner so richtig wohl. Dann verbessert sich sicher auch euer Verhältnis wieder.

        Viele Grüße
        Heike

        • Ja ich zahle Miete. Aber das was hier üblich ist. Nicht weniger.


          Und Ja, sie wollten damals unbedingt, dass i bei ihnen einzieh.
          Ist ja auch kein Problem. Das Haus is sehr groß.
          Wieso sollte das nur vorübergehend sein. Die Kinder gehen ja auch hier in die Schule.

          • Natürlich könnte ich woanders ne Wohnung nehmen. Aber ich hab mich hier jetzt in den letzten Jahren komplett neu passend für die Wohnung Küche, Bad und andere Möbel gekauft. Die Kinder würden wieder ihre Freunde usw. verlieren. Schule wechseln.Das fiel mir damals schon sehr schwer und deshalb hatte ich die Trennung lange hinausgezögert.

      Da dir die Ratschläge hier offensichtlich nicht zusagen, solltest du Eltern und Bruder bitten auszuziehen...

      (10) 06.01.18 - 11:40

      Wenn du wirklich Vollzeit arbeitest , dann hast du nicht viel Zeit für die Kinder und es bleibt wahnsinnig viel an deinen Eltern hängen. Gerade wenn eins der Kinder mehr Unterstützung braucht... Du wirst das nicht regelmäßig leisten können, wenn du immer in der Arbeit bist und die Großeltern schaffen es auch nicht. Offensichtlich ist es ihnen etwas zu viel.

      Ich denke auch, sie haben sich das mit der Kinderbetreuung nicht bis in alle Ewigkeit so vorgestellt. Du solltest dir hier einfach eine andere Lösung suche. Vielleicht zwei, drei Tage Hort, den Vater ins Boot holen, deine Arbeitszeiten anpassen/reduzieren... irgendetwas ohne die gesamte Kinderbetreuung deine Eltern machen zu lassen.

      • (11) 06.01.18 - 12:25

        Ich hab schon mal vor längerer Zeit gesagt "Dann zieh ich halt aus und such mir jemand anderes für die Kinder."

        Dann kamen wieder so Kommentare: "Du spinnst doch. Du bist doch nicht ganz richtig im Kopf. Jemand fremdes für die Kinder. Du spinnst. Wir sind doch daheim. Was dann die Leut sagen würden usw."

        Ehrlich gesagt mich juckt nicht im geringsten was die Leut sagen. Aber meine Eltern halt schon.

        • Und zum Vollzeitjob: Ich habe keine festen Arbeitszeiten, sondern Gleitzeit. Von daher läuft es ganz gut. Ich bin spätestens um 15:30 Uhr daheim, wenn mal was ist, kann ich auch eher gehen. Dann arbeite ich halt abends wieder, wenn die Kinder im Bett sind.

          • Gott sei Dank ist der Große ganz pflegeleicht. Er ist schon wirklich selbstständig. Es geht halt um den Kleinen.

            • Mein anderer Bruder, der weiter wegwohnt, hat ein Kind. Das ist 1 1/2 Jahr. Seit nem 1/2 Jahr arbeitet seine Frau wieder 30 Std. 2 Tage in der Woche nehmen das Kind ihre Eltern. Die anderen 3 Tage ist das Kind bei ner Tagesmutter.

              Was meint Ihr wie meine Eltern geschimpft haben. Wie kann man das machen. Dann soll sie doch lieber daheim bleiben anstatt das Kind woanders hinzugeben usw.

          Aber wo ist denn dann das Problem? Damit bist du doch komplett in der Lage autark zu leben.

          Du musst dir überlegen, ob du lieber unter Druck und Konflikten leben willst oder die Komfortzone verlässt, eigenbestimmt leben willst und ggf. mal jemandem auf die Zehen treten musst.

          Ich fürchte, du musst dich noch mal neu abnabeln.

          LG

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