Umgangsrecht trotz Desinteresse am Kindar

    • (1) 30.03.18 - 23:11

      Hallo ihr Lieben,

      das ist das erste Mal, dass ich mich in einem Forum angemeldet habe, aber ich bin völligst verzweifelt und brauche dringend Hilfe. Das wird garantiert ein langer Text, also braucht ihr etwas Zeit für Lesen und Antworten. Vielleicht ist ja ein Experte unter euch, der mir rechtlich viel weiter helfen kann...

      Tja dann fange ich mal an...

      Ich war anderthalb Jahre mit dem Vater meiner fast 1-jährigen Tochter zusammen und wir hatten eine sehr streitreiche Beziehung und er hat versucht mich psychisch am meine Grenzen zu bringen, er hat’s nur nicht geschafft. Aber das spielt eigentlich keine Rolle.
      Im August 2016 setzte meine Periode aus und mein Ex schob schon total Panik und trichterte mir mehr oder weniger ein, dass er absolut kein Kind will und ich es ja abtreiben soll, wenn ich schwanger bin.
      Ein paar Tage später stand dann fest, dass ich definitiv schwanger bin und er sagte sofort, er trennt sich von mir, wenn ich nicht abtreibe. Wenn ich das Kind behalte will er mit dem Kind nichts zu tun haben, ich soll alleine klar kommen. Er hetzte mir seine Familie auf den Hals, seine Mutter hat mich angeschrien ich soll das Kind abtreiben ich würde sein ganzes Leben zerstören, sein Vater hat mich rausgeschmissen.
      Nachdem ich tagelang versucht habe ihn umzustimmen sind wir in einem riesen Endstreit und seinem eiskalten Satz in meiner 6. SSW „es hat nicht mal arme und Beine! Es hat ein fucking Herz, wow ein Muskel der schlägt.“ geendet. Ach und er wird die Vaterschaft erst anerkennen, wenn sie bestätigt wurde.
      Danach habe ich nichts mehr von ihm gehört. Ich habe bloß zwischendrin erfahren, dass er überall rumerzählt, er sei nicht der Vater und ich wäre die größte Bit**.
      Jedenfalls habe ich ihn dann noch im Krankenhaus nach der Geburt im April angeschrieben, dass seine Tochter nun auf der Welt ist und ob er die Vaterschaft freilwillig anerkennt. Er sagte sofort Nein.
      Also habe ich mich an die Beistandschaft vom Jugendamt gewendet. Die haben ihm einen Brief geschickt, er solle sich bitte dazu äußern und darauf hat er nicht reagiert. Auf den zweiten Brief der Beistandschaft habe ich dann einen Brief von seinem Anwalt erhalten, er will einen Vaterschaftstest. Also haben wir den gemacht und Ende Juni kam dann das überraschende Ergebnis, dass er der Vater ist.
      Dann habe ich wieder 4 Wochen nichts von ihm gehört, bis er ankam, er will seine Tochter nun kennenlernen. Da ich noch zu Hause gewohnt habe, weil wir auf die Schnelle keine Wohnung gefunden haben, habe ich mit meinen Eltern abgesprochen, wann sie aus der Wohnung gehen, damit er seine Tochter kennenlernen kann.
      Ich habe ihm dann einen Tag vorgeschlagen, aber da der Herr noch studiert hat er kaum Zeit und es gab eine Diskussion - wie immer.
      Wir haben dann aber doch einen Tag gefunden und er kam dann bei uns an und hat Alina erst mal gar nicht beachtet. Er hat ihr einen kleinen billigen Eimer mit Förmchen und einen Stoffhasen mitgebracht und einfach auf den Tisch gestellt.
      Naja ich habe mich mit Alina unter ihrem Spielebogen beschäftigt und er hat auf dem Sessel gesessen und die erste halbe Stunde gar nichts gemacht. Er kam dann irgendwann auf den Boden und hat nur da gesessen und wieder nichts gemacht. Sie angeschaut als wäre sie das Kind einer Bekannten, wenn er sie mal angeschaut hat. Nach insgesamt einer Stunde und paar Minuten hat er dann gesagt er müsse gehen und ist gegangen. Ich habe ihm dann gesagt dass ich mich bei ihm melde, wenn meine Wohnung fertig renoviert ist und damit war er einverstanden und wollte Alina auch vorher nicht sehen bzw hat mich nicht danach gefragt.
      Das habe ich auch getan (das war ca 3 Wochen später) und habe ihm angeboten direkt vorbei zu kommen. Aber er hatte angeblich erst eine Woche später Zeit und hat mir Tag und Uhrzeit vorgegeben (ohne Rücksicht auf Alinas Schlafzeiten oder Gewohnheiten). Ich habe eingewilligt und er kam besagten Tag für eine Stunde und hat wieder nichts mit Alina gemacht sondern nur da gesessen während ich mich mit ihr beschäftigt habe.
      Wir haben dann ausgemacht, dass er jeden Freitag für eine Stunde spät nachmittags kommen kann, aber auch da gab es erst wieder Diskussionen, weil er keine festen Zeiten wollte sondern er wollte kommen, wann er Zeit hat.
      Tja was soll ich sagen, er hat seine Besuchstermine wahrgenommen. Das war es aber auch. Er hat nicht mit ihr gespielt, sie nie auf dem Arm genommen, ständig auf die Uhr geguckt und ist nie etwas früher gekommen oder länger geblieben.
      Wir hatten auch schon ein Gespräch beim Jugendamt, bei dem ich meine Wünsche ihm gegenüber geäußert habe, aber er hat keinen einzigen davon umgesetzt. Er hat Alina nie etwas gekauft, nicht mal dann wenn ich ihn gebeten habe. Da kamen so Sätze wie: er braucht sein Geld für wichtigeres wie zum Beispiel sein Auto oder seine zukünftige Wohnungseinrichtung (er wohnt noch bei seinem Vater und das wird auch noch Minimum 1,5 Jahre so bleiben). Er hat sich nicht an ihrem Leben beteiligt, außerhalb der Besuchszeit nie nach ihr gefragt, wie es ihr geht und und und.
      Ich habe sogar seine Eltern, die ja auch absolut nix mit dem Kind zu tun haben wollten, eingeladen Alina kennenzulernen. Aber der Vater hat nur meine Wohnung inspiziert, sich auf die Couch gesetzt und nach 45 min gesagt er müsse jetzt gehen er muss noch einkaufen und die Mutter war zwar anderthalb Stunden da und hat sich ein wenig mit Alina beschäftigt aber naja, seitdem hab ich auch von ihr nichts mehr gehört.
      Jedenfalls habe ich dann meinen Ex um ein Gespräch gebeten, weil mir klar wurde, dass es ihm nicht um Alina geht sondern nur darum, mir das Leben zur Hölle zu machen.
      Ich hab ihn gefragt, warum er Umgang mit Alina möchte, wenn er eh nichts mit ihr macht usw und er schrie mich nur an und hat auch unter anderem zugegeben, dass sie nicht an erster Stelle steht.
      Ich habe dieses Gespräch dann abgebrochen, weil es eh wie immer nur ausahtet. Ende Dezember hatten wir dann ein weiteres Gespräch, bei dem er auch sagte, dass er sein Kind nicht liebt und dass sie auch keine Geschenke mehr bekommt(weil ich ihm sachlich aber direkt meine Meinung gesagt habe). Er hat wieder nur rumgeschrien. Er könne nur in soweit Vater sein wie es seine Psyche erlaubt. Als er gegangen ist, hat er sich nicht mal von seiner Tochter verabschiedet (sie war mit meinen Eltern solange in ihrem Zimmer) mir aber noch ins Gesicht geschrien, er wird das geteilte Sorgerecht beantragen. Achja und zu Weihnachten hat sie auch kein Geschenk bekommen. Das Wochenende davor war er allerdings noch mit seiner neuen Freundin, die manisch-depressiv ist, im Urlaub.
      Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Er ist einfach nicht mehr gekommen und hat sich auch nie abgemeldet oder so.
      Ich hatte mich dann Anfang Januar noch mal ans Jugendamt gewendet und wurde aber abgewimmelt.
      Vor ein paar Tagen habe ich dann einen Anruf vom Jugendamt erhalten, dass er Umgang möchte. Seit Dezember hat er sich kein einziges Mal nach ihr erkundigt, noch nicht mal Bilder von ihr angeschaut.
      Ende April wird es einen weiteren Termin beim Jugendamt für ein gemeinsames Gespräch geben. Ich habe diesem zugestimmt habe aber absolut keine Ahnung was ich noch machen soll.

      Ich war immer kooperativ, ich habe immer alles gemacht und versucht, dass er eine Bindung aufbaut, aber er saß immer nur da und hat alle 10 min auf seine Uhr geschaut, hat all diese Dinge gesagt über sie usw.
      Ich kenne diesen Menschen, ich weiß, dass er meine Tochter benutzt, um sich zu rächen, weil er nach dem Studium Unterhalt zahlen muss und das Kind ja Patu nicht wollte.
      Anwälte helfen mir nicht, Jugendamt hilft mir auch nicht wirklich, ich weiß nicht mehr weiter.
      Es kann doch nicht sein, dass es immer erst zu Gewalt kommen muss, bis einem wirklich geholfen wird.
      Er instrumentalisiert seine Tochter und benutzt sie für seine Rachefeldzüge, das ist doch kein Kindeswohl.
      Sie trägt doch auf Dauer einen seelischen Schäden davon, wenn sie merkt, dass ihr eigener Vater sie hasst...
      Das gemeinsame Sorgerecht will er sowieso nur, um mir überall reinzureden und Steine in den Weg zu legen.

      Desweiteren: ich bin keine Psychologin, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Viele Punkte sprechen dafür und ich könnte viele Beispiele nennen, die das auch unterstützen.

      Hat jemand einen guten Rat, wie ich weiter vorgehen kann, um meine Tochter zu beschützen?
      Sie wächst hier mit so viel Liebe auf und meine gesamte Familie gibt ihr alles und sie wird behütet und geliebt.

      Vielleicht kann mir jemand helfen...
      Und vielen Dank an alle die diesen Text komplett gelesen haben.

      • Hallo,

        zunächst fällt auf, dass du zum Teil versuchst etwas negativ darzustellen, was auf den ersten Blick nicht verständlich ist.

        Er wollte eine Abtreibung? Ist das bei den Umständen unverständlich? Wenn du eine gewollt hättest und er nicht was dann?

        Er bringt einen Eimer und den Stoffhasen mit. Du machst das schlecht.Warum? Weil es billig war? Wie teuer hätte es sein müssen?

        Du willst keinen Umgang, und fragst, ob erst Gewalt passieren muss? Ich vermisse die Vorgeschichte, von Gewalt gegenüber Kindern. Warum hast du diese Angst? Weil Narzissten -wenn deine Laiendiagnose stimmt - so handeln?

        Er nimmt alle Besuchstermine wahr ( eigentlich doch positiv oder) aber nicht so wie du das wolltest. Sollte er sich nicht da reinfinden dürfen?

        Sollte es nicht normal sein, dass ein Vater Umgang zu seinem Kind bekommt, wenn er dies wünscht? Und nur bei feststehenden Tatsachen die eine Kindeswohlgefährdung sehr wahrscheinlich machen davon absehen?

        Du solltest jetzt also konkret nennen was Du befürchtet was er Eurem Kind bei dem Umgang antun wird, was eben einen Umgangsausschluss begründet.Und dies mit Tatsachen untermauern, die diese Befürchtungen realistisch machen und somit von imaginären abgrenzt.

        Ich vermisse jedenfalls bis jetzt was nachvollziehbar (!) einen totalen Umgangsausschluss eines Elternteils zu seinem Kind begründet.

        LG

        • Hallo,

          vielen Dank für deine Meinung.

          Du hast recht, ich versuche das negative darzustellen, weil ich nichts positives finden kann.

          Eine Abtreibung zu wollen ist eine Sache. Mich mehr oder weniger zu einer Abtreibung zu nötigen (ich habe mich bezüglich dessen ebenfalls anwaltlich beraten lassen) eine andere. Mir die gesamte Familie seinerseits auf den Hals zu hetzen, die mich alle so fertig machen, dass ich durch Stress mein Kind fast verliere im 3. Monat eine weitere.
          Waere es umgekehrt gewesen (ich abtreiben und er behalten) haette ich erstmal mit ihm geredet und wer weiß vielleicht haette ich mich dann umentschieden. Aber zu sagen dass er von dem Kind nie etwas wissen will etc und mir noch zu sagen dass er mir so lange wie möglich alles entgegen werfen wird damit ich keinen Cent Geld von ihm sehe... nun ja. Ich habe übrigens auch für alles Beweise.

          Mit dem billig meinte ich nicht den materiellen Wert sondern dass man ihn erst noch dazu auffordern musste überhaupt etwas mitzubringen. Haette ich vielleicht erwähnen sollen tut mir leid. Wobei ich diesen Aspekt eher einen weniger wichtigen finde im Gegensatz zu den anderen.

          Ich wollte Umgang, ich habe alles getan, damit es irgendwie funktioniert und er eine Bindung zu seinem Kind aufbauen kann, aber er hat sich um nichts bemüht und alles boykottiert und jeden Vorschlag irgendwie abgelehnt, vor unserer Tochter rumgeschrien etc etc etc.

          Er nimmt seine besuchstermine wahr, richtig. Aber dann nur da zu sitzen und die Zeit verstreichen zu lassen, das Kind nicht mal mit dem arsch anzugucken auf deutsch gesagt ist kein Umgang. Und nicht zu vergessen dass er gesagt hat er liebt das Kind eh nicht und wie steht auch nicht an erster Stelle usw. Sich auch sonst nie nach dem Kind zu erkundigen etc.
          Und dann fast 4 Monate einfach gar nicht zu kommen? Dafür gibt es einfach keine Rechtfertigung.

          Die Sache mit der narzisstischen Persönlichkeitsst

          • Persönlichkeitsstörung.. ja ich bin natürlich kein Psychologe. Daher habe ich das weder positiv noch negativ bewertet. Entschuldige falls das so rüber kam.
            Ich wollte lediglich wissen, ob dies vielleicht eine Beeinträchtigung darstellen koennte im Bezug auf die Fähigkeit einen vernünftigen Umgang mit dem Kind zu führen.

            Sich da erst mal reinfinden? Klar, das hab ich nachvollziehen koennen, daher habe ich ihm alle Möglichkeiten gelassen. Aber er hat sie mit Füßen getreten und nur Desinteresse gezeigt.

            Ich will ja gar nicht dass er auf Lebenszeit keinen Umgang mit ihr hat. Ich fände es einfach nur besser, wenn er erst mal mit seinem eigenen Leben klar kommt bevor er sein Kind nicht gut behandelt und sie am Ende seelische Schäden davonträgt, weil sie merkt, dass ihr eigener Vater sie nicht will und nicht liebt, was ja nun mal Tatsache ist.

      Hallo,
      mir stellen sich hier einige Fragen.
      1. Warum soll alles negativ sein, was der Vater macht?
      2. Wieso kommt eine Mutter auf die Idee sich vor den Vater hinzusetzen und mit dem Kind zu spielen...und das immer und immer wieder? Stillst du noch? Wenn nein, wie wäre es mit betreuten Umgang? Ich will dir das mal von "seiner Seite" schildern, wie die Termine vielleicht abgelaufen sein könnten: Er war jedesmal da, ist die komplette Zeit dageblieben und du hast ihm gar keine Sekunde Zeit gegeben auch mal eine Bindung zum Kind aufzubauen. Immer warst du um das Kind.
      Warum glaubst du, dass er sich rächen will? Vielleicht will er wirklich einfach nur sein Kind kennen lernen. Dass er so lange diese Art von Umgang mitgemacht hat, spricht eher für, denn gegen ihn.
      Narzisstische Züge kann ich hier nicht erkennen, aber ich kenne ihn nicht.
      Und bezüglich deiner Wünsche....nun du darfst sie haben, es sind aber WÜNSCHE. Er muss sie nicht erfüllen. Unterhalt muss er erfüllen.

      • Hallo,

        Vielen Dank für deine Antwort.

        Auf deine erste frage kann ich dir nur antworten, dass ich nun mal einfach nichts positives erkennen kann.

        Zweite frage: Ich bin nicht auf die Idee gekommen mich vor ihn hinzusetzen, ich habe ihm mehrmals angeboten sie zu nehmen oder mal spazieren zu gehen aber er hat alles nur abgelehnt. Also hab ich mich einfach mit ihm und ihr ins Zimmer gesetzt etwas weiter weg aber er hat nichts gemacht. Und als sie sich gelangweilt hat kam sie natürlich zu mir denn sie weint wenn ich den Raum verlasse und sie mit einem fremden alleine lasse, denn das ist er nun mal für sie. Und da er sie nicht beruhigt oder auf den Arm nehmen will empfand ich das nicht gerade als kindeswohl...
        Außerdem hat er einen Mund den er aufmachen kann, so wie ich ihm gesagt habe, dass ich sein Verhalten nicht okay finde.
        Nein ich stille nicht mehr und einen betreuten Umgang habe ich ihm auch vorgeschlagen, den hat er aber abgelehnt. Das sei eine Sache zwischen ihm und mir und er wolle niemand anderen dabei haben.

        Liebe Grüße

        • Positives:
          - er bringt ein Geschenk zur Geburt
          - er kommt regelmäßig und pünktlich zum vereinbarten Umgang

          Und was den Umgang angeht. Nun, er hat ein Umgangsrecht...eigentlich hat das primär seine Tochter..., aber das heißt noch lange nicht, dass er dazu in deiner Wohnung sitzen muss. Du solltest also mal etwas deine Interessen vertreten. Aber irgendwie stehen die ja dem entgegen, was du für deine Tochter willst. Verständlicherweise ist das also etwas schwierig für dich. Ich sehe hier aber kein Problem bei ihm, sondern eher den Fehler bei dir. Was genau willst du? Willst du, wie du schreibst, dass er auch mal die Kleine nimmt und mit ihr die Wohnung verlässt? Dann lass es auch zu! Lass die Beiden Alleine und bleibe nicht im Raum. Soll er zusehen, wie er mit seiner Tochter zurechtkommt. Vielleicht braucht er genau diese Chance. Und dich als vermittelnde Person will er definitiv nicht. Versuche es da mal mit betreutem Umgang...wenn du es ernsthaft willst. Denn wenn du es ernsthaft willst, verbietest du ihm eben auch das bequeme Sofa deiner Wohnung. Betreuter Umgang würde ja genau dokumentieren, wie der Vater mit seiner Tochter umgeht. Oder willst du, wie du ebenfalls schreibst, dass der Vater gar keinen Umgang mehr bekommt wegen Kindeswohlgefährdung. Wobei er das noch gar nicht getan hat und sich wirklich vorbildlich verhalten hat. Vielmehr ist sogar wahrscheinlich, dass er das Sorgerecht erhält. Warum auch nicht? Du bist hier so Contra eingestellt, er versucht ja alles richtig zu machen.
          Es ist keineswegs Kindeswohlgefährdung, wenn ein Kind mal 1 Minute weint. Wenn man einem Kind Alkohol zu trinken gäbe wäre das Kindeswohlgefährdung. Der Vater hat schlichtweg gar nichts gemacht, was irgendwie auf einen schlechten Vater hinweist. Die Sache mit der Abtreibung war vor der Geburt und zählt nicht. Weißt du wieviele Mütter ihre Kinder abtreiben wollten und es dann doch nicht konnten? Sollen denen alle die Kinder weggenommen werden?
          Der Vater hat keine weiteren Pflichten. Allen Pflichten kommt er nach. Er muss keine Geschenke machen. Er darf sich von seinem Geld durchaus auch ein Auto kaufen. Es gibt keine Pflicht der Eltern, dass sie ihren Kindern Weihnachtsgeschenke, Ostergeschenke, Geburtstagsgeschenke,... kaufen müssen.

      Achja zum Unterhalt:
      Ich bekomme Unterhaltsvorschuss, da er noch studiert und „nur“ 1000€ netto erhält. Da er noch zu Hause wohnt und nichts abgeben muss sollte er eigentlich etwas für sie übrig haben, aber er hat ihr ja nicht mal ein Geschenk zu Weihnachten gekauft (Wien gesagt er war vorher im Urlaub) und es wird auch keins zum Geburtstag geben, das hat er schon deutlich gemacht.

Du meintest ja, Du fühlst Dich vom Jugendamt nicht richtig ernst genommen? Vielleicht hilft euch begleiteter Umgang durch den Kinderschutzbund eher weiter, als das Jugendamt. Man kann euch ebenso begleitete Elterngespräche anbieten und aus Sicht des Kindes schauen, was sinnvoll und was überzogen an Erwartungshaltung ist.

Beispielsweise finde ich es überzogen, von ihm dauernd Geschenke zu erwarten. Viel wichtiger für das Kind wäre doch ein voll anwesender und liebevoller Vater. Umgekehrt muss man aber ihm sagen, dass bloßes Herumsitzen weit von "anwesend und liebevoll" entfernt ist. Das wäre etwas, was er lernen müsste.

Allerdings kann ich keine Instrumentalisierung oder Rachefeldzüge erkennen. Was tut er Dir denn genau? Er ignoriert Dich doch.

  • Hallo,

    Danke auch dir für deine Antwort.

    Also das muss ein Missverständnis sein, ich erwarte nicht dauernd Geschenke von ihm.
    Nur tut er ja weder aus materieller Sicht noch auf der Gefühlsebene etwas für sein Kind.
    Ich meine er hat gesagt, dass er sein Kind nicht liebt und er müsse ja auch schließlich Unterhalt zahlen also darf er sein Kind auch sehen.
    Natürlich darf er das und ich habe es ihm nie verboten, nur stelle ich mir unter Umgang einfach mehr vor als nur da rumzusitzen und zu warten bis die Stunde verstreicht, wie du mir ja auch zugestimmt hast.
    Wie gesagt, ich habe ihn mehrmals machen lassen und auch gefragt ob er sie mal wickeln will etc (ich muss ja jetzt nicht alles aufzählen) aber er hat immer alles verneint, deshalb verstehe ich ja nicht was er mit dem Umgangsrecht möchte.
    Er sagt ja selbst ständig er habe keine Zeit für sie und dass er psychisch dazu nicht richtig in der Lage ist Vater zu sein.
    Es zwingt ihn ja keine dazu, Vater zu sein. Ich habe ihm auch gesagt, wenn er nicht bereit dazu ist dann soll er sich einfach melden, wenn er mit seinem Leben klar kommt, ich würde ihm sein Kind nie vorenthalten.
    Aber sein jetziges Verhalten wird sie doch auf Dauer nur enttäuschen. Kinder merken doch auch wenn man sie nicht liebt.

    Nein ignorieren tut er mich nicht, er versucht eher ständig mit mir so zu reden als wäre nie etwas gewesen und das habe ich genau so versucht aber bei jeder kleinsten Meinungsverschiedenheit beleidigt er mich und wird laut und ich weiß dass das nix mit unserer Tochter zu tun hat aber er tut es auch oft vor ihr. Es besteht einfach nicht mal ein Mindestmaß an Kommunikation und es muss immer alles nach seiner Nase gehen. Er achtet nicht auf Ihre Bedürfnisse wie zb ihre Schlafenszeiten etc sondern ist der Meinung (gewesen, weil er durch Anwalt eines besseren belehrt wurde), dass wir uns nach ihm und seinem Studium zu richten haben und er ja auch Zeit für seine neue Freundin braucht etc pp.

    Rachefeldzüge in dem Sinne, weil er weiß, mit was er mich verletzten kann.
    Wisst ihr er sagt mir ins Gesicht er liebt seine Tochter nicht und sie wird niemals an erster Stelle stehen, macht nichts für sie und kümmert sich auch in keinster Weise, vom Interesse nach ihrer Entwicklung etc mal ganz zu schweigen, taucht einfach 4 Monate nicht auf ohne jeglichen Grund und pocht dann wieder auf sein Umgangsrecht welches ich ihm nie untersagt habe.

    Ganz ehrlich ich verstehe dass es schlimmere Fälle gibt als meinen wo Kinder geschlagen werden etc. Aber wenn sie auf Dauer merkt ihr eigener Vater will sie nicht und liebt sie nicht dann schadet ihr das auch seelisch enorm... davor möchte ich sie natürlich bewahren, was glaube ich verständlich ist.

    • (11) 31.03.18 - 17:20

      Ich glaube, dass Umgang, solange du dabei bist, nichts bringt. Er ist sicher noch auf Abstand und wirkt wenig motiviert. Aber ich glaube, in einer verfahrenen Situation wie eurer wird er auch eurer Tochter gegenüber nicht offener oder gar liebevoll reagieren, wenn du daneben sitzt und seine Reaktionen begutachtest und bewertest. Das macht die Sache doch verkrampft.

      Wieso setzt du dich überhaupt dazu? Geh ins Schlafzimmer ein Buch lesen, putze das Bad oder koche etwas für abends vor, aber lass die beiden doch mal ihr Ding machen. Du bist doch zur Not da, aber als normalbegabter Erwachsener wird er doch mal eine Stunde unbeobachtet mit ihr schaffen, ohne Schaden anzurichten. Und ich würde dann auf nicht beim ersten Heulen sofort eingreifen. Er muss ja lernen, solche Situationen zu lösen. Wenn er das dort nicht schafft, wird er wohl kaum unbegleiteten Umgang einklagen.

      Er muss auch erst mal das Kind beschnuppern. Und das ohne dass du im Hintergrund sitzt und aufpasst wie ein Schießhund.

      Das Thema Geschenke würde ich komplett knicken. Sie ist viel zu klein, als dass sowas FÜR SIE wichtig ist.

      LG

      • Naja zu meiner Tochter muss man dazu noch sagen, dass sie sehr aufgeweckt ist und das ist noch dermaßen untertrieben, das kann man gar nicht beschreiben.
        Er ist ein sehr unachtsamer Mensch und weiß natürlich auch nicht wann was gefährlich wird womit wir wieder beim Thema Angst sind, die man Verständlicherweise für sein Kind hat. Und wenn er sie sowieso nicht liebt etc pp (steht ja alles schon geschrieben) wieso sollte er dort übervorsichtig sein.
        Ich stehe ja nicht neben ihm und zeige mit dem Finger auf ihn und mache Du Du... aber ich bin halt im gleichen Raum für den Notfall gewesen.

        Trotzdem... er ist fast 4 Monate einfach nicht gekommen ohne jeglichen Grund...

(13) 31.03.18 - 17:37

Hallo ich würde mich an deiner Stelle vom Kinderschutzbund mal beraten lassen.

Aber was mich wundert ist die vorherrschende Meinung hier....Ihr würdet ernsthaft jemanden, der von sich selbst sagt, dass er psychisch nicht dazu in der Lage ist, eine Einjährige in die Hand drücken nach dem Motto "das lernt er schon irgendwie"?! Das ist doch keine Babyborn mit der man üben kann! Sicherlich gibt es genug Exen, die den Vätern eins auswischen wollen über die Kinder nach einer Trennung, aber deswegen kann man doch nicht jeden Vater automatisch einen Heiligenschein aufsetzen! Er sagt doch selber, dass ihn das Kind egal ist und das fände ich schon bedenklich, besonders da er sich bei Umgang auch so verhält.

  • Hallo,

    vielen Dank für deinen Beitrag.
    Ich dachte wirklich schon, dass ich völlig überreagiere und ich der Fehler bin in der ganzen Situation, aber es ist schön, dass du meiner Meinung bist.
    Ich habe einfach total Angst um mein Kind, ich denke das hat jede Mutter...
    Das mit dem Kinderschutzbund werde ich mal tun bisher habe ich davon noch nicht gehört.
    Wenn meine Maus heute Abend schläft werde ich mich direkt mal ans Internet setzen, vielen Dank für die Info.

    Liebe Grüße

Hallo,

ich kann in deinem Text nicht einen einzigen Grund entdecken, der dagegen spricht dass er ein guter Vater sein kann oder der einem Umgang oder einem Sorgerecht entgegensteht. Ausser du.

Du hast bestimmte Erwartungen, die er nicht erfüllt, oder nicht erfüllen kann. Geschenke oder nicht sind da schonmal völlig irrelevant. Alleine dass du das erwartest finde ich schon seltsam. Deine Vorschläge sie zu wickeln oder spazieren zu gehen sind nicht hilfreich. Wickeln ist nicht unbedingt jedermanns Sache und vor allem kann man da ganz viel falsch machen, oder zumindest hat man das Gefühl dass man ganz viel falsch machen kann. Und spazieren gehn? Was ist wenn sie weint, er weiß doch bisher gar nicht wie/ob er sie beruhigt kriegt? Und wie soll er sie lieben, wenn er noch keine Beziehung zu ihr aufgebaut hat? Und was er sagt (sie wird nie an erster Stelle stehen) und was dann tatsächlich unter günstigen Bedingungen sein wird, sind sicher nicht untrennbar miteinander verbunden.

Und so von Hobbypsychologin zu Hobbypsychologin: Ein Narzisst kann ein super Vater sein, ist also sicher kein Grund für Kindesentzug.
Für mich scheint er eher extrem unsicher zu sein und du scheinst absolut nicht die richtige Person zu sein, die ihn ans Kind heranführen kann, einmal weil du eben spezielle Erwartungen hast und zum anderen weil du seine Ex bist und eure jetzige "Beziehung" sicher nicht konfliktfrei ist. Also entweder du kannst dich aus den Umgangssituationen besser herausnehmen oder es muss tatsächlich jemand neutrales ran.

Wichtig ist, dass du dich von allen Verletzungen frei machst und dir klar machst, dass ein Vater unheimlich gut für ein Kind ist und deswegen eine gute Beziehung zwischen den beiden auch. Das was er bisher macht ist weitaus mehr als was Väter machen, die ihr Kind nicht wollen. Deine Rachetheorie klingt in meinen Ohren doch eher danach, dass du psychologische Unterstützung brauchst.

Du möchtest sicher nur das Beste für dein Kind, ich möchte dich mit meiner Antwort nicht herunterputzen, aber habe das Gefühl, dass du deutliche Worte brauchst, um aus deiner eingefahrenen Sicht herauszukommen.

Alles Gute!
S.

  • Hallo,

    also ich weiß nicht unbedingt was daran seltsam ist zu erwarten, dass er seiner Tochter Geschenke macht... Liegt vielleicht bei mir daran, dass ich keinen einzigen Vater kenne, der seinem Kind keine Geschenke macht. Pflicht oder nicht pupsegal... Trotzdem verstehe ich nicht warum hier jeder auf den Geschenken rumhakt. Es ist ein Punkt von vielen und wie ich selbst schon geschrieben habe nicht unbedingt der wichtigste... dennoch habe ich ihn mit aufgezählt, na und?

    Bestimmte Erwartungen die er nicht erfüllt. Welche wären das denn? Das er mit seinem Kind spielt statt alle 10 Minuten auf die Uhr zu gucken? Naja wenn das eine Erwartung ist, die er nicht erfüllen braucht gut zu wissen. Wozu dann Umgangsrecht?
    Wickeln und Spazierengehen waren nur zwei von vielen Vorschlägen, nur brauche ich wohl nicht jeden einzelnen aufzählen... daher extra das „etc.“

    Natürlich ist unsere Beziehung nicht konfliktfrei, wird sie auch nie wieder sein. Aber wenn man versucht etwas mit ihm auszumachen und man wird direkt angeschnauzt oder beleidigt, weil ihm etwas nicht passt, dass ich gesagt habe kann daraus auch keine konfliktfreie Beziehung entstehen. Schon gar nicht wenn es um Dinge geht, die meine Tochter betreffen und somit nicht mal die elterliche Basis stimmt.

    Jemand neutrales soll ran, das war unter anderem auch mein Vorschlag, den er wie schon gesagt ablehnte... desweiteren habe ich mir dann dazu auch noch überlegt: wir sprechen hier ja schließlich von Kindeswohl. Was ist daran kindeswohl, wenn ich meine Tochter die gerade mal fast 1 Jahr alt ist mit zwei fremden Menschen alleine lassen soll und sie sich die Seele aus dem leib schreit? Kann ich nicht nachvollziehen tut mir leid.

    Okay also weil ich eine Theorie habe (die ich mir durch bisherige Eindrücke und auch weil ich ihn kenne gemacht habe) muss ich gleich in psychologische Behandlung? Auch nicht schlecht.

    Ich habe garantiert keine eingefahrene Sicht, denn ich habe ihm alle Möglichkeiten auf Umgang gegeben.
    Aber erst macht er ein Riesen Drama weil er das Kind nicht will, entscheidet sich dann nach einem Vaterschaftstest (obwohl er wusste dass er der Vater ist und das ist Fakt, dass er das wusste) plötzlich um was ja auch noch mal nen Monat gedauert hat. Dann trifft man Reglungen, die noch nicht mal an Alina sondern an seinen Tagesablauf angepasst sind, weil der Herr das so wollte, die nimmt er ein paar Wochen wahr (naja zumindest das erscheinen, den Ablauf der Besuchszeit muss ich nicht nochmals schildern) um dann seit fast 4 Monaten ohne irgendeine Nachricht einfach nicht mehr zu kommen. Und nicht zu vergessen um mich dann beim Jugendamt anzuschwärzen und wieder Umgang verlangen, den er hat sausen lassen nachdem er noch klar und deutlich sagte, er liebt sein Kind nicht und kann nur in so weit Vater sein wie es seine Psyche erlaubt. Aber ich muss in Psychologische Behandlung... weil ich mein Kind vor solcher Art Enttäuschungen bewahren möchte.

    Er kann sein Kind nicht lieben weil er keine Beziehung zu dem Kind hat. Nun er hatte 12 Monate Zeit eine Bindung aufzubauen. Davon hat er insgesamt 8,5 mit körperlicher Nichtanwesenheit verprasselt und die restlichen 3,5 mit geistiger nichtanwesenheit.

    Trotzdem danke für die Glückwünsche für die Zukunft.

    • Tja, dass ihr eigener Vater eine "fremde Person" ist, daran bist du nicht ganz unschuldig. Wie du selbst schon argwöhnst, plant er das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen. Was meinst du, was dabei herauskommt, wenn das größere Kreise zieht und er feste Umgangszeiten ganz allein mit seiner Tochter will? Das Kind ist ein Jahr und wird nicht mehr gestillt. Damit bist du als Hauptbezugsperson raus, die permanent anwesend sein muss. Eure GEMEINSAME Tochter kann also durchaus auch mal ein paar Stunden allein zu Daddy.
      Schau mal im Lexikon nach, was Kindeswohlgefährdung ist. Du gebrauchst den Begriff inflationär und falsch.
      Einem frisch gebackenen Vater, der noch nie etwas mit Babys am Hut hatte, hätte ich erstmal angeboten, ob er seine Tochter mal halten will ;).

      • (18) 31.03.18 - 22:44

        Jetzt mal ehrlich: Der Mann will erst überhaupt keine Verantwortung für sein Kind übernehmen, dann besucht er es beschäftigt sich aber nicht mit ihm und jetzt ist die Mutter Schuld das er dem Kind fremd ist?
        Sorry aber nichts hat ihn daran gehindert sich bei seinen Besuchen mit seiner Tochter zu beschäftigen und eine Bindung aufzubauen und wenn doch warum ist er dann nicht schon eher zum Jugendamt?

        Ja er hat nicht darum gebeten Vater zu werden. Das befreit ihn trotzdem nicht von seiner Verantwortung schon gar nicht wenn er sie angeblich freiwillig übernehmen möchte!
        Die Mutter konnte auch nicht einfach sagen „Ich will nicht!“
        „Meine Psyche erlaubt es mir nicht Mutter zu sein!“
        Was wäre dann aus der Kleinen geworden? Sie hat sich ihrer Verantwortung gestellt und die gleiche Möglichkeit hatte er als Vater. Er ist selbst erwachsen und damit verantwortlich für die Bindung zwischen seiner Tochter und sich!

        Und ich glaube kaum das einer der sein Kind seit Dezember nicht gesehen hat und kein Interesse gezeigt hat einfach so Sorgerecht bekommt! Warum ist er denn nicht gleich im Dezember oder meinetwegen zumindest im Januar zum Jugendamt? Ich glaube das es nicht nur der Kleinen gut tun wird wenn sie ihn erstmal in Begleitung kennenlernt sondern auch ihm. Wenn er sich seiner Verantwortung bewusst wäre dann hätte er schon wesentlich früher das Sorgerecht beantragt und hätte sich um die Kleine gekümmert gerade wenn die Mutter angeblich so „schlecht“ ist!
        Wenn er sich von Anfang an mit der Kleinen beschäftigt hätte dann hätte die Mutter auch keinen Grund misstrauisch zu sein und könnte sie ihm beruhigt mitgeben! Das sie sich Sorgen um ihr Kind macht und das Beste will spricht für sie.
        Er hat sich selbst für sein Verhalten entschieden und wenn er es jetzt besser machen will dann muss er zeigen das er es diesmal auch Ernst meint! Einem der kein Interesse am Kind hat würde ich mein kleines Kind auch nicht mitgeben. Du etwa?
        Aber es gibt ja tatsächlich Mütter die froh sind wenn sie ihre Kinder abschieben können ganz egal zu wem!

        • Hallo,

          Ich danke auch dir für deinen Beitrag.

          Ich sehe das (wie ja bestimmt auch schon aus einigen Texten hervorgeht) genauso wie du.
          Ich habe ihm auch mehrfach bereits gesagt, dass wir diese ganzen Probleme nicht haetten, wenn er sich zumindest mal nach dem Vaterschaftstest ernsthaft um sein Kind bemüht haette. Dann wuerde sie ihn jetzt kennen und er wuesste mit ihr umzugehen und ich koennte ihm ruhigen Gewissens mit ihr zur babyschaukel gehen lassen.
          Dem war allerdings nicht so. Und dass er nach einem bereits wahrgenommenen Jugendamtsgesprach nichts geändert hat zeigt mir, dass es ihm nicht ernst genug ist. Und da wir hier von einem fast einjährigen Kind sprechen finde ich es verdammt wichtig, dass er die Sache ernst nimmt...

          (20) 02.04.18 - 12:00

          Jetzt mal ehrlich: Hast du JEMALS (!) die Aussage des Vaters gehört?

          Es ist völlig egal, was du sonst noch schreibst.
          Die Mutter gibt ja schon zu, dass er an den Umgangsterminen da war. Was er da macht, ist schlichtweg sein Ding.
          Dass die Kommunikation zwischen den Eltern hier massiv problematisch ist, ist klar...nur wer will beurteilen, wessen Schuld das ist?
          Du willst wirklich ein Kind ohne Vater aufwachsen lassen, weil ... ja was?
          Mmh...eigentlich könnte nun dooferweise das Gericht auch zur gegenteiligen Überzeugung kommen, dass das Kind beim Vater besser aufgehoben ist.

          Die Mutter ist ja nun nicht ganz uneigennützig, wenn sie wegen soetwas gleich den Umgang unterbinden will. Der Vater hat nicht gegen das Kindeswohl verstoßen und sich zumindest rein formal korrekt verhalten. Was in der Wohnung TATSÄCHLICH (!) passiert ist, wissen nur die Beteiligten.

          • (21) 02.04.18 - 19:29

            Richtig, die Wahrheit liegt ja meist zwischen zwei Wahrnehmungen, und wir kennen nur die der Mutter, und die wirkt sehr überzogen.

            Dass das Jugenamt die Mutter abgewimmelt hat wundert mich nicht, ob es gerechtfertigt ist steht auf einem anderen Blatt. Sie muss unbedingt an ihrer Perspektive arbeiten. Sonst kann es gewaltig schief für sie gehen, falls der Vater tatsächlich alle rechtlichen Register zieht.

            LG S.

      Wie ich es jetzt schon zum hundertsten Mal sage: ich habe es ihm angeboten aber er hat es abgelehnt.

      • ***Wie ich es jetzt schon zum hundertsten Mal sage: ich habe es ihm angeboten aber er hat es abgelehnt. ***

        Du hast es ihm angeboten als sie noch ein Baby war. Da hat er es abgelehnt. JETZT möchte er es scheinbar (laut Jugendamt). Was spricht dagegen?

***also ich weiß nicht unbedingt was daran seltsam ist zu erwarten, dass er seiner Tochter Geschenke macht...***

Bevor der Kontakt abbrach war das Kind ja gerade mal ein halbes Jahr. Geschenke bemerkt es doch gar nicht. Du erwartest im Prinzip Geschenke für dich. Mein Ex hat seinem Kind auch keine Geschenke gemacht bevor es nicht bei ihm alleine war. Warum auch? Außerdem hat er ihr doch was geschenkt was dir offensichtlich nicht gut genug war. Deine Erwartungen sind mir echt ein Rätsel.

***Trotzdem verstehe ich nicht warum hier jeder auf den Geschenken rumhakt. Es ist ein Punkt von vielen und wie ich selbst schon geschrieben habe nicht unbedingt der wichtigste... dennoch habe ich ihn mit aufgezählt, na und?***

Ja es sind so viele Punkte und fast alle so extrem unwichtig, dass man den Eindruck bekommt du suchst nach jedem kleinen Pups, um zu begründen warum der Vater keinen Umgang zu seinem Kind haben soll. Denn darum geht es (zumindest schreibst du das in deinem Eingangspost). Einen richtigen Grund sehe ich hier wirklich nicht. Und nur weil er es nicht geschafft hat zu einem Baby (!) eine Beziehung aufzubauen, heißt das lange nicht, dass es ihm nicht gelingt wenn sie aus dem Babyalter heraus ist. Ich kenne zig Väter, die erst nach dem Babyalter eine richtige Bindung aufbauen konnten, weil vorher die (verhasste) Ex einfach noch zu sehr mit dem Kind verbunden war.

***Jemand neutrales soll ran, das war unter anderem auch mein Vorschlag, den er wie schon gesagt ablehnte... ***
Naja, vielleicht liegt es daran dass es DEIN Vorschlag war. Das Jugendamt hat dich jetzt angeschrieben und was spricht dagegen, anstatt deswegen gleich zu verzweifeln, nun mit dem Jugenamt zusammen zu überlegen wie dieser Umgang kindgerecht angebahnt werden kann? Du kramst hier ganz viele alte größtenteils unwichtige Kamellen aus, anstatt dich auf das Wichtige zu konzentrieren. Das hier und jetzt und die Zukunft. Du scheinst für dein Kind nicht das beste Exemplar an Vater herausgesucht zu haben, aber es ist nunmal sein (einziger) Vater. Es ist lange nicht zu spät für eine gute Bindung, der solltest du jetzt nciht im Wege stehen, auch wenn er bisher vielleicht noch keine Glanzleistungen abgegeben hat.

***Was ist daran kindeswohl, wenn ich meine Tochter die gerade mal fast 1 Jahr alt ist mit zwei fremden Menschen alleine lassen soll und sie sich die Seele aus dem leib schreit? Kann ich nicht nachvollziehen tut mir leid.***

Warum sollte das so passieren? Du übertreibst in meinen Augen maßlos. Genauso wie du aus einem im Streit gesagten "er liebe sie nicht" im Verlauf des Textes ein "er hasst sie", gemacht hast. Natürlich wird es eine Eingewöhnungszeit geben. Ganz normal. Er ist "fremd" aber er ist ihr Vater. Nimm das deinem Kind nicht.

***Okay also weil ich eine Theorie habe (die ich mir durch bisherige Eindrücke und auch weil ich ihn kenne gemacht habe) muss ich gleich in psychologische Behandlung? Auch nicht schlecht.***
Du glaubst er macht das alles nur aus Rache zu dir. Du schreibst dir wurde das klar. Entschuldigung, das ernsthaft zu glauben ist doch nicht normal. Ja, ich finde, du solltest in diesem Falle mindestens mal ein professionelles Gespräch mit jemandem über diese (Wahn)Vorstellung führen.

***Und nicht zu vergessen um mich dann beim Jugendamt anzuschwärzen***
Er hat dich angeschwärzt? Weswegen?

***Aber ich muss in Psychologische Behandlung... weil ich mein Kind vor solcher Art Enttäuschungen bewahren möchte.***
Ich habe dir lediglich wegen der Rachevorstellung zu einem psychologischen Gespräch geraten und du machst DAS daraus? Bleib doch mal auf dem Boden... das solltest du nicht nur in diesem Fall. Sprichst schon von Gewalt etc.

Du malst dir hier sonstwas aus ohne dass irgendwas Konkretes geplant oder passiert ist. Warte doch erstmal den Termin ab. Teile dort deine Bedenken wegen "fremd" mit und erarbeitet dort alle gemeinsam ein Konzept aus wie die Bindung behutsam aufgebaut werden kann.

Letztendlich kannst du alles verweigern was das Jugendamt von dir will. Erst einem Gerichtsbeschluss musst du Folge leisten. Wenn es soweit kommt. Aber bedenke es ist der Vater deines Kindes und es geht um dein Kind und nicht um dich.

Gruß S.

  • Er lehnt also den betreuten Umgang ab weil es mein Vorschlag war aber wenn das Jugendamt diesen Vorschlag macht und er sagt dann zu... das nennst du keine Schikane ?

    Ich übertreibe nicht maßlos wenn ich sage sie wird sich die Seele aus dem Leib schreien mit zwei Fremden Menschen in einer fremden Umgebung. Kennst du meine Tochter besser als ich? Ich glaube nicht.

    Auf die Sachen die du davor geschildert hast gehe ich jetzt nicht nochmal ein denn ich wuerde mich nur wieder und wieder wiederholen.

    Er hat mich nun beim Jugendamt angeschwärzt ich wuerde ihm den Umgang zu seinem Kind verbieten, dabei ist er die letzten 4 Monate einfach nicht mehr aufgetaucht ohne irgendeinen Grund geschweige denn mir wenigstens Bescheid zu sagen. Also erzählt er schlichtweg lügen um sich als Opfer darzustellen. Aber meine Rachetheorie ist ja unbegründet..

    Dass er sein Kind nicht liebt und sie nicht an erster Stelle steht sagte er nich in einem Streit, das habe ich nirgendwo geschrieben. Es war ein normales Gespräch in den ich ihn lediglich fragte, was ihm seine Tochter bedeutet, da er sie nicht wirklich so behandelt, als wuerde er ernsthaft Umgang wollen. Eine ganz normale sachliche Frage.

    Ich habe auch nicht von Gewalt gesprochen die er eventuell seiner Tochter antut. Ich habe mich damit über das Jugendamt beschwert, weil dieses (bei uns jedenfalls) nur richtig einschreitet, wenn Gewalt im Raum steht. Seelische Verfassungen des Kindes interessieren nicht.

    Ich habe die ganze Zeit schon versucht mit dem Jugendamt zusammenzuarbeiten nur würde ich jedes Mal „abgewimmelt“. Warum sonst sollte ich einem weiteren Gespräch überhaupt zugestimmt haben, wo das erste schon nix gebracht hat, wenn ich nicht gewillt um eine Zusammenarbeit waere.

    Korrekt es geht nicht um mich. Ich versuche auch nicht mich vor Enttäuschungen zu schützen sondern mein Kind...

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