Wie Umgangstage regeln?

    • (1) 02.04.18 - 07:36

      Hallo,
      Ich weiß gerade nicht, wie die Besuchstage weiter geregelt werden sollen und hoffe, ihr könnt mir vielleicht ein paar Tipps geben.
      Unser Kind ist zwei Jahre alt, getrennt haben wir uns vor einem Jahr. Gründe hierfür waren u.a. Alkohol, Drogen, Unzuverlässigkeit.
      Der Papa ist seit der Trennung arbeitslos, wir trafen die Vereinbarung, dass er 2-3x wöchentlich am Nachmittag zu uns kommt und Zeit mir unserem Kind verbringt. Naja, es lief alles andere als gut, meistens kam er zu spät oder gar nicht, abgesagt wurde oft erst Stunden, nachdem er schon längst da sein sollte, wir hatten sehr viel Streit.
      Ende letzten Jahres ist er knappe zwei Wochen in der Entgiftung gewesen, danach lief es einige Wochen sehr gut, zuverlässig, pünktlich und ist auch mal spontan eingesprungen. Aber auch das ist längst wieder vorbei. Fadenscheinige Ausreden (Migräne, Magen-darm, zig mal Geldbörse und was weiß ich vergessen, so dass er nicht losfahren konnte...).
      Er hat die Eingewöhnung im Kindergarten verschlafen, so dass mein Vater einspringen musste, weil ich arbeiten musste. Zum Geburtstag kam er zu spät, weil er Schlaftabletten genommen hat. Und nun hat er Ostern nicht mit gefeiert und sich erst 12 Stunden später gemeldet. Leider zu viel getrunken und gekifft. Andere Substanzen schließe ich nicht aus, würde er aber nicht zugeben.
      Und ich mag nicht mehr. Möchte ihn nicht mehr in meiner Wohnung haben, kann ihm in diesem Zustand aber ja auch das Kind nicht mitgeben. Boykottieren möchte ich den Umgang natürlich auch nicht, unser Kind hat ja nun ein Recht auf seinen Vater.
      Gibt es die Möglichkeit, begleitete Umgänge anzufordern? Ich habe das alleinige Sorgerecht. Kann ich auf einen Drogentest bestehen?
      Nur um "warum bekommt man mit so jemandem ein Kind" vorzubeugen- wir kennen uns seit 10 Jahren, waren 7 Jahre zusammen und erst zu Beginn der Schwangerschaft wurde er rückfällig. Davor war er viele Jahre clean und ging einer geregelten Arbeit nach.

      • Hi,

        ich würde mich an das Jugendamt wenden und mich einfach mal beraten lassen, wie es mit begleitetem Umgang aussieht.

        Ansonsten würde ich ihm da nicht hinterher laufen.

        Lg

        Wenn Du nicht die Iniative ergreifst, wird da wohl nichts mehr kommen, oder?

        • Er hat sich Donnerstagabend via Whatsapp gemeldet. So selbst gegeißelt, 1000x entschuldigt, das ganze Leben ist so böse zu ihm, Sperre beim Arbeitsamt bla bla. Einigten uns darauf, dass er Freitag zu uns kommt und wir besprechen, wie es weiter geht mit den Umgangstagen.
          Überraschenderweise erschien er nicht und sagte ach nicht ab. Daraufhin schickte ich ihm meine Festnetznummer und blockierte ihn auf sämtlichen anderen Kanälen. Ich mag mir nicht mehr die Abende um die Ohren schlagen um mir sein Gejammer durchzulesen und am Ende ändert sich ja doch nix.
          Wenn er also seinen Sohn sehen möchte, kann er telefonisch einen Termin vereinbaren, ich werde ihm da nicht im Wege stehen.

      Geh zum amt. Beantrage begleiteten Umgang. Das ist durchaus möglich.

      Aber wenn du Pech hast hast du das gleiche Problem wie ich.

      Der begleitete Umgang lief nämlich super. Er war immer da und pünktlich.

      Nur endet das auch. Mittlerweile sieht meine Tochter ihn höchsten 5-7x im Jahr obwohl er gerichtlich alle 2 Wochen durchgesetzt hat.

      Durch sein Verhalten hat meine Tochter eine immense Wut auf ihn und mir waren die Hände gebunden da er ja nach aussen der tolle Papa ist und ich nur die Mutter die die bez zerstören will.

      Das wollte ich nie. Habe meiner Tochter auch nie etwas schlechtes über ihren Vater erzählt. Aber wenn sie nach Hause kommt und mich direkt fragt ob ihr Vater drogen nimmt weil er sich extrem merkwürdig verhält fällt es mir schwer. Oder er gab ihr 5€ mit viel "mehl" dran. Den 5er hab ich gg nen 10ner ausgetauscht damit sie nix merkt.

      Nun ist sie 11 und macht mir Vorwürfe. Denn ich bin ja schuld das sie zu ihrem Vater muss. Das mir durch das Gerichts Urteil die Hände gebunden waren sieht sie natürlich nicht. Sie ist halt immernoch Kind.
      Wie man merkt habe ich viel zu dem Thema zu sagen nur leider nix positives.aber einglück sind Menschen verschieden und Vllt bekommt er die Kurve.

      Ich rate dir, gehe zum Amt und lasse dich beraten. Kläre im Vorfeld ab was du machen kannst wenn der betreute Umgang beendet ist und er in alte Muster fällt.

      • Man kann aber versuchen, solche Beschlüsse zu ändern. Insbesondere, wenn er nur 5-7x im Jahr Umgang wahrnimmt und das Kind damit nicht umgehen kann. Die würde ja angehört werden und umso älter sie wird und umso authentischer ihre Aussagen sind, desto mehr Gewicht wird das bekommen.

        LG

        • Ja natürlich. Nur hatte sie gelernt das es niemanden interessiert was sie sagt. Es hat weder den Richter oder später den betreuten Umgang noch das j Amt interessiert.

          So langsam ist sie aber auf dem weg das sie sich wieder traut etwas zu sagen. Das hat aber viel Geduld meinerseits gebraucht. Sie ist sogar jetzt soweit ihm zu sagen das er gehen soll.

          Oder letztens sagte sie ihm das er ihre Handy Nummer nicht bekommt. Einfach weil sie es nicht möchte. Und da ich dabei war musste er es schlucken. Ich habe ihr und ihm aber auch klar gesagt das ich keine Lust mehr auf das Theater habe. Sie ist alt genug mit ihren 11j ihm zu sagen was sie will. Und er kann es sich gefälligst anhören da ich keine Lust mehr habe ihre wut wg ihm laufend abzubekommen und er bekommt das nette Kind weil sie sich nicht traut.

          Wir sind auf gutem Wege das alles zu ihren Gunsten zu regeln. Aber es wird dauern da er dagegen angehen wird. Denn seiner Meinung nach macht er nix falsch. Er hat halt Probleme und wir machen ihm Probleme. Das Leben is immer scheisse zu ihm. Er kann für nichts etwas. Und sowas mit Mitte 30 😂

          • Umso wichtiger, dass deine Tochter so früh schon lernt, sich zu behaupten und zu schützen #pro Das wird ihr später hoffentlich noch oft weiter helfen und sie hoffentlich davor schützen, sich nicht auf unzuverlässige und selbstmitleidige Partner einzulassen.

            LG

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