Sorgerechtsstreit vor Gericht

Guten Abend liebe Gemeinde,
Ende des Monats habe ich eine Verhandlung, aufgrund eines Sorgerechtsstreit, der kv möchte die geteilte Sorge, ich nicht.

Wir hatten bereits beide ein Gespräch beim zuständigen ja, die Dame begleitet uns seit drei Jahren und hat sich gegen das gsr ausgesprochen.

Meine Frage ist, wer hat von euch Erfahrungen damit machen müssen und wie ist es alles gelaufen?

Zur Info...
Unser Sohn ist 8, wir leben seit 7 Jahren getrennt und haben beide neue Partnerschaften.

Unser Verhältnis ist noch nie gut gewesen, wir waren die Jahre immer wieder beim Jugendamt, wenn er sich ungerecht behandelt fühlte, bis diese uns ans Gericht verwies.
Darauf hin folgte die nächste Instanz über Anwälte.

Als das keine gütliche Einigung hervor brachte ging er vor Gericht und das Verfahren wurde wegen Umgang wurde eröffnet.

Die in Deutschland übliche Regelung wurde getroffen und wir sollten zur Mediation.

Diese hat uns sehr geholfen, eine sehr gute unparteiische Mediatorin begleitete ums.
Leider nur drei mal, dann kam er auf das Thema Sorgerecht und ich war erst einmal nicht dagegen.
So wäre er nicht mehr der bittsteller und och nicht mehr in der bringeschuld.
Jedoch zum Ende, als es um einen neuen Termin ging känzelte er alles.
Die Meditation sei sinnlos und ich nicht im geringsten vertrauenswürdig und äußerst hinterhältig, das vertrauen würde auch nie wieder kommen.
Das hat mich dann schon stutzig und ins überlegen gebracht, weswegen ich die Sorgerechtserklärung beim Jugendamt dann nicht unterzeichnen wollte.

Jetzt sehen wir uns wieder vor Gericht.

Und nein, ich bin nicht grundsätzlich gegen das gsr, ich kenne genug Menschen, die damit wunderbar leben.
Weil sie Entscheidungen gemeinsam treffen können und nicht einfach immer gegen den anderen reden.

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Das Gericht wird das GSR beschließen, wenn du keine Gründe vortragen kannst, dass das GSR nicht dem Kindeswohl entspricht.

Viele Entscheidungen fallen nicht mehr an: Wahl der weiterführende Schule, Berufswahl, ggf. Eröffnung eines Kontos oder planbare größere medizinische Behandlungen. Der Vater hätte aber das Recht, eigene Informationen einzuholen, zB bei Schulen oder Ärzten.

LG

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Danke für deine schnelle Antwort!

Wir haben, wenn man es amtsdeutschartig ausdrücken möchte, keine sozial tragfähige Beziehung und unsere praktisch nicht vorhandene Kommunikation erschwert das, außerdem haben wir seit fast drei Jahren keinen persönlichen Kontakt mehr, da aufeinander treffen, auch vor dem Kind ausarteten und mündliche Absprachen nicht eingehalten wurden.
Nachdem ich ein weiteres Kind mit meinem jetzigen Mann erwartete, die nicht einfach war, wollte ich mich und dem ungeborenen nicht dem Stress aussetzen.
Anfangs hat mein Mann die Übergabe übernommen, aber nachdem Absprachen frei interpretiert wurden, wollte ich auch diese lieber schriftlich festhalten.
Auch wenn es traurig und kindisch ist.
Ich musste mir nur einmal zu oft Vorwürfe anhören, dass ich ihm Informationen vorenthalte, jetzt hab ich wenigstens was in der Hand und nicht nur im Ohr.

Leider ist unser Sohn aufgrund einer Erkrankung in ständiger Behandlung, bei mehreren Ärzten und Therapeuten, damit sind die zu treffenden Entscheidungen nicht gering.

Darauf können wir uns auch nicht einigen.

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Die Frage, die es zu klären gilt ist, ob diese Probleme zwischen euch dem Wohl des Kindes schaden. So auch die Frage der Therapien. Dass er eine andere Meinung hat, heißt nicht zwangsläufig, dass diese falsch oder schlecht ist. Man müsste also klären, ob die Behandlung beibehalten wird. Wenn ihr euch nicht einigt, müsste das Gericht angerufen und die Zustimmung ersetzt werden (oder eben auch nicht) oder die Gesundheitsfürsorge auf Antrag auf einen Elternteil übertragen werden.

Möglicherweise können auch massive Konflikte zwischen den Eltern dazu führen, dass das GSR nicht ausgesprochen wird. Aber das ist vermutlich von den Details abhängig.

LG

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Und warum musst du dann vor Gericht? Gibt es einen Grund warum er das Sorgerecht nicht haben sollte? Ein Grund ist nicht das es dir nicht passt aber das ist ja angeblich auch nicht so also warum jetzt vors Gericht? Ein Grund wäre nur wenn er das Kindeswohl gefährdet aber das scheint ja nicht der Fall zu sein das Problem liegt ja eher bei euch wie ich es verstehe? Also warum stimmst du nicht zu? Ein Vater hat ein Anrecht auf das Sorgerecht für sein Kind und so sollte es auch sein wenn er sich nichts zuschulden kommen lassen hat wird er dieses zugesprochen bekommen warum denn auch nicht? Die Gesetze für Väter haben sich zum Glück gebessert! Bitte denke daran das es hier um dein Kind geht und was für dieses gut ist und dich für dich!

Beide Eltern müssen sich dann halt mal etwas zusammen reißen um das beste Ergebnis für das gemeinsame Kind zu erzielen er ist genau so ein Elternteil wie du wenn er seinem Kind gut tut sollte er dir gleich gestellt sein.

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Körperliche Gewalt ist leicht zu erkennen, psychische Gewalt und emotionale Erpressung leider nicht.
Ich habe die Befürchtung, dass er ihn noch mehr mit in alles rein zieht.
Bisher war ich die böse, weil ich es entschieden habe.
Bzw selbst wenn es andere (ja, gericht) entscheiden bin ich trotzdem daran schuld.
Damit komme ich klar, aber nicht mit.dem Loyalitätskonflikt, in den er ihn reinzieht.

Und das lässt er ihn wissen, wie traurig er ist und wie gemein ich bin und das es doch so schön bei ihm ist, ob denn zu Hause nicht alles in Ordnung wäre, weil er ihn immer so depressiv vorkommt.

Er bezieht ihn in Entscheidungen ein, die ein achtjähriges Kind nicht treffen sollte, indem er ihn unter Druck setzt und ausnutzt, dass unser Sohn es immer versucht allen Recht zu machen und sich selbst darüber vergisst.
Er zeigt verhaltensauffälligkeiten seit der Umgangsregelung, die weitgehend typisch sind, weil es eben eine neue Situation ist, an die er sich gewöhnen muss.

Er lässt ihn nur nie in etwas ankommen, aller drei Monate beschließt er etwas neues und zieht dann wieder was anderes vor.
Er ist nicht zuverlässig und beständig in seinen Entscheidungen und das Kind muss sich ihm anpassen.

Der Rest sind umgangsrelevante sachen, die nichts mit dem Sorgerecht zu tun haben, deswegen gehören sie auch nicht her.
Auch das es ihn 7 Jahre nicht im geringsten interessiert hat Entscheidungen mit zu tragen, obwohl ich ihn einbezogen habe.

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Das sehe ich etwas anders, ein „Anrecht“ auf Sorgerecht hat ein Elternteil nicht... grundsätzlich ist bei jedem nicht ehelichen Kind erstmal nur die Mutter sorgeberechtigt... der kv hat aber definitiv informationsrecht... dafür braucht er aber kein Sorgerecht..

Wenn eine Kommunikation und Entscheidungsfindung nicht im Sinne des Kindes stattfinden kann und davon auszugehen ist, dass keiner wirklich handlungsfähig ist, kann das alleinige Sorgerecht beschlossen werden... da hat die te schon recht

Schöne Pfingsten!

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Der Vater meiner Kids hat 2 mal die geteilte Sorge beantragt und beide male wurde es vor gericht abgeleht.

Kurzzusammenfassung: Es gibt keinen kommuniktation und er stalkt.
Die kInder haben sich gegen das gmsr ausgesprochen. Sie wurden alleim bei ja befragt.



LG

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Danke für deine geteilte Erfahrung!

Bei uns war gestern der Beistand von sohni und ich hatte heute die Absprache mit meiner Anwältin, sie geht davon aus, dass das Urteil vertagt wird, auf weitere Mediationsgespräche.

Wir werden sehen.

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Auf die Meinung des Beistandes legte unser Richter fiel wert.
Interessant, dass sich der Beistand mit deinem Anwalt auseinandersetzte.

Vielleicht sind mediationsgespräche wirklich der bessere Weg.
Das geteilte Sorgerecht ist tatächlich nicht schlimm.

in meinem Fall würde jedoch probiert werden, alles zu blockieren.

Ich hoffe, ihr findet einen Weg.
LG

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