Umgangsrecht-darf er selber den Tag bestimmen?

    • (1) 11.07.18 - 13:32

      Hallo Ihr Lieben,

      Der Kindsvater besteht darauf meine 4 Monate alte Tochter jedes Wochenende zusehen,wirklich jedes.

      Ich will mich nicht gegen den Umgang sperren oder so,aber ich sehe es nicht ein jedes Wochenende für Ihn parat zustehen.
      Ich möchte Sie nicht alleine lassen mit Ihm.

      Da er 100 km weit weg wohnt und er Voll Zeit arbeitet, könnte er nur am Wochenende.

      Ich habe noch ein 2 jährigen Sohn,den darf ich allerdings nicht mitnehmen zu den Treffen.
      Also möchte ER nicht.

      Ich habe bei Ihn um Verständnis gebeten das ich auch noch ein Leben habe, und mein Sohn ja auch noch.

      Es kam von Ihn dann,
      das Wir uns jetzt nach Ihn richten müssen,
      und ich mein Leben in der Woche leben soll.

      Kommt er beim Jugendamt damit durch?

      Also ich möchte wirklich eine Vernünftige Reglung, aber es kann doch nicht angehen das er nur bestimmen darf.

      • Hi
        So viel ich weiß steht ihm alle 14 Tage ein Wochenende zu.
        Finde es aber nicht verkehrt wenn er eure Tochter jedes Wochenende sieht, erst recht wo sie noch so klein ist. Sonst werden sie keine Beziehung zueinander aufbauen können. Ist nur meine Meinung.
        Ich hoffe ihr könnt es irgendwie klären.
        Lg

        Das Jugendamt berät nur, es bestimmt nicht. Dürfen sie auch nicht, das kann nur ein gerichtlicher Beschluss. Und sowohl Jugendamt als auch Richter treffen die Entscheidung im Sinne des Kindeswohls.

        Bei sehr jungen Kindern ist ein häufigerer Kontakt zum Vater ratsam. Das Kind soll sich ja an ihn gewöhnen und er soll eine Bezugsperson sein. Das klappt nicht so gut, wenn die Umgänge weit auseinander liegen. Später fremdelt das Kind dann ja auch.

        Insofern ist es korrekt, dass er das Kind wöchentlich sehen will und da es nur an einem Tag für mehrere Stunden sein soll, sogar sinnvoller als zweiwöchentliche Kontakte. Aber der Umgang sollte begleitet werden, entweder durch die Mutter oder durch eine andere Vertrauensperson für das Baby. Es muss ihm ja auch jemand erläutern, wie das Kind zu pflegen und zu betreuen ist, also wickeln, baden, ggf. Flasche machen und geben.
        Dass Dein Sohn, wenn Du ihn nicht fremdbetreuen lassen kannst, zu den Treffen mitkommt, kann er nicht entscheiden. Das ist umstandsabhängig, Du kannst das Kind nicht wegzaubern.

        Ob eine Umgangsvereinbarung zwischen euch so festgehalten würde oder das Jugendamt eine andere Empfehlung gibt, musst Du durch einen Termin dort herausfinden. Hast Du schon einen gemacht? Du fragst hier ständig nach, könntest aber schon längst Sicherheit haben, indem Du einfach mal das Jugendamt anrufst. Was hält Dich denn ab?

        Bestimmen darf keiner von euch. Wenn ihr euch nicht einigt, könnt ihr das Jugendamt vermitteln lassen oder es bestimmt das Gericht, wenn einer klagt.

        LG

      • Soweit ich weiss, musst du das Kind in diesem Alter noch nicht so oft abgegeben. Da dies eher schädlich ist, als gut. Ich würde mich da bei einem Anwalt oder beim Jugendamt nochmal genau erkundigen.

        Alles Gute

        Lg

        • (6) 11.07.18 - 17:44

          >>Soweit ich weiss, musst du das Kind in diesem Alter noch nicht so oft abgegeben. <<

          Wo steht was von abgeben? Der Umgang findet begleitet statt.
          Außerdem wird in diesem sehr jungen Alter ein häufiger Umgang angestrebt. Denn für ein Baby sind zwei Wochen sehr lang. Je häufiger es seinen Vater um sich hat, desto leichter lässt sich eine Bindung aufbauen.

          • (7) 11.07.18 - 17:47

            Kommt aber immer drauf an, in vielen Fällen gibt es einzelentscheidungen. Es muss auch zumutbar sein. Wenn die Eltern 100 km auseinander wohnen und es noch ein Kleinkind gibt, kann es auch sein, dass der Vater den Umgang nur bei der Mutter haben kann.

            Deswegen hab ich ja auch gesagt, dass die TE sich beim Anwalt oder Jugendamt erkundigen soll

            (8) 11.07.18 - 19:47

            Würdest du jede Woche 100km hin und 100km wieder zurück fahren? Wer zahlt denn die sprit Kosten?


            Warum kommt er nicht zu euch um die kleine zu besuchen?

      (9) 11.07.18 - 16:09

      Wie stellst du dir denn einen regelmäßigen und guten Umgang vor? Bei so kleinen Kindern wird ja angestrebt, dass sich Vater und Kind so oft wie möglich sehen, damit eine Bindung aufgebaut werden kann.
      Da dein Ex Vollzeit arbeitet und 100 km weit weg wohnt, könnte er vermutlich unter der Woche nur abends kommen, wenn das Baby wahrscheinlich schläft oder eben am Wochenende, was wesentlich sinnvoller ist, da die Zeiten dann nicht auf die Schlafenszeit fallen und die Tage nicht so lang werden.
      Wann soll denn sonst Umgang zum Aufbau einer guten Bindung stattfinden?

      Ich finde seinen Wunsch durchaus gut und nachvollziehbar oder würdest du dich damit zufrieden geben, dein Baby nur alle zwei Wochen für ein paar Stunden zu sehen? Ich denke nicht.

      Eine Benachteiligung sehe ich nicht darin, dass der Vater sein Baby jedes Wochenende für ein paar Stunden sehen möchte. Ihr seid nun mal beide Eltern und nicht nur du allein. Du könntest ja z.B. auch Termine wahrnehmen, während er mit eurem Kind mal spazieren geht.Aber das möchtest du ja nicht.

      • Ich habe nie den Umgang verweigert oder sonstiges,ich habe lediglich mit seiner Art und Weise Probleme.

        Er arbeitet vollzeit aber ist selbständig,
        er konnte seit letzter Woche immer unter der Woche kommen.

        Und ich muss und will dabei sein,
        weil er selber gesagt hat das er sich das alleine nicht zu traut.

        Ich habe ihn Angeboten zum Jugendamt zu gehen, um uns beraten zu lassen.
        Das lehnte er ab,und kam sofort mit einklagen.

        Paar std wäre auch noch zu akzeptieren,
        aber er will jeden Samstag von 12-20 Uhr kommen.

        Als die Kinder und ich alle Grippe hatten,
        bestand er darauf zu kommen

        Ich wollte lediglich wissen ,ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

        LG

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