Trennung mit einem kleinen Sohn aber trotzdem zusammen arbeiten

    • (1) 17.07.18 - 00:27

      Hallo ihr Lieben,
      bisher war ich immer nur stille Mitleserin, aber ich denke mittlerweile könnte es mir selbst helfen meine Geschichte hier zu erzählen und eure Meinung zu hören.
      Ich bin 32 Jahre jung und Mutter eines fast 1 jährigen Jungen.
      Mein Exfreund und ich waren fast 7 Jahre zusammen. Es war eigentlich immer eine Berg,- und Talfahrt. Meistens stand das Thema „Alkohol“ zwischen uns. Mein Ex liebte es zu trinken in geselliger Runde oder auch mal alleine. Es war oft zu viel und es kam zu unangenehmen Situationen auf Parties oder bei Besuchen im Freundeskreis. .( Lügen, aggressive Ausdrucksweise )
      Ich wusste oft nicht weiter. Manchmal hat er mir versprochen weniger zu trinken und hat es dann auch gemacht. Aber eben nicht konsequent. Er ist kein Alkoholiker denke ich, denn er kann auch gut und gern mal 2 Wochen komplett nichts trinken.
      Nun ja als unser Sohn auf die Welt kam, dachte ich er würde es unter anderem als Grund nehmen die Finger vom Alkohol zu lassen. Dem war nicht so.
      Wir stritten noch häufiger als zuvor und Schlussendlich haben wir entschieden, dass eine Trennung besser sei.
      Happy bin ich damit nicht. Ich vermisse Ihn oft und kann mir kaum vorstellen alleinerziehend zu sein. Kann ich denn eine gute Mutter sein?
      Ein großes Problem - wir arbeiten zusammen und das kann sich soweit auch erstmal nicht ändern lassen weil wir selbstständig sind.
      Meint Ihr diese Konstellation kann funktionieren?
      Ich freue mich über Euren Rat!

      • Hallo,

        besser Alleinerziehend als so einen Mann. Da hast du dir einen tollen Vater für dein Kind ausgesucht. Hast du gut gemacht!
        Ich würde einen Schlussstrich ziehen, das zusammen arbeiten würde ich nicht machen.



        vg
        novemberhorror

        • Hallo Novemberhorror,

          Der Schlussstrich ist beziehungstechnisch gezogen. Ich bin auch froh darüber, dennoch muss ich mich erstmal an die Situation gewöhnen.
          Er ist ein guter Papa für unseren Sohn. Er liebt ihn. Abbrechen möchte ich den Kontakt nicht.
          Aber ich denke du hast vollkommen recht damit , dass ein Schlussstrich unter das Thema Beziehung gezogen werden muss. Wir haben viel zu lange daran festgehalten.
          Danke für deine Nachricht.

          "Da hast du dir einen tollen Vater für dein Kind ausgesucht. Hast du gut gemacht!"

          Deine Gehässigkeit ist fehl am Platz. Sie fragt nach Rat und nicht nach "sowas".
          Dass die TE darauf nicht eingegangen ist, finde ich verdammt gut! Ich habe es leider nicht überlesen können und finde deine Aussage nicht gut.

      (6) 17.07.18 - 11:03

      Nur als Hinweis- es gibt unterschiedliche Arten von alkoholikern! Nur weil jemand auch eine Pause machen kann heißt es nicht, dass er keiner ist! Wenn das Thema Alkohol so dominant ist ist das ein sehr schlechtes Zeichen!
      Zusammen Arbeiten trotz Trennung kann nur dann funktionieren, wenn man es schafft private Kränkungen, Emotionen, von der Arbeit zu trennen. Ich stelle es mir schwer vor, grade wenn man durch das Kind auch noch privat verbunden ist

    • (7) 17.07.18 - 12:09

      Ich sehe auf beruflicher Ebene kein Problem. Solange ihr Beruf- und Privatleben trennen könnt.

      LG

      Hi!

      Ich berichte mal von der Situation, in der meine Eltern waren. Ich weiß nicht, ob es dir weiterhilft, aber ich sehe Parallelen.

      Meine Eltern haben sich getrennt, als ich acht war. Meiner Meinung nach hatten sie sich schon lange auseinander gelebt. Mein Vater hat deine seine alte Schulfreundin wieder getroffen, ist fremd gegangen und hat sie irgendwann auch geheiratet (ging auch nicht gut). Sie waren sich aber nicht spinnefeind und konnten normal miteinander umgehen.

      Meine Eltern hatten eine gemeinsame Firma und zwar im DG unserer Doppelhaushälfte, in der auch meine Großeltern wohnten. Mein Vater zog aus und kam zum Arbeiten vorbei. Mit der Zeit wurde er immer großspuriger und eine Kunde beschwerte sich, dass er mit Alkoholfahne bei ihm vorbei kam. Er war für den Kundenkontakt zuständig, meine Mutter hat mehr von zu Hause gemacht. Nach zwei Jahren hatte sie die Nase voll, da sie 80% der Arbeit gemacht hat und er eigentlich immer nur den dicken Max vor seiner Neuen markiert hat. Sie wollte die Firma dann 50/50 trennen.

      Naja, Ende vom Lied: Da er den Kundenkontakt hatte, konnte er die Kunden leicht davon überzeugen, dass ER ja die ganze Arbeit macht. Durch konstanten Rufmord hat er meiner Mutter bis auf eine Klientin alle Kunden abgeschwatzt. Die Hausmiete wurde zu hoch, meine Großeltern und wir mussten ausziehen, meine Mutter und ich haben ein Jahr von Sozialhilfe gelebt.

      ____________________________________

      Unterm Strich würde ich die gemeinsame Firma nur weiterführen, wenn folgende Rahmenbedingungen erfüllt sind:

      1) Ihr habt noch ordentlichen und vernünftigen Umgang miteinander, bestenfalls freundschaftlich.

      2) Ihr arbeitet beide gleich viel, keiner ruht sich auf dem anderen aus.

      3) Ihr habt beide gleich viel Kontakt zu euren Kunden, damit eine Situation wie oben beschrieben nicht erst eintreten kann.

      • Wow vielen Dank für Deine ausführliche Schilderung Eurer Situation.

        Wir wohnen über unserem gastronomischen Betrieb. Mein Exfreubd wird ausziehen und wir behalten die Wohnung zur Miete.
        Der Eine arbeitet wenn der andere Frei hat sozusagen.

        Ich denke so stehen wir zumindest nicht immer zusammen auf Arbeit. Wenn mein Exfreund frei hat, kümmert er sich um unseren Sohn. Wir möchten gemeinsam versuchen gute Eltern zu sein.

        • (10) 17.07.18 - 14:04

          Das ist dann eine völlig andere Situation, als es bei meinen Eltern der Fall war. Ich finde, das klingt doch eigentlich recht vernünftig. #pro

          • Nur kurz noch eine Anmerkung. Habt ihr einen Vertrag über die gemeinsame Zusammenarbeit? Arbeitsverteilung, Gewinnverteilung, Arbeitstunden, Urlaub, Krankheit (Lohnfortzahlung), Zahlung der Steuern usw.
            Falls noch nicht, würde ich das umgehend nachholen.

        (12) 17.07.18 - 19:45

        Da sehe ich das Risiko, dass er, wenn er eine neue Partnerschaft eingeht, seine Freizeit möglicherweise lieber mit der neuen Freundin verbringt, als dann auf sein Kind aufzupassen. Spätestens wenn diese Paarzeit alleine einfordert.

        Das würde ich einkalkulieren.

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