Wie Umgang regeln?

Hallo, ich würde mir gerne mal von einer breiteren Masse Meinungen einholen. Zu meiner Situation: ich bin aktuell in der 30.ssw, habe mich vor 2 Wochen von meinem Partner getrennt. Er ist des Öfteren laut, beleidigend und zuletzt auch gewalttätig geworden. Vor zwei Wochen endete es damit, dass er mir das Knie in den Bauch schlug und er von der Polizei eine Woche von der gemeinsamen Wohnung verwiesen wurde. Mittlerweile bin ich ausgezogen, er lebt nun alleine in der Wohnung. Wir sind nun gemeinsam bei profamilia in einer Beratung (auf mein streben hin), um zumindest für unser Kind eine Basis zu finden. Er arbeitet aber nicht so mit wie erhofft. Prämisse war, er hört auf zu trinken (er wurde immer gewalttätig wenn er getrunken hat - woran er mir die Schuld gibt). Nun habe ich ihn schon öfters auf Bildern, die er online stellt, beim trinken gesehen. Bereits in der Vergamgenheit und in der Therapie sagte er offen, er glaubt ich habe ein psychisches Problem und will mir das Sorgerecvg wegnehmen. Er hat von unserer gemeinsamen Wohnung Bilder gemacht, die beweisen sollen, wie überfordert ich mit dem Haushalt bin (was nicht stimmt). In seinem vorherigen Drohungen sagte er offen, er würde mir das Leben zur Hölle machen, wenn ich ihn verlasse und er würde darauf nichts geben, sich nur mit mir gut zu stellen, weil wir ein gemeinsames Kind erwarten. Vor allem aber der Alkoholkonsum macht mir sorgen. Ich will an der Therapie weiter festhalten, Ernte von ihm aber nur Hass und Verachtung. Er will nun auch einen Vaterschaftstest (Gründe mir zu misstrauen gibt es keine aber egal). Ich wollte es auch schon klären, wie es finanziell weitergeht, also den Unterhalt für das Kind und mich ansprechen, was er verweigert. Er ist selbstständig und will es unbedingt auf einen Prozess rauslaufen lassen weil er nicht einsieht für mich zahlen zu müssen. Lieber solle ich ihm das Kind geben und selber arbeiten gehen.
Nun zu meinen Fragen: wie würdet ihr noch versuchen, auf einen Nenner mit ihm zu kommen? Es wäre mir wichtig, mich mit ihm gut zu stellen, für unser Kind. Ich will ihm auch den Umgang nicht verbieten, habe aber aktuell so wenig vertrauen, dass ich ihm die kleine nicht gleich mitgeben klnnte. Wie gestalte ich den Umgang nach der Geburt mit einem Neugeborenen und einem Vater, der mich hasst? Oder lasse ich es am besten gleich über einen Anwalt klären? Sollte ich versuchen, trotzdem das alleinige Sorgerecht zu bekommen?
Es war ein langer Text, aber ich hoffe mein Anliegen ist einigermaßen verständlich. Danke 🍀

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Hi,

ich bin fassungslos.
Es ist nun zwar schon passiert, aber wieso zeigt man mit so einem Ars.... ein Kind?!
Er knallt dir sein Knie in den Bauch und du möchtest eine Einigung erzielen?!
Wie war er denn vor der Schwangerschaft, ein zahmes Lämmchen?

Es tut mir wirklich leid für dich, aber besonders für das ungeborene Kind.

Ich würde keinen mehr auf Einigung machen, sondern den Mann wegen Körperverletzung anzeigen, mit Unterstützung holen und für das Wohl des Kindes kämpfen!

(Er ist der „Papa“ und hat ein Recht auf Umgang, aber wie das aussehen kann, solltest du nirgendwo anders als vor Gerixht und mit dem Jugendamt klären).

LG und alles Gute 🍀

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Sorry wegen der Rechtschreibfehler, ich habe nicht mehr drüber gelesen

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Da du schon bei profamilia bist:

mach einen Termin für dich alleine und sprich genau das dort an.
Diese Fragen!

Warte/erwarte nicht, bis er in die Pötte kommt.
Fahre zwei Wege

1x mit ihm, wo er blockiert
1x ohne ihn: lass dich beraten, stelle deine Fragen
und entscheide dann, was besser für euer Kind/dich mit Kind ist

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NEIN ich würde definitiv nicht an der Therapie festhalten und NEIN ich würde mich auch nicht mit ihm gut stellen wollen.

Er ist ein agressiver Alkoholiker der dich körperlich angeht und dir droht....Und du bist weiteren das duckmäuschen was sich gut mit ihm stellen will??? Du solltest über dein Fehlverhalten nachdenken, deinem kind zuliebe!

Du solltest dir einen Anwalt nehmen zwecks unterhalt und dich beim Jugendamt melden, alles erzählen und begleitet Umgang fordern.

Alleine würde so einer mein kind nicht zu Gesicht bekommen. Du solltest endlich dich und vorallem das kind schützen unf nicht einen dutzi dutzi kurs machen.

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Nach Möglichkeit würde ich in der Schwangerschaft noch umziehen,möglichst weit weg. Teilen tust du das Sorgerecht natürlich nicht.

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Hallo,

ganz ehrlich, sei froh, dass du ihn los bist.

Wenn ihr nicht verheiratet seid, hast du erst mal automatisch das alleinige Sorgerecht. Das würde ich an deiner Stelle auch erst mal nicht mit ihm teilen. Desweiteren würde ich mir schnellstmöglich das Jugendamt mit ins Boot holen. Zum einen von seinem Alkoholproblem berichten, seine Aggressionsproblem schildern und den Unterhalt klären lassen. Ich würde definitiv kein Kind mit so einem Vater allein lassen. Ich denke, für ein Kind ist es besser keinen Umgang zum Vater zu haben als Kontakt zu einem alkoholkranken und gewalttätigen Vater zu haben.

Alle Gute für dich und dein Baby.

LG
Michaela

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Du schreibst von deinem Partner?

Seid ihr nicht verheiratet?
Falls nein, hoffe ich für dich, ihr habt noch keine Sorgerechtserklärung beim Jugendamt unterschrieben. Dann hast du nach Geburt das alleinige Sorgerecht.
Und das würde ich an deiner Stelle auch nicht teilen.
Vielleicht kann er ein liebender Vater sein, für mich kommt es aber nur so vor, als wolle er dir das Kind wegnehmen. Nicht aus Liebe zum Kind, sondern aus Egoismus und um dir eins auszuwischen.

Auch würde ich Termin bei Pro Familia ausmachen, bei dem ich alleine meine Sorgen und Ängste besprechen könnte, denn gemeinsam mit deinem Ex ist dies wohl nicht möglich.

Ich wünsche dir das Beste für die Zukunft für dich und deinen Krümel ♥

Liebe Grüße Christina

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Es ist gut, dass der Vorfall aktenkundig ist.

Und jetzt mal ganz deutlich: HALLO?? WERDE WACH!!!

Du sorgst jetzt dafür, dass das Kind und du geschützt werdet! Ich bin echt die Letzte, die einem Vater das Kind verwehren will. Aber Alkohol in Verbindung mit Gewalttätigkeit ist ein absolutes Tabu!

Deshalb:
1. Schutz schaffen
2. Anwalt mit Eintreiben von Unterhalt für dich und das Kind beauftragen und das nicht verzögern.
3. Alles dokumentieren, was er sagt (Gedächtnisprotokoll) und schreibt. Die sind ja dann meist noch so dämlich ihre Drohungen schriftlich zu geben.

Das Knie im Bauch würde ich auch ganz deutlich als Fakt werten, dass ihm das Kind scheißegal ist. Schon mal mit Anwalt über Kobtaktverbot geredet?

Ändere deinen Kurs! Mir Weicheierei kannst du den nicht beeindrucken. Der muss merken, dass du ihn für dein Kind zur Leiche machst und auch über solche gehst um das Baby zu schützen.

LG

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Nein um das mal deutlich zu sagen, ich bin schon ausgezogen, habe schon alles in die Wege geleitet.
Selbstverständlich ist der Fall aktenkundig.
Und selbstverständlich war ich schon beim Jugenfamt. Und auch schon beim Anwalt. Und ich gehe auch alleine zur Beratung von Profamilia.
Allerdings raten mir alle, mich irgendwie mit dem Erzeuger gut zu stellen, weil er trotz dem Vorfall anscheinend gute Karten für das gemeinsame Sorgerecht hat (momentan hat er die Vaterschaft noch nicht anerkannt), also wird er sie einklagen. Mit rechnet aber keiner von den oben genannten Institutionen gute Chancen ein, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Deshalb meine Frage, wie ich den künftigen Umgang und alles weitere mit ihm regeln könnte, wenn er schon (LEIDER) Teil unseres Lebens bleiben darf.
Ich selber, werde selbstverständlich dafür kämpfen dass es nicht soweit kommt.

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Ja, damit er das GSR NICHT bekommt musst du leider belegen, dass er dem Kindeswohl schadet. Und da ist das Knie im Bauch bisher der einzige Beleg.

Das viel größere Problem wird der Umgang sein. Wie der laufen soll, ist mir ein Rätsel.

LG

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Ich würde mir ebenfalls das Jugendamt ins Boot holen. Ein etwas größerer Abstand (eine andere Stadt oder so) wäre auf jeden Fall von Vorteil. Wenn du stillst, bist du erstmal im Vorteil. Dann kann er das Kind ja nicht mitnehmen. Ich würde wenn du Kontakt zubihm halten willst, nicht in die Konfrontation gehen. Im Endeffekt entscheidet das Gericht und wenn du Pech hast bekommt er am Wochenende oder so alleinigen Umgang. Ich würde deine Sorgen und Nöte beim Jugendamt ansprechen und dass er nach wie vor trinkt. Es geht beim Jugendamt immer nur ums Kind, deine Bedürfnisse würde ich komplett raus lassen. Und dann würde ich auf begleiteten Umgang bestehen....da wäre immer eine Betreuungsperson dabei, die ihn "begutachtet". Auf Dauer wird er aber wahrscheinlich auch alleinigen Umgang bekommen.
Habt ihr die Vaterschaft anerkennen lassen? Umziehen und ihn nicht angeben, wäre das eine Option? Wenn du wirklich Sorge hast, dass er auch so gegenüber dem Kind handelt, wäre das mein Rat. Tut mir sehr leid für euch beide, aber manchmal muss man über sich hinaus wachsen. Viel Kraft für die nächste Zeit!

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Das Umgangsrecht hat nichts mit dem Sorgerecht zu tun.

Als nicht verheiratete Frau hast du automatisch das alleinige Sorgerecht und er muss das einklagen wenn er ein gemeinsames Sorgerecht möchte. Dabei geht es dann schon auch um so Sachen wie Drohungen dir gegenüber daher gut dokumentieren und ich denke auch mal wie er als Alkoholiker Entscheidungen überhaupt mit treffen kann. Das gemeinsame Sorgerecht besteht weil man davon ausgeht, dass 2 Elternteile besser als nur eines entscheiden können. Es darf nicht dazu benutzt werden dem ex-Partner das Leben schwer zu machen.

Du kannst ihn nicht ändern und ihm nicht ändern also würde ich auch keine Gespräche zur Zeit mit ihm bei ProFamilia etc führen. Das kostet dich nur Energie.

Wenn er Umgang möchte, dann muss er auf dich zukommen und dann könnt ihr das mit dem Jugendamt/Pro Familia etc besprechen wie das funktionieren kann. Warum du dir da jetzt so ein Stress machst, verstehe ich nicht so ganz. Es muss auf jeden Fall von ihm kommen und er muss sich dann ja zuverlässig dran halten. Sonst wird das nichts und bringt nur Unruhe fürs Kind.

Geniess die letzten Wochen der Schwangerschaft!