Umgangsregelung Säugling

    • (1) 13.09.18 - 13:59

      Hallo ihr Lieben,

      Bin ziemlich aufgewühlt und durcheinander.

      Vielleicht könnt ihr mir einfach eure Erfahrungen mitteilen.

      Es ist jetzt zu einer Trennung gekommen. Mein kleiner Sohn ist gerade mal 2 Wochen alt und der Vater knallt mir sachen an den Kopf die mir die Nackenhaare zu berge stehen lassen.

      Momentan wohnen wir noch zu sammen in 1.5 wochen ziehe ich mit dem kleinen aus. Wir sind nicht verheiratet. Das Sorgerecht ist geteilt. Er beschwert sich das er den kleinen zu wenig bei sich hat, ihn zu wenig versorgen kann usw. Nachts betreue ich ihn da ich mit ihm in einem zimmer schlafe. Bisher hat der kleine auch nicht gut bei ihm getrunken.

      Dann hat er mir gesagt was er mit dem kleinen alles machen will wenn er etwas älter ist. Auch das seine 2 großen Hunde ihn ja mal umrennen können das währe normal und gehört dazu.

      Dann will er den kleinen am liebsten noch unter einem Jahr jedes 2 Wochenende komplett bei sich haben.

      Dann eine Regelung am liebsten wann er dann bei mir kommen und gehen kann um den kleinen zu sehen.

      Ist dabei aber nicht zuverlässig. Gestern war er mit dem kleinen bei seiner Mutter zu besuch es war abgesprochen das er in einem bestimmten Zeitfenster wieder da ist. Ohne Nachricht oder irgendwas kam er dann 25 Minuten zu spät. Ich weiß es waren nur 25 aber ich habe mir dennoch sorgen gemacht. Heute 25 Minuten und dann in 1 Jahr? Heute bekomme ich zu hören am besten ziehe ich ohne den kleinen aus. Auch will er mir wohl aus wut dann in die Kindergartenauswahl und so weiter reinreden.

      Ich würde gerne wissen wie bei euch so die Regelungen des Umganges bei einem so kleinen Kind sind auch mit Hinblick auf Übernachtungen.

      Und beim Jungendamt/Anwältin habe ich bereits Termine weil noch ganz andere Sachen hier ablaufen.

      Vielleicht habt ihr ja ein paar Antworten.

      Liebe Grüße

      Lilliann

      • Das soll jetzt nicht böse klingen, aber er scheint sich mehr um seinen Sohn kümmern zu wollen und Du scheinst das zu verweigern. Zudem scheint da mehr dahinter zu stecken als nur die Klopperei um das Kind. Baut ihr das gerade unbewusst zum Nebenkriegsschauplatz bei der Trennung aus?

        Generell gibt es keine Vorgaben für den Umgang. Man sollte sich natürlich als Mutter und Vater zu gleichen Teilen kümmern können, also wenigstens hälftig. Das scheint er ja zu wollen. D.h. Du solltest ihm möglichst oft Umgang ermöglichen, bei so kleinen Kindern lieber öfter pro Woche. Wie wäre es zwei Nachmittage unter der Woche und einen Tag am Wochenende?

        • So in der art habe ich ihm das auch vorgeschlagen. Nach seiner Meinung währe ed am besten wenn ich ohne den kleinen ausziehen würde oder der kleine dann immer parat steht so wie er gerade möchte oder zeit hat. Auch möchte er sich, habe ich den Verdacht in Kindergartenbelange mit einbringen um mich zu ärgern. Mit der Aussage wenn mir in dem kindergarten, ich benutze jetzt das Wort zu viele türkische kinder sind, verbieten ihn dort unter zu bringen. Hauptsache ihm gefällt der Kindergarten auch wenn ich dann wenn ich wieder arbeite einmal komplett durch die stadt muss. Habe die aussage bekommen gefällt er ihm nicht verbietet er das er in den kindergarten gehen darf.

          Darunter verstehe ich leider nicht das mann zusammen arbeitet.

          Um auch vielleicht meine ängste besser nachvollziehen zu können. Er möchte wenn es nächstes jahr warm genug ist mit ihm in einer kieskuhle baden gehen die zu einem kieswerk gehört wo das betreten illegal ist. Oder wenn ich es nicht mehr sehen kann den kleinen zu den hunden in deren korb legen weil er freude daran hat. Die hündin ist hibbelig und aufgeregt. So wie ich sie kenne sind da Verletzungen für den kleinen nicht ausgeschlossen.

          Daher kommt mein wunsch den umgang durch entsprechende stelle regeln zu lassen. Habe auch schon zu hören bekommen wenn ich ausziehe gebe ich ihm den kleinen sowieso nicht um ihn zu ärgern.

          Ich möchte das die beiden kontakt haben aber es soll auch klar geregelt werden wie dieser statt zu finden hat.

          • Es schadet sicherlich nicht, sich mit Mediatoren vom Jugendamt zusammenzusetzen. Bei uns macht das eine Sozialarbeiterin, die vermittelt dann zwischen den Eltern.

      (5) 13.09.18 - 22:01

      Ich denke bei euch muss jemand externes her.
      Euer Kind ist 2 (!) Wochen alt. Du bist mitten im Wochenbett und solltest eigentlich mit deinem Kind im Bett sein und der Partner dabei.
      Ich glaube es muss wirklich jemand deutlich machen, wie klein euer Kind noch ist.
      Das es bei dem einen besser trinkt als beim anderen ist durchaus möglich. Dein Kind war bis vor kurzem noch in deinem Bauch und braucht dieses hin und her nicht.
      Gar nicht.
      Also mein Rat: Zeitnah externen Beistand holen. Für euch beide!

      Hallo Lilliann , Schade das man sich 2 Wochen nach der Geburt schon trennt, wo andere sich über das neue Familienmitglied freuen und genießen. Naja ich kann mir vorstellen warum er so reagiert. Er ist stolz ein Kind zu haben, weiß aber schon , das du mit dem Kind bald gehst und er ihn nicht mehr täglich sehen kann. Mhhh würde es dir nicht auch so gehen oder ? Verlustangst kommt da hoch. Da sagt man vielleicht nicht alles richtig. Das Baby ist mal gerade 2 Wochen da , auf das er sich 9 Monate gefreut hat und nun gehst , mit eurem Sohn. Lass ihn erstmal den Schmerz realisieren, denn nach dem Umzug wird es nochmal schwerer. Du gehst mit eurem Sohn , er bleibt ohne ihn zurück. Gebe dem Papa das Gefühl , das er seinen Sohn nicht verlieren wird , auch wenn ihr euch trennt, er immer an seinem Leben teilhaben wird. Jetzt schon Vorschriften zu machen , ängstigt ihn und denn kommen schon mal solche Aussagen. Ja setzt euch mit einer neutralen fachlichen Person zusammen, und regelt das beste für alle. Da euer Sohn noch sehr klein ist , wird es vorkommen , das es in der Woche zu mehren Tagen Umgang bekommen. Damit musst du leben , denn es ist auch sein Kind. Denn anders herum , stell dir mal vor. Du müsstest alleine gehen , ohne deinen Sohn. Macht das beste drauß für euren Sohn und versucht auf Elternebene , einen guten Weg zu finden , zum Wohle eures Kindes.
      Ich und mein Mann haben das jahrelang das versucht, mit der Kindesmutter ,vom Sohn meines Mannes. Was von der Kindesmutter immer wieder gestört wurde. Letztendlich bekam mein Mann den Sohn zu uns. Der Junge hat nur gelitten und das sollte es nicht. Sondern unbeschwert aufwachsen können, auch wenn man getrennt ist , als Eltern. Drück euch die Daumen, das dieses euch gelingt.

      • Danke auch euch für eure antworten. Ich bin ganz ehrlich seine gefühle sind mir nach dem was zwischen uns abgelaufen ist total egal. Mir geht es wirklich nur noch um den kleinen. Hab versucht ihm sogar an zu bieten wenn wir das untereinander einigermaßen hinbekommen zusätzlich alle 2 wochen mit dem kleinen für eine nacht zu ihm zu gehen. Da er genau wie ihr gesagt habt noch so klein ist und ich ihn einfach nicht über nacht weg gebe. Aber auch das kommt für ihn nicht in frage. Gestern abend noch wollte er ihn für eine stunde bei sich haben um mit ihm videos zu gucken...... den satz lasse ich jetzt mal so stehen. Nach nicht mal ner halben stunde bringt er mir den kleinen wieder. Der wird wohl gleich schlafen. Legt ihn einfach hin geht runter und guckt tv.

        Ich für mich habe schon einen termin gemacht um mich vorab erstmal beraten zu lassen. Einen gemeinsamen Termin nehme ich erst war wenn ich ausgezogen bin. Denn danach hier wieder mit her. Das könnt ihr sicherlich verstehen schaffe ich nicht. Er setzt mich seit tagen weiter unter druck weil er von mir eine verbindliche Aussage zu dem umgang haben will. Meinen gegen vorschlag zu sehen wie es läuft und ihm den kleinen zu geben wenn es auf beiden Seiten passt will er so auch nicht. Ist so nen Beispiel auch. Der kleine ist gerade nachem trinken eingeschlafen. Da kommt er will ihn am liebsten wieder hochreißen weil er genau in dem Moment mit ihm spazieren gehen will. Wenn ich ihn bitte zu warten bis der kleine wieder wach geworden ist reagiert er beleidigt. Oder sehe ich das so falsch, das mann ein kind nicht wecken soll nur weil ein elternteil gerade etwas will was auch später geht?

        • Ihm scheint gar nicht klar zu sein, was ein Säugling für Bedürfnisse hat. Es scheint ihm nur darum zu gehen, seine eigenen Wünsche zu befriedigen, bspw. indem er gleichzeitig zockt und das Baby darf "zuschauen". Oder, wenn er spazieren gehen will, dann kann man das Baby schon mitnehmen, egal was gerade ist.

          Sieh mal zu, dass Du ein paar Elternratgeber findest in denen der richtige Umgang mit Säuglingen beschrieben wird. Er macht zwar nichts wirklich gefährliches, aber ungünstig ist das so schon.

          • Denke das wird bei ihm nichts bringen. Lesen nein danke. Seine andere Tochter ist ja auch groß geworden. Unabhängig vob dem kleinen hat er mir gegenüber mal gesagt er ist ja wie gott.......

            Habe um für ruhe zu sorgen für die nächste woche 2 tage mit ihm vereinbart an denen er den kleinen erstmal für jeweils 2 stunden mit raus oder zu seiner mutter nehmen kann. Da soll er zeigen das er pünktlich ist und sich an Absprachen hält.

            Übrigens hat der kleine das von gestern wie er mich im beisein des kleinen wieder angemault hat nicht gut verkraftet. War immer wieder am weinen unruhig hat schlecht getrunken. Die nacht sitzt uns noch in den knochen. Habe mit meiner hebi darüber gesprochen sie sieht das auch so das der kleine zu viel mitbekommen hat. Zur not schmeiße ich ihn dann aus dem zimmer und kläre das wo anders weiter.

            Auch soll der kleine gelagert werden da er immer auf einer seite liegt. Das habe ich ihm auch gesagt als er vom spaziergang wieder kam war der kleine wieder nicht auf der seite gelagert. Komisch das es bei mir aber geht.

            Ich lese viel alles was ich so an Informationen bekommen kann da es ja mein ersters kind ist. Kann nur versuchen da irgendwie dann auf ihn einzuwirken das er was anders macht.

            • (10) 14.09.18 - 18:29

              Weißt du, ich denke, bei euch herrscht von Anfang an ein Ungleichgewicht.

              Ihr seid beide seit 2 Wochen Eltern, seid beide sorgeberechtigt.
              Aber aus jedem Satz bei dir liest man heraus:
              - du weißt was gut und richtig ist
              - du lässt ihn für 2h zu seiner Mutter
              - du überlegst wie viel Umgang er haben kann
              - du könntest dir vorstellen für eine Nacht bei ihm zu schlafen, damit er das Kind über Nacht hat.

              Jetzt stell dir mal vor, es wäre gesetzlich so üblich, dass Kinder nach der Geburt vom Vater betreut würden. Und du, die das Kind so liebt wie der Vater, musst damit umgehen, dass
              - er weiß was gut und richtig ist
              - er lässt dich für 2h zu deiner Mutter damit du mal beweisen kannst, ob du pünktlich und zuverlässig bist
              - er will dir vorgeben, wie oft und lange du dein Kind sehen darfst, wenn er mit ihm ausgezogen ist.

              Fühlt sich das nicht kacke an? Du bist gleichberechtigtes Elternteil und musst quasi "Männchen machen" weil dein angehender Expartner die Regeln bestimmt.

              Ich weiß nicht, womit er dich verletzt hat. Aber hier geht es nicht darum, dass du ihm einen Gefallen tun sollst. Sondern es geht darum, dass euer Kind zwei gleichberechtigte Eltern hat und braucht und du dich für euer Kind bemühen solltest, dich nicht als "Chef-Elternteil" zu sehen. Das kann nur zu Gegenwehr führen.

              Eine gute Lösung für euer Kind kann nur darin liegen, dass ihr beide möglichst schnell in einer Mediation lernt, dass es für gute Elternschaft nicht von Belang sein darf, ob und wer ein/e Versager/in in der Beziehung war.

              Vielleicht fällt es dir leichter, eine Strategie zu finden, die zu einer guten Ausgangslage für euer Kind führt, wenn du dir immer mal wieder vor Augen führst, wie sich die Dinge, die du dir vorstellst, für dich selbst anfühlen würden.

              LG

    Ich möchte hier mal dem allgemeinen Tenor widersprechen....
    Ich lese es nicht in erster Linie als den treusorgenden Vater.
    Ich kann deine Sorgen und Ängste zu 100% nachvollziehen.

    Zumal du einfach im Wochenbett bist und bis Anschlag mit Hormonen voll bist!!!!
    Hut ab, wie klar und gefasst du das alles siehst.

    Wann hast du denn deinen JA Termin?
    Du brauchst dringend Beratung!!
    Auch wenn ihr geteiltes Sorgerecht habt, kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein kleiner Wurm schon über Nacht weg darf / soll....
    Den Papa sehen und kennenlernen ja - aber alles im Rahmen.

    Falls du die Drohungen in irgendeiner Art und Weise dokumentieren kannst, würde ich die das unbedingt raten. Wer weiss wann du das gebrauchen kannst....

    Halt die Ohren steif und lass hol dir Hilfe wo du nur kannst.
    Geh zu Profamilia, der Caritas oder wohin auch immer.
    Nicht alle sind gleich kompetent aber nur so wirst du alle Infos bekommen....

    (12) 21.09.18 - 09:19

    Moin!

    Du bist zu Recht durcheinander und so kurz nach der Geburt kann man logischerweise weder einen geordeneten Umzug inkl. Betreuungsregelung auf die Beine stellen noch einen klaren Gedanken fassen.

    Ich lese aus demText heraus, dass du nicht stillst? Wenn du stillst, ist es logisch, dass du das Baby überwiegend hast und er mehr der Besuch ist (kann sich ja später ändern).

    Ich würde an deiner Stelle erstmal dringend in dieser Reihenfolge:

    - deine Hebamme einweihen
    - wenn du keine hast, unbedingt noch heute eine Hebamme bzw. am besten Familienhebamme "buchen". Du kannst mich gern per PN anschreiben, dann google ich dir das
    - die Hebamme kommt zu dir nach Hause und kann deinen Gesundheitszustand und das Baby so einschätzen, dass sie mit dir einen kleinen Plan für die nächste Zeit ausarbeitet. Also wann und wie ziehst du aus und was ist mit dem Umgang des Vaters
    - evtl. könnte der Umgang gemeinsam stattfinden, also nicht: er nimmt das Baby mit, sondern er kommt (gern täglich) zu dir und kümmert sich um das Baby - damit er auch seine Ruhe hat, könntest du dich in einem anderen Raum aufhalten. Ein so kleines Baby hin und her zu geben, halte ich nicht für gut. Aber frage da mal die Hebamme.
    - an Kita oder irgendwelche Dinge, die nicht jetzt sein müssen, bitte noch keinen Gedanken verschwenden. Das regelt sich später viel besser als jetzt.

    LG, Nele

    • (13) 21.09.18 - 09:54

      Liebe Nele,

      Danke für deine Nachricht. Und deine tipps. Eine Hebi habe ich und das sie zu meiner Familienhebamme wird wied ende des monats in die Wege geleitet. Desweiteren bin ich montag morgen beim jugendamt um dort vorzusprechen. Eine psychologin für gespräche habe ich mir auch gesucht undmit dem arzt zur weiteren abklärung bezüglich einer depression stehe ich auch in kontakt.

      Mitlerweile ist es so das er anscheinend an seinem sohn doch nicht so viel interesse hat wie er vorgegeben hat. Jetzt in der ganzen woche hat er einen spaziergang mit ihm gemacht und war gestern für ein paar stunden mit ihm angeblich bei seiner mutter. Allerdings werde ich da einen riegel vorschieben das kommt nicht mehr on frage!!!

      Denn der kleine war danach völlig durch den wind. Konnte kaum einschlafen wenn er dann für ein paar minuten geschlafen hat war er völlig unruhig dabei. Er leiß sich nicht ablegen wollte nur bei mir auf dem arm sein. Er hat sogar was er noch nie gemacht hat eine halbe stunde an meiner brust genuckelt ich denke um sich zu beruhigen denn getrunken hatte er und zeigte keine weiteren anzeichen für hunger. Zwischen trinken und dem kurzen einnicken hat er fast nur geschrien. Gegen halb 2 ist er dann völlig erschöpft eingeschlafen.

      Also haben wir jetzt den stand das sich der Kindsvater doch nicht so für seinen sohn intetessiert. Bevor wieder gesagt wird ich lasse ihn nicht an den kleinen. Er hatte jede möglichkeit wenn er wach war was mit ihm zu machen. Aber anstatt das zu tun wurde ich wieder weiterhin angemault und beleidigt und angegangen. Jetzt am samstag habe ich erstmal meinen umzug und dann wird es für uns etwas ruhiger.

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