Darf die Neue vom Ex unserem Kind ohne Absprache Medikamente geben?

    • (1) 24.09.18 - 17:29

      Hallo,

      zum allgemeinen Verstehen der Sachlage kurz ein paar Eckdaten:

      wir Eltern haben das gemeinsame Sorgerecht unserer Tochter (11) und leben seit 2 Jahren getrennt.
      Beide Elternteile haben neue Partner - beim Vater lebt die Neue mit in der Wohnung.
      Unsere Tochter geht jedes Wochenende für eine Übernachtung zum Vater.

      Nun zu meiner Frage:
      Anfang des Jahres wurde unsere Tochter krank und bekam diverse Mittel vom Kinderarzt verordnet...nacheinander versteht sich;-).
      An einem Wochenende hat die Freundin meines Mannes diese verordneten Medikamente abgesetzt, ist sonntags in die Apotheke gegangen und hat "das richtige Medikament" besorgt und ihr verabreicht. Zur Info - dieses Medikament hatten wir mit dem Kinderarzt schon ausprobiert und waren bei stärkeren Mitteln angekommen.

      Nun zu meiner Frage:
      Ich war sehr aufgebracht als ich davon erfahren habe, habe am nächsten Tag ein Gespräch zu Dritt gefordert. Da habe ich ganz klar zu verstehen gegeben, das niemals jemand anders als die Eltern unserer Tochter so etwas entscheiden und ausführen!!!
      Für mich grenzt soetwas an Körperverletzung - liege ich damit richtig oder überteibe ich?
      Ärztlich verordnete Medikamente absetzen und eigenes ansetzen #schock

      Nun bin ich gespannt, ob ich mich da in etwas reinsteiger und masslos übertreibe?!?

      Gruss, Hawaii

      • (2) 24.09.18 - 18:00

        Kommt drauf an finde ich.
        Wenn ich mich mit dem Vater einige, es erstmal mit Naturmedizin zu regeln und die neue Partnerin dröhnt eigenmächtig mit Chemie zu, hätte ich wohl ein Thema.
        Aber so kann man jetzt nicht erkennen um was es geht.
        Hat sie das denn ohne Rücksprache mit dem Vater getan?

        Kommt völlig drauf an... wenn es nur um eine Erkältung geht, würde ich es einmal klarstellen, wer die Eltern sind und es darauf beruhen lassen.

        Bei schwerwiegenderen Krankheiten, wo die Medikamentengabe sehr eng mit dem Arzt abgestimmt ist, ist es ein absolutes No-Go! Da gäbe es von meiner Seite auch die Ankündigung von rechtlichen Schritten, sollte das erneut passieren.

        Gruß

        Kommunikation ist alles ... vielleicht wer es echt hilfreich gewesen, wenn du dem Vater und möglichst auch der Lebensgefährtin mitgeteilt hättest, warum das Kind stärkere Medikamente als üblich nimmt.

        Generell würde ich - ich bin auch eine Next - solche Entscheidungen den Eltern - hier: dem Vater der Kinder überlassen. Ich würde ihm aber vermutlich den Rat geben, die Medikamente umzustellen, wenn ich - aus welchem Grund auch immer - der Überzeugung bin, dass das Kind falsch behandelt wird. Da könnte es natürlich zur "Falschberatung" kommen, wenn solche wichtigen Informationen nicht weitergegeben werden. Dann würde der Vater evtl. mich beauftragen, um zu tun, was ich empfohlen habe.

        Im Notfall - also wenn ich das Gefühl hätte, dem Kind geht es mit dem Medikament sehr schlecht (oder es schadet ihm) und eine Rücksprache mit dem Vater oder der Mutter ist nicht möglich - würde ich aber auch als "Next" direkt handeln - man könnte es sonst als durchaus auch als unterlassene Hilfeleistung sehen, nicht wahr? (Vermutlich würde ich aber eher einen Notarzt aufsuchen als ein Medikament einfach mal so zu wechseln).

        Wenn sie an einem Sonntag extra zur Notapotheke gegangen ist, hat sie diese Entscheidung offenbar für ziemlich dringlich angesehen - hast du mal nachgefragt, warum sie so entschieden hat? Aus Jux und Dolleres war sie bestimmt nicht bei der Notapotheke.

      • Hey,
        Ich bin garantiert kein Muster Beispiel für gelungene Kommunikation, aber man lernt ja ständig dazu.

        Die Frage ist für mich, was habt ihr im Vorfeld besprochen?
        Warum hat euer Kind die Medikamente erhalten?
        War ihr klar, dass die anderen schon ausprobiert wurden?
        Waren es “normale“ Mittel, wie augentropfen, nasentropfen oder oder, die leicht ausgetauscht werden können und jeder Arzt unterschiedlich verschreibt?
        Sonst hätte sie diese nicht einfach in der Apotheke bekommen!

        Was hat sie für Aufgaben in der Erziehung euer Tochter?
        Auch wenn sie nicht die Mutter ist, sorgt sie ja sicherlich für sie.
        Bei uns ist es ähnlich, wir haben beide neue Partner und ich bin über beide heilfroh, sie entlasten und vier Augen sehen immer besser als zwei.

        Wie habt ihr es dann gelöst?
        Es ist ja schon Anfang des Jahres passiert, wenn ich es richtig verstanden habe.

        (6) 25.09.18 - 10:59

        Ich kann dich gut verstehen und wäre an deiner Stelle auch mächtig sauer gewesen.
        Meiner Meinung nach geht das eindeutig zu weit!

        Ich bin übrigens auch Next,niemals würde ich auf die Idee kommen den Kindern meines Mannes irgendwelche neuen Medikamente zu besorgen.

      • Was ich mich frage...wo war der Vater denn dabei??
        Wenn sie in der Apotheke war, dann doch wohl deshalb, weil er daheim auf das kranke Kind aufgepasst hat...oder?????
        Dann wird sie doch mit ihm gesprochen und das in seinem Auftrag getan haben...

        • (8) 27.09.18 - 08:05

          Das kommt doch ganz auf die Schwere der Krankheit an. Eine erkältete 11jährige kann auch ein Weilchen allein zu Hause bleiben.

      (9) 25.09.18 - 12:00

      Ich frage mich: Redet ihr alle nicht miteinander?
      Gerade wenn das Kind krank ist, tauscht man sich doch mit dem anderen Elternteil und ggf. dessen Partner aus, was das Kind hat, welche Medikamente der Arzt verschrieben hat und wie diese einzunehmen sind.

      Demnach muss der Vater doch gewusst haben, warum sie diese Medikamente bekommt und keine anderen. Hat er seine Partnerin mit dem Kind an dem Wochenende alleine gelassen? Anders kann ich mir nicht erklären, wie er nicht mitbekommen haben soll, dass seine Partnerin andere Medikamente geholt und verabreicht hat.
      Oder hat er es mitbekommen und war einverstanden? Dann hat ja er als Vater so entschieden und nicht die Partnerin.

      Sollte sie auf das Kind aufgepasst haben und der Vater war gar nicht anwesend, dann würde ich auch nicht wollen, dass sie ohne Hintergrundwissen einfach die Medikamente nach Lust und Laune ändert. Das finde ich bei schwerwiegenden Krankheiten verantwortungslos.
      Hast du denn vorher mit ihr abgesprochen, was und warum das Kind die Medikamente bekommt, falls der Vater an dem Wochenende nicht da war?

      (10) 25.09.18 - 14:34

      Für mich bestünde jetzt ein genereller Unterschied, ob sie statt Hustensaft A Hustensaft B verabreicht (das würde ich jetzt nicht so toll finden).

      Oder ob sie eine notwendige Antibiotika-Gabe abbricht um Homöpathie ins Kind zu befördern (dann würde ich sie erwürgen).

      Ich würde generell mit dem Vater klären, in wie weit er da informiert war. Mit 11 wusste aber mein Kind auch genau, was er warum nehmen soll und hätte dann interveniert. Wenn es wichtige Medikamente waren, hätte auch der Vater ein entsprechendes Feedback hinsichtlich Krankheit und Medikamenten von mir erhalten, so dass die Situation vielleicht vermeidbar gewesen wäre.

      LG

      • (11) 25.09.18 - 15:12

        Genau das verstehe ich nicht..wenn es soooo wichtige Medis waren, muss doch mindestens der Vater des Kindes informiert gewesen sein!!!
        Und das Kind ist mit 11 auch kein Baby mehr und kann sprechen...

    (12) 26.09.18 - 19:09

    Da du hier nichts weiter erklärst dazu, bin ich eher der Meinung du steigerst dich in etwas rein und übertreibst. Du schreibst weder was der Vater gesagt hat, noch kann es sich um ein allzu gefährliches Medikament handeln, wenn die Next es rezeptfrei in der Apotheke bekommt. Außerdem ist das Kind 11 Jahre und selbst mein 10-jähriger, geistig behinderter Sohn nimmt garantiert kein Medikament ein, was er nicht kennt.

    Solange du uns also nicht exakt sagst, welches Medikament es war was hier weggelassen bzw. genommen wurde und was die gesamte Geschichte war, kann dir hier niemand sagen, ob das für exakt diesen Fall eine Körperverletzung war.
    Einen Epileptiker sein Antiepileptikum vorzuenthalten und stattdessen irgendwelche Globulis zu geben ist definitiv Körperverletzung. In dem Fall hätte ich aber keine Aussprache zu Dritt gefordert, sondern wäre wirklich deutlicher vorgegangen.

    Hallo!

    keine Ahnung ob es angemessen ist die da aufzuregen, oder ob Du ihr eigentlich dankbar sein solltest.
    Ist vielleicht KiÄtin?
    Ich hätte sie (und den Ex gleich mit!) ansatzlos und ohne Aussprache um einen Kopf gekürzt, sofern sie irgendeines der verschreibungspflichtigen Medikamente (Antibiotika, Hormone, Psychopharmaka, Blutdruck-/ Herzmedikamente, Cortison, ....) abgesetzt hätte und gegen einen frei verkäuflichen Zauber aus der Apotheke ersetzt hätte.

    Über alles andere lässt sich reden und vielleicht wäre ich ihr dankbar, wenn sie so aufmerksam gewesen wäre und erkannt hätte, dass es meinem Kind schlechter geht und was anderes bräuchte. Als Next hätte ich es mit dem Vater abgestimmt. Es bliebe aber immer noch seine Entscheidung ob er das mit Dir abspricht. - Man kann es sich wünschen.

    LG, I.

    (14) 29.09.18 - 09:29

    Ich finde es kommt auf das Betreuungsmodell an. Wenn die Kleine 1 Woche da ist, muss der Vater oder neue Partnerin handeln (obwohl man da ja auch mal kurz anrufen könnte wenn man schon wegen Wochenende nicht zum Kinderarzt gehen kann). Wenn man jedoch am Sonntag morgen um 9 zur Apotheke geht um ein schwächeres Medikament zu kaufen und die Tochter um 6 wieder bei dir ergibt das keinen Sinn.

    Ich würde sehr sachlich bitten, das nächste Mal dich kurz anzurufen. Mehr kannst du wohl nicht machen...

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