Umgang mit Expartner

    • (1) 15.10.18 - 13:29

      Hallo ihr Lieben,

      vor ein paar Wochen habe ich ja bereits berichtet, dass der Vater meiner großen Tochter gegen meine Schwangerschaft ist und der Meinung war, er hätte Mitspracherecht bei der Familienplanung gehabt. Darüber habe ich mich aufgeregt, dann herzlich gelacht und ihm dazu in einem ruhigen Moment meine Sicht der Dinge erklärt.

      Nun ist es so, dass er mir bei jedem Zusammentreffen vorhält, dass meine Umgangsformen nicht seinem Gusto entsprechen. Erst heute wieder, im Beisein unserer Tochter, sagte er mir, ich würde bei Whatsapp ja nie Hallo und tschüss schreiben ( mache ich bei niemandem... Es ist ne SMS, Hallo????). Er betitelt mich immer wieder als unhöflich, schlecht erzogen und unverschämt.

      Ganz am Rande: ich lege extrem viel wert auf Umgangsformen im persönlichen Kontakt. Bei mir, sowie bei unserer Tochter.

      Wenn er etwas zu meckern hat, weil er der Meinung ist, mit mir könne man in Erziehungsdingen nicht reden, ja gut. Dann ist das seine Meinung und das muss ich hinnehmen.

      Aber er greift mich immer öfter persönlich an... nicht massiv unter der Gürtellinie, aber stellt mich vor unserer Tochter bloß. Ich konnte ihn heute leider nur auslachen. Auch wenn das nicht richtig war. Aber er steht bei uns im Hausflur, wettert erst gegen meinen Partner, dann gegen meine Mutter ( er möchte nicht, dass die beiden Zeit mit unsere Tochter verbringen) und als ihm die Argumente ausgehen, wird mir gesagt (o-ton)

      Du solltest mal an deinem Ton mir gegenüber arbeiten, Fräulein. Du bist unverschämt und unhöflich. Nichtmal ein Hallo und tschüss ist bei dir möglich.

      Ich konnte nicht mehr sagen als: Bist du jetzt mein Vater?

      Ich bin 30 Jahre alt, habe Abitur, einen Job, Jura nebenher studiert... Und muss mir von meinem ex sowas sagen lassen ? Unsere Tochter war auch total irritiert. Sie hat mir so leid ! Ihr Blick... Ich finde es unmöglich sowas vor dem Kind auszutragen. Das habe ich ihm dann auch gesagt. Er soll sich demnächst bitte zurückhalten, wenn sie dabei ist. Gerade, wenn er gegen geliebte Personen wettert ( Oma, Stiefpapa, Mama) ...



      Aber wie soll ich mich weiter verhalten? Was soll ich tun, wenn das wieder vorkommt?

      • (2) 15.10.18 - 14:20

        1. Bleib dabei, solche Gespräche nicht vor dem Kind führen zu wollen. Fängt er nächstesmal wieder damit an, drück ihm einen Zettel mit Namen und Telefonnummer Deiner zuständigen Sachbearbeiterin vom Jugendamt in die Hand. Sag ihm ganz ruhig dazu, dass er sich gerne dort wegen Deines Umgangstones beschweren darf. Und dass Du, wenn er Dich deswegen noch einmal anspricht einen Termin zum mediativen Elterngespräch vereinbaren wirst, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

        2. Lässt er es dann nicht sein, Dich weiter anzugreifen, wenn er Dich sieht, dann verabschiede Dich in Zukunft in Deiner Wohnung vom Kind und schick sie alleine raus. Vereinbare dann den o.g. Termin beim Jugendamt.

        3. Mach Dir die Mechanismen klar, die bei ihm dazu führen, dass er Dich so behandeln muss. Er verliert die Kontrolle über Dich und das missfällt ihm so sehr, dass er sich in Deine intimsten Bereiche drängen muss. Schwangerschaft, Partnerschaft, Familie. Und da er damit nicht weiter kommt, wird er noch persönlicher. Dir Unhöflichkeit zu unterstellen sagt ja mehr über ihn als über Dich. Offenbar mangelt es ihm an Deiner Zuwendung. Wie wärs mal wenn Du ihm ganz freundlich sagst: "Es tut mir ja wirklich leid, wie sehr es Dich unsere Trennung anscheinend noch belastet, so wie Du mich immer versuchst auf persönlicher Ebene anzugreifen. Ich wünsche Dir wirklich, Du würdest das endlich hinter Dir lassen können."

        • (3) 15.10.18 - 14:34

          Danke für deine Antwort.

          Letzteres kam immer von ihm. Ich wäre neidisch auf sein Leben und was er sich aufgebaut hat ( das Haus in dem er lebt haben wir während der Beziehung in Eigenleistung gebaut. Er und ich ... seitdem hat sich beruflich und persönlich nichts verändert. Bis auf eine neue Beziehung die er führt).

          Vor ein paar Wochen am Telefon sagte er mir bereits, dass er ein Problem mit meiner Lebensführung hätte. Für ein Kind sei das so nicht förderlich. In einer wilden Ehe, Patchwork und dann ist kein Partner auch noch Ausländer! Das findet er alles für seine Tochter nicht gut. Aber weil ich mich querstelle und Väter in Deutschland ja sowieso keine Rechte hätten, müsse er hinnehmen, dass seine Tochter in asozialen Verhältnissen groß wird.
          Sowas tangiert mich aber kaum. Solange sie nichts davon mitbekommt soll er er reden. Das kenne ich seit der Beziehung. Großes Gerede, aber es folgt nichts.

          Mein Problem sind die Situationen in denen unsere Tochter dabei steht und ich nicht so antworten kann wie ich es im Normalfall unter Erwachsenen täte.

          • (4) 15.10.18 - 14:44

            Da hat er aber den Spieß sehr umgedreht. Du hast es schließlich nicht nötig, ihn zu maßregeln. Wohl, weil er Dir recht herzlich egal ist als Expartner.

            Auf den Spruch mit der wilden Ehe hätte ich ihm wohl mit leuchtenden Augen geantwortet: "Du wünschst mir also, dass ich bald wieder heirate? Ja dann bespreche ich das schnellstmöglich mal mit XY". :-p

            • (5) 15.10.18 - 14:57

              Wir waren auch nie verheiratet. Also auch eine wilde Ehe.
              Sowas ist mein Problem. Solche Antworten kommen mir dann über die Lippen. Oder ich Frage hundertmal und "Und was genau ist jetzt das Problem? Was genau stört dich daran so sehr? Welches Argument spricht gegen dieses oder jenes ?"

              Bringt mich bzw und im Endeffekt aber nicht weiter. Im Gegenteil. Dann bin ich wieder unfreundlich.

              • (6) 15.10.18 - 17:03

                Nein, das denk ich auch. Einfach stehen lassen wird das beste sein. "Ich wünsch dir auch einen schönen Tag noch, wenn Du das weiter diskutieren willst, schreib mir" :-p

                Vielleicht heizt ihn wirklich auch an, dass Du drauf eingehst? Kannst Du denn die Gespräche irgendwie komplett unterbinden?

                • (7) 15.10.18 - 17:25

                  Nein. Unterbinden geht kaum. Er fordert über jeden Pups in Kenntnis gesetzt zu werden. Wo sie mit wem spielt, wann sie bei Oma ist, welche Hausaufgaben sie machen muss, ob sie alle Stifte im Etui angespitzt hat, ob der Kleber voll genug ist, und und und

                  • (8) 15.10.18 - 19:36

                    Er sollte dringend mal die Information erhalten, was gemeinsames Sorgerecht heißt. Das was er fordert jedenfalls nicht. Er hat ja Umgang mit dem Kind, da kann er diese Dinge alle selbst erfragen.

                    Was für eine Nervensäge.

                    LG

          (9) 15.10.18 - 17:06

          Das Ganze ist zermürbend. Ich würde mich nicht mehr drauf einlassen und wäre da auch schnell raus.
          1.Die Übergabe anders regeln: Über Schule
          Oder aber er klingelt und deine Tochter geht dann aus dem Haus.
          Hat hier so die Nachbarin geregelt. Der Vater wartet dann immer unten an der Haustür.
          Und ganz wichtig !
          Lass dich nicht auf Diskussionen ein. Da würde ich recht schmerzlos abbrechen. Wenn es wichtige , also wirklich wichtige 😉 Neuigkeiten über die Tochter gibt, die es beim Umgangswochenende zu beachten gibt, dann kann man schriftlich per Mail kommunizieren.
          Aber ich wüsste echt nicht, warum ich mit dem Ex reden müsste 🤷‍♀️.
          Mach’s einfach nicht. Wenn er anfängt zu labern, kurz sagen : wir hatten eine Zeit zusammen. Nun lebst du dein Leben , ich meins, Ende der Diskussion !“ Zmdrehen und gehen !
          Nicht immer rechtfertigen!

          • (10) 15.10.18 - 17:12

            Das ist so SCHWER!!!
            Ich will mich immer rechtfertigen. Vor allem hab ich immer schiss, dass er im Recht ist und ich voll einen an der Klatsche habe.

            Würde eine Mutter mit diesen Anliegen zu mir kommen wüsste ich genau was ich ihr raten würde. Aber ich bin betriebsblind.

      (11) 15.10.18 - 17:18

      Also ich würde diesen Diskussionen komplett aus dem Weg gehen. Guck ob jemand anders Eure Tochter übergeben kann oder aber die Treffen nur noch mit Kontaktbegleitung übers Jugendamt laufen lassen. Man kann dort auch mit dem Expartner zusammen Beratungstermin wahr nehmen, wo festgelegt wird, wie man sich zu verhalten hat!
      Deine Tochter hängt so ja immer wieder in dieser fürchterlichen Situation drin..

(12) 15.10.18 - 14:25

Hat er denn erklärt, wie er sich das konkret vorstellt, so ohne Kontakt zu deinem Partner?
Er hat doch auch eine neue Partnerin, oder?

Ihn scheint wirklich zu ärgern, dass dein Leben happy weiter geht.
Das ist meine Theorie. Verletztes Ego.


Würde auch versuchen freundlich zu bleiben (örks :D) und ggf darauf hinweisen dass alles ohne Kind gerne besprochen werden kann.

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