Umgangsrecht bei Neugeborenem

    • (1) 26.11.18 - 13:45

      Hallo Mamis und Papis,

      ich hoffe ihr könnt mir helfen da ich etwas verzweifelt bin.
      Ich habe mich in der Ss vom KV getrennt und in wenigen Wochen kommt das Baby zur Welt.
      Ich habe von Anfang an der Ss ziemliche Probleme mit dem KV. Er wollte das Kind nicht und hatte mich sogar zur Abtreibung gedrängt, was ich aber nicht übers Herz gebracht hatte. Mehr oder weniger hatte er sich damit abgefunden und die Beziehung lief weiter so dahin. Er hatte keinerlei Interesse in der Ss, war bei keinen Arzttermine dabei und auch so hatte ihn das Thema nicht interessiert und hat mich mit allem allein gelassen. (schwere Einkäufe,Babysachen kaufen usw.)
      Es kam dann zur Trennung und seitdem hab ich die Hölle auf erden da er nun doch Interesse am Kind hat. Ich bekomme von ihm mehrmals täglich drohungen, Unterstellungen, er redet mich bei Jugendamt schlecht, macht Telefonterror, verweigert bis heute die Vaterschaftsanerkennung usw.
      Natürlich hab ich immer wieder versucht dies mit ihm ruhig zu klären und versucht ihm klarzumachen das wir alles regeln können wenn das Baby da ist, weil ich möchte Frieden für das Baby. Ich möchte das wir als Eltern funktionieren, aber es geht nicht. Für einen Moment geht es gut und reden normal miteinander und im nächsten Moment hat er es sich wieder anderst überlegt und macht da weiter wo er aufgehört hatte. Ich habe schon vieles versucht um dieses zu umgehen damit ich noch die restlichen Wochen eine ruhige Ss habe bis die Geburt losgeht. Narichten und Anrufe ignoriert, Telefon abgestellt etc. aber er findet immer einen weg um mich zu kontaktieren, und wenn es über dritte ist.
      Ich konnte durch den stress bis heute keinen einzigen Tag meiner Ss geniessen. Hab schlaflose Nächte, Angstzustände und eine zeitlang bestand sogar die Gefahr das ich das Baby verlier.
      Ich befürchte das dieses Verhältnis mit ihm nicht besser wird wenn das Baby auf der Welt ist. Und davor hab ich Angst, das er mich nach der Geburt weiterhin fertig machen wird.
      Bevor ihr mich verurteilt, ich habe ihm alle türen offen gelassen was das umgangsrecht angeht, er darf sein Kind jederzeit sehen wenn er das möchte. Das habe ich ihm völlig frei gelassen, mit der Hoffnung das wir dann nicht viel miteinander reden wenn er das Baby besucht da dies nur im Streit enden würde.

      Allerdings weis ich nicht wie das mit dem umgangsrecht mit neugeborenen ist. Wie oft darf er das Baby sehn und ab wann darf er es mit nachhause nehmen? Dazu muss ich sagen er wohnt 200km von mir entfernt und hat eine 6 Tage Arbeitswoche.
      Und wie ist das mit neuen Partner, er hat seit 4 wochen eine neue Freundin und möchte sie bei jedem treffen mitbringen damit sie von Anfang an auch ein bezug zum Neugeborenen aufbaut. Muss ich das akzeptieren?

      Vieleicht hat jemand von euch auch ähnliches durch und kann mir etwas Mut machen.

      LG

      • Um ein Umgangsrecht zu haben muss er erst einmal die Vaterschaft anerkennen. Da würde ich ihm genau so sagen.

        Ihr könnt ja gemeinsam einen Termin beim Jugendamt machen, wo das geregelt wird und ihr zusätzlich bzgl Umgang beraten werdet.

        Erst mal braucht er die Vaterschaftsanerkennung, sonst hat er gar keine Rechte.
        Mein Freund hat sich damals von mir getrennt, da war mein Sohn 4 Wochen alt. Er konnte ihn jederzeit besuchen. Aber mitnehmen nicht. Hätte ich nie zugelassen. Auch als er größer war musste er nicht mit, wenn er nicht wollte. Meistens war mein Ex dann ne Stunde da und ging dann wieder. Er war da nicht sehr zuverlässig, ist manchmal wochenlang nicht aufgetaucht, da hätte ich niemals von meinem Kind verlangt, dass es mitgehen muss. So haben wir das gehandhabt bis er fünf war.

        Oh man das ist echt doof. Lass dich mal vom jugendamt beraten.
        Wenn du stillst, kann er das Kind eh erstmal nicht mitnehmen. Und die Freundin von ihm hat auch erstmal nichts bei euch verloren. Das Baby muss erstmal eine Beziehung zu seinen Eltern aufbauen!

      • Hallo,

        es wurde schon einiges geschrieben. Ich kann dir nur den Tipp geben, geh zum Jugendamt und lass dich beraten. So bist du gewappnet wenn es Ärger geben wird. Und dass er das Kind noch nicht anerkannt hat spielt dir doch zu, dann geht das Sorgerecht erst mal komplett an dich. Wie gesagt da ist das JA der bessere Ansprechpartner.
        Viel Kraft wünsche dir!

        Viele Grüße Nic

        Mal ernsthaft, erwartest du echt, dass der Vater 200km weit fährt an seinem einzigsten freien Tag in der Woche um dir die Einkäufe in die Wohnung zu tragen?
        Er soll natürlich auch pünktlich zu jedem FA-Besuch auf der Matte stehen - sind ja auch nur 400km für einen Besuch und eine ziemlich gute Chance pünktlich zum Mutterschutz arbeitslos zu sein.
        Und Unterhalt willst du dann natürlich auch noch.

        ...fast hätte man es glauben können, aber die 200km waren echt übertrieben.

        • Ich gehe davon aus, dass die TE von ihrem ex weggezogen ist und er daher jetzt 200km weit weg ist... 🤦‍♀️

          • Ist das nicht egal? Ich bin auch davon ausgegangen, dass einer der Beiden die Entfernung geschaffen hat.
            Nur dann noch zu verlangen, dass selbst nach dem Umzug der Ex noch andackelt und 400km fährt um eine Schwangerschaft zu bewundern, die er nicht wollte und Einkäufe schleppt, ist doch wohl zu viel des Guten. Selbst der allergrößte Verfechter des ASR würde sowas nicht einem Vater abverlangen. Das ist absolut nicht realistisch.

            • "Nur dann noch zu verlangen, dass selbst nach dem Umzug der Ex noch andackelt und 400km fährt um eine Schwangerschaft zu bewundern, die er nicht wollte und Einkäufe schleppt..."

              Tipp: Lesen!
              Um diese Dinge ging es VOR der Trennung, als der werdende Vater selbstverständlich noch keine 200 Kilometer weit weg war.

        Meinst du nicht, dass dein Kommentar etwas unpassend ist? In der Beziehung hatte er sie nicht unterstützt und seitdem die Beziehung vorbei ist, macht er ihr die Hölle heiß damit sie auch gleich kapiert, dass er das Sagen hat und dir fällt dazu nur noch böser Sarkasmus ein?

        Zudem zeitpunkt wohnten wir zusamm. Nach der trennung zog er dann 200km weit weg.

    Moin,

    wenn du das Baby voll stillst, kannst du es ihm in der ersten Zeit gar nicht mitgeben. Vielleicht mal eine Stund um den Block, aber mehr ist doch eh nicht drin und wird kein JA verlangen.

    Du hast also noch viel Zeit den Umgang zu regeln. Vielleicht beruhigt sich die Lage dann auch zwischen Euch beiden.

    Ich würde jetzt schon mal einen Termin zur Beratung/ Vaterschaftsanerkennung machen und zwar so, dass das Wochenbett dann vorbei ist.
    Also 2 oder 3 Monate nach dem errechneten Termin. Diesen Termin teilst du ihm mit, bist sehr freundlich und sagst ihm, dass ihr dann alles vernünftig regeln werdet.

    Wenn er dich dann nervt, weist du ihn einfach auf den Termin hin und gut ists. Du musst da unbedingt Ruhe einkehren lassen und dich nicht so aufscheuchen lassen!
    JETZT musst du dich erstmal auf die Geburt konzentrieren.

    LG, Nele

    Hast Du ihn jetzt geblockt oder nicht? Wenn er über Dritte Kontakt sucht, block die eben auch. Und dokumentiere alle seine Drohungen, am besten mit Zeugen. Im Übrigen würde ich keine Umgänge ohne eine vertraute Person Deinerseits zulassen, gerade wenn sie in Deiner Wohnung stattfinden. Seine Freundin hat da übrigens keinerlei Rechte.

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