Kurz vor Trennung mit baby. Brauche Meinungen von euch.

    • (1) 26.12.18 - 10:16

      Hallo, meine ganze Geschichte habe ich vor einige Tage in ein anderen Forum geschrieben. Wieder hole also nicht nochmal. :)

      Ganz kurz: Mein Mann ist ein grosse egozentriker. Er ist sehr egoistisch und noch extrem geizig dazu. Fragt mich nicht warum ich ihn geheiratet und Familie gegründet habe... Es ist eine lange Geschichte. Ich bin ganz schön "reingefallen" obwohl mein Instinkt schon damals gesagt hat: "nein, da stimmt was nicht." Schade. Ich akzeptiere, es war mein Fehler. Ich habe gut auf mein Bauchgefühl hören sollen. Ich denke wir Menschheit machen manchmal ganz dumme Fehler und man lernt daraus.

      Auf jeden Fall besteht unser Beziehung nur aus geben geben alles geben bis zum umfallen von meiner Seite und ich kriege nicht zurück. Weder Unterstützung bei Haushalt, Kinderziehung noch schöne Kleinigkeiten im Leben. (ein Geschenk, mal auswärts zum Abend essen, eine Überraschung, Urlaub usw)

      Ich funktioniere nur noch und hab keine Auszeit. Habe auch nichts zum Unternehmen, entspannen oder erholen. Ich habe das Gefühl nicht mehr zu leben sondern nur noch wie ein Robot da zu sein.

      Ich habe so satt von solchen Leben und überlege zu trennen mit ein einjährigen baby.

      Leider bin zur Zeit finanziell Abhängig von ihm. Zumindest zum essen, Wohnen, fürs Kind. Ich muss keine Sorgen machen um Grundbedüfnisse. Aber das Bedürfnis nach Liebe und zärtlichkeit ist schon so gross, das ich nachts in mein Bett nur noch heule.

      Vor Trennung habe ich trotzdem riesen Angst. Finanziell und die Einsamkeit.

      Habe Angst ganze Leben alleine sein zu müssen und finanziell schwer haben werde.

      Wie habt ihr gemacht. Wie ist es nach einer Trennung. Wie habt ihr es geschafft mit baby erfolgreich zu werden?

      • Hallo Kaya,


        ich habe mir vor mehr als 4 Jahren mit 3 Kindern getrennt, die Jüngste war 14 Monate alt. Du musst einen Betreuungsplatz für Dein Kind finden und arbeiten gehen. Kläre diese Dinge und kläre dann mit Deinem Mann, wer Eure Wohnung behält und wie Umgangs- und Unterhaltsregelungen aussehen werden. Schritt für Schritt.

        Alles Gute
        Andrea

        (3) 26.12.18 - 11:41

        Was heißt denn mit Baby erfolgreich zu werden?

        Wenn nicht gerade Gewalt im Spiel ist, würde ich diese Trennung eher längerfristig „planen“. Sorge dafür selbstständig zu sein, einen Job zu haben, Betreuung fürs Kind etc.
        Die endgültige Trennung haben wir damals vollzogen, als Sohnemann 1 3/4 war. Da war ich aber schon wieder im Job zurück. Ich bin genauso „erfolgreich“ wie ohne Partner ;-) also ich haben einen Job den ich mag und der mich und das Leben meines Kindes finanziert.

        • (4) 26.12.18 - 12:07

          Also erfolgreich meine ich.. Ja wie schafft man es alles alleine zu schaffen und glücklich zu sein usw.. Nicht wie ich nächste bill gates Werde lol

      (5) 26.12.18 - 14:04

      Moin #tasse

      genau heute vor 5 Jahren haben mein Ex-Mann und ich uns getrennt. Mein Vorteil war allerdings, dann meine Jüngste damals schon 3 war und ich im Beruf mit gutem Verdienst.
      Ich hätte es aber auch ohne Job gemacht, denn ich denke, man muss sich als Mensch nicht komplett verkaufen und verbiegen, nicht für Unterhalt, nicht für ein Haus, für gar nichts. So wie du deinen Mann beschreibst, kommt da vor allem Kälte rüber und das braucht keine Frau.

      Mach dir nicht allzuviele Gedanken, auch du kannst auf eigenen Füßen stehen! Nicht übermorgen schon, aber mittelfristig kannst du dir ohne Partner etwas aufbauen. Eine Beziehung sollte man der Liebe wegen haben und nicht wegen Besitz oder Abhängigkeit.

      Ich würde wirklich einen Schritt nach dem anderen machen. Betreuungsplatz suchen. Klären, was für dich besser funktioniert, dein Auszug oder dass er geht. Job suchen. Schau mal, wo du in deiner Situation am einfachsten anfangen kannst...
      Beratungsstellen helfen dir übrigens dich zu sortieren und zum Neuanfang zu ermutigen.

      Und erfolgreicher bist du mit wenig Geld und kleinem Job, aber selbstbestimmtem Leben, allemal mehr als abhängig feststeckend in einer lieblosen Ehe.

      Alles Gute!
      LG, Nele

      (6) 26.12.18 - 14:06

      Ach so, vergessen, dir steht natürlich Unterhalt zu, den du ganz unkompliziert über eine Beistandschaft beim Jugendamt eintreiben lassen kannst. Mein Ex hat versucht mich einzuschüchtern, aber das Jugendamt kennt solche Typen und macht kurzen Prozess.

    • (7) 27.12.18 - 04:10

      Hallo
      Was hast du denn gelernt, bzw hast du Elternzeit und kannst in deinen Beruf zurück?

      Ich werde nie nie nie verstehen wie man sich als Frau so abhängig machen kann
      Nie

      • Ich auch nicht, aber die Antwort nutzt ihr wenig. Besser ist es, ihr Ideen und Vorschläge zu machen, wie sie genau aus dieser Abhängigkeit rauskommt.

        An die TE: Da wären eben, wie schon genannt, das Jugendamt, die Caritas oder vergleichbare Einrichtungen. In größeren Städten gibt es auch den Krisendienst, da kann man erstmal adhoc seine Sorgen loswerden in Form von Gesprächen und die haben meist auch gute Infos, an wen man sich konkret für welches Problem wenden kann.

    (10) 07.01.19 - 23:45

    Hallo Kaya,

    Dich zu beraten ist schwierig, weil man praktisch nix weiß. Aber zumindest das sei gesagt: erst einmal kopf hoch! Alles wird gut!

    Wenn ich es richtig verstanden habe, wohnst du noch mit deinem Mann zusammen und bist verheiratet, Mutter eines kleinen Kindes und nicht erwerbstätig. Basierend auf diesen Angaben versuch ich mal noch etwas Struktur reinzubringen:

    Du musst auf den Fall AUSZIEHEN. Nicht nur emotional, sondern auch, weil du ohne Zustimmung des Partners auch das Trennungsjahr brauchst, um dich Scheiden zu lassen.

    Auch die bereits angesprochene Beistandschaft dürfte sonst schwierig werden, da verheiratet sein in der Regel auch gemeinsames Sorgerecht bedeutet, welches die Beistandschaft ausschließt. (Beistandschaft ist ein Ansprechpartner beim Jugendamt und praktisch ein Rechtsanwalt für dein Kind und damit eine juristische Beratung für dich.) Alternativ bieten Awo, Caritas usw. eine juristische Beratung für niedrige Kosten oder gar kostenlos an.

    Vorteil an der Scheidung: damit steht dir für ein paar Jahre neben dem Kindesunterhalt auch Ehegattenunterhalt zu.

    Wohnung ohne eigenes Einkommen ist schwierig, ich weiß, aber nicht undenkbar: kommt aber auf die Wohnlage an, ob man Vermieter findet denen eine Bürgschaft deiner Eltern o.ä. genügt oder ob der Markt so gesättigt ist - wie bei uns in München - da da nix geht. In diesem Falle geh zum Wohnungsamt bei deiner Stadt/Gemeinde und beantrage einen Wohnberechtigungsschein, mit dem du Anspruch auf eine Sozialwohnung hast. Klingt schlimmer, als es ist. Sozialwohnungen sind keinesfalls schäbig oder so. Es sind Wohnung meist von Wohnungsbaugenossenschaften oä, die staatliche Fördergelder bekommen haben, und daher einen Teil ihrer (normalen) Wohnungen nur an bestimmte Leute zu bestimmten Mietpreisen vermieten dürfen. Also man wohnt zwischen ganz "normalen" anderen Mietern, ohne das das jemand weiß ... außer dein Vermieter.

    Wenn du ausgezogen bist, musst du dich mit der Frage des Umgangsrechts auseinandersetzen, also, wann der Vater das Kind sehen kann/soll. Ich bin ausgezogen, as meine Tochter 1 Jahr alt war. Da haben wir es so gemacht, dass er sie 3x für 3h gesehen hat, also ich habe sie immer zur Kita gebracht und wir haben uns mit dem holen abgewechselt. dann konnte ich an den Tagen länger arbeiten und hab meine Tochter, dann bei ihm abgeholt. Mittlerweile haben wir umgestellt, und sie kann 2x die Woche bei ihm schlafen. Umgangsregeln sind aber echt speziell .. muss zu dir, deinem Mann und deinem Kind passen. Da gibt es keine Patentlösung. Einfach aufs Bauchgefühl hören. Da müsste ich dir meine Erfahrungen und das für und wider erzählen das dauert zu lang. Mein Bauchgefühl: Je kleiner, desto mehr bei der Mama und lieber häufigere aber kurze Zeiten beim Papa. Und in Summe weniger als 50% beim Papa, da sonst kein Anspruch Kindesunterhalt mehr besteht.

    Ob Kinderbetreuung ein Problem bei dir ist, weiß ich nicht, von daher spar ich das Thema mal aus. Ebenso Jobsuche usw.

    Unabhängig davon kann ich aber nur sagen, dass man am Ende immer einen Weg findet. Es gibt viele Möglichkeiten /Sonderrechte für Alleinerziehende ( unter anderem auch Bevorzugung bei der Kita).

    Falls dir das grad alles zu viel ist, red mal mit deinem Hausarzt und beantrage eine Mutter-Kind-Kur. Dann würdest du schon mal ein paar Wochen raus kommen und hättest bestimmt viele offene Ohren vor Ort und Zeit um dich mal zu erkundigen, etwas Abstand von zu Hause usw.
    Wäre auch nicht so krass deinem Mann gegenüber, wie ins Frauenhaus zu ziehen. Das dürfte die Fronten ihm gegenüber eher verfestigen und Diskussionen aufkommen lassen. Aber so könntest du eins auf gestresst Neu-Mama machen und sagen, dass du das brauchst ... ihn das nix kostet und aus seiner Sicht wärst du nur ein paar Wochen weg. Da ist er sicher nicht bös drum, wenn mal ein paar Durschschlafnächte für ihn rausspringen. Das könnte man gut "verkaufen".

    Falls du konkrete Fragen hast, meld dich. Sonst nochmal


    ALLES WIRD GUT

    man muss nur leider erst einmal irgendwo anfangen. Bei mir war es die Psychologin, die mir Mut zuredete und dann die BEistandschaft, die das mit dem Unterhalt klärte. Es war zwischendurch echt hart, mit unschönen Diskussionen und so... ABER: diese Phasen gingen erstaunlicher Weise schnell rum. Ich hatte mit Monaten gerechnet. Und es waren nur wenige Worte. ;ein Ex hatte mich auch immer versucht unter Druck zu setzen, von Appellieren an die Mutter in mir bis zu Beschimpfen und drohen war alles dabei. Aber als ich endlich anfing mich zu wehren , und er merkte, dass er nicht länger damit durch kommt, nahm das schnell ein Ende.

    Also: KÄMPFE es lohnt sich. Ich habe ein schöne Wohnung, einen tollen Job, das bezaubernste Kind der Welt, gute Freunde ... gute Liebhaber ;o) und kann endlich wieder allein über mein Leben bestimmen. Es ist definitiv einfacher, als zuvor gedacht UND DEFINITIV EINFACHER ALS MIT IHM.

    Also tief durchatmen und irgendwo anfangen ... egal womit.

    Ach ja, bevor du mit irgendwas anfängst, am besten noch bevor dein Mann irgend etwas ahnt, nimm dir ne HAndykamera o.ä. und fange an alles abzufotografieren oder zu kopieren. Seine Einkommensbelege, Steuererklärungen, Darlehnsunterlagen, Versicherungskosten, usw. Alles was mit Geld zu tun hat. Falls er nicht freiwillig zahlen will, hast du dann schon die Unterlagen zur Berechnung des Unterhalts und ggs des Zugewinnausgleichs bei einer Scheidung!

    Viel Glück

    • (11) 12.01.19 - 23:29

      Hey, ich hatte erst wieder bei urbia angemeldet. Danke für dieser Hilfsreiche Antwort. Meine erste Anlaufstelle ist Psychologe. Hab schon ein Termin. Mir geht psychisch so dermassen sen schlecht, dass ich nichts mehr kann. Hoffe wird alles wieder gut

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