Sonderbedarf Zahnspange - zahle die Versicherung! Nun anteilig auch den Rest?

    • (1) 07.01.19 - 14:50
      Inaktiv

      Habe für unsere Tochter vor Jahren eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen, unter anderem in der Voraussicht, dass die Kosten der Zahnspange ja bestimmt auf uns zukommen.

      Zahle diese nun nach Trennung auch alleine weiter (18 € im Monat), auch wenn mir das Gericht die Kosten aus welchen Gründen auch immer aberkannt hat. Meine Ex hat vor Gericht behauptet nichts von der Versicherung zu wissen, obwohl bereits mehrfach von Ihr nach Trennung in Anspruch genommen für unsere Tochter.

      Nun steht die Zahnspange mit Gesamtkosten ca. 4000 € an und meine Ex will über den Anteil von 3000€ hinaus, den die Zusatzversicherung, übernimmt auch noch den Differenzbetrag von 1000 € nach Einkommen aufteilen.

      Hat jemand Erfahrung, ob ich dazu dann auch noch verpflichtet bin?

      • Hallo!
        Reden wir von PKV oder GKV?

        In der GKV wird eine medizinisch notwendige Zahnspange zu 100% von der Kasse übernommen. Die Eigenanteile werden nach erfolgreichem Behandlungsabschluss zurückgezahlt.

        Mir ist bisher kein Urteil bekannt das einen UH-Zahler zur Beteiligung an dieser Selbstbeteiligung verurteilt wurde.
        Das war wohl selbst den Familiengerichten zu abwegig.

        • Wir reden mit ziemlicher Sicherheit entweder von KIG1 oder KIG2 und damit eben einer „Schönheitsreparatur“ ODER
          von medizinisch notwendiger Behandlung MIT Luxusbehandlung.

          Das hat nichts mit PKV oder GKV zu tun. Der TE sagt ja, dass er eine Zusatzversicherung hat.

          Normalerweise zahlt die GKV 100% der Behandlung und somit ist der Vater raus. Da aber der Vater sein Kind liebt und natürlich gern in dessen Gesundheit investiert, würde ich es maximal noch so einsehen: Der Vater zahlt 50% der Kosten und die Mutter zahlt ebenfalls 50% der Kosten. Damit zahlt jeder 2000€ und fertig. Da der Vater eine Versicherung abgeschlossen hat, kann er SEINEN Teil der Kosten bei SEINER Versicherung einreichen. So und nicht anders funktioniert es. Wie die Mutter die 2000€ zahlt, ist ihr Problem. Ob der Vater ihr weiter entgegenkommt, ist seine Sache. Nur ER hat all die Jahre monatlich in eine Versicherung gezahlt und darf diese jetzt natürlich nutzen - warum soll die Mutter davon profitieren? Hat SIE denn je Beiträge gezahlt?

          • " Da aber der Vater sein Kind liebt und natürlich gern in dessen Gesundheit investiert, "

            Naja, ist eben die Frage wie die Kosten genau zu stande kommen und in wiefern das wirklich "in die Gesundheit" investiert ist.
            Es gibt in dem Bereich viel BlingBling das auf die Behandlung an sich keinerlei Einfluss hat.
            Klar kann die KM das aufteilen wollen (jeder darf immer wollen was er gerne möchte). In wieweit der KV das mitmacht muss er entscheiden. Einen Rechtsanspruch sehe ich nicht.

      Hier ist der vater mit in der Haftung wenn er bei gsr dieser Behandlung zugestimmt hat.

      Sollte dem nicht so sein und der Vater such nicht informiert wurden sein, bleibt die Mutter auf den 1000 Euro allein sitzen

    Ich kann sagen wie es bei uns ist.

    Meine Tochter lebt bei mir. Ich habe knapp 1000,- Lohn, ihr Vater 2800,-.

    Ich zahle die private Zusatz ... das sind knapp 8,- pro Monat. WK70+

    Die übernehmen den Anteil nicht, da ich den Eigenanteil von der gesetzl. KK zurückbekomme. Ihr Vater müsste sich beteiligen und bekäme natürlich entsprechend etwas zurück nach Abschluss, aber meistens sind es alle paar Wochen mal 20 Euro hier. Die höchste Abrechnung waren 96,-. Und sonst immer erheblich geringer. Nichts, was einem den Hals bricht. Ich sehe es als Zwangssparen.

    Ihr Papa beteiligt sich also nicht. Ich habe es aber auch nie eingefordert. Die Zahnspange Ist medizinisch notwendig bei ihr.

    • " Ihr Vater müsste sich beteiligen und bekäme natürlich entsprechend etwas zurück nach Abschluss,"

      Aber genau das ist der strittige Punkt. Ich kenne bisher keine Entscheidung die tätsächlich einen KV dazu verurteilt hat sich an diesen Kosten zu beteiligen da es zum keinen kein Automatismus ist das er seine Anteile wirklich zurück bekommt, und zum anderen die Rückzahlung der KK ja an den Erfolg der Behandlung, also ein Mitwirken des Patienten geknüpft ist, und darauf hat das UH-Elternteil ebenso keinerlei Einfluss.

      • Als Eltern sollte man miteinander schon so ehrlich sein, dass man den Anteil dann dem Unterhaltszahler erstattet.

        Ich finde es so ätzend, dass immer mit Urteilen argumentiert werden muss. Von Müttern wie von Vätern. Es geht dabei doch ums Kind. Wenn das betreuende Elternteil finanziell schlechter gestellt ist, dann sollte man sich als Unterhaltszahler/in vielleicht mal durch den Kopf gehen lassen wieso ( Teilzeitstelle um das Kind selbst betreuen zu können z.b. )... kein Unterhaltsempfänger macht sich mit den den +/- 300,- ein tolles Leben. Jeder unterstellt hier immer jedem direkt Böswilligkeit. Der eine sagt, der Empfänger ist gierig, der andere sagt, der Zahler ist geizig.

        Wenn man denn dann mal miteinander reden würde und sagen würde: du Pass auf. Mein Auto ist kaputt, ich muss es in die Werkstatt bringen, sonst komme ich nicht zur Arbeit, unser Kind nicht zum Sport und in die Schule... Ich schaffe die und die Anschaffung diesen Monat nicht... dann sollte es verdammt nochmal möglich sein IM SINNE DES KINDES nach einer Lösung zu suchen. Die 40,- für die Kinderschuhen steckt sich niemand selbst in die Tasche.

        Jetzt geht es in diesem Fall um eine große Summe. Bevor man da aber wieder sagt, man wird ausgenommen und böse böse böse... das Geld wird vom anderen Elternteil eingesteckt, sollte man erstmal die Fakten klären. Um welche Behandlung handelt es sich. Kann und möchte ich in die Zufriedenheit und Gesundheit meines Kindes investieren oder empfinde ich es als Last. Und auch hier ist natürlich die finanzielle Situation zu berücksichtigen. Einige Unterhaltszahlende haben ja nun wirklich nicht mehr viel übrig am Ende.

        Letztlich sollte man so erwachsen sein und miteinander REDEN....man mag es kaum glauben, aber manchmal hilft das.

    Was medizinisch notwendig ist, übernimmt die KK. Wenn jemand was "Besonderes" will, muss er dafür natürlich extra zahlen. Der Kv muss diese Extrakosten aber nicht tragen.

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