Den Ex in der Nachbarschaft?

    • (1) 19.02.19 - 18:58
      Inaktiv

      Guten Abend liebe Mitstreiter,

      mich beschäftigt gerade folgendes.
      Mein Ex sucht zusammen mit seiner Freundin eine Wohnung und hat nun etwas in Aussicht, was ziemlich nah meiner Wohnung ist.
      Wir kommen so ganz gut klar und betreuen unser Kind im Wechselmodell.
      Auch wenn eine nahes Wohnumfeld da sicher Vorteile hat, finde ich den Gedanken eher weniger prickelnd so ganz persönlich für mich.
      Mir fehlt mein Kind wenn es nicht da ist, ich mag den Gedanken nicht ihn dann womöglich persönlich zu treffen, wenn er beim Papa ist.
      Ich weiß hier gibt es User die ein ähnliches Modell haben und nahe beieinander wohnen. Ist das immer nur toll?
      Sohnemann ist fünf. Bis er also frei zwischen den Wohnungen pendeln und entscheiden kann vergeht noch etwas Zeit und bis dahin wohne ich wohl nicht mehr hier.
      Er kennt seit drei Jahren das Modell wie es jetzt ist und es klappt auch super. Aber ab und an will er nicht zum Papa. Wir wechseln über die Kita und am Nachmittag ist es dann auch vergessen. Aber was ist, wenn er immer an meiner Wohnung vorbei muss?
      Ach... ich zerbreche mir gerade um ungelegte Eier den Kopf, würde aber gern Erfahrungsberichte hören.
      Vielen Dank schonmal :-)

      • Ich wohne 250 m Fußweg entfernt von meinem Ex und seiner Bald-Frau. Vorher haben die weiter weg gewohnt und ich habe es gehasst, bei jeder fehlenden Matschhose etc. immer 20 Minuten mit dem Rad fahren zu müssen (ein Weg). Unsere Kinder sind allerdings auch etwas größer (7 und 10) und ich finde es mehr als praktisch, dass die sogar allein kommen können, wenn sie mal was brauchen.
        Ich laufe jeden Tag an deren Haus vorbei und wir sehen uns so gut wie nie. Ich sehe da eher die praktischen Dinge, die so eine Nähe auch mit sich bringen kann.

        • (3) 19.02.19 - 21:02

          Danke für die Info.
          Wie ist es denn, wenn ihr euch trefft?

          • Die Kinder sind immer happy, mich zu sehen, gehen aber ohne traurig zu sein mit ihrem Papa/seiner Freundin mit. Manchmal laufen wir einen Weg zusammen, wenn wir eh in die gleiche Richtung müssen. Allerdings sind wir auch schon 7 Jahre getrennt, und auch wenn selten noch ein "wäre schön, wenn Papa und du noch zusammen sein könntet" kommt, gibt es eigentlich keinen Abschiedsschmerz.
            Liegt aber vielleicht auch daran, dass wir auch manchmal alle zusammen was unternehmen (Kindergeburtstage, Schuleinführungen verbringen wir immer als große Patchworkfamilie zusammen) und uns verstehen. Mit der Freundin meines Ex verstehe ich mich blendend, mit dem Ex müsste ich nicht unbedingt was zu tun haben, wir kommen aber miteinander aus.

      Wir wohnen seit zwei Jahren in etwa 600 meter Entfernung .- wenn wir uns in dieser Zeit dreimal über den Weg gelaufen sind, ist das viel.
      Mein Sohn kommt allerdings immer mal spontan vorbei, weil meine Wohnung auf halbem Weg zwischen Schule und Papa liegt.

      • (7) 20.02.19 - 08:51

        Ja ab einem gewissen Alter wäre das fürs Kind bestimmt cool, wenn die Eltern dicht beieinander wohnen, aber jetzt sehe ich das eher kritisch.

        Trotzdem vielen Dank :-)

    Hallo,

    mein Mann und ich haben uns vor einigen Monaten getrennt und er hat eine Wohnung 2 Stockwerke unter mir gefunden. Wer den Berliner Wohnungsmarkt etwas verfolgt hat, kann sich vorstellen, was für ein Glücksgriff das war - wir wohnen ziemlich zentral, die Mieten steigen rasant, und ich hatte echt die Befürchtung, dass einer von uns ganz in die Pampa ziehen muss, um das finanziell stemmen zu können. #schwitz

    Wir sind also froh und dankbar, dass es so ist. Es ist nicht immer leicht so viel vom anderen mitzukriegen, aber die Vorteile überwiegen definitiv!
    Die Kinder sind flexibel, wir haben u s für das Wechselmodell entschieden, und für die beiden ist es gut, dass sie uns beide immer in der Nähe haben.

    Viele Grüße!

    • (9) 20.02.19 - 20:39

      Lieben Dank auch für deine Antwort.
      Und für deine Kinder ist das kein Thema?
      Mir fehlt mein Kind so wenn es nicht da ist. Ihn dann zu treffen, wenn er beim Papa ist und er guckt vielleicht auch gerade traurig, weil er Zoff mit ihm hatte oder was auch sonst, stelle ich mir schwer vor.
      Vielleicht auch ein Prozess der Gewöhnung... wie alles andere auch während einer Trennung.

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