Umgang - Streit um Abholort!

    • (1) 17.04.19 - 13:10

      Hallo liebe User,

      Heute gab es eine hitzige Diskussion mit dem KV meiner Tochter (2).
      Es geht um folgendes:
      Ich habe seit 2 Jahren einen Dauerstellplatz auf einem Campingplatz gepachtet. In den Sommermonaten ist dort an den Wochenenden für gewöhnlich unser Hauptaufenthaltsort.
      Der Platz befindet sich 22km von meinem Wohnort entfernt.
      Kommenden Samstag steht wieder der Umgangsbesuch an (immer 14-tägig für 6 Stunden) und ich bat meinen Ex unsere Tochter direkt vom Campingplatz abzuholen und danach dort wieder abzuliefern.
      Heute teilte er mir mit, dass er das nicht machen würde, weil es angeblich ein Umweg wäre und ich gefälligst die Hälfte der Strecke entgegen kommen solle (im Übrigen möchte er auch generell, dass ich eine Strecke des Besuches übernehme, hin oder zurück!!).
      Dabei ist das völlig an den Haaren herbei gezogen!
      Zwischen unseren Wohnorten liegen 154km (über A9). Zwischen seinem Wohnort und dem Campingplatz allerdings nur 135km (über A6 und Landstraße) bei fast gleicher Zeit.
      Trotzdem behauptet er, er wäre letztes Mal über 50km mehr gefahren (über A6 und A9, klar, wenn man nen riiiießen Umweg fährt).
      Trotzdem bleibt er dabei: ich soll ihm 11km zwischen meiner Wohnung und den Dauerstellplatz entgegen kommen, damit er anschließend die 11km zurück fährt + 154km nach Hause #klatsch und ich ebenso 11km zum Treffpunkt + 11km zurück zum Campingplatz....
      Ihr seht also: mega sinnlos!
      Aber alle Erklärungsversuche prallen direkt an ihm ab, stattdessen wird gleich mal 2 Stunden mehr Umgang gefordert und Spritbeteiligung und und und...
      Der Kindergarten geht mir völlig auf die Nerven!
      Darf er mir echt vorschreiben, von wo ich unsere Tochter abholen lasse?
      Für mich wäre es ja genauso ein Extraaufwand ihm die 11km entgegen zu kommen...
      Schließlich setzt er seine Aufwendungen für den Umgang von der Steuer ab. Ich kann das nicht.
      Was soll ich denn jetzt machen?

      Liebe Grüße

      • Hmm...ich weiß ja nicht, warum diese Entfernung zwischen euch besteht.
        Aber das ist wohl auch nicht das Problem hier.
        Normalerweise erfolgt die Abholung bei dir.
        Dass es woanders hin in deinen Augen kürzer ist, in seinen aber nicht, darüber kann man nur spekulieren...aber er wird sicher irgendeinen Grund haben, genau dort lang zu fahren...?? Entweder die Straße ist zu schlecht oder er verbindet die Abholung mit irgendwas, was an der Strecke zu dir (aber eben nicht an der Strecke zum Campingplatz) liegt...
        Wenn das so ist, was willst du machen? Ist es wirklich so ein Problem für dich, 11 km zu fahren, während er über 100 fährt...??
        Du könntest diese 11 km ja auch mit irgendwas verbinden, einkaufen oder so...?
        Redet miteinander!

        • Das Problem sehe ich darin:
          Die ersten 6 LM meiner Tochter hab ich sie fast jedes Wochenende zu ihm gefahren (trotz Trennung), nur um den Kontakt Aufrecht zu erhalten (die Distanz hatte immerhin er geschaffen).
          Dann fand 6 Monate gar kein Umgang statt (KV wollte unsere Tochter nur sehen, wenn ich sie bringe, was ich dann iwann eingestellt habe) bis wir bei der Erziehungsberatung den Umgang schriftlich regeln haben lassen.
          Seitdem will der KV immer exakt das Gegenteil von dem, was ich vorschlage, selbst dann, wenn es zu SEINEM Vorteil ist!
          Geregelt war u.a. je 1 zusätzlicher Besuchstag, wenn er Urlaub hat + jeden 2. Feiertag.
          Angebot meinerseits war immer da, bisher hat er es nicht 1 mal wahrgenommen, aber als ich ihm mitgeteilt hatte, dass ich über Pfingsten verreise, da fiel ihm plötzlich die Feiertagsregelung wieder ein...Er fordert längeren Besuch, räume ich ihm den aber ein, passt es ihm nicht, weil er pünktlich/früher zuhause sein will. Er fordert Übernachtungsbesuch, kaum sag ich ja, isses ihm zu stressig die Strecke 4 mal zu fahren und er lehnt ab.
          Das ist zum verrückt werden und einfach ein charakterliches Problem/ Trennungsproblem/Neid?!
          Demensprechend habe ich auch langsam die Lust daran verloren, ihm ständig entgegen zu kommen. Er spielt mit mir und lässt mich nach seiner Pfeife tanzen, anstatt sich an die Abmachung zu halten.
          Kaum erhoffe ich mir seine Kompromissbereitsschaft, spielt er die "Regelungskarte" aus...das nervt mich unglaublich!

          • Was für ein nerviger Idiot. Tut mir voll leid. Ich glaube, rechtlich gesehen ist es schwierig, genau zu sagen, was Sache ist. Normalerweise ist es so, dass der Umgangsberechtigte nicht akzeptieren muss, weitere Wege als vorher zu fahren, wie zB bei einem Umzug. Wenn es näher ist, ist das eigentlich bescheuert. Aber an Deiner Stelle würde ich es folgendermaßen machen: Ich würde die 11 km fahren und es auch noch so darstellen, dass es Dir total gut passt, da Du dort sowieso noch was erledigen musst. 11 km sind nicht die Welt, es ist nicht sooo häufig und er will Dich ja anscheinend nur ärgern. Wenn er das aber nicht mehr schafft, weil es Dir ja gut passt, wird er an solchen Spielchen vielleicht zukünftig das Interesse verlieren. Sei Dir zu schade, um Dich wegen so einem Mist zu ärgern.

          • Ich kann gerade unglaublich doll nachvollziehen wie du dich fühlst. #augen Ich habe auch so eine Rasse an Vater für mein erstes Kind. :-[ Immer dem anderen möglichst das Leben schwer machen. Auf das Recht pochen und sich sonst nicht interessieren. #klatsch Ich habe mir angewöhnt ihm nicht hinterher zu laufen. Entweder fragt er von selbst oder hat Pech. Wenn wir was vor haben hat er auch Pech. Mit der Abholung am Campingplatz. Wenn du das nachweislich angeben kannst (also per Routenplaner) das es bis dahin weniger Kilometer sind bleib ganz entspannt. #cool Sag ihm er soll sie im Zeitfenster von bis abholen oder lassen. Falls er verkehrsbedingt früher oder später kommt soll er sich melden. Und danach würde ich mir überhaupt keine Gedanken mehr machen. Auf nichts provokatives mehr antworten. Alles ignorieren. Kontakt auf das nötigste beschränken. Entweder er holt sie ab oder nicht. ;-)

      Sorry, passt nicht wirklich zum Thema, aber kann man den Umgang bzw die abhol u bringfahrt echt von der Steuer absetzen?
      Geht das auch wenn man kein Auto hat, sondern die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt? Einfache stecke 35 km.
      Lg

      • hm, ich kann es nicht beschwören, aber zumindest lies er das letztes Jahr verlauten.
        Sicher hingegen ist, dass er seine hohen Aufwendungen für die Umgangsbesuche bei der Unterhaltsberechnung angegeben hatte, welche auch berücksichtigt wurden.

    (10) 17.04.19 - 20:39

    Ich würde mich nicht lange ärgern und die km einfach fahren. Grade wenn es ihm drum geht, Dir das Leben schwer zu machen, solltest du es dir nicht anmerken lassen, wenn es ihm gelingt.

    • (11) 18.04.19 - 07:44

      Naja ich weiß ja nicht...irgendwie fühlt sich das an, als würde ich dem quengligen Kleinkind doch den Lolli geben :/

      • (12) 18.04.19 - 08:27

        Ich vermute, der Lolli ist dein dich ärgern und mit ihm streiten

        • (13) 19.04.19 - 09:16

          Nein, ich streite längst nicht mehr xD
          Ärgern Ja, aber das lasse ich mir nicht anmerken, bleibe immer sehr neutral und kurz angebunden.
          Wir kommunizieren auch nur noch schriftlich, so hab ich alles schwarz auf weiß, kann auch mal was nachlesen.
          Er neigt dazu, gesprochenes gern mal rumzudrehen und abzustreiten.

wie bescheuert....
Zumal man ja nie weiss, wann genau er bei fern 11km ankommt....

Frag doch mal beim JA nach, wie sowas ist.

(15) 19.04.19 - 08:17

Hallo,
Hab ich das richtig verstanden, er holt sie alle 14 Tage für 6 Stunden ab? Fährt mit ihr 150 km hin und zurück in dieser Zeit? Also verbringt er mit seinem Kind ca 2 Stunden? Und er fährt insgesamt 600 km dafür?
Das fänd ich schon bissl verrückt.

LG
Sunny

Eine wichtige Frage wäre:
Wer von Euch hat denn überhaupt diese große Entfernung geschaffen?

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