Ab wann einschreiten/handeln und wie?

    • (1) 18.05.19 - 18:56

      Hallo,

      ich bin unsicher ob nur ich es als langsam zunehmend schlimm empfinde.
      Ich versuche mal einen kurzen Abriss zu geben.

      Kinder 6,5 und 8 Jahre. Getrennt seit 4,5 Jahren getrennte Wohnung etwas über 4 Jahre.

      Vorgeschichte: Trennung lief schwer. Vater wollte mich nicht mit Kids ausziehen lassen. Auch Erziehungsberatung durchs JA schüttelte den Kopf. Als ich dann auf den Großteil des Unterhaltes verzichtete war er plötzlich mit dem Umgang und Auszug einverstanden (vorher wollte er kategorisch die Kids obwohl er vorher null mit den Kids gemacht hat/ ich bot im Gegenzug 1 feste Tage unter der Woche und Freitag bis Montag im Wechsel/ geeinigt wurde sich auf 1 festen Tag unter der Woche und Donnerstag bis Montag früh im wöchentlichen wechsel).

      Ich war einfach froh raus zu können und grundsätzlich läuft der Umgang Top und ich finde es eigentlich toll dass die Kids einen guten Kontakt haben. Jetzt kommt das aber.

      Der Vater stichelt den Kindern gegenüber ständig gegen mich (würde auch im kitagespräch damals aufgenommen dass er das bitte unterlassen soll). Ich ignoriere es so weit und Rede nicht schlecht den Kids gegenüber. (Es sind so Sprüche wie Mama bekommt mein ganzes Geld etc. )

      Nun weiß ich er will irgendwann aufs Wechselmodell (die Kids sagten "Papa sagt wenn du gut Verdienst musst du an ihn Geld zahlen usw.)

      Seine erste Freundin wohnte relativ weit weg und stellte ihn dann mit Kids nach einem Ausflug plötzlich vor die Tür (schloss getauscht Koffer vor der Tür) die Kids waren echt verunsichert. Er erzählte den Kids die ist halt krank im Kopf.

      Beide Kids sind nun in der Schule (1. Und 2. Klasse) und er macht keine Hausaufgaben und übt nicht mit ihnen für die Schule (z.b. lesen)

      Nun war ich 2 Wochen nicht in Berlin und dachte schaue ich mal.

      Ergebnis: das eine Kind (Hat Probleme mit dem großen geschafft was er weiß) war 14 Tage nicht auf Toilette und hat den Stuhl eingehalten). Beide Kinder wurden nicht einmal zu ihren Hobbys gebracht und es wurden keine Hausaufgaben gemacht und keine Unterschriften für die Lehrer gemacht .
      Ich habe also erst mal ordentlich mit den Kids nachgearbeitet.

      Dann erfuhr ich vom großen Kind dass Papa Ärger mit seiner aktuellen Freundin hat. Er weiß es aber nur weil Papa ihm erzählt hat was sie zu ihm am Telefon gesagt hat (ars..loch, Idiot, du lügst usw) und natürlich sei auch sie krank im Kopf.


      So nun ist es so. Reden hilft nicht es interessiert ihn nicht. Er ist der tollste beste usw.

      Aber langsam mache ich mir Sorgen denn dass ein kind so lang Stuhl einhält und er nichts tut geht nicht (Medikamente kennt er) und dass er nix für die Schule mit den Kids macht finde ich auch grenzwertig (Er erwartet natürlich dass beide Kids Abi machen) mit den Hobbys ist nicht schön aber zu verkraften. Momentan kann ich die Schule an den 2 festen Wochentagen von mir gut auffangen aber das wird wohl in den höheren Klassen nicht mehr klappen.


      Was haltet ihr von der Situation und würdet ihr Handeln und wenn ja wann bzw wie ?
      (Mit den Lehrern habe ich gesprochen und mit ihm reden habe ich mehr als oft probiet)
      Liebe Grüße

      • (2) 19.05.19 - 10:25

        Ich würde den Kinderschutzbund als neutralen Vermittler einschalten. Der Vater handelt in einigen Punkten laut Dir nicht im Sinne des Kindeswohls und da wäre ein Wechselmodell auch eher kontraproduktiv.

        • (3) 19.05.19 - 11:57

          Danke für den Tipp. Ich bin halt irgendwie unsicher. Der Kinderschutzbund wird wohl anderes zu tun haben als sich um so ein Pipifax zu kümmern denke ich immer.
          Und die zweite Angst ist natürlich dass das Verhältnis dann für die Kids zusätzlich gestört wird.

          • (4) 19.05.19 - 13:08

            Die Existenzbedürfnisse eines Kindes nicht sicherzustellen ist absolut Kindeswohlgefährdung und kein Pipifax. An eingehaltenem Stuhl kann man sterben.

            Wenn sowas nochmal passiert UMGEHEND ins Krankenhaus und das Ganze dort ärztlich behandeln lassen und den Ärzten mitteilen, dass dein Kind vom Umgang kommt nach X Tagen. Nur so hast du auch später einen Nachweis, wenn es um eine Erweiterung des Umgangs geht.
            Falls der Vater dich weiter vor den Kindern verleumdet, würde ich mir überlegen, einen Anwalt einzuschalten.
            Solche Gespräche im Kindergarten wurden hoffentlich protokolliert und du hast eine unterschriebene Abschrift.

            Du musst einfach zusehen, dass du von Ärzten, Lehrern, Polizei,... jetzt schon nach und nach Gutachten bekommst, wo eine Unfähigkeit der Kindererziehung dem Vater bescheinigt wird. Was immer er Dir schickt an Nachrichten, die in diese Richtung gehen musst du aufheben und ausdrucken.

            • (5) 19.05.19 - 13:28

              Das die Sache mit dem Stuhl gefährlich ist weiß ich aber da es jetzt das 1. Mal war dass ich zumindest weiß dass sie bei ihm lange eingehalten hat möchte ich das jetzt nicht als Regelfall deklarieren.

              Das im Kindergarten würde schriftlich festgehalten und ich habe eine Kopie zu Hause.

              Mit der Lehrerin da muss ich mal beim nächsten Gespräch nochmal sehen dass ich etwas schriftlich bekommen kann.

              Es ist irgendwie so die Gesamtheit der Sachen die mir Sorgen macht.
              Schule wird nichts gemacht. Hobbys werden ignoriert. Gesundheit wird auf die leichte Schulter genommen (die kleine ist vor 2 Jahren rückwärts in ein Feuer bei ihm gefallen die Hand schwer verbrannt das kh wollte operieren ich bat ihn in ein kh in Berlin eine zweite Meinung zu holen und ich wir wollten uns dort treffen..30 Minuten später rief er an der Arzt sagte am nächsten Morgen würde reichen. Als wir uns am nächsten Morgen im kh in Berlin trafen ist der Arzt fast im Dreieck gesprungen dass wir erst jetzt kommen. Völlig unbehandelt die Hand und im arztbrief stand natürlich dass er umgehend ins andere kh sollte)

              Und dann halt dieses ständige sticheln gegen mich. Da werden die Kids gefragt wen sie lieber haben usw. Auch dass man einem 8 jährigen erzählen muss was der Partner so am Telefon zu einem sagt ich weiß nicht aber es gefällt mir nicht.

              Der Vater selbst kommuniziert mit mor so ziemlich gar nicht. Somit habe ich wenig bis nix aus dieser Richtung in der Hand

              • (6) 19.05.19 - 13:37

                Dann lege Dir einen Ordner an und schreibe solche Vorkommnisse rein. Es geht nicht darum, ob das REGELMÄSSIG passiert, sowas hat NIE vorzukommen. Da gibt es kein „kann ja mal vorkommen“. Ich kann auch nicht bei meinem Sohn sagen, ich vergesse mal 1 Woche ihm seine Medikamente zu geben. Danach ist er krankenhausreif als Epileptiker.
                Das geht einfach nicht. Wenn ihm diese Gefahr nicht bewusst ist, kann und vor allem DARF er seine Kinder entweder nur sehr kurz (da kann er keinen gravierenden Schaden anrichten) oder im begleiteten Umgang sehen (eventuell sowieso besser, da er dich verleumdet)
                Auf den Unterhalt hätte ich nicht verzichtet. Das würde ich einfordern nachdem der Umgang gestrichen ist.

          (7) 19.05.19 - 14:19

          Der Kinderschutzbund ist für Eltern zuständig, die sich um das Wohl ihrer Kinder Sorgen machen. Genau das ist ihre Aufgabe. Sie vermitteln neutral, machen ggf. auch begleitete Umgänge, beraten kostenlos. Was dachtest Du denn, was die tun? Für wirklich schlimme Fälle ist das Jugendamt zuständig, denn der Kinderschutzbund kann z.B. keine Kinder aus schlechten Verhältnissen in Pflegefamilien geben.

          Und wieso sollte man dort ein Interesse daran haben, dass das Verhältnis für die Kinder gestört wird? Das Gegenteil ist doch der Fall! Oder denkst Du, den Kindern geht es bei ihrem Vater eigentlich noch viel zu gut? Du solltest jedenfalls meiner Meinung nach nicht abwarten, bis das stuhleinhaltende Kind unter Miserere leidet oder wegen eines Ileus ins Krankenhaus kommt.

          • (8) 19.05.19 - 14:27

            Ich dachte tatsächlich dass der Kinderschutzbund ansprechpartner ist wenn Kinder zb. Misshandelt werden.
            Könnte man sich dort sozusagen auch erst mal beraten lassen ohne dass sofort jemand beim Vater vor der Tür steht und sagt die kindesmutter war bei uns....
            Die Kids lieben ihren Papa und er ist kein schlechter Vater im Sinne von "Misshandelt" er übt psychisch Druck aus ob bewusst oder unbewusst weiß ich ehrlich nicht genau und ich habe halt immer etwas Sorge dass am Ende der Druck auf die Kinder noch größer wird wenn ich halt Schritte einleite...
            Einem Wechselmodell würde ich inzwischen definitiv ablehnen und dort auch sämtliche Wege gehen.

            • (9) 19.05.19 - 15:28

              Auch das Jugendamt steht nicht einfach so beim Vater vor der Türe, wenn man dort nur beraten werden möchte. Natürlich kannst Du beim DKSB einfach mal anrufen und um einen Beratungstermin bitten. Ein gemeinsames Elterngespräch kannst Du ja immer noch ablehnen, aber vielleicht verschafft Dir ein Infogespräch auch erst einmal etwas Klarsicht und Rückendeckung.

    (11) 19.05.19 - 12:57

    Hallo,

    hält Euer Sohn aus psychischen Gründen den Stuhl solange zurück?

    Falls ja, ist er in Behandlung?

    Ich wundere mich auch über die Dauer. Dass das überhaupt geht. Zumindest wenn man normalweiter isst.

    LG

    • Sie hält es aus Angst vor Schmerz ein (hatte mit 3,5 nach Antibiotika doofe erfahrungen). Wenn man sie täglich erinnert geht sie auch täglich oder alle 2 Tage. Sie weiß aber natürlich dass wenn sie das nicht macht es weh tun kann. Im Normalfall bekommt sie dann movicol und gut ist. Wenn es ganz extrem ist ein glycerin zäpfchen.
      Das alles weiß aber der Vater und ich hatte vorher auch nochmal gesagt er möge bitte drauf achten dass sie täglich zumindest versucht zu gehen...wie sie in der Zeit gegessen hat weiß ich nicht.

Top Diskussionen anzeigen