Kind 6 möchte nicht zum vater

    • (1) 25.05.19 - 07:37

      Hallo,

      Meine Kind 6 möchte nicht zum Vater. (Alle 14 Tage übers Wochenende)
      Sie fängt unter der Woche an und fragt schon "wann muss ich zum Papa" .
      Jetzt ist es eskaliert, er hat sie trotz schreien und toben ins Auto gezerrt und mitgenommen. Die kleine hat geschrieen, Mama, mei Herz. Ich sterbe ich halte das nicht aus. Die Nachbarn als Zeugen dabei .
      Es kann doch nicht möglich sein, das ein Kind dermaßen gezwungen wird...
      Ihn geschiet keine Gewalt o.ä. bei ihm. Ich kann mir ihr Verhalten nicht erklären.

      Kennt jemand die Situation und weiß Rat??

      Liebe Grüße

      • Naja ohne Grund verhält sie sich sicher nicht so. Vllt ist doch etwas vorgefallen.
        Es wäre wichtig mit ihr zu reden und raus zu finden was es ist

        Hallo

        helfen kann ich dir nicht, ich kenne so eine Situation Gott sei Dank nicht persönlich (Eltern noch zusammen, Scheidung der Schwiegis lange vor meiner Zeit).

        Hast du ein normales Verhältnis zu deinem Ex? Kann er es sich erklären? Also dass sie nach 5 Minuten wieder lacht und das auch macht, wenn es heimgeht zu dir?

        Ansonsten solltet ihr das mit ihr abklären. Mit 6 kann sie sich doch schon einigermaßen artikulieren, was so schlimm mit Papa ist. Ist es psychisch für sie dort schlecht, also dass er dich schlecht redet und sie das nicht hören will? Oder darf sie einfach nur weniger Dinge als bei dir und ist deshalb angepisst? Oder gab es eine Situation und seitdem eskaliert es so? Gibt es eine neue Partnerin? Einen Unfall? Eine Ausnahmesituation?

        Falls sie bei euch oder den Großeltern einer anderen Vertrauensperson nicht offen reden kann, könnte eine Mediatorin vielleicht helfen. Ich schreibe absichtlich weiblich, da ich denke, bei Frauen könnte ein Mädchen sich eher öffnen. Das hat jetzt nix mit Psychotherapie oder so zu tun. Einfach ein zwei Termine wahrnehmen, und sehen ob die was aus ihr rauskitzeln kann.

        lg lene

        Wie ist sie den dann beim Papa?

        Wenn sie nach 5 Minuten dann lachend im Auto sitzt , denke ich, dass das Problem vielleicht auch auf deiner Seite liegt. Schließlich hat man seine Mama ja gut im Griff, wenn man merkt, dass sie dann leidet.

        Setzt dich mit dem Papa zusammen und besprecht die Sutuation, wahrscheinlich findet er es ja auch nicht toll, wenn seine Tochter so unglücklich ist.

        Und frag mal deine Tochter was sie denn so bei Papa geacht hat, aber bitte nicht gleich nach dem Motto, war es denn schlimm. Sondern nebenbei und entspannt.

        • Eine Kommunikation ist zwischen uns nicht möglich, auch nach Mediation nicht. Vereinbart war immer er holt sie von der Kita ab. Gestern war Ausnahme, sie sollte vom Kindergeburtstag abgeholt werden. Die Mutter rief an, sie liese sich nicht beruhigen. Ich musste sie mit mitnehme. Daher kam es zur Situation Mama und Papa auf einem Platz.

          Ich Rede ihr immer gut zu uns möchte das sie Kontakt zum Papa hat und gern hin geht..

      (6) 25.05.19 - 10:42

      Ja, ganz genau das kenne ich! Die Tochter meines Mannes hatte sich mit 7 genau gleich verhalten, von null auf hundert. Ohne dass irgendwas vorgefallen wäre. Das ging die ganze Nacht so, am anderen Morgen war jeweils alles wieder Friede-Freude-Eierkuchen.

      Das schlimmste was du tun kannst, ist sie als Mutter nonstop anzurufen, beim verabschieden zu sagen "ja mein Schatz ich weiss du möchtest nicht dahin es tut mir soooo leid, aber du musst, ich vermisse dich ganz ganz doll es tut mir leid, wir sehen uns ja bald, ruf mich alle 5 min an" --> DAS hatte die ganze Situation damals natürlich noch verschlimmert und war beinahe unerträglich für alle Beteiligten.

      Der Vater hat das Recht darauf, sein Kind zu sehen und bei sich zu haben. Du musst sie unterstützen und ihr gut zu reden, mit dem Vater auf der gleichen Seite stehen, ich hoffe das tust du auch. Offenbar ist das so eine Phase die es bei Trennungskindern in diesem Alter noch öfters gibt.

      • Prinzipiell finde ich alles gut was du schreibst und unterschreibe auch alles.
        Vieles kann ich nachvollziehen und finde ebenfalls auch deine Perspektive auf die Dinge interessant.

        Der Satz „der Vater hat ein Recht sein Kind zu sehen!“ stimmt zwar. Aber auf Teufel komm raus und unter Geschrei und Gewalt ins Auto zu stecken und davon zu fahren KANN und DARF nicht die Lösung sein.

        Dann muss er sich eben mit dem Kind treffen und etwas unternehmen und das ganze muss ohne Übernachtung statt finden. Interesse zeigen Initiative und dann beruhigt sich das Kind sicher von selbst. Man kann doch nicht sein Kind derart zwingen und dann gute Laune erwarten 😂

      (10) 26.05.19 - 14:01

      Hallo,
      du hast sicherlich nicht ganz Unrecht.
      Der Vater hat ein Recht auf seine Kinder,
      aber um jeden Preis?
      Ich wurde vom Gericht aufgefordert positiv auf meine Kinder einzuwirken.

      Meine Tochter mit 12 Jahren weigert sich das Wochenende bei Papa zu schlafen.

      Ich sollte das regeln. Keine Chance....
      Ein heulendes schreiende Kind mit Gewalt ins Auto. Nicht mit mir!

      Sie unternimmt gerne Tagsüber was mit ihm aber schlafen möchte sie daheim.

      Heute sind sie auch unterwegs. Und ich denke das ist eine gute Lösung für alle.
      Denn vor Gericht hat mein Exmann gesagt, er kann die Kids abholen, aber er muss ja nicht....
      So haben wir auch mal umsonst gewartet.


      Mein Exmann redet im übrigen nicht mit mir.
      Und das ist das größte Problem überhaupt und darunter leiden auch die Kids.

Also unsere Beraterin hat mir erklärt, dass der Papa mit allem locken darf.... tolle Aktivitäten, besonderes essen etc. damit die Große sich auf ihn freut. Vielleicht entspannt das die Situation.
Auch müsse ich mir keine Gedanken machen, dass die Große die ‚Tollen‘ Sachen nur mit Papa macht und bei mir Alltag wäre. „Kinder lieben ihre Alltags-Mütter“, meinte sie.

Und rede einfach mit deiner Tochter , warum sie nicht will. Meine Große sagt manchmal auch Sachen, Papa sei gemein und so.... wenn ich ihr aber sage, dass ich mich freue wenn sie mit Papa Spaß hat, ist alles in Ordnung.

Wenn das Verhältnis zwischen Dir und dem Ex schwierig ist und eurer Kind das mitbekommen hat, fühlt es natürlich auch einen Loyalitätskonflikt. Es meint dann Papa ablehnen zu müssen, um Dir zu gefallen. ... also versuche der der Sache auf den Grund zu gehen.

Ja, ich kenne das. Ist herzzerreißend, ich weiß. Aber es muss halt sein. Du kannst ja die Kinder nicht jedes Mal einfach da lassen, weil sie nicht wollen.

(13) 26.05.19 - 11:42

Hallo, ich kenne die Situation sehr gut und zwar aus der Sicht eines Kindes. Ich wollte auch irgendwann nicht mehr zu meinem Vater (Eltern haben sich getrennt als ich 10 war, 2 Jahre später wollte ich nicht mehr). Zum einen weil er immer schlecht über meine Mutter geredet hat, zum anderen wegen wechselnder Damenbekannrschaften, die auch gerne Mama genannt werden wollten. Ich habe klar gesagt das ich nicht mehr will und ich bin dann auch nicht mehr hin. Meinen Vater hat das aber wohl eh nicht gestört.

Hallo,

wie bereits angefragt. Kann Euer Kind erklären warum es sich so wehrt?

Wie ist es kurz danach? Was sagt der Vater wie es ist?

Wenn ein Kind schreit weil es etwas nicht will, ist schnell immer klar, dass es nicht gezwungen werden soll.

Auch wenn es gar nicht erklären kann warum? Und fünf Minuten später alles in Ordnung ist? Ist das dann trotzdem die beste Lösung?

Was ist wenn ein Kind schreit, weil es etwas will man aber nein sagt?

Was dann? Soll man da das schmerzende Herz ignorieren auch wenn man "stirbt"? Oder besser nachgeben?

LG

(15) 27.05.19 - 00:19

Oft haben Kinder nach einer Trennung der Eltern große Verlustängste. Neben dem Vater haben sie Angst auch noch die Mutter zu verlieren und möchten diese nicht alleine lassen. Auch kann ich mir vorstellen, dass sie einen Loyalitätskonflikt hat und dich auf keinen Fall verletzen oder verärgern will wenn sie doch zu Papa will. (Auch wenn du bewusst nie so reagiert hast). Vielleicht würde es helfen wenn du sie Mal zum Vater hin bringen würdest. Er bringt sie dann nach dem Wochenende wieder zurück. Das signalisiert dem Kind mehr Bereitschaft der Eltern als dass er sie von dir "wegholt".

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