Gemeinsames Sorgerecht und Umzug

    • (1) 01.06.19 - 00:22

      Vielleicht kennt sich jemand aus..
      Wenn ein getrennt lebendes Paar das gemeinsame Sorgerecht für ihr Kind teilt, dann ist es doch so, dass der Elternteil bei dem das Kind wohnt, nicht ohne die Zustimmung des anderen Elternteils umziehen darf. (ausser innerhalb der Stadt)

      Wie ist es denn umgekehrt? Könnte der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt einfach so 300 oder 400 km umziehen bzw. für 1 Jahr ins Ausland gehen oder ohne Zustimmung eine Weltreise machen?

      • (2) 01.06.19 - 00:36

        Leider ja!

        Ist ungerecht, aber der, bei dem die Kinder nicht leben, kann auf nimmer Wiedersehen verschwinden und solange er monetär seinen Pflichten nachkommt, kann man ihn zu nichts zwingen. Weder zum regelmäßigen Umgang mit den Kindern noch zu jeglicher Art von Kontakt zu diesen.

        • (3) 01.06.19 - 06:37

          Warum leider?

          Es geht um einen Erwachsenen, der kann hinziehen wohin er will.
          Wäre ja noch schöner, wenn ein Ex das verbieten könnte.

          • (4) 01.06.19 - 12:01

            Problematik nicht verstanden, oder?

            Der eine darf machen was er will und der andere ERWACHSENE nicht, weil er die Kinder dabei hat - egal, ob der andere Sorgeberechtigte tatsächlich anschließend Umgang mit den Kindern pflegt oder nicht. Er kann es einfach mal verbieten.

            • (5) 01.06.19 - 13:03

              Das ist genauso wenig richtig. Auch als sorgeberechtigter Erwachsener kannst du jederzeit umziehen, wohin du willst. Das kann dir niemand verbieten. Nur das Kind darf ohne die Zustimmung nicht mit umziehen.

              • (6) 01.06.19 - 15:25

                ???? Habe ich auch nicht verneint. Mt. TE habe ich es so verstanden, dass es 2 sorgeberechtigte Elternteile sind.

                Der ohne Kind kann machen was er will oder auch gar nichts (außer zu zahlen) ,der mit Kind im Haushalt braucht für viele Dinge die Zustimmung des anderen. U. U. beim Umzug

                • (7) 01.06.19 - 15:55

                  Das ist doch nicht richtig. 2 Erwachsene, JEDEE der 2 kann tun und lassen, was er möchte (z.B. umziehen oder gar auswandern). Nur Dinge, die das KIND betreffen, müssen abgestimmt werden! Eigentlich ganz einfach.

                  • (8) 01.06.19 - 16:17

                    Der ohne Kind kann machen was er will ...


                    Was habe ich anderes geschrieben?

                    • (9) 01.06.19 - 16:27

                      Der andere Erwachsene ebenfalls!

                      • (10) 06.06.19 - 23:26

                        Der andere mit dem Kind zieht doch aber im Normalfall nicht ohne Kind um. Z. B Elternteil A möchte nach Norwegen = wäre kein Ding
                        Bei Elternteil B (wo das Kind lebt) = ist Problem, da es das Kind nicht einfach mitnehmen darf. Das Kind zum Elternteil gehört muss man donicht extra erklären 🤷‍♀️

                    (11) 02.06.19 - 00:50

                    In dem Punkt bzw Teil hast du wirklich nix anderes geschrieben.

                    Das Problem bei der Diskussion ist der zweite Teil. Eben der andere Erwachsene, der bei dem das Kind lebt.

                    "Der eine darf machen was er will und der andere ERWACHSENE nicht, weil er die Kinder dabei hat"

                    Da liegt das Missverständnis. Auch dieser andere Erwachsene kann umziehen wie und wohin er will.
                    Nur im Zweifel halt ohne das Kind!

                    Natürlich ist das eine stur rechtliche Sichtweise.

                    In der Lebensrealität gibt es natürlich noch ein paar praktische Punkte.

                    - dass es einige Elternteile gibt, die einfach Fakten schaffen und mit Kind umziehen. Und es da nicht Konsequenzen gibt.

                    - dass es für den anderen Elternteil ziemlich Mist ist, wenn der Umgang mit dem Kind dadurch kompliziert, teils unmöglich wird

                    - dass es Expartner gibt, denen das Kind im Grunde egal ist und die das nur ausnutzen um Ex einfach eines auszuweichen, sei es einfach umziehen oder den Umzug des Kindes zu verbieten.

                    - und natürlich, dass die wenigsten so quasi sagen: ach, dann zieh ich halt alleine um und lasse Kind zurück. Dadurch ist man natürlich moralisch bzw praktisch gebunden. Auch wenn es rein rechtlich betrachtet nicht so ist.

                    LG

                (12) 06.06.19 - 22:04

                Aber man zieht doch nicht ohne sein Kind weg, wenn es bei einem wohnt!!

          (13) 06.06.19 - 22:03

          ???
          Darum geht’s doch nicht! ;)
          Hier geht es um die Problematik, dass der ‚Elternteil ohne Kind‘ umziehen kann wohin er will und Umgang pflegen kann wie er will! Während der ‚Elternteil mit Kind‘ nicht ohne Erlaubnis des anderen wegziehen darf, und ist auch noch dazu verpflichtet den anderen zum regelmäßigen Umgang zu animieren, bzw. wird bestraft, wenn er den Umgang verwehrt. Das ist ziemlich unfair. Wenn überhaupt sollten doch dann beide verpflichtet sein, regelmäßig Umgang zu pflegen.

      (14) 01.06.19 - 15:59

      Doch.
      Der andere kann ja auch umziehen, nur eben alleine.
      Er kann die Kinder ja auch zum anderen Elternteil geben.

(15) 01.06.19 - 23:51

Du hast schon verstanden um was es geht?

(17) 04.06.19 - 01:32

Hallo,

warum leider und ungerecht?

Ungerecht wäre es, wenn der Elternteil mit Kind immer hinziehen kann wohin er will und damit das Kind entziehen kann.

Auch der Elternteil wo das Kind lebt kann hinziehen wo er will. Im Zweifelsfall halt aber nur ohne Kind wie der andere Elternteil auch.

Man kann nunmal nicht beides haben. Ein Kind das bei einem lebt und umziehen nach Laune wohin man will.

Wer dieses Privileg nach Belieben ausleben will, muss im Zweifelsfall das Kind dem anderen Elternteil überlassen.

Dieser hat dieses "Privileg", ja auch nur, weil er das Kind nicht hat. Und hat hierbei nicht mal die Wahl, wie der Elternteil mit Kind, ob er lieber mit Kind und Umzugsbeschränkungen leben will oder ohne Kind mit freiem Umzug.

Und es ist ja auch nicht so, dass jeder Umzug verboten ist. Je nach Einzelfall kann ja das Gericht die Zustimmung ersetzen.

Und weshalb sollte der Elternteil mit Kind zustimmen müssen, nur weil Elternteil ohne Kind umzieht? Dies sind doch unterschiedliche Ausgangslagen.

Warum soll also Ungleiches gleich behandelt werden? Das wäre nämlich ungerecht.

Leider und ungerecht ist also unangebracht.

LG

  • (18) 04.06.19 - 13:17

    Danke für die ausführliche Belehrung!!!

    • (19) 04.06.19 - 19:35

      Hallo,

      danke für die Rückmeldung und den Dank für die Aufklärung. Viele sehen ja leider nicht ein, wenn sie mal daneben liegen und darauf hingewesen werden und reagieren dann im Gegensatz zu dir oft daneben.

      LG

      • (20) 04.06.19 - 21:44

        👍👍genau!
        Und manchmal braucht es jemandem, der einem die Welt erklärt und was angebracht ist und was nicht! 😁

        • (21) 05.06.19 - 08:14

          Hallo,

          wie du es richtig feststellt ist das manchmal notwendig.

          Gut finde ich, dass du dies auch verstehst und einsiehst. Viele verrennen sich statt dessen aber in ihren merkwürdigen Ansichten, statt soviel Rückgrat zu haben zu akzeptieren,dass man wie jeder Mensch auch Mal daneben liegen kann.

          Fehler wie du eingestehen zu können, davor habe ich sehr viel Respekt.


          LG

          (22) 06.06.19 - 22:10

          @guest70
          Du bist die einzige Person, die die Frage richtig verstanden hat und eine klare Antwort gegeben hat. Danke
          Die anderen hier haben offenbar Knoten in ihren Gehirnwindungen. Es ist unfassbar, wie man Dinge einfach mal missverstehen will!🙈

          • (23) 06.06.19 - 23:19

            😁😁
            Ich weiß auch nicht, warum die meisten deine Frage missverstehen wollten und z. T. so abgegangen sind.

            Ich finde es auch nicht gerecht, aber das Gesetz ist leider starr und geht davon aus, dass der Elternteil OHNE Kinder im Haushalt auch Umgang WILL. Deshalb muss er zustimmen. Leider prüft und zwingt ihn niemand, ob er den Umgang auch in die Tat umsetzt. Dein Expartner kann dir verbieten, mit den Kids umzuziehen und trotzdem die Kinder nur an Weihnachten, Ostern, Geburtstag sehen wollen. Und er selbst kann nochmal 500 km Distanz zwischen sich u. seine Kinder bringen und sie nur noch an Weihnachten sehen, weil er es sich selbst noch beschwerlicher gestaltet hat.

            Fairerweise muss man dazusagen, dass der Partner, der KU zahlt natürlich in Notsituationen zum Umzug gezwungen ist und mehr Distanz zwischen sich u. die Kinder bringt. Z. B. aus beruflichen Gründen. Er soll ja KU zahlen u. manchmal muss man eben flexibel sein und den Jobs hinterherziehen.

(24) 06.06.19 - 21:55

Verstehe ich. Finde das auch ziemlich ungerecht. So ist man als der Elternteil bei dem die Kinder wohnen, ganz schön eingeschränkt in seiner Lebensführung. Kann denn dann der Elternteil, der 400 km weg zieht, weiterhin über den Wohnort des anderen ‚Elternteils mit Kindern‘ bestimmen?

  • (25) 06.06.19 - 23:04

    Das glaube ich nicht bzw. es kommt vermutlich drauf an..... Hintergrund ist ja immer das Kindeswohl und dass der Elterteil OHNE Kinder im Haushalt unkomplizierten Umgang pflegen kann.

    Wenn dieser Part aber schon 400 km weit weg wohnt und selbst so eine große Distanz zwischen sich und die Kinder gebracht hat, könnte sich ein Umzug von Elternteil MIT Kind ja auch positiv auswirken. Indem sich die Distanz z. B. verringert u. der Umgang erleichtert wird.

    Es wird aber sicher nicht möglich sein, ungefragt mit den Kindern ins Ausland zu ziehen oder nochmal 150 km weiter weg. Das würde die Besuche u. den Umgang mit den Kindern erschweren.

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