Erfahrung mit Namensänderung nach Scheidung

    • (1) 20.06.19 - 20:07

      Hallo,
      nach einem Jahr Trennungsjahr geht es nun ins offizielle. Ich habe nächste Woche den Termin bei der Anwältin, um die Scheidung einzureichen.
      Eigentlich habe ich mir da keinen Kopf drum gemacht, da ich mit meinen "noch" Ehemann seit 14 1/2 Jahren verheiratet bin... fast so lange seinen Familiennamen wie meinen Mädchennamen bisher getragen habe... (21 jahre Mädchennamen und 14 1/2 jahre Ehenamen). Nun habe ich seit einem halben Jahr einen neuen Freund und der hat mich überhaupt in die Überlegung gebracht, nach der Scheidung meinen Mädchennamen wieder anzunehmen.
      Ich hänge da noch etwas. Irgendwie ja fühle ich mich nicht mehr der Familie zugehörig, die Eltern reden nicht mehr mit mir und mit dem Rest der Familie wollte ich vorher schon nichts zu tun haben. Aber meine beiden Mädels tragen den Nachnamen und ich weiss nicht, wie ich das finde anders als meine Kinder zu heißen. Ich habe auch noch einen Pflegesohn, da ist es irgendwie voll normal, dass er einen anderen Nachnamen trägt. Ich bin da gerade total im Zwiespalt! Wie würde es auch laufen, muss ich dann überall meinen Namen ändern? Versicherungen, Energieversorger, Grundbuch vom Haus, Bank, Fahrzeugbrief etc.?
      Ich kann auch meinen Freund verstehen, der es glaube ich komisch findet, wenn ich noch den Nachnamen von meinem Ex trage. Heiraten kommt für mich irgendwie nicht mehr in Frage und ein weiteres Kind ist eigentlich auch keine Überlegung mehr gewesen, wobei voll komisch, wobei es kein Thema mehr für mich war, kam das Thema Kinderwunsch mit dem neuen Partner nochmal auf. Wobei er hat 2 (leben bei der Mutter)und ich 2 leibliche und ein Pflegekind.... das sind mehr als genug Kinder.
      Ich glaube, dass spielt bei mir in die Überlegung auch mit rein... voll doof...aber von einer ganz "normalen" Familie mit einem Namen am Klingelschild, wurden wir schon so eine Spezielle, durch das Pflegekind. Da kam Namensschild Nummer 2 ans Klingelschild, mit meinem Mädchennamen stehen da schon 3 dran und wenn mein Freund herziehen sollte, dann sind es 4 und seine Kinder tragen noch einen anderen Namen. Ich weiß es ist in der heutigen Gesellschaft normal, aber irgendwie Urlaub buchen oder Zoo Jahreskarte und dann 5 verschiedene Nachnamen tragen kommt mir etwas "Asozial" vor. Das Wort ist doof, aber irgendwie beschäftigt mich das, wenn ich an die Namensänderung denke...wobei 4 oder 5 Nachnamen? Spielt es da noch eine Rolle? Kennt ihr das Gefühl, dass ihr auf einmal in einem System von Familie seit, was ich euch früher nie erdenken hättet können?
      Sorry für den langen Post, aber ich mußte es mal los werden und freue mich über Erfahrungsberichte!

      Viele Grüße

      • (2) 20.06.19 - 20:14

        Aaaaalso ich bin nicht in der Situation, aber ich würde dir trotzdem gerne meine Gedanken mitteilen:

        Ich fände es nicht schlimm, den Namen zu behalten. Es ist „nur“ der Nachname. Wenn du mit Mädchennamen jetzt „Kotzbrocken“ oder ähnliches heißen würdest, würde dein Freund wahrscheinlich nicht mal auf die Idee kommen...mir wäre es zu viel Papierkram und Rennerei, ich würde beim Namen bleiben. 🤷‍♀️

        Außerdem ist es heutzutage doch vollkommen normal, dass da verschiedene Namen mit von der Partie sind. Ich heiße z.b. Wie mein Vater und meine Mutter hatte nie Probleme damit. Weder persönlich noch bei irgendeinem Arzt, Behörde oder sonst was 😊

        (3) 21.06.19 - 13:41

        Bei uns läuft die Scheidung schon, aber auf die Idee meinen Mädchennamen wieder anzunehmen komm oder kam ich nicht. Für was auch, meine Kinder heißen so und ich persönlich finde es auch doof anders zu heißen wie die beiden. Wir haben uns, genauso wie du, damals bei der Hochzeit dazu entschieden seinen Namen zu nehmen.

        Ich fände es auch komisch wenn da dann 5 oder 6 verschiedene Namen an einer Klingel stehen würden^^

        (4) 21.06.19 - 19:15

        Weißt du, eigentlich ist dein Problem doch ein anderes:

        Du empfindest diesen Nachnamen überhaupt nicht als den Nachnamen deines Ex, sondern als DEINEN Nachnamen. Du hast den Namen weit über ein Jahrzehnt und deine Kinder tragen diesen Namen ebenfalls. Im Gegensatz zu deinem ehelichen Nachnamen hast du zu deinem Mädchennamen überhaupt keinen Bezug mehr.

        Es gibt Unmengen an Menschen auf dieser Welt mit deinem Mädchennamen, mit denen du nichts zu tun hast, nie etwas zu tun haben willst und nie zu tun haben wirst...und das Gleiche gilt für deinen Ehenamen.

        Tatsächlich ist es so, dass man mit einen anderen Nachnamen als dem Kindernamen erstmal überall diskutieren und erklären muss. Fliege mal mit deinen Kindern irgendwo hin.

        Man kann übrigens ein Klingelschild ganz toll selbst basteln - gerade wenn so viele verschiedene Namen in einer Familie vorhanden sind. Das sieht dann sogar gut aus und keinesfalls Assi...

      • (5) 22.06.19 - 17:44

        Naja, solange Du mehr Gründe dafür siehst, den Ehenamen weiter zu führen, als Deinen Mädchennamen wieder anzunehmen, kannst Du doch beim Altbewährten bleiben. Nur dem Freund zuliebe würde ich es nicht machen.

        (6) 23.06.19 - 17:00

        Ich wurde gerade geschieden und habe mich schon im Vorfeld dafür entschieden,das ich den Namen weiter behalten werde.Ich möchte auch keinen anderen Nachnamen als meine Kinder,aber der Hauptgrund ist eher,das es einfach nur ein Name ist.
        Ich trage ihn jetzt auch schon viele Jahre und es gibt einfach keinen triftigen Grund den Mädchennamen wieder anzunehmen.
        Ich würde es auch nicht für einen neuen Partner ändern.
        Vor allem,wenn ich weder mit dem neuen Partner zusammen lebe,noch vor habe,ihn zu heiraten.
        LG Julia

      • (7) 25.06.19 - 05:27

        Hallo irgendwie hört sich das an. Das dein Freund dieses möchte. Weil du nicht drauf kamst ? Mal eine Geschichte wie meine Schwester mit einem anderen Name kämpfte.
        Meine Schwester hat ihrem Kind den Namen des Vaters gegeben , bei der Geburt. Da sie den Kindesvater nach der Geburt heiraten wollte. Dazu kam es dann doch nicht. Sprich meine Schwester und Neffe hatten unterschiedliche Namen. Wie meine Vorschreiberin erklärte , sie war ständig nur am erklären. Es kam so weit, das sie schon die Geburtsurkunde bei sich trug , das sie zeigen konnte das sie die Mutter ist. Dieses musste sie sogar bei einem Krankenaufenthalt vorlegen . Sie hatte Glück und konnte eine Namensänderung durchführen. Das mein Neffe , den Namen der Schwester bekam. Sie hatte Glück das der Kindesvater zustimmte. War aber nur mit triftigen Grund möglich und hat einiges gekostet.
        Das sollte gut überlegt sein, sie hatte damit echt viele Probleme. Man kann den Namen ja ablegen , wenn die Kinder groß sind ? Ich habe auch den Namen meines Ex Mannes ( verstorben )behalten , wegen der Kinder. Bekam noch eine Tochter mit meinem neuem Partner. Sie hat auch meinem Nachnamen bekommen , von meinem Exmann. Das was meine Schwester durch hatte , wollte ich nicht durch machen.

        (8) 28.06.19 - 21:22

        Mmm. Ich denke da dir dein Geburtsname nicht wichtig ist. Du hast ihn bei der Heirat abgelegt und auch jetzt ist es dir.unwichtig. lass es sein. falls ihr mal heiraten solltet gaebe es womoeglich noch die Option Einbenennung. Das mit.verschiedenen Namen am klingelschild ist bei uns in der Gegend nicht.selten.

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