Zugewinnausgleich - wer von euch hat verzichtet? Lösung gesucht

    • (1) 26.06.19 - 23:51

      Hallo liebe Mamas,
      vielleicht hat ja irgendeiner einen Tipp, ich komme nicht weiter.

      Bin verheiratet und in Trennung. Das Haus läuft komplett auf meinen Mann, der Kredit dazu auch. Er hat eine Firma, läuft nur auf ihn, ich arbeite für ihn und schmeiße das Büro.

      Zum Haus gehört ein großes Grundstück welches damals von ihm geerbt wurde, bevor wir gebaut haben. Es sind noch so einige Schulden auf dem Haus.

      Was den Zugewinn angeht, müßte man ausrechnen, was das Haus wert ist jetzt (erst 4 Jahre alt) und das verrechnen mit Schulden und dem Grundstück als Startbesitz. So viel wird dabei nicht rauskommen. Mein Mann sagt, er kann mir nichts auszahlen. Dazu müßte er das Haus verkaufen. Noch einen Kredit aufnehmen geht nicht.

      Jetzt würde ich ja auf alles verzichten wenn die Umstände nicht so knifflig wären.
      Die Firma ist noch im Aufbau und läuft gut. In ein paar Jahren wirft sie wohl richtig Geld ab. Und dann ärgere ich mich, wenn ich jetzt auf alles verzichte.
      Schließlich bin ich am Aufbau der Firma mit beteiligt. Und was das Haus angeht, ich habe ihm immer den Rücken freigehalten und alles gemacht. Er ist beruflich immer viel unterwegs gewesen und ist es immer noch.

      Alle in meinem Umfeld, egal welches Alter, ob Mann oder Frau sagen ich soll nicht verzichten komplett.

      Er verspricht mir Unterhalt zu zahlen, in der Firma werde ich sehr gut bezahlt (wir sind noch zu zweit) und bin relativ flexibel.
      Was bleibt ist aber auch die Angst, dass er sich ändert, hört man ja oft, wenn einer einen neuen Partner hat, dass die Freundschaft dann schnell beendet ist. Für mich wären dann ganz schnell mal Unterhalt und Job in Gefahr. Ich möchte auch nicht als geldgierig erscheinen. Aber ich habe zwei Kinder groß zu ziehen (derzeit zwölf und neun) und das dann alleine.

      Wie könnte man das regeln, dass ich doch noch wenigstens zu einem Anteil, von dem, was mir zusteht, komme?
      Werde auf jeden Fall noch mal einen Anwalt kontaktieren.
      Ansonsten wollen wir das ganze ohne Streit und hohe Kosten abwickeln.

      Liebe Grüße
      Ks

      • Hallo Ks,

        um sich scheiden zu lassen, benötigt man eh einen Anwalt. Auch wenn man sich mit dem zukünftigen Ex gut versteht und alles so klärt wird dieser benötigt.
        Lass dich von ihm beraten, ich denke das ist ein schwerwiegender Entschluss mit Folgen.

        Ich persönlich würde nicht verzichten. Alles Gute für die Zukunft

        Scheidungsfolgevereinbarung beim Notar ist die Lösung. Du könntest im anbieten zB erst ab 2022 oder Summe X zahlbar in Raten. Mein Ex zahlte so zb 3 Jahre lang aus. Weil er sich auch nicht komplett einschränken wollte im Leben ..was für mich nachvollziehbar u okay war.
        VG

        Hallo

        Das Erbe fällt nicht mit in den Zugewinn.

      Lass bitte erst ausrechnen, was dir zusteht. Das kann nur eine Fachfrau (Fachmann geht natürlich auch).

      Verzichten scheint mir unnötig, du kannst ihm eine großzügige Raten- oder Stundungsregelung anbieten.

      Alles Gute

    • (7) 27.06.19 - 07:58

      Fällt die Firma auch unter den Zugewinn ?
      Kenne mich da null aus.

      Du könntest festlegen, dass er dir das Geld erst in ein paar Jahren, wenn die Firma besser läuft, auszahlen muss.

      • (8) 28.06.19 - 11:14

        Die Firma fällt da auch mit rein, aber auf die würde ich verzichten. Ich möchte ja niemanden ruinieren außerdem ist es auch mein Arbeitsplatz. Dennoch ist das meine Argumentation, wenn die Firma gut läuft steigt auch sein Gehalt und dann ist eine Ratenzahlung möglich.

        • Dann steigt auch der Unterhalt.
          Schlage ihm doch einfach vor, da du alles mit aufgebaut hat etc welche Regelung er sich diesbezüglich vorstellen kann.
          Wie dumm, das mit der Firma nicht vorher zu klären. Firmen werden oft notariell rausgenommen und eine andere Regelung verbrieft.

    Hallo!

    Ob die Firma "irgendwann mal richtig Geld abwirft" ist völlig unbedeutend.
    Ebenso ob das Haus irgendwann mal richtig was Wert ist.
    Es zählt der wert zum Stichtag des Scheidungsantrages - und der ist bei einem 2-Mann Betrieb vermutlich nicht wirklich hoch.
    Zudem gilt für ein solches Unternehmen das selbe wie für eine Kuh:
    Man kann entweder die Milch wollen, oder sie schlachten. Beides geht nicht.

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