KV droht mit Anwalt, will keinen Kontakt zu mir aber zum Kind

    • (1) 10.08.19 - 12:46

      Hallo liebe Mamas..
      das ist das erste mal, das ich hier in diesem Teil des Forums etwas veröffentliche.
      Und zwar geht es um mich, meinen Ex-Freund und meinen ungeborenen Sohn.
      Der KV drohte mir gestern, dass er das ALLES per Anwalt regeln will und das ich mich darauf einstellen solle.
      Er will kein Wort mit mir wechseln, weder jetzt, noch nach der Geburt unseres Sohnes, aber Gleichzeitig möchte er das Kind sehen und Kontakt haben. Das kann ich ihm ja nicht verwehren, aber wie soll das gehen, wenn er nicht mehr mit MIR in Kontakt treten will?
      Ich werde stillen und muss natürlich bei meinen Kind dann sein.
      Den Kontakt will er wahrscheinlich per Anwalt klären, aber mit mir nicht?
      Zudem möchte er einen Vaterschaftstest ( Schlag ins Gesicht), den kann er gerne haben, aber er möchte gerne einen privaten bevor er die Vaterschaft anerkennt. Ich möchte , dass das übers Jugendamt läuft und ggf. dann vor Gericht wenn er dich querstellt, die Gerichtskosten zu zahlen wenn der Test dann gegen ihn spricht ( heißt über 99% sicher der Vater ).
      Kann ich einen privaten Vaterschaftstest verweigern?
      Was würde auf mich zukommen, wenn er wegen den Kontakt, einen Anwalt einschaltet ? Ich möchte ja das er Kontakt zu unseren Sohn hat, aber ich verstehe nicht wie das laufen soll, wenn ich dann für ihn Luft bin und er mich nicht wahrnimmt geschweige denn anspricht oder etwas mit mir regelt.

      Ich danke fürs lesen und hoffe auf eine Antwort.

      • (2) 10.08.19 - 14:19

        Klar kannst du einen privaten Vaterschaftstest verweigern!

        Nur wegen der Drohung mit einem Anwalt würde ich mir jetzt mal nicht und Hemd machen. Oft sind die Anwälte ja auch ganz beruhigend, weil sie auch deinem erstmal klar machen, was geht und was nicht.

        Muss man überhaupt dem Vater die Vaterschaft zuerkennen? Mal angenommen man will das alles auch finanziell alleine regeln, will keine Ansprüche geltend machen, keinen Kontakt, etc. Dann hätte man als Mutter ja die „Macht“ beim Standesamt einfach zu sagen der Vater ist unbekannt, oder? Kleines Gegen-Drohmittel!

        • (3) 10.08.19 - 14:40

          Er hat ja auch als Vater das Recht zu wissen ob es sein Kind ist. Und unbekannt möchte ich nicht, weil 1. mein Kind Erbansprüche hat, 2. ich mich nicht dahin stelle als wüsste ich nicht wer der Vater wäre..
          ich möchte einfach, dass das ganze vernünftig abläuft und man sich wegen den Kind einigermaßen versteht !

      (4) 10.08.19 - 15:09

      Der Mann schlägt gerade einfach nur viel Schaum, lass Dich davon nicht so verunsichern. Er möchte nur, dass Du eingeschüchtert bist und er Dich dann dort hin dirigieren kann, wo er dich hinhaben will. Läuft aber nicht. :-)

      Alles per Anwalt regeln - jo. Kann er machen. Allerdings hat ein Anwalt keinerlei Weisungsbefugnis Dir gegenüber. Macht er Dir also per brieflichem Schreiben einen unmöglichen Vorschlag, kannst Du diesen ablehnen. Und dann passiert genau gar nichts.

      Im Gegenteil, Du siehst das völlig richtig, dass Du natürlich anwesend bist, wenn er Umgang mit Eurem Kind hat. Jegliche Forderung, das Kind alleine zu bekommen, kannst Du erstmal ausschlagen. Der Grund ist einfach, dass zunächst ein Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem Kind geschaffen werden muss, das geht aber bei einem Baby nur über regelmäßige Besuche. Stillen, was er nicht kann, kommt natürlich noch dazu. Und man kann dann nicht einfach sagen, dass das Baby eben die Flasche bekommt. Und übrigens müssen die Besuche auch irgendwo stattfinden, das wäre idealerweise in der gewohnten Umgebung des Kindes. Außer, Du möchtest das nicht. Würde Dir aber den Vorteil verschaffen, dass Du ihn jederzeit bitten kannst, dass er wieder geht, wenn er sich ignorant benimmt.

      Vaterschaftstest kann er haben, muss er aber selbst bezahlen. Falls er vermutet, dass er den fälschen könnte, um nicht als Vater dazustehen, wird er Pech haben. Private Tests werden gar nicht gerichtlich anerkannt. Aber das kann er ja selbst herausfinden. Du kannst den Test auch verweigern, klar.

      Du siehst - viel Wind um nichts. Im Moment bist Du überall am längeren Hebel.

      • (5) 10.08.19 - 15:28

        Danke für deine Antwort!
        Also habe ich es doch richtig gesehen, dass der Anwalt mir erst mal keine Anweisungen geben kann in seinem Namen ? Ich meine, der Anwalt ist weder ein Babysitter, noch ein Eheberater, noch das Jugendamt!
        Zu dem Vaterschaftstest: wenn der Test über das Jugendamt läuft, auf meinen Wunsch, weil ich keinerlei Zweifel habe, dass er der Vater ist, aber er dann sagt er ist es nicht, bezahlt er dann den Test + Gerichtskosten ? Habe das nämlich mal irgendwo gelesen, dass die Kosten dann auf den biologischen Vater weitergeleitet werden, falls er zuvor die Vaterschaft verneint hat.
        Weil er redet davon, dass wir uns die Kosten teilen müssen? Wieso sollte ich die Kosten eines Vaterschaftstests TEILEN wenn ich weiß, wenn ER der Vater ist? Das ergibt gar keinen Sinn.
        Und einen privaten will ich einfach nicht, wer weiß was das für eine wald und wiesen Firma ist, die diese Tests durchführen.

        • (6) 10.08.19 - 16:24

          "Also habe ich es doch richtig gesehen, dass der Anwalt mir erst mal keine Anweisungen geben kann in seinem Namen ? Ich meine, der Anwalt ist weder ein Babysitter, noch ein Eheberater, noch das Jugendamt!"

          Auch ein Jugendamt (Eheberater, Babysitter auch nicht) hat keine Weisungsbefugnis, außer dem Unterhaltspflichtigen gegenüber, dass dieser den Unterhalt zahlt. Kann aber im Grunde dann auch verweigert werden, dann gehts halt vor Gericht. Ein Anwalt ist ein Mensch, der Jura studiert hat und die Rechte seines Mandanten vertritt. Aber auch das nur vor Gericht, ansonsten kann ein Anwalt nur im Namen seines Mandanten fordern. Danach muss sich aber niemand richten!

          "Zu dem Vaterschaftstest: wenn der Test über das Jugendamt läuft, auf meinen Wunsch, weil ich keinerlei Zweifel habe, dass er der Vater ist, aber er dann sagt er ist es nicht, bezahlt er dann den Test + Gerichtskosten ? Habe das nämlich mal irgendwo gelesen, dass die Kosten dann auf den biologischen Vater weitergeleitet werden, falls er zuvor die Vaterschaft verneint hat."

          ER will den Vaterschaftstest, also bezahlt er ihn auch. ER streitet die Vaterschaft ab. Wer die Musik bestellt, bezahlt. Aber, siehe oben, meines Wissens nach kann ein Jugendamt einen Vaterschaftstest nicht selbst anordnen, sondern das liefe dann wieder über das Gericht.

          "Und einen privaten will ich einfach nicht, wer weiß was das für eine wald und wiesen Firma ist, die diese Tests durchführen."

          Den privaten Test bezahlt sowieso derjenige, der ihn beauftragt, das wäre dann wohl auch wieder der Kindsvater. Er kann die Kosten auch nicht nachträglich hälftig von Dir einfordern. Und selbst ein privater Test würde nur unter Aufsicht (Apothekenpersonal, Arzt bspw.) gültig durchgeführt. Ansonsten machts ja keinen Sinn, dann könnte ja sein Test durch einen Freund durchgeführt werden. Und die Speichelabnahme beim Baby kannst Du wie gesagt unbegründet verweigern.

          Merkst was? Seine Luft reicht ihm im Grunde nur so weit, wie er BUH sagen kann. ;-)

          • (7) 10.08.19 - 18:35

            Danke danke danke 🙏🏽.
            Er meinte zusätzlich noch, dass er das aussehen lassen kann, als wenn ich ihm das Kind untergejubelt habe. Das ich absichtlich ein Kind von ihm wollte und ich dafür die Konsequenzen tragen werde.

            • (8) 10.08.19 - 22:19

              Verhütung ist nicht Frauensache. Selbst wenn Du behauptet hättest, Du nimmst die Pille oder kannst gar keine Kinder bekommen, ist es seine Pflicht, für das Kind zu zahlen. Er hätte ja ein Kondom benutzen können.

              Wäre ja auch einfach, dann würde jeder Mann behaupten, die Frau hat ihn belogen. Was kann aber das Kind dafür? Das hat sich ja nicht ausgesucht, von wem es warum abstammt. Und er zahlt den Unterhalt fürs Kind, weil es existiert und er der Vater ist, nicht dafür, weil er es haben wollte.

    (9) 10.08.19 - 15:28

    Kann er vielleicht irgendwie gekränkt sein oder irgendwas aufgeschnappt haben, was ihn denken lässt, dass es nicht sein Kind sein könnte.
    Anwalt ist teuer. Mal sehen ob er sich das leisten kann.
    Vaterschaft würde ich feststellen lassen. Kann er ruhig privat zahlen. Dann tut es ohm wenigstens finanziell weh.
    Da du dir der Vaterschaft ja sicher bist, soll er ruhig für sein Misstrauen zahlen.

    • (10) 10.08.19 - 15:31

      Nein es gibt keinerlei Zweifel dass er der weiter sein könnte oder nicht! Ich bin mir da zu 100% sicher, dass er es ist.
      Aber wenn er seinen Beweis möchte, dann soll er den auch haben, aber dann VERNÜNFTIG übers Jugendamt.
      Nachdem so viel Müll aus seinem Mund gekommen ist, tue ich ihm doch nicht den Gefallen, 200€ für einen privaten Test zu zahlen. Das wäre ja noch zu schön für ihn.
      Denn ein Test übers JA + Gericht kostet schon einige Tausende.

      • (11) 10.08.19 - 15:36

        Ok, hab ja auch nicht gesagt, dass du zahlen sollst, sondern er.

        Der Weg über JA und Gericht ist jedenfalls der hieb- und stichfeste.

        • (12) 10.08.19 - 15:41

          Nein das war auch nicht gegen dich, das war so allgemein. Es ist schon erniedrigend genug, dass er das so hinstellt als wäre ich fremdgegangen oder nicht wüsste wer der Vater ist.
          Ich mache mir so viel Stress und habe mittlerweile sogar Angst, wenn mein Kind dann endlich auf der Welt ist.

(16) 10.08.19 - 16:30

Er droht Dir, dass er kein Wort mehr mit dir wechseln will? #rofl
Was ist das denn für ein Widerspruch? Wenn er kein Wort mehr mit dir wechseln will, dann soll er die Klappe halten und einen Anwalt beauftragen! Niemand zwingt ihn zum Kontakt zu dir.

Er will dich nur erpressen und einschüchtern.

  • (17) 10.08.19 - 19:31

    Ja, leider mache ich mir da so dolle Gedanken, dass ich schon Angst habe, dass er was findet und es gegen mich verwenden will.

(18) 10.08.19 - 19:22

Hey,
Ich kann dir von einem Fall in meinem Freundeskreis erzählen, der klingt wie in einem schlechten Film, aber es beschreibt ganz gut deine Fragen.

Meine Freundin hatte eine Affäre mit einem Mann, der eine feste Partnerschaft hatte.
Seine Partnerin konnte keine Kinder bekommen, es läge an ihm.
Urplötzlich wurde meine Freundin ungeplant schwanger und zack war der kindsvater weg.
Seine Partnerin sollte es ja nicht raus bekommen

Nach der Geburt musste sie gegenüber dem Jugendamt den Vater angeben zwecks UHV und sie schrieben ihm.
Er streitete ab, legte einen privaten Test vor, das er zeugungsunfähig sei und wollte einen privaten Vaterschaftstest.
Meine Freundin verweigerte und das ganze ging vor Gericht.

Nun war er angewiesen einen Test zu machen und er war der Vater.
Dann wurde es kurios.
Er behauptete, sie hätte die Spermien gestohlen.
Sie arbeitet in einem Labor und er hätte ihr eine Probe vorbei gebracht, damit sie seine Spermien kontrolliert.
Dabei hätte sie die Probe geklaut und dadurch das Kind gezeugt...

Er musste trotzdem Unterhalt zahlen, auch für sie.

Dann wollte er das Umgangsrecht und das geteilte Sorgerecht, mit Wechselmodell.
Damit kam er nicht durch.
Umgang lief erst einmal nur über's Jugendamt und das Kind, mittlerweile 4 wollte nichts von ihm wissen.
Nach 5 Treffen hat er aufgegeben.

Er kann also drohen und prusten wie blöd.
Er ist gerade der unvernünftige, du machst alles richtig!

  • (19) 10.08.19 - 19:29

    Das klingt ja wirklich verrückt !.. wieso kam er denn nicht mit dem geteilten Sorgerecht durch ? Die gesetzte für Väter wurden doch so doll verschärft..

    • (20) 10.08.19 - 19:47

      Weil er vier Jahre lang keien Dialog mit der Mutter gesucht hat, sondern nur gerichtlich vorgegangen ist.
      Er hat das Kind abgestritten und danach nur durch eine Verfügung Unterhalt bezahlt.
      Man ging davon aus, dass er keine Beziehung zum Kind, in Wohlwollen mit dem anderen Elternteil aufbauen könnte.
      Die umgänge in Begleitung und die Abwesenheit bei der Familien Therapie haben ihr übriges getan.

      Das Kind hatte keinen Begriff von Papa, er hat meinen Mann jahrelang Papa genannt, weil er dachte, dass wäre sein Name.

      Die Mutter hatte keine Chance an ihn heran zu treten, er hat sie überall blockiert. Ist weggezogen, er hat alles falsch gemacht.

      Mittlerweile ist der große in der Schule, hat einen kleinen Bruder bekommen und durch den neuen Freund einen ganz tollen Papa.

      • (21) 10.08.19 - 20:45

        Oh Gott..
        ich hoffe , dass das nicht so krass bei mir wird und er sich mal besänftigt, wenn das Kind da ist

        • (22) 10.08.19 - 21:11

          Ich will dir nur sagen, dass er mit allem kommen kann, aber er im Moment einfach alles falsch macht und du nicht.
          Du bist richtig!
          Er kann der böse Wolf sein und du das steinhaus.
          Du bist nicht alleine!
          Und hier gibt es Menschen, die dich stärken.

(23) 20.08.19 - 10:39

"Sie arbeitet in einem Labor und er hätte ihr eine Probe vorbei gebracht, damit sie seine Spermien kontrolliert.
Dabei hätte sie die Probe geklaut und dadurch das Kind gezeugt..."

Gelegenheit macht eben Diebe.

Es gab vor kurzem auch einen Fall, da hat die Frau die Unterschrift Ihres Mannes gefälscht um an seine Spermien in der Samenbank zu kommen. Nach Herausgabe wurde Sie schwange und er muß jetzt zahlen.

Offensichtlich ist der Kinderwunsch bei einigen Frauen ein sehr sehr starkes Bedürfnis, welches ungeahnten Ideenreichtum hervorbringt.

  • (24) 21.08.19 - 22:05

    Hey,
    Mit dem Unterschied, dass bei ihnen eine über ein Jahr dauernde Affäre bestand bei der nicht nur Bonbons gelutscht wurden.
    Wenn man keine Kinder möchte, ist derjenige bzw beide dafür verantwortlich, dass es nicht dazu kommt.
    Und wenn es doch dazu kommt, muss man so selbstreflektiert sein, dass man dafür verantwortlich ist und die backen zusammen kneift, damit das Kind beide Elternteile hat.
    Mit allen Verantwortlichkeiten.

    Es geht nicht um einen Kredit für ein Auto, es geht um.die Summe der Gene und wenn das nicht reicht, gibt es Gesetze.

(25) 10.08.19 - 21:20

Mach dir jetzt mal keinen Kopf. Geh zum Jugendamt und ja, einen privaten Test kannst du ablehnen. Würde vor Gericht nicht standhalten.
Am Anfang (quasi nach der Geburt) gibt es meistens (95%) nur begleiteten Umgang.
Ich hab damals teilweise abgepumpt, damit der KV einmal länger weg konnte, aber das muss man nicht (wir waren nie beim Anwalt oder Jugendamt, haben alles selber ausgemacht, ich weiß-sowas gibt es ganz selten, allerdings sind wir beide Scheidungskinder und wollten unserem Kind sowas nicht antun).
Viel Glück
Wenn du magst, kannst du ja jetzt schon einen Termin beim Ju ausmachen, damit du weißt, was auf dich zukommt und auch rechtlich abgesichert bist (zB: wann dem Vater mitteilen, dass das Baby da ist. Ganz wichtig. Namen musst du vorher bekannt geben im Krankenhaus (einer Freundin ist da was blödes passiert, da war der KV schneller und der Name ging gar nicht)

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