Wie mit dem Kindsvater umgehen?

    • (1) 12.08.19 - 14:35

      Hallo,

      ich wollte einfach mal allgemein wissen, wie er mit der Abneigung gegenüber dem Kindsvater umgeht. Das geht jetzt natürlich nur an die Mütter, die sich mit dem Vater nicht mehr verstehen.
      Da mein Ex mich ständig terrorisierte, mich verbal fertig machte und zuletzt auch handgreiflich wurde, beendete ich die Beziehung. Ein paar Tage später hatte ich einen positiven SS-Test. Ich entschied mich für das Kind. Was folgten war Telefonterror, Terror seinerseits bei Freunden und Familie von mir... irgendwann hörte es auf. Ich sprach mit einer Psychologin, da mir das ziemlich an die Nieren ging und setzte mich auch schon mit dem Jugendamt in Verbindung, welches mir geraten hat, in der Schwangerschaft erstmal den Kontakt abzubrechen. Natürlich ist mir klar das mit der Geburt höchstwahrscheinlich auch der Kontakt wieder kommen wird, da ich ihn, meinem Kind zu Liebe, als Vater angeben werde. Ich möchte die Herkunft einfach nicht verweigern. Nun habe ich große Sorge, wie ich dann weiter damit umgehen soll. Erstens, habe ich eine riesige Abneigung gegen diesen Mann. Ich verabscheue ihn. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, wenn er das Sorgerecht beantragen wird. Er ist cholerisch und alles muss nach seiner Nase laufen. Ich kann mir schon vorstellen wir das werden wird -.- alleine die Vorstellung, dass ich ihn bei jeder Entscheidung quasi um sein Einverständnis anbetteln muss, kotzt mich an! Ich finde das so furchtbar. Zumal er zwei Stunden entfernt wohnt und ich mich deshalb wirklich frage wieso er dann mitentscheiden darf auf welche Schule etc das Kind irgendwann gehen wird?
      Aber das ist ein anderes Thema... zuallerallererst will ich ihm gegenüber nicht ausfallend werden, ich will meine Würde bewahren und gerne so tun als würde es mich komplett kalt lassen. Ich würde gerne alles mit einem gewissen Abstand regeln, egal wie sehr er dann wieder gegen mich schießen wird.
      Wie macht ihr das? Habt ihr irgendwann gelernt damit umzugehen?
      Ich habe echt Angst vor dem was da kommen wird ....

      • Hi Rina

        Ich war mit meinem ex 10 Jahre verheiratet, seit fast 5 Jahren waren wir davon kein paar mehr. Seit dem Frühjahr sind wir endlich geschieden.
        Ich habe das alleinige Sorgerecht bekommen. Es war nicht so einfach, aber ich habe es geschafft. Ich wollte auch nicht wegen jeder Unterschrift hinter ihm her rennen.
        Das Jugendamt und er hatten dem Gott sei Dank zugestimmt.
        Wenn er das nicht macht, lass dir auf jeden Fall eine Vollmacht ausstellen.
        Mittlerweile hat er kaum noch Kontakt zu den beiden. Zu der großen nicht, weil sie es nicht will und der kleine will nicht zu ihm, weil seine Schwester nicht will.
        Ich werde die beiden zu nix zwingen und wenn er damit nicht einverstanden ist, soll er es einklagen.
        Ich drücke dir die Daumen, das du für dich und deinen Schatz einen guten Weg findest.
        Liebe Grüße
        Michaela

        • Und ich kann ihn auch nicht stehen sehen und er nervt mich und ist 😡😡😡😡😡

          Aber das sag ich den Kindern natürlich nicht.

          Aber meinem Freund ❤️ der versteht mich und findet ihn auch ätzend 🤢

          Du hast das alleinige Sorgerecht bekommen? Wie hast du das geschafft?

          Mein Mann hat nach seiner Scheidung von der Ex auch eine Vollmacht bekommen, dass er alles allein regeln darf, ohne ihre Unterschrift. Aber trotzdem haben beide das Sorgerecht.

          • Ich musste auch vors Gericht damit und vorher zum Jugendamt. War auch ein langer Weg
            Da hat er mir zum Glück keine Steine in den Weg gelegt, als ich denen sagte, daß er psychisch nicht stabil genug ist

      Hallo,
      Mein Sohn war zwar schon 2 Jahre alt ca. als ich mich von dem Kindsvater trennte, allerdings konnten wir uns auch nicht ausstehen. Er hat mich psychisch fertig gemacht von der übelsten Sorte (kann dir so einige Storys erzählen). Am Anfang war mir immer wichtig dass die beiden sich sehen. Allerdings kam dann das Problem dass es vor unserem Sohn immer zu Diskussionen kam. Einmal hat er mich so fertig gemacht dass ich dann gesagt habe er sieht seinen Sohn nicht mehr. Dann kam es zu einem Treffen beim Jugendamt, wo er alles abgestritten hat. Dann wurde betreuter Umgang verordnet. Er konnte seinen Sohn einmal die Woche unter Aufsicht sehen. Mal kam er zu spät, oder hatte Kopfhörer in den Ohren, anstatt mal seinem Sohn zuzuhören. Aber alle waren der Meinung es ist ja so ein super Papa. Dann kam es zur Gerichtsverhandlung. Er durfte seinen Sohn jedes Wochenende sehen. Erst ohne Übernachtung, dann mit. Je älter unser Sohn wurde, desto komischer wurde sein Verhalten. Er hatte Aggressionen wenn sein Papa ihn abholen wollte und brauchte eine Woche um sich wieder zu normalisieren. Also bin ich wieder zum Anwalt. Wir mussten zu einer Erziehungsberatung... gebracht hat es nichts. Irgend wann kam mein Sohn an, dass sein Vater ihn geschlagen hat (da war er 8 Jahre alt). Jugendamt hat nichts gemacht weil es hieß es würde von mir kommen, weil ich nicht möchte dass mein Sohn seinen Vater sieht. Mittlerweile hat es sich zerlaufen. Mein Sohn will seinen Vater nie wieder sehen.
      Sorgerecht wollte er beantragen. Allerdings hat das Gericht nicht zugestimmt weil wir uns nicht verstehen und es da nur Chaos gegeben hätte. Und da von meiner Seite immer kam dass er seinen Sohn sehen kann, gab es einfach keinen Grund.
      Wenn dir unwohl ist, dass dein Ex euer Kind alleine sieht, frage beim Jugendamt nach Hilfe für die erste Zeit wie zum Beispiel Betreuten Umgang. Ich drücke dir ganz fest die Daumen dass bei euch alles gut laufen wird. Alles gute

    • (7) 13.08.19 - 12:27

      Du musst dir eine Vollmacht besorgen, dass macht das Jugendamt oder das ordnet das Gericht an. So war es bei meinem Mann und seiner Ex. Sie hat die Kinder uns überlassen. In dieser Vollmacht steht dann, dass du alles allein regeln darfst.

      Hallo,

      wieso gehst du davon aus, dass du, wenn er Sorgerecht hat, ihn bei jeder Entscheidung fragen musst?

      Es sind doch nur ganz wenige Entscheidungen. Wie z.B. Schule, Operationen. Also doch so gut wie nie.

      Und warum sollte z.B. nicht bei der Schulfrage mitgefragt werden?

      Was wäre z.B. wenn euer Kind was auf dem Kasten hat und du es in die Hauptschule schicken willst? Sollte der Vater da nicht ein Wörtchen mitreden sollen? Genauso wie umgekehrt.

      Oder du dich bei einem Jungen ohne medizinischen Grund zu einer Beschneidung entschließt ?

      Oder plötzlich weit weg ins Ausland gehen willst , am Ende noch in ein Land wo euer Kind keine vernünftige Schulbildung bekommt oder in Gefahr ist.

      Und und und...

      Sich abstimmen zu müssen dient doch auch dem Wohl und der Sicherheit eures Kindes.

      Und wenn er eurem Kind mit schlechten Entscheidungen schadet, gibt es ja noch das Gericht. Um das gerade zu rücken.

      Ein Vater der das Beste für sein Kind will, kümmert sich auch darum das Sorgerecht zu bekommen.

      Dass er auch andere Motive haben kann ändert an der Grundaussage nichts.

      LG

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