8 Jähriger will Papa nicht sehen

    • (1) 23.08.19 - 17:39

      Hallo,

      mein Ex und ich haben die Umgangsregelung, dass er den Großen (8 Jahre) alle vier Wochen samstags zum Umgang holen kann. Das ist gerichtlich beschlossen worden.
      Nun ist er zu den letzten zwei Umgangsterminen einfach nicht aufgetaucht und hat auch nicht abgesagt.
      Diesen Samstag hat er wieder einen Termin und nun habe ich das Problem, dass er nicht zum Papa will. Er ist in Tränen ausgebrochen und hat gesagt, dass wenn der Papa nicht zu ihm kommt, er auch nicht zum Papa möchte. Man merkt, dass er sehr verletzt ist und ich weiß nicht, was ich machen soll.
      Nun hat sich mein Ex gemeldet und anstatt mit mir zu reden, will er, dass ich mich bei der Caritas melde zwecks neuer Umgangsregelung und blockt mich total ab. Ich habe ihm gesagt, dass er erst einmal seine bisherigen Umgangstermine zuverlässigen wahrnehmen soll.
      Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

      • (2) 23.08.19 - 18:25

        Verwirrend. Aus welchem Grund will er eine neue Umgangsregelung, es gibt doch eine vom Gericht? Die kann man nicht einfach per Caritas umgehen.

        • (3) 23.08.19 - 19:03

          Das weiß ich nicht. Er reagiert nicht, wenn man ihm in Whatsapp schreibe.
          Die Umgangsregelung besteht jetzt seit 2 Jahren und immer wurden Termine von seiner Seite verschoben oder abgesagt. Zwei Termine hintereinander hat er nun gar nicht mehr wahrgenommen und nun kommt er mit dieser Forderung um die Ecke. Nachdem ich zurück geschrieben habe, dass er erst Mal die bestehenden Termine zuverlässig wahrnehmen soll, kam keine Antwort mehr.
          Ich bin gespannt, ob er morgen zum Umgang kommen wird. Unser Großer ist heute nur in Tränen ausgebrochen, als ich ihm gesagt habe, dass ihn morgen der Papa holen wird. Er meinte, wenn Papa nicht zu ihm kommt, will er auch nicht zu Papa gehen. Er hat natürlich mitbekommen, dass ihn Papa schon zwei Mal einfach hat sitzen lassen und ich konnte ihm nicht erklären warum. Nun habe ich mit unserem Großen ausgemacht, dass wenn der Papa kommt, er ihm persönlich sagen soll, dass er nicht mitgehen will. Wenn ich das sagen würde, würde man es sehr wahrscheinlich nicht glauben.

          • (4) 23.08.19 - 19:15

            Das geht aber nicht einfach so, Dein Sohn darf den Umgang mit dem Vater nicht absagen, wenn es da ein Gerichtsurteil gibt. Das darfst Du ihm auch nicht gestatten, Du musst ihm gut zureden und ihn auch mitschicken. Das ist ja das Traurige, der Vater kann grundlos die Umgänge absagen, Du und das Kind dürft diese aber nicht verweigern, denn sie stehen Deinem Ex zu. D.h. er kann seinem Vater zwar sagen, dass er nicht mitkommen möchte, muss aber mit, wenn dieser darauf besteht. Und selbst wenn er dann beleidigt ohne Kind abrauscht, kann Dir das noch negativ ausgelegt werden.

            Dann wäre es besser, wenn Du Euren Sohn darin bestärkst, dem Papa zu sagen, wie schlimm das vergebliche Warten die letzten Sonntage war und dass er bitte wenigstens anrufen soll, wenn er ihn doch nicht abholt.

              • (7) 24.08.19 - 08:50

                #pro

                In Fällen, in denen die Ex gegen den Vater schießt und die Kinder beeinflusst, ist das noch dramatischer. Da kriegen diese von der Mutter noch auf den Weg, wie schlimm es ist, das Wochenende beim Papa zu verbringen, weil dieser ja so böse ist.

                Da gehören mal knallharte Gesetze her, dass bei nachgewiesener Manipulation ein psychologisches Gutachten folgt und Konsequenzen gezogen werden.

            (9) 24.08.19 - 00:37

            Nein das stimmt nicht was du schreibst. Wenn das Kind nicht mit will muss es auch nicht. Das würde unter Seelische Misshandlung fallen. Wichtig ist es sofort das Jugendamt zu informieren was vorgefallen ist bzw gleich mit dem Sohn dahin damit die es selbst von ihm hören. Mit 8 Jahren ist das schon okay mit ihm da hin zu gehen als ihm zu zwingen mit dem Vater mit zu gehen. Vorallem er hat zum Vater ja keinen bezug was ist schon 1 Wochenende im Monat? Und dass hält er nicht ein^^ der Junge muss nicht.

            • (10) 24.08.19 - 08:46

              Der Vater hat ein Gerichtsurteil. Das berechtigt ihn, das Kind an den Umgangsterminen abzuholen und ohne, dass ein Richter etwas Anderes urteilt, kann daran nicht gerüttelt werden. Die Mutter muss das Kind herausgeben und auf das Kind auch positiv einwirken. Das Jugendamt hat damit nichts zu tun und würde nur raten, sich an das Urteil zu halten.

              Sich gegen das Urteil zu stellen würde sogar im extremsten Fall den Verlust des Sorgerechts der Mutter zur Folge haben können, wenn der Vater vor Gericht belegt, dass die Mutter das Kind nicht herausgibt. Das Kind hat hierbei keinerlei Mitbestimmungsrecht, er ist acht und nicht sechzehn.

              • (11) 24.08.19 - 14:40

                Nein du verstehst das falsch. Wenn das kind absolut nicht will und nur weint oder Angst hat geht das auf die Psyche somit ist das Kindeswohl Gefährtet. Und da muss das Jugendamt einschreiten. Und das jungendamt wendet sich dann ans Gericht das, dass Urteil nicht im Sinne des Kindes steht. Kann sein je nach dem das, dass Urteil ungültig gemacht wird. Mit 8 Jahren wird das Kind auch gefragt was los ist. Und wenn das Kind sagt Papa kommt nur manchmal holen sonst sagt er nie ab und das tut mir weh und er weint vll ... wird kein Richter dem Jungen den Vater aufzwingen.

            (12) 24.08.19 - 08:59

            Habe mir mal die Mühe gemacht, Dir ein Beispiel (das Kind ist ebenfalls acht Jahre alt gewesen) herauszusuchen.

            https://www.kanzlei-hasselbach.de/2013/umgangsrecht-eltern-muessen-umgang-foerdern/04/

            • (13) 24.08.19 - 17:53

              "Vielmehr muss dargelegt und bewiesen werden, dass mit erzieherischen Mitteln auf das Kind eingewirkt wurde, um dieses zum Umgang mit dem anderen Elternteil zu bewegen."

              Wie 'beweist' man das denn? Muss sich die Mutter filmen wie sie positiv auf das Kind einredet?

          Du wohnst doch gar nicht in Deutschland.
          Also sag doch nicht, er muss nicht!
          Die Gesetze sind hier anders.

          • Nein nicht mehr aber die letzten 3 Jahre hab ich in Deutschland gelebt ... aber ok wie du meinst dann hab ich keine Ahnung

            • Du hast keine Kinder. Wie willst du das dann alles immer wissen?

              Und zum Thema keine Kinder... mein Neffe lebt bei mir bzw hab das Sorgerecht für ihn nachdem er mitten Nacht von seiner Mutter weg geholt wurde nach einem Polizeieinsatz.

              Das war auch der Grund warum ich nicht mehr in Deutschland bin/Arbeite. Mein Bruder hätte seinen Job verloren ohne meiner Hilfe bzw wollte mein Neffe sowieso bei mir Leben und darauf hat das Gericht Rücksicht genommen. Da war er 5 Jahre Alt.

              Und mein Neffe wollte seine Mutter auch trotz Gerichtsbeschluss nicht sehen (4x Jährlich) und ich hab das mit dem Jungendamt genauso durch gebracht mit der Kindeswohl gefährtung, dass ich ihm diese Treffen nicht aufgezwungen werden... das ist in Österreich sowie in Deutschland das gleiche.

(21) 24.08.19 - 07:02

Lass den Papa kommen und dein Sohn soll ihn das selber sagen. Für alle das beste. So erfährt der Papa es persönlich von ihm. Vielleicht gibt es dem Papa zudenken. Finde alle 4 W nur am Samstag , aber recht wenig.

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