Neue Prüfung des Einkommens

    • (1) 07.09.19 - 06:28
      Inaktiv

      Hallo
      Ich hatte damals meinen Ex prüfen lassen , wir hatten auch eine unterhaltsklage . Ich habe einen Titel bekommen und er musste den ganzen Unterhalt für mich nachzahlen .
      Mittlerweile ist er selbständig , und hat mir ein vorschlag gemacht einen Betrag x zu bezahlen ( er verdient mehr wie es in der dösseldorfer Tabelle geregelt ist ) . Ich habe mich drauf eingelassen und das Thema war durch . Jetzt droht er mir den Unterhalt wieder auf das alte zu kürzen .
      Was denkt ihr sollte ich zum Anwalt gehen ?
      Wieviel würde mich sowas kosten ? Damals hat es das Amtsgericht übernommen , weil ich quasi mittellos war. Mittlerweile bin ich verheiratet und wir haben noch ein Kind .
      Vielen Dank

      (6) 07.09.19 - 16:56

      Ich würde zum Jugendamt gehen und eine Beistandschaft einrichten. Macht er dann weiter Probleme kannst Du immer noch einen Unterhaltstitel erwirken, das wäre dann aber wenigstens sinnvoll investiertes Geld für Anwalt und Gericht.

      • (7) 07.09.19 - 17:32

        Ich habe einen Titel für die 290€ . Allerdings hat er den Unterhalt selbst angepasst und zahlt mir seit 3 Monaten 620€ . Wir haben uns gestern wegen dem kleinen angezickt , weil er im Auto raucht wenn der kleine mit drin sitzt . Wir sind Nichtraucher und er stinkt wie ein Aschenbecher . 😡
        Und dann sagt er „so ab jetzt bekommst du wieder 290€ , und ich gehe zum Anwalt „ .

      (10) 13.09.19 - 07:57

      Hallo!

      Gerade eine Beistandschaft würde ich in diesem Fall NICHT nutzen.
      Die sind in der Regel damit befasst üBERHAUPT KU beizutreiben.
      Für Fälle, in denen es nicht darum geht überhaupt KU zu bekommen (der aktuell vermutlich oberhalb des Mindestunterhalt liegt), sondern diesen noch zu steigern hat man dort eher wenig Verständniss - und enstprechend wenig Motivation.

(11) 07.09.19 - 17:49

Hallo,
das Jugendamt sieht sich nicht zuständig für Kinder, deren Väter mehr verdienen, als in der DDT steht.
Ich habe mich damals mit meinem Ex darauf geeinigt, dass er den Höchstsatz der DDT zahlt (eigentlich verdient er deutlich mehr). Das war aber das höchste, was das Jugendamt noch titulieren durfte.
Möchtest du mehr als das, was in der DDT steht, dann bist du im Zugzwang. Du musst vor Gericht gehen und dort die Kosten des Kindes einzeln aufführen und nachweisen.
Würde Dir denn die höchste Stufe der DDT ausreichen? Das könnte das JA und das wäre zumindest für dich kostenlos.

  • (12) 07.09.19 - 18:05

    Hey
    Danke für die Antwort . Ja eigentlich glaube ich ihm , ich wäre mit den 620€ zufrieden . Nur es ärgert mich das er meint es zu kürzen , weil wir Stress haben .
    Viele Grüße

    • (13) 09.09.19 - 17:37

      Mich macht das schon beim Lesen wütend.
      Er denkt also er sitzt am längeren Hebel?!
      Und blöd wie man ist, lässt man sich auch noch irgendwie von solchen Ansagen beeindrucken.

      Investiere das Geld für einen richtig guten Anwalt (Erstberatung).
      Der soll dir realistisch sagen was Sache ist.
      Nach meinem Verständnis sollte sich dein Ex nicht so weit aus dem Fenster lehnen, denn per Gericht könntest du den (noch) höheren Titel doch auch erzwingen.
      Allerdings weiss ich nicht, ob das in der Realität tatsächlich so einfach ist.... denn daß "Gericht" zwingend was mit "gerecht" zu tun hat, glaube ich inzwischen nicht mehr....

      Jedenfalls solltest du dir Fakten besorgen, mit denen du Kontra geben kannst.
      Es ist widerlich wie sicher und überlegen er sich dir gegenüber gibt.

      Für 620€ würde ich nicht die Gesundheit meines Kindes verspielen.
      Lasse es bitte offiziell regeln und lebe mit der richtigen Summe.
      Was muss man da noch nachdenken?

(15) 13.09.19 - 07:59

Na,
da haben sich die Herrschaften aber mal wieder sauber rausgewunden ....

Das ist völliger Blödsinn. Rein theoretisch hat die zu erwartende UH-Höhe keinerlei Einfluss auf die Zuständigleit des JA.
Ebenso gibt es keinerlei Vorschrift welche den UH eines JA-Titels irgendwie beschränken würde - und im übrigen auch keinen welcher besagt das JA darf nur dynamische Titel anhand der DDT erstellen.
Das sind alles reine Erfindungen der jeweiligen MA, die einfach keine Lust auf was anderes haben .....

  • (16) 13.09.19 - 13:03

    Wie soll deiner Meinung nach ein Jugendamtmitarbeiter oberhalb der DDT einen Unterhalt berechnen?

    Mein Mann ist mit seinen Verdienstbescheinigungen der letzten 12 Monate dorthin und das konnte nicht berechnet werden. Unterhalt außerhalb der DDT wird auch nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes berechnet.

    • (17) 16.09.19 - 09:28

      Naja,
      eine Möglichkeit wäre es schlicht die höchste Stufe nach DDT zu fordern.
      Das wäre ja schonmal was anderes als "nicht zuständig".

      • (18) 16.09.19 - 12:31

        Das genau hatte ich geschrieben, oder?

        Das JA tituliert maximal die höchste Stufe der DDT. Es rechnet keine höheren Sätze selbst aus. Da windet sich keiner aus seiner Verantwortung, wie du behauptet hast. Es ist schlichtweg unmöglich. Ein Sachbearbeiter des Jugendamtes ist kein Richter.

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