Jobwechsel während Elternzeit?

    • (1) 12.09.19 - 06:06

      Hallo. Ich hoffe von euch ein bisschen Mut zu bekommen einen großen Schritt in eine ungewisse Zukunft zu gehen. Ich bin Mama einer tollen 7 Monate alten Tochter und bin allein erziehend. Der Vater unterstützt uns nicht finanziell und das ist für mich ok.
      Ich habe aktuell einen gut bezahlten Job. Nun überlege ich aber diesen in der Elternzeit zu kündigen und einen neuen Job zu suchen. Hintergrund ist einfach, dass mein bisheriger Job gute 400 km entfernt ist von jeglicher Familie. Gerade mit Kind merke ich, wie schön es ist, Familie in der Nähe zu haben. Ich bin im Rahmen der Elternzeit erstmal wieder näher zur Familie gezogen. Nun müsste ich nach den 14 Monaten ja wieder zurück ziehen oder ich bleibe hier und suche mir einen neuen Job. Dafür gebe ich einen sicheren Job auf, der gut bezahlt ist und das mit einem kleinen Kind.
      Würdet ihr das machen?
      Innerlich bin ich eigentlich schon überzeugt, dass Familie wichtiger ist und es gut ist, welche in der Nähe zu haben im Falle von Krankheit etc.. Manchmal nagen an mir aber auch die Zweifel, dass finanzielle Sicherheit ja auch wichtig ist und Entfernung heutzutage dank Auto und Co. auch nicht mehr so ein Thema ist.
      Weiß jemand dann auch zufällig wie das ist mit Kündigung während der Elternzeit? Würde ja vor Ablauf der Elternzeit kündigen. Die hab ich nämlich für 2 Jahre beantragt. Elterngeld bekomme ich ja aber nur 14 Monate, muss also dann wieder arbeiten.

      • Ich bin ein Sicherheitsmensch, ohne was Neues würde ich nicht kündigen.
        Wenn du die Familie als Unterstützung brauchst, dann würde ich an deiner Stelle mir aber tatsächlich was dort suchen.

        Wichtig ist ja auch, dass der Vater nicht plötzlich mit Einwendungen dagegen schießen kann.

        • Ja, das ist auch mein Problem. Möchte eigentlich auch immer alles voll im Griff haben. Würde aber auch erst kündigen, wenn ich was neues hab. Dennoch bleibt ja dann das Risiko, dass man nach der Probezeit nicht übernommen wird.
          Was kkönnte denn der Vater für Einwände haben? Bin doch allein erziehend mit alleinigem Sorgerecht.

          (4) 13.09.19 - 06:07

          "Wichtig ist ja auch, dass der Vater nicht plötzlich mit Einwendungen dagegen schießen kann."

          bei alleinigen sorgerecht der mutter kann der vater sonstwo hin schießen, aber nicht in richtung mutter ...

          ... und ein vater, der keinen unterhalt zahlt, sollte eh grundsätzlich den ball ganz flach halten (das gilt natürlich auch für unterhaltspflichtige mütter, falls jetzt jemand was von zweierlei maß monieren möchte).

          • (5) 13.09.19 - 06:40

            Das sie das alleinige Sorgerecht hat, kam im ersten Post aber nicht heraus.
            Und wer wie den Ball flach halten sollte, ist ja nun auch unerheblich ggü. dem was aber rechtlich möglich wäre. Auf was für abstruse Ideen manch Vater bzw. Mutter so kommt, kann man hier bei Urbia ja nun regelmäßig sehen ;-)

              • (7) 13.09.19 - 06:51

                Du hast geschrieben, dass ein sich nicht kümmernder Vater den Ball flach sollte. Da geb ich dir ja recht, nur sind das ja persönliche Meinungen, die rein rechtlich gesehen unerheblich sein können, WENN das gemeinsame Sorgerecht bestehen würde.

      Ich würde auch erst kündigen, wenn du was Neues hast.

      Du kannst ja notfalls deine Elternzeit verlängern und, wenn du Kinderbetreuung hast, auch während der Elternzeit ALG I beantragen, wenn du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst. Dafür musst du nicht kündigen.

      Ach ja, es ist NICHT ok, dass dein Ex weder fürs Kind noch für dich Unterhalt zahlt.

      • Danke. Das mit dem ALG 1 schau ich mir mal an. Wusste ich nicht, dass man das schon beantragen kann, auch wenn man ja eigentlich noch ein job hat.

        Bezüglich des Unterhalt sagt meine Mutter das gleiche. Aber ich will mir nicht vorwerfen lassen, sein schönes Leben zu zerstören. Er droht dann nämlich seinen Job zu kündigen sollte ich Geld von ihm fordern. Ich denke, er würde das tatsächlich auch tun. Er verbuddelt ja sogar sein Geld, weil er den Banken nicht traut. Wenn's um sein Geld geht, versteht er kein Spass. War auch Grund für die Trennung.

        • (10) 13.09.19 - 03:21

          Ganz ehrlich, der Unterhalt steht deinem Kind und die zu!

          Den solltest du aktiv einfordern. Hör auf, dafür zu stolz zu sein. Ihr werdet es brauchen.

          Im übrigen, sollte er tatsächlich seinen Job kündigen und sich absichtlich arm machen, dann muss er trotzdem Unterhalt zahlen. So einfach ist das nicht, wie er denkt!

          Ach ja, das mit dem ALG während der Elternzeit wissen viele nicht, selbst beim Arbeitsamt!

          (11) 13.09.19 - 06:10

          steh bitte für deine rechte und die deines kindes ein ...

          ... aufgrund der gutherzigkeit (und doofheit ... sorry) einiger mütter nehmen sich nämlich eine menge unterhaltspflichtiger väter genau das raus, was sie sich rausnehmen ...

          ... unterhalt fordern ... und wenn er seinen job kündigt und deswegen keinen unterhalt zahlt, anzeige wegen unterhaltspflichtsverletzung ... alle halbe jahre eine neue anzeige stellen ... entweder lernt er es dann ... oder er geht irgendwann in den knast ... wäre ja kein problem ohne job ;-)

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