Kindsvater kümmert sich nicht um Umgang

Hallo liebe Alleinerziehende!

Ich muss etwas aushohlen, damit der Sachverhalt auch verstanden wird. Ich habe jetzt im Juli meinen Partner mit unserem gemeinsamen Sohn (wird Ende November 2) verlassen. Er hatte sofort das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt. Wir hatten Gespräche beim Jugendamt und dem Verfahrensbeistand unseres Sohnes. Es stand auch schon ein Termin fest bei Gericht und dieser wurde abgesagt, da er den Antrag zurücknahm.
Wir leben nun 200km weit weg voneinander, da ich wieder in meine Heimatstadt zurückgezogen bin. Wir hatten eine Umgangsregelung vereinbart, die besagt, dass unser Sohn 3 Wochen bei mir ist und dann eine Woche bei seinem Vater. Das hat auch eine Zeit lang funktioniert, bis ich ihm sagte, ich werde unseren Sohn ihm nicht mehr bringen, da nun mal er in der Verpflichtung steht sich um den Umgang zu kümmern. Hatte mich auch beim Jugendamt informiert, ob das so stimmt. Und das Jugendamt sowie meine Rechtanwältin stimmen mir da zu, dass er sich kümmern muss, wenn er den Jungen sehen will. Ich hatte ihm das alles so gesagt und er ist natürlich ausgeflippt und meinte, ich würde in der Pflicht stehen ihn zu bringen, da ich Kindergeld bekomme (so ein Quatsch, habe ich noch nie gehört).
Da er kein Führerschein und Auto hat, ist er auf seine Mutter angewiesen, die im Haus neben an wohnt. Auch mit dem Zug will er nicht fahren, weil er das unserem Sohn nicht antun wolle, solch eine lange Fahrt. Er weigert sich nun schon seit Wochen, den Jungen abzuholen. Er könne nicht über das Leben seiner Mutter bestimmen und sie habe nicht das Geld zum Fahren (was einfach nicht stimmt, wenn sie Teamleiterin einer Bäckerei ist). Er weiß aber schon im Vorfeld, wann der Umgang stattfinden soll und schafft es einfach nicht, mit seiner Mutter das auszumachen. Seit fast 2 Wochen meldet er sich auch nicht von alleine um zu fragen, wie es mit dem Umgang aussieht oder sonst was. Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll, da unser Sohn eigentlich einen geregelten Umgang auch zu seinem Vater braucht.
Ich habe mir auch schon vorgenommen nochmals mit dem Jugendamt darüber zu reden, was ich da jetzt tun kann.

Nach langer Rede meine Frage: habt ihr Erfahrung mit Väter die keinen Umgang pflegen? Was habt ihr da gemacht? Kann man ihn zum Umgang "zwingen"? Wäre das auf langer Sicht ein Grund für das alleinige Sorgerecht?

Sorry für den langen Text, aber ich bin leider etwas Ratlos...... Männer eben... ;-)

LG
Sabrina #winke

Möchtest du, dass sie Umgang haben und stehst du dahinter?

ähm. Um das nochmal klar zu stellen: Du ziehst 200km weit weg, weißt dass er weder Führerschein noch Auto hat und erwartest aber dass er sich bitte kümmern muss dass er das Kind holt und wieder bringt?

Hab ich das richtig verstanden das Du die 200 km weg gezogen bist?
Dann bist Du zum bringen verpflichtet.

Ich denke du bist falsch beraten worden.

Du hast diese Entfernung geschaffen, also bist du auch dafür verantwortlich ihn zu bringen und zu holen. Ist doch logisch oder? Der Vater kann nichts dazu, dass du weggezogen bist.

Was kann denn dein Mann dazu, dass du weggezogen bist? Natürlich musst du DEINEN Sohn bringen, dazu bist du verpflichtet. Das was du gerade machst, nämlich dem Papa das Kind vorenthalten ist strafbar 😬🤯 wer Distanz von über 50km (meine ich, kann auch 30 sein) schafft, ist zum bringen/abholen verpflichtet.

Also 1. bin ich 200 km weit weg gezogen, weil ich wieder nach Hause bin. Ich hab hier Familie und Freunde. Die hatte ich dort nicht. Ich war da 2,5 Jahre lang und musste mir so einiges antun. Ich war verheiratet und habe aus dieser Ehe auch 2 Kinder. Die wurden so nie wirklich akzeptiert und wir waren auch nie eine richtige Familie.

Ich glaube ihr habt alle keine Ahnung von Recht oder??? Wenn ihr damit keine Erfahrung und schon gar keine Ahnung habt, dann lasst doch diese Hasskommentare!!!!! Ich bin alleinerziehende von zwei kleine Kinder. Ich hab genug um die Ohren und kann dann nicht auch noch sowas fahren.....

...... ich muss mich schon wieder rechtfertigen, das ist wirklich schlimm..... Ich wollte Erfahrungen mit ähnlichen Situationen und keine dummen Aussagen, von Leuten die keine Ahnung haben. Egal ob ich weggezogen bin oder nicht, er muss sich kümmern. Wenn das sogar meine Anwältin zu mir sagt und es auch oft so vor Gericht beschlossen worden ist, dass Mann sich nun mal zu kümmern hat......

Ich bin entsetzt, sowas hier lesen zu müssen.... dabei mochte ich diese Foren hier wirklich sehr ......... #aerger#aerger#aerger

Wo genau liest Du denn Hasskommentare?

Wäre die Situation anders herum, der Vater wäre einfach mit dem Kind 200km von der Mutter weggezogen (offensichtlich hattest Du ja vorab das Einverständnis des Kindsvaters nicht), dann wäre Dir als Mutter vermutlich geraten worden, das Kind von der Polizei beim Entführer abholen zu lassen.

Wenn Du zuviel Stress mit zwei kleinen und einem größeren Kind hast, dann gibt es ja auch die Möglichkeit, das Kind, um das es jetzt geht, beim Kindsvater leben zu lassen. Das wollte er ja eh.

Verdammt noch eins... Wenn man keine Ahnung von der genauen Situation hat oder wie alles abgelaufen ist, sollte man sich keine Meinung bilden und so einen scheiß schreiben!!! Ich bin weder überfordert noch sonst etwas. Ich wollte Erfahrungen und kein dummes gelaber von Leuten die keine Ahnung von Situation und Lage haben. Ist das so schwer zu begreifen??? Bereue schon dass die Frage gestellt zu haben.....

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Nun, ich habe ihm die Möglichkeiten offen gehalten: Zeit, Ort
Kompromisse habe ich angeboten soweit machbar (mehr als ich hätte müssen; aber so, dass es dem Kind nciht geschadet hätte, so, dass es auch für mich machbar war)

Er wollte zwar einiges, aber eingehalten hat er es nicht. Warum es nicht ging, nannte er viele Gründe!
Bei realistischen bin ich darauf eingegangen (mehr als ich hätte müssen; einfach weil es menschlich ist und ich umgekehrt auch froh bin, wenn ich ernst genommen werde)

Bei unrealistischen habe ich das Jugendamt hinzugezogen und nachfragt.

Noch während der Schwangerschaft brach er den Kontakt ab und hat kein Interesse an seinem Kind.

Auf Fragen des Kindes antworte ich ehrlich ohne wertend zu sein.
Sie kennt seinen Namen, alte Kontaktdaten kann ich ihr geben, falls sie je nach ihm suchen sollte, bzw. sie weiß auch, dass ich mich informieren würde, wenn sie Interesse entwickeln würde.
Kontakt zu ihren Großeltern/seinen Eltern hat sie. Diese haben Interesse und dienen dem Kindeswohl. Fragen, die ich nicht beantworten kann, bekommt sie von ihnen.

Bisher hat sie zwar mal nach ihm gefragt, aber kein Interesse ihn kennen zu lernen.
Sie weiß, dass sie dürfte.

Ihn zwingen ist keine Option und sieht das Jugendamt auch nicht als sinnvoll an.
Würde er sich je wieder melden, dürfte ich mich dort melden, damit wir eine Lösung finden könnten, wie eine "Wieder"herstellung des Kennenlernens möglich wäre.

Das Jugendamt sieht es locker: da ich ihm keine Steine in den Weg lege
und er selbst Termine absagte, die er unter hoher Dringlichkeit ausmachte und das immer wieder, brauche ich mich nicht überanstrengen.


Würde ich den Kontakt verweigern oder ihm Steine in den Weg legen, könnte es im Einzelfall auch anders entschieden werden, als es sonst üblich ist.

Bspw. einer hat keinen Führerschein, stimmt aber zum Wohles des Kindes der Distanz zu und die Mutter erwartet dann, dass der Vater sich um alles was den Umgang betrifft kümmert
oder er fährt eine lange Strecke und sie sagt ihm erst an der Haustür, dass das Kind krank ist oder ist dann spontan nicht da.

Oder sie stellt Forderungen, von denen auszugehen ist, dass er sie nicht einhalten kann. Z.B. eine Uhrzeit, die mit seiner Arbeitszeit nicht passt.
Da ist es dann im Ermessen des Gesprächs zu klären, wie die Uhrzeit geregelt werden kann.
Wer wessen Arbeitszeit umstellt, damit es passt, ob es eine Betreuungsperson in dem Zeitraum gibt (er schafft es freitags erst um 19 Uhr anzukommen, sie muss aber um 18 Uhr los zur Nachtschicht, da sie am Wochenende arbeitet).
Das sind dann individuelle Lösungen und hängen von verschiedenen Faktoren ab.


Was ist zumutbar, was ist nicht zumutbar?

In eurem Fall ist die Frage, ob es der Mutter zumutbar ist, dass sie ihn jedesmal fährt. Nur weil es bei anderen möglich ist, muss es bei euch nicht auch so sein.
Das Einkommen seiner Mutter spielt hierbei keine Rolle, egal welche Position sie inne hat.

Zug wäre zum Beispiel ein Vorschlag. Will er nicht, obwohl machbar.... sieht es für ihn schon schwieriger aus.

Jugendamt teilte mir auch mit, manchmal liegt es im Ermessen der Möglichkeiten; unabhängig davon wer Recht hat.

Bspw. eine Person bringt das Kind häufiger, obwohl sie es nicht müsste. Dafür einigt man sich auf eine Fahrtenpauschale pro Strecke (Benzinaufwand). Man trifft sich in der Mitte.
Man trifft sich nicht im Wohnort des Kindes, sondern zwei Orte weiter am Bahnhof, um die 1,5 stündige Busfahrt + Taxi zu umgehen.


Wenn beide auf ihre Sicht beharren und es zum gerichtlichen geht, kann es passieren, dass die "Lösung" so aussieht, dass sie für einen oder für beide Elternteile noch sehr viel umständlicher wäre, als der Kompromis.

Wenn einer nicht will, muss der andere aber auch nicht für dessen "nicht-wollen" ein Paradies an Lösungen auffahren.
Entgegen kommen, ja. Kompromisse vorschlagen, ok. Menschlich auch mal Umwege gehen, die vom Recht (haben wollen) abweichen.

Und nicht abwertend über den anderen reden.
Möglich machen, was möglich ist und da ein gutes Maß finden, was menschlich sinnvoll ist. Und dem Kind vermittelnd, dass die Erwachsenen zu der Entscheidung stehen.

Vielen Dank für deine tolle und ausführliche Antwort.
Genau so eine Antwort habe ich gehofft und leider zu selten bekommen.
Ich habe ihm geschildert, warum ich diese Fahrten nicht auf mich nehmen kann. Es gibt so einige, dass ich schnell müde werde und Konzentrationsprobleme habe, dass das Auto zu alt ist um solche Strecken zu fahren und noch dazu dass es nicht meins ist. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass wir es individuell machen können, dass es ihm überlassen ist, ob er nun Freitag, Samstag oder Sonntag fährt. Darauf hin kam nun mal keine richtige Antwort oder dass man andere Möglichkeiten nimmt. Ich verwähre ihm den Umgang mit seinem Sohn nicht. Überhaupt nicht, er darf ihn sehen und haben in dem Rhythmus wie wir das ausmachen. Aber ich kann nun mal nicht fahren. Das ist das einzige was eben der Haken ist. Und auf alles andere geht er nicht drauf ein. Er hat sich nun eine Weile nicht mehr gemeldet und ich frag mich nun, was ist los? Hat er kein Interesse mehr? Und das macht mir halt Kopfzerbrechen.....
Nochmals Danke für deine Antwort.

Naja.
Und er kann auch nicht fahren.
Genau wie du.
Exakt gleich.
Was nun?
Ihr müsst euch in der Mitte treffen, abwechseln etc

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Ich weiß, dass du danach nicht gefragt hast. Trotzdem finde ich es sehr rücksichtslos deinem Kind gegenüber so weit weg von seinem Vater zu ziehen. Sehr schade, mir tun Vater und Kind sehr leid. Du hast dieses Problem geschaffen.

Das sieht man so, wenn man nicht weiß, was gelaufen ist. Man geht immer erst mal davon aus, dass man eine Bilderbuchfamilie war und ich einfach so für mich entschlossen habe, och, ich zieh jetzt mal aus, hab keine Lust mehr. Leider ist es nun mal nicht so einfach. Es war sehr kompliziert und einige Details sind euch nun mal nicht bekannt. Ich finde es auch nicht so toll, dass diese Distanz da ist oder er nicht so seinen Sohn sehen kann. Aber es ist nun mal wie es ist. Ich zog von meiner Heimat weg zu ihm und wurde schwanger. Es hat nicht funktioniert und nun bin ich wieder wo ich her kam. Mein Sohn hat eine Schwester und auch noch Großeltern, eine Tante. Natürlich geht das Kindeswohl vor, aber das heißt nicht sofort, dass ich da bleibe wo sein Vater ist ...

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Da du den Umzug über seinen Kopf hinweg entschieden hast und dies nicht gerichtlich entscheiden lassen hast, würde es nach RECHTSLAGE schlecht für dich aussehen sollte er klagen ! Ob dir das nun passt oder nicht !!
Er meldet sich nicht mehr ? Nun ich gehe mal stark davon aus, da er vorher auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht klagen wollte, dies aber wahrscheinlich nur auf Grund der Tatsache zurück gezogen hat weil du ihm bisher entgegen gekommen bist und den Umgang weiterhin gewährleistet hast in dem du das Kind gebracht hast, wird das jetzt die Ruhe vor dem Sturm sein. Ich denke er reagiert nicht mehr weil er nun tätig wird oder glaubst du er lässt das so auf dich beruhen ?!
Es war ihm vorher wichtig, so wichtig das er klagen wollte und ich denke er wird jetzt den richtigen Weg gehen und sein Recht durchzusetzen wissen und bis dahin hält er sich jetzt vermutlich einfach nur ruhig !
Er hat nach Rechtslage gute Karten und dessen wird man ihn mit Sicherheit schon belehrt haben !!!

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Und hier auch noch ! Dein Rechtsanwalt hat dich vllt BERATEN , dass ist klar er bekommt sein Geld dafür aber das Urteil fällt ein Gericht und nicht das Jugendamt oder Anwalt !

Auch dir möchte ich sagen, wenn man die ganze Situation nicht genau kennt und auch die Personen nicht kennt, sollte man sich leicht zurückhalten was die Kommentare angeht. Ich habe um ERFAHRUNGEN gebeten und nicht um "du böse du".
Sorry, aber ich bin es müde, nur sowas zu lesen, nur weil jetzt alle meinen, sie haben Recht.
Was kommt und was nicht kommt, bleibt abzuwarten. Ich werde mich definitiv nochmals mit dem Jugendamt in Verbindung setzen und dann schauen wir mal was künftig passiert.

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Hallo,
also bei uns ist es wie folgt.
Mein Exmann ist gute 300km weit weg gezogen. Da er keinen Führerschein hat holt er die Jungs mit dem Zug ab. Da er und natürlich die Kinder aber den letzten Abschnit zug mal umsteigen hätten müssen, bin ich gute 60 km nach Lübeck und habe ih die Junge entgegengebracht bzw von dort abgeholt. Dafür habe ich bezingeld bekommen. Aufgrund einer schwierigen Situation Vorort bi ich mit den Jungs dann noch, mit Einverständnis des Vaters in die andere Richtung gezogen, sprich ich habe die Entfernung nochmal um ca 70 km erhöht. Ich müsste nun die Jungs die Strecke bis zum alten Wohnort bringen, da ich die Entfernung geschaffen habe. Ich bringe sie aber immer noch bis nach Lübeck, da ich da an die Kinder denke. Sie sind so 1 1/2 Stunden im Auto und dann noch drei Stunden im Zug, bei dieser Verbindung müssen sie dann nicht umsteigen.

Also zusammengefasst, die Entfernung die du geschaffen hast ( über 50km) musst du übernehmen. Auch ich habe das vom Jugendamt bzw einem Anwalt. Aber ich denke in eurer Situation setzt ihr euch beide in den Zug , Übergabe in der Mitte am Bahnhof. Ich denke das kann man mit gesundheitlichen Einschränkungen, ohne Füührerschein und es kostet auch nicht die Welt. Aber euer !!! Kind hat dann Umgang mit euch beiden und das ist doch das Wichtigste.
Ja mich kotzt das auch manchmal an, drei Stunden am Sonntag auf der Autobahn zu verbringen, aber ich denke an das Kindeswohl.

Ich hoffe ihr findet eine Lösung eurem Kind zuliebe.

🌸🌸🍀🍀

Halbe Strecke Zug finde ich einen sehr guten Vorschlag und alle haben etwas davon, besonders das Kind.

Ja das denke ich auch. Vor allem ist das für die meisten Kinder in dem Alter doch ein großes tolles Abenteuer mit dem Zug zu fahren. Bei allen streitigkeiten, und ja wir haben auch schon viel hinter uns, man sollte immer versuchen das Wohl des Kindes nicht aus den Augen zu verlieren. Das funktioniert nicht immer , klar. Aber nicht bei Problemen die man so leicht lösen kann.

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„ Grundsätzlich trägt diese Kosten der umgangsberechtigte Elternteil. Er ist auch verpflichtet, das Abholen und Zurückbringen der Kinder zu übernehmen. Dies gilt auch beim gemeinsamen elterlichen Sorgerecht. Selbst bei engen finanziellen Verhältnissen auf beiden Seiten kann der Umgangsberechtigte nicht verlangen, dass sich der andere Elternteil an den Kosten des Abholens und Zurückbringens der Kinder beteiligt.

Ausnahmsweise kann der betreuende Elternteil aber verpflichtet sein, am Transport der Kinder mitzuwirken, wenn die Kosten des Umgangs für den Berechtigten nicht tragbar sind, sie jedoch vom betreuenden Elternteil ohne weiteres aufgebracht werden könnten (OLG Hamm vom 27.3.2003 – 11 WF 66/03).
Eine weitere Ausnahme lässt die Rechtsprechung zu, wenn der betreuende Elternteil durch einen Umzug eine erhebliche räumliche Distanz zwischen dem Kind und dem umgangsberechtigten Elternteil geschaffen und dadurch den Umgang spürbar erschwert hat. Dann muss sich der betreuende Elternteil an dem zeitlichen und organisatorischen Aufwand beteiligen, der für die Ausübung des Umgangs erforderlich ist. Das OLG Schleswig hat in einem solchen Fall die Mutter verpflichtet, die Kinder dem Vater zu einer Autobahnraststätte entgegenzubringen und von dort wieder abzuholen (Beschluß vom 3.2.2006 – 13 UF 135/05).“

Lies mal. So einfach kannst du dich aus der Nummer nicht winden.

Du bist echt eigenartig. Du ziehst weg, willst das dein Kind Umgang mit dem Papa hat, willst ihn aber nicht bringen und ihm null entgegenkommen, aber meckerst dann. Es geht dir gar nicht ums Kindeswohl. Du willst nur den Papa eins reinwürgen. Bitte handle auf Elternebene.

Wtf?! Mir geht es nicht ums Kindeswohl????? Ich glaube es nicht.... NOCHMAL: ich habe ihm gesagt, warum ich nicht fahren KANN, wie er sich das vorstellt. Ob ich nun weggezogen bin oder nicht, es hatte seine Gründe. Und das war nicht, nur weil ich jetzt lustig war. Wir haben alle unter ihm gelitten. Ich musste mit Polizei da raus!!!! Also wenn du solche Behauptungen machst, mit "ihm eine reindrücken", dann erst wenn du alles weißt!!!!!! Dem Typen hat man alles hinterher getragen, bis zum heutigen Tag!!! Er zahlt kein Unterhalt, geht aber Teilzeitarbeiten. Er macht sich keine Gedanken, aber ich zerbreche mir den Kopf, wie das alles künftig weiter geht. Also lass es bitte sein, mich so anzufahren...... :-(:-(

Wenn dir der Umgang so wichtig ist, wie du es hier darstellst, dann bitte doch deine Famile und Freunde das Kind zu fahren. Du bist doch extra wegen denen zurückgekommen, da werden sich dich wohl nicht hängen lassen ;-)

(Ich bin schon sehr gespannt auf deine Ausrede)

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Hallo Sabrina,

Ich kenne die Situation ziemlich gut.

Der Vater meiner Tochter hat noch ein Kind 250 km entfernt, er war auch der Meinung die Mutter muss das Kind bringen und holen. Oder zumindest eine Fahrt machen.

Nach unzähligen Gesprächen beim Jugendamt und einer Verhandlung war klar, er muss das Kind holen und bringen um sein umgangsrecht ausüben zu können. Ob du weg gezogen bist um von ihm weg zu sein oder bei deiner Familie spielt in diesem Fall wahrscheinlich nicht mal die Rolle.

Jetzt habe ich mich vor 5 Jahren getrennt , da ich ein Auto habe und abseits wohne dachte er auch ich bringe und hole oder übernehme eine Fahrt. Das tue ich auch aber nur wenn meine Tochter darauf besteht. Prinzipiell muss er bringen und holen.....

Da würde ich mich genau bei den Behörden informieren.

Liebe Grüße

Denise

Danke!!!! Das ist den ganzen Tag über die einzig richtig und normale Antwort die ich hören wollte!!! Nicht, dass man mir zustimmt, sondern, dass jemand vielleicht sowas ähnliches hat.
Ich weiß, dass eine Lösung her muss und dennoch .....

#danke

"Die Antwort dich ich hören wollte" Das sagt schon alles! Du willst nur jemanden der dir nach dem Mund redet, weil du selbst null Einsicht/Entgegen kommen zeigst!

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Hallo,

du schaffst 200 km Entfernung und bestehst jetzt, dass er ohne FS und Auto Euer Kind holen muss.

Und das obwohl er (zu deinem Glück?) seinen Antrag zurückgenommen hatte. Wusste er da bereits, dass er allein fahren soll oder noch nicht?

Dass du nun aber schon von alleinigem Sorgerecht redest ist unterste Schublade.

Welche Entscheidungen willst du denn verhindern, mit der er Eurem Kind schaden will?

Wird er extra eine schlechte Schule wählen? Wird er notwendigen OPs nicht zustimmen?

Wenn nicht, lass die Kirche im Dorf und ùberspanne nicht den Bogen.

Sei froh, dass du jetzt 200 km Entfernung geschaffen hast ohne weiteren Widerstand.

Und schon mal überlegt, ob du nicht zumindest eine Tour übernimmst? Einer bringt einer holt?

LG

Ich erkläre nicht nochmal alles, nur weil du nicht bereit bist alle Kommentare zu lesen. Ja ich habe es aus guten Grund geschaffen. Ich war großzügig genug in der Vergangenheit und wenn man mir auch nicht entgegen kommt, dann ist das halt so.
Das mit dem Sorgerecht war eine Frage, weil ich mich nicht auskenne. Und ich nun mal seine Situation kenne und weiß, dass er nicht viel Verantwortung übernehmen kann und ich das Ganze sehe, was vielleicht in der Zukunft passiert. Nochmal, ich habe hier alles grob geschildert und kann nicht immer ins Detail gehen. Wenn ich mich blöd ausgedrückt habe, dann bitte ich um Entschuldigung....
Also, bitte auch andere Kommentare lesen, in denen ich schon alles erklärt habe, warum und weshalb und überhaupt.... dann kannst du immer noch urteilen.
Ich hatte das ja gemacht, 2 Mal, dass ich eine Strecke gefahren bin, aber das hab ich körperlich eben sehr schlecht geschafft. Und ich habe ihm das gesagt und darauf hat er nicht geantwortet oder reagiert. Ich mach das doch nicht zum Spaß oder weil ich ihn ärgern will. Das hab ich ihm auch gesagt.
Ich werde das schon abklären, wie das künftig alles abläuft.... danke

Ich habe mir alle Kommentare durchgelesen und bin leider auch der Meinung, dass deine Reaktionen sehr fragwürdig sind. Zumal du dir in deinen Kommentaren selbst permanent widersprichst:

- So haben sich die von dir beschriebenen „Leiden“ beim Autofahren immer mehr ausgedehnt.

- Dann schreibst du auf Nachfrage der anderen, dass dem Kind bei dem Vater keine Gefahr drohe, da es nur psychische Gewalt an dir gab. In einem späteren Post sagst du wieder, dass ihr alle „unter ihm gelitten habt“ und deswegen mit der Polizei dort weggeholt wurdet.

- Zu mal du in deinem Ursprung-Post schreibst, du kennst dich nicht aus und hättest gerne Meinungen und Erfahrungen. Aber wenn du Meinungen zugunsten des Vaters bekommst, hast du dich auf einmal schon ganz genau informiert.

Auf die Idee einer Kommentatorin, sich ab der Hälfte mit dem Zug zu treffen, bist du auch nicht wirklich eingegangen obwohl ich es einen guten Kompromiss finde.

Ich kenne mich mit der Rechtslage nicht aus aber für das Kindswohl gehört es meiner Meinung nach dazu auch realistische Kompromisse einzugehen und sich nicht hinzusetzen, dem Vater Dinge aufzuzeigen, die er so anscheinend nicht leisten kann und sich dann entspannt mit der Aussage „ich habe ja schon alles getan, von hinkommt ja nichts“ zurückzulehnen. Ich denke, du wolltest hier nur Zuspruch für dein Verhalten haben und um nichts anderes ging es dir.

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Also sorry wenn ich das so sage aber solche Eltern wie euch kann ich überhaupt nicht leiden. Egal wer von euch... ihr benutzt euer Kind um dem anderen eins auszuwischen. Schämt euch. Ihr habt das Kind in die Welt gesetzt und nun seid auch gute Eltern.

Das er das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt hat war kein feiner Zug von ihm. Keine Frage. Aber DU bist 200 km weit weg gezogen. Du weißt er hat keinen Führerschein und erwartest das er seine Mutter in Beschlag nimmt. Das funktioniert so wahrscheinlich nicht. Schließlich hat die Mutter auch noch ein eigenes Leben.

Natürlich könnte er mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Je nachdem wie die Verbindungen bei euch sind kann das durchaus auch schon mal problematisch werden. Und abgesehen davon, willst du deinem Kind diesen Stress aussetzen?

Sorry wenn es bisher immer so ging, warum dann plötzlich nicht mehr? Kann man sich nicht im Sinne vom Kind mal annähernd erwachsen verhalten und sich entgegenkommen?

Du solltest doch auch ein Interesse daran haben, dass euer Kind einen guten Kontakt zum Vater hat.

Ich finde es echt bescheiden was ihr da treibt und einfach nur beschämend. Sorry

Ich verweise hier nun auf meine ganzen anderen Kommentare, in denen ich schon sämtliche Sachen VERSUCHT habe zu erklären. Wenn gewisse Dinge immer noch nicht klar sind oder nicht ankommen, dann Sorry. #danke

Ja genau. Und aus sämtlichen Nachrichten geht hervor, dass euer Kind ein absoluter Spielball ist. Werdet erwachsen und denkt zur Abwechslung mal an euer Kind. Traurig das ein Kind solche Eltern haben muss. Ich als Mutter finde es sehr beschämend wie ihr euch verhaltet und schüttel nur mit dem Kopf. Ihr seid Eltern. IHR GEMEINSAM. Das wird immer so sein. Auch wenn ihr euch nicht mehr liebt. Das weiß man bevor man Kinder in die Welt setzt und arrangiert sich damit.

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Hey, bedenkt hier auch mal einer weshalb beim Unterhalt 50% vom Kindergeld abgezogen werden?
Die sind abzug für die Kosten die der Umgang verursacht, ergo auch Sprit/Zug und weiß der Geier was noch.

Lg

"Hey, bedenkt hier auch mal einer weshalb beim Unterhalt 50% vom Kindergeld abgezogen werden?
Die sind abzug für die Kosten die der Umgang verursacht, ergo auch Sprit/Zug und weiß der Geier was noch."

Hast Du für diese Behauptung einen Beleg/Quelle?

Da das Kindergeld einen steuerlichen Hintergrund hat, halte ich diese Behauptung nämlich für sehr fragwürdig.

Neufassung des § 1612b Abs. 1

Rz. 444
Seit 1.1.2008 deckt das hälftige Kindergeld den Bedarf des minderjährigen Kindes und ist auf den Mindestunterhalt anzurechnen, daher bestimmt sich die Leistungsfähigkeit aus den Zahlbeträgen und nicht – mehr – aus den Bedarfsbeträgen nach der Düsseldorfer Tabelle. Sind die Umgangskosten dermaßen hoch, dass sie den auf den Unterhaltsschuldner entfallenden Kindergeldanteil (§ 1612b Abs. 1 Nr. 1: "zur Hälfte") übersteigen, sind die Umgangskosten bei der Einkommensermittlung zu berücksichtigen.

Ergo Einsparung für Zahlungspflichtige, die den dem Kindeswohl wohltuenden Umgang kostentechnisch möglichst abdecken sollten.

Kindergeld soll dem wohl des Kindes zugute kommen und ist nur um den Bedarf des Kindes zu decken. Möglichkeit für den Zahlungspflichtigen das wohl des Kindes zu fördern? Eindeutig Wahrnehmung des Umgangs (Ausnahmen mal außen vor)



Ich glaube ich hab hier auch noch einen Brief liegen in dem das mit Hälfte zur Kostendeckung steht, schaue ich später wenn es hell ist noch nach und melde mich wieder

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Deine Antworten sind teilweise echt lächerlich.
Du tust ja regelrecht so, als ob du die Einzige auf Erden bist, die mal 200 km gefahren ist und daher weißt, wie schwierig so was ist... ich verweise auf deine eigenen Antworten.
Zudem kann man dir nur darauf antworten, was du hier so niederschreibst, aber im Anschluss gefühlt 25 mal zu erwähnen, dass man ja nicht die gesamte Situation zu kennen und deswegen man keine Ahnung haben kann... naja hausgemachtes Problem.
Anwälte täuschen sich auch manchmal, aber willst du auch nicht wahrhaben.
Deine ganzen Antworten trotzen regelrecht aus Sturheit und Aggressivität. Verstehe nicht, warum man dann hier nach Hilfe fragt, wenn man keine annehmen will und sondern nur Honig um den Mund geschmiert bekommen möchte.
Aber da du ja so sicher deiner Sache bist, da ja deine super Anwältin und JA dich so super aufgeklärt haben, hoffe ich für dich, dass deine Landung, auf den Boden der Tatsachen, bei einem Urteil nicht zu heftig wird für dich.
Das Kind erwähne ich gar nicht erst, der tut mir bei diesem Pingpong einfach nur Leid.